Volker Pesch

 4.2 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorenbild von Volker Pesch (©Karen Kunkel)

Lebenslauf von Volker Pesch

Dr. Volker Pesch studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Köln, war wissenschaftlicher Mitarbeiter in Greifswald, wo er auch promoviert wurde, dann Hochschulassistent in Erfurt. Seit 2001 ist er selbständig, unter anderem vercharterte er Segelyachten, war stellvertretender Geschäftsführer des Maritimen Jugenddorfs Wieck, schrieb zahlreiche Imagebroschüren sowie Ratekrimis und Drehbücher für online-Weiterbildungen und Beiträge für Zeitungen und Magazine, arbeitete für die Steinbeis-Stiftung und die Landeszentrale für politische Bildung. Seit gut einem Jahr leitet er den Greifswalder Eigenbetrieb Seesportzentrum Greif. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau in der Nähe von Greifswald.

Alle Bücher von Volker Pesch

Cover des Buches Denn wer da hat, dem wird gegeben (ISBN: 9783870621995)

Denn wer da hat, dem wird gegeben

 (11)
Erschienen am 18.03.2017
Cover des Buches Dornen und Disteln soll er dir tragen (ISBN: 9783870622794)

Dornen und Disteln soll er dir tragen

 (3)
Erschienen am 08.11.2017
Cover des Buches Lockruf der Kulturlandschaft (ISBN: 9783788819781)

Lockruf der Kulturlandschaft

 (1)
Erschienen am 08.10.2019

Neue Rezensionen zu Volker Pesch

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G

Rezension zu "Lockruf der Kulturlandschaft" von Volker Pesch

Auf auf zum fröhlichen Jagen - ?
Gabriele_Haefsvor 4 Monaten

Volker Pesch wurde bekannt als Autor der Krimiserie um den Polizeiseelsorger Tom Schröder aus Greifswald, der so heftig seelsorgt, dass man die Ostseewellen und die Moore von Vorpommern geradezu riechen kann. Während die Fans auf Tom Schröders nächstes Abenteuer warten, hat der Autor Jagdgeschichten geschrieben. Der Titel, „Lockruf der Kulturlandschaft“, zeigt, dass wir nicht viel Jagd-Romantik erwarten können. Volker Pesch zieht ältere Literatur heran, Jagdlieder, die wir alle noch im Ohr haben und die das freie Waidmannsleben preisen, aber nix ist mehr mit „Auf auf zum fröhlichen Jagen“. Zu viele Regeln und Erlasse dämpfen die Fröhlichkeit, die Jäger tun ein übriges. Ein Mann, ein Suv ist die Devise der Freizeitjäger, und wenn das Wild sich dann nicht blicken lässt, sitzt der Jägersmann aus Berufung auf seinem Hochsitz und kaut Fingernägel. Dabei kommt es zu witzigen Episoden – wenn z.B. ein Hirsch auftaucht und den Jäger spöttisch anzusehen scheint. Denn der Hirsch stellt sich so, dass das Geweih nicht richtig zu sehen ist, und damit weiß der arme Jäger nicht, ob der Hirsch dem Jahrgang angehört, aus dem ein Stück Hirsch erlegt werden darf in just diesem Revier. Oder wenn ganz schnell Jagd auf Wildsauen gemacht werden muss, weil der Wildschweinbestand wächst und wächst, statt sich an die Erlasse des Ministeriums zu halten. Dann sitzt der Jäger frierend im Ansitzsack aus alten Armeebeständen auf der Kanzel (so nennen sie den Hochsitz, man lernt viel über die Jägersprache in diesem Buch): „Winterjagd auf Sauen ist eben nichts für Freunde des leichten Hawaiihemdes. Außerdem hülfe ohnehin kein Klagen, denn der Landwirtschaftsminister höchstselbst hat Aufbruch zur Jagd geblasen!“ Die Geschehnisse auf der Pirsch werden aus der Sicht eines passionierten Jägers erzählt, der genau über sein Tun reflektiert und der für sich und für uns zu ergründen versucht, was das Faszinierende an der Jagd ist. Dass sich so mancher Jäger auch als Imker versucht, erfahren wir ebenfalls aus dieser Sammlung von Jagdgeschichten, denn zum Rehrücken gehört schließlich die Honigmarinade. Als Krönung von allem wird verraten, was sich hinter den Kulissen einer vorpommerschen Kochshow zuträgt!

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Rezension zu "Denn wer da hat, dem wird gegeben" von Volker Pesch

Küstenkrimi ohne Idylle
EmiliAnavor 6 Monaten

Der Pfarrer Tom Schroeder orientiert sich nach privaten Krisen neu und beginnt seine Arbeit als Polizeiseelsorger in dem Ostseestädtchen Greifswald. Er hat einen schweren Start, denn niemand hat auf ihn gewartet, niemand heißt ihn willkommen.

