Volker Mosbrugger

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Cover des Buches Darwin für Kinder und Erwachsene (ISBN: 9783458174127)
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Rezension zu "Darwin für Kinder und Erwachsene" von Charles Darwin

Rezension zu "Darwin für Kinder und Erwachsene" von Charles Darwin
Anita27avor 15 Jahren

Von V. Mosbrugger ausgewählte und zusammmengestellte Orginaltexte Darwins, die einen umfassenden Eindruck über das Leben und das Werk Darwins vermitteln. Großartig und nicht nur für Kinder!

Cover des Buches Darwin für Kinder und Erwachsene (ISBN: 9783458174127)
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Rezension zu "Darwin für Kinder und Erwachsene" von Charles Darwin

Rezension zu "Darwin für Kinder und Erwachsene" von Charles Darwin
HeikeGvor 16 Jahren

"Ein böser Bube"

Volker Moosbrugger (Hsg.) zeichnet in seinem Buch "Darwin für Kinder und Erwachsene" die Lebensstationen des britischen Naturwissenschaftlers nach und führt Kinder ab zwölf Jahren in sein Hauptwerk ein

"Charles Darwin, die Kirche von England schuldet Ihnen eine Entschuldigung, dass wir Sie falsch verstanden haben." Diese Worte sind seit dem 15. September 2008 im Namen von Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury und Oberhaupt der anglikanischen Kirche, auf einer neuen Webseite über Charles Darwin zu lesen. 150 Jahre mussten vergehen, um dem Begründer der Evolutionstheorie die notwendige Ehrung zukommen zu lassen. Reverend Malcolm Brown, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, bekennt darin den "anti-evolutionären Eifer", den seine Kirche nach der Veröffentlichung von Darwins Theorie 1859 gezeigt habe und den viele Kirchen noch pflegten. So klagte zum Beispiel noch im Juni diesen Jahres die Ehefrau des Bischofs von Worcester: "Abgestammt von den Affen! Lass uns hoffen, dass es nicht wahr ist, aber falls doch, lass uns beten, dass es nicht allgemein bekannt wird."

Vor allem in den USA ist Kreationismus in verschiedenen Ausprägungen bei fundamentalistischen Christen stark verbreitet. Wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Urknall, die Evolution aller Arten und die Abstammung des Menschen begegnen sie ablehnend und intolerant. Die Schöpfungsgeschichte wird oft wörtlich genommen. Einige Bundesstaaten haben gar versucht, kreationistische Lehren in den Biologie-Unterricht einzubringen.

Im Jahr 2009 jähren sich nun gleich zwei bedeutende Jahreszahlen. Zum einen steht der 200. Geburtstag des bedeutenden Naturforschers, der am 12. Februar 1809 in Shrewsbury geboren wurde, an, und zum anderen werden am 24. November 150 Jahre seit seiner erfolgreichsten und zugleich umstrittensten Publikation "On the origin of species by means of natural selection, or the preservation of favoured races in the struggle of life" ("Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtauswahl") vergangen sein.
Allerdings führte gerade die große Popularität seiner Thesen zu großem Missbrauch. "Darwin selbst, dessen Antlitz seit 2000 die britische 10-Pfund-Note ziert, hat den schlimmsten Missbrauch seines Namens nicht mehr miterlebt, ebenso wenig seine Rehabilitation. Seine Schildkröte Harriet, die er 1835 selbst von den Galapagos-Inseln mitgebracht hatte, allerdings schon. Sie verstarb vor wenigen Monaten im biblischen Alter von 176 Jahren an Herzversagen.", ist in einer Pressemitteilung der "Pressebox" vom 08. Oktober 2008 zu lesen.

Grund genug, sich mit diesem Mann und der von ihm entworfenen Evolutionstheorie auseinanderzusetzen. Der Paläontologe, Hochschullehrer und jetzige Direktor des Forschungsinstituts und des Naturmuseums Senckenberg in Frankfurt Volker Mosbrugger, der als Herausgeber des vorliegenden Buches zeichnet, wendet sich an Kinder ab zwölf Jahren und "neugierige Kinderfreunde", um an das britische Genie zu erinnern und ihnen einen Zugang zu dessen bedeutendsten Werken zu ermöglichen.

Leicht verständlich hat Moosbrugger verschiedenste Publikationen und Briefwechsel Darwins zusammengetragen und lässt ihn größtenteils selbst zu Wort kommen. In sechs Kapiteln gibt er einen kleinen und gelungenen Abriss der Lebensstationen des ewig seekranken und sorgfältig beobachtenden Wissenschaftlers und führt mittels Auszüge aus seinen bedeutenden Werken ("Reise eines Naturforschers um die Welt", " Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtauswahl") an sein Lebenswerk heran. Anschließend zeigt er den jungen Lesern anhand aufschlussreicher Briefwechsels Darwins mit Freunden (Alfred Russel Wallace, Thomas Huxley), wie die Umwelt auf die Veröffentlichung seiner Evolutionstheorie reagierte, bevor er den alten Mann letztendlich noch einmal mit Stolz, aber auch Selbstkritik auf sein Lebenswerk zurückblicken lässt.

Die kongenialen Illustrationen des in Frankfurt lebenden Graphikers, Journalisten und Schriftstellers Hans Traxler lockern das schmale Büchlein zusätzlich auf und scheinen einen eigenen Dialog mit dem Text zu führen. Ihm gelingt mit seinen witzigen und liebevollen Zeichnungen ein großartiger Spagat zwischen Komik und hintergründigem Anspruch.

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