Bald schon entdeckt er, dass die Vertreter der örtlichen Politik und gewisser Verwaltungsinstitutionen in einem Sumpf von Manipulationen, Korruption und allerhand übler Machenschaften mehr zu schwimmen scheinen, bei dem es um Vorteilsnahme, Bereicherung und die Durchsetzung machtpolitischer Interessen geht. Im Zentrum des Gerangels steht ein verwahrlostes Gelände, auf dem "Bernstein-City", eine mondäne Urlaubsanlage mit allem Komfort entstehen soll, wenn es nach dem Architekten ginge. Ein mächtiges Konsortium aus dem Ausland hat jedoch ganz andere Pläne! Nachdem auch noch eine Frauenleiche auf dem Gelände gefunden wird, ist Tom Schroeders Neugierde erst recht geweckt und er macht sich daran, mehr über die Hintergründe zu erfahren, wobei er unter Gefahr des eigenen Lebens mitten ins Zentrum der undurchsichtigen Geschichte vordringt...

Es ist keine leichte Kost, die Volker Pesch dem Leser seines Küsten-Krimis zumutet! Wer eine Ostseeidylle erwartet hat, in der das Leben noch in gemäßigten Bahnen verläuft, wird schnell eines Besseren belehrt! Stattdessen nimmt sich der Autor eines Themas an, das so brisant wie realistisch ist: die Bestechlichkeit und Morallosigkeit gewisser entscheidungsbefugter Stellen, wenn das große Geld lockt! Mit allen Mitteln lässt Volker Pesch seine handelnden Personen, von der völlig skrupellosen Bürgermeisterin über Bauamtsbeauftragte und Unternehmer bis hin zu den Vertretern der politischen Parteien ihre haarsträubenden Intrigen spinnen - ohne Rücksicht auf Verluste.

Der Leser spürt die Macht- und Hilflosigkeit jener, die sich den Mächtigen entgegenzustellen wagen und die dafür einfach kaltgestellt werden. Existenzen werden ohne mit der Wimper zu zucken ruiniert, Idealisten verlieren ihre Illusionen oder werden gar in die Verzweiflung getrieben. Das ist so eindringlich beschrieben, dass es buchstäblich unter die Haut geht, und dass man aufpassen muss, nicht gleich alle Politiker, Unternehmer, Behördenangestellte von Vornherein der Korruption und der Mauscheleien zu verdächtigen, wegen einiger schwarzer Schafe, die es mit Sicherheit gibt...

Nein, der Polizeiseelsorger hat keinen leichten Stand; auf seinem Weg zur Wahrheit erkennt er sehr bald seine Grenzen und wird auch auf seine eigenen Unzulänglichkeiten gestoßen. Doch trotz des düsteren Themas hat Volker Pesch einen sehr spannenden Roman geschrieben, der mit immer neuen Überraschungen aufwartet. Spannung erzeugt er dabei nicht durch eine aktionsreiche Handlungsabfolge, sondern vielmehr auf psychologischer Ebene.

Sein Protagonist Schroeder ist kein Held, kein alleswissender Ermittler. Er ist unsicher und einsam, ein Einzelgänger, der dennoch Sehnsucht nach Kontakten hat; er zweifelt an sich und weiß eigentlich nicht recht, was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Dass er dazu öfter, als ihm guttut zum Whiskey greift, ist bedenklich, aber man mag es ihm nachsehen - und hoffen, dass er seine Probleme in den Griff bekommt.

Der Schluss der Geschichte ist letztendlich offen geblieben. Aber das ist nur folgerichtig und passend, denn hier kann es kein versöhnliches Ende geben! Es lässt allerdings die Vermutung zu, dass Polizeiseelsorger Tom Schroeder noch mit weiteren Fällen konfrontiert sein wird!

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Rezension zu "Dornen und Disteln soll er dir tragen" von Volker Pesch

Dornen und Disteln soll er dir tragen
Manu2106vor 3 Jahren

"Dornen und Disteln soll er dir tragen" ist der Zweite Fall für den Polizeiseelsorger Tom Schroeder.

Wo die Peene in die Ostsee mündet und nachts wieder der Wolf jagt, ist wirklich Hinterland. Rapsfelder und Windparks prägen diese Landschaft. Drei Moorleichen am Waldrand sind ein Zufallsfund. Waren es russische Zwangsarbeiter aus den letzten Kriegstagen? Ein heikler Fall für die Greifswalder Kripo und für Polizeiseelsorger Tom Schroeder, zumal hochrangige Kreise darauf drängen, die Akte rasch zu schließen. Aber die neue Hauptkommissarin mit dem festen Händedruck stammt aus der Gegend, und manch einer im Dorf scheint sich zu erinnern. Nur redet niemand - bis ein Mord geschieht. Und plötzlich nimmt der Fall eine unerwartete Wendung, denn es gibt eine Verbindung zu den Toten im Moor.

Spannend, wer sind die Toten aus dem Moor? Wie lange lagen sie tatsächlich dort? Ist der Fall überhaupt lösbar? Sind noch Zeitzeugen aufzutreiben? Und was haben die Toten aus dem Moor mit dem aktuellen Mord zu tun? Alles Fragen auf die wir im Laufe der Geschichte auch Antworten finden werden.

Tom Schroeder scheint langsam angekommen zu sein, er bekommt eine Neue an seine Seite, Alba, naja, eigentlich bekommt er sie nicht direkt an seine Seite *gg* denn das ermitteln ist ja eigentlich nicht sein Beruf, scheint aber sene berufung zu sein, denn auch nach so vielen Rüffeln von oben, kann er es nicht lassen...

Auch hier gefällt mir Tom Schroeder sehr gut, immernoch sympathisch, er kommt ein wenig mehr aus sich raus, aber ich hoffe ja noch auf mehr Tom.
Mit Alba und Tina bildet Tom ein recht gutes Team, sie Ergänzen sich alle recht gut, vorallem sind mit die beiden auch sehr sympathsich.

Alle Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet, sind mal mehr mal weniger sympathisch, sie werden uns sehr gut beschrieben, so das wir uns zu jedem recht schnell ein eigenes Bild machen können.
Ich bin gespannt ob man den einen oder anderen Charakter hier in folgenden Bänden nochmal wiedersieht.
Auch die Umgebungsbeschreibungen und Handlungen werden sehr gut beschrieben, Kopfkino kann man anschalten und laufen lassen.

Mir hat der Schreib- und Erzählstil gefallen, die Geschichte liest sich trotz Perspektivenwechsel zügig und flüssig.
Die 270 Seiten wurden in 20 untreschiedlich lange Kapitel unterteilt.

Auch mit seinem Zweiten Fall hat Tom Schroeder mich gut unterhalten, und bescherte mir ein paar spannende Lesestunden. Ich hoffe es kommt noch mehr von ihm.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Denn wer da hat, dem wird gegeben

Ich lade herzlich ein zu einer Leserunde mit meinem neuen Krimi „Denn wer da hat, dem wird gegeben“!

Der CMZ-Verlag hat 10 Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt. Die verlose ich vorab unter denjenigen, die sich zur Leserunde anmelden.

Wenn du an der Verlosung teilnehmen möchtest, schreibe mir bitte kurz in deine Anmeldung, was du mit der Ostsee und den alten Hansestädten an deren Küste verbindest.

Die Verlosung beginnt am 26. Mai 2017 und endet am 5. Juni (Pfingstmontag), die Leserunde startet im Anschluss und läuft bis zum 8. Juli.

Und darum geht es: In „Denn wer da hat, dem wird gegeben“ betritt Tom Schroeder als neuer Polizeiseelsorger für Mecklenburg-Vorpommern die Welt der Kriminalromane. Auf einem brachen Industriegelände direkt an der Küste wird eine Frauenleiche gefunden. Für den ermittelnden Hauptkommissar scheint die Sache ganz klar zu sein: Drogen, Prostitution, Frauenhandel. Tom Schroeder zweifelt daran und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, wenn man diese sympathische Mischung aus Neugierde und Leichtsinn denn „ermitteln“ nennen will. Dabei stößt er auf die ebenso weit verbreitete wie ganz alltägliche Korruption – aber mehr sei hier nicht verraten.

"Ein Buch mit Spannung, farbigen Typen und Dialogen und viel Ostsee-Atmosphäre", schrieb der Bonner General-Anzeiger. Es spielt in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und an der Ostseeküste. Aber es ist kein Lokalkrimi! Du musst Stadt, Land und Leute nicht kennen, um die Story zu verstehen, denn so oder ähnlich könnte es sich an vielen Orten zutragen.

Du findest bei YouTube einen Trailer unter


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Und mich findest du bei facebook unter https://www.facebook.com/profile.php?id=100012201829457

Ich freue mich auf eine spannende und interessante Leserunde, an der ich selbst regelmäßig und aktiv teilnehmen werde!

139 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Booky-72vor 3 Jahren

Zusätzliche Informationen

Volker Pesch wurde am 15. November 1966 in Kempen am Niederrhein (Deutschland) geboren.

Volker Pesch im Netz:

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in 16 Bibliotheken

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von 1 Lesern aktuell gelesen

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