Volker Pesch

 4,4 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Der letzte Grund, Denn wer da hat, dem wird gegeben und weiteren Büchern.
Autorenbild von Volker Pesch (©Vincent Leifer)

Lebenslauf

Dr. Volker Pesch studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Köln, war wissenschaftlicher Mitarbeiter in Greifswald, wo er auch promoviert wurde, dann Hochschulassistent in Erfurt. 2001 verließ er auf eigenen Wunsch den universitären Zirkus und ist seitdem freiberuflich bzw. selbständig unterwegs. Unter anderem betrieb er einen Segelyacht-Charterstützpunkt, gründete eine Agentur für Text & dtp-Gestaltung und arbeitete für die Landeszentrale für politische Bildung MV. Zeitweilig leitete er einen Eigenbetrieb der Stadt Greifswald. 

Volker Pesch ist heute Texter (insbesondere im Bereich E-Learning) sowie freier Journalist und Schriftsteller. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau im vorpommerschen Hinterland. 

Alle Bücher von Volker Pesch

Cover des Buches Der letzte Grund (ISBN: 9783865327482)

Der letzte Grund

 (16)
Erschienen am 28.04.2021
Cover des Buches Denn wer da hat, dem wird gegeben (ISBN: 9783870621995)

Denn wer da hat, dem wird gegeben

 (11)
Erschienen am 18.03.2017
Cover des Buches Dornen und Disteln soll er dir tragen (ISBN: 9783870622794)

Dornen und Disteln soll er dir tragen

 (3)
Erschienen am 08.11.2017
Cover des Buches Lockruf der Kulturlandschaft (ISBN: 9783788819781)

Lockruf der Kulturlandschaft

 (1)
Erschienen am 08.10.2019
Cover des Buches Im Peenetal (ISBN: 9783000722066)

Im Peenetal

 (0)
Erschienen am 02.06.2022
Cover des Buches Lust auf Jagd (ISBN: 9783275022489)

Lust auf Jagd

 (0)
Erschienen am 05.05.2022

Neue Rezensionen zu Volker Pesch

Cover des Buches Denn wer da hat, dem wird gegeben (ISBN: 9783870621995)
Corrados avatar

Rezension zu "Denn wer da hat, dem wird gegeben" von Volker Pesch

Küstenkrimi ohne Idylle
Corradovor 2 Jahren

Der Pfarrer Tom Schroeder orientiert sich nach privaten Krisen neu und beginnt seine Arbeit als Polizeiseelsorger in dem Ostseestädtchen Greifswald. Er hat einen schweren Start, denn niemand hat auf ihn gewartet, niemand heißt ihn willkommen.

Bald schon entdeckt er, dass die Vertreter der örtlichen Politik und gewisser Verwaltungsinstitutionen in einem Sumpf von Manipulationen, Korruption und allerhand übler Machenschaften mehr zu schwimmen scheinen, bei dem es um Vorteilsnahme, Bereicherung und die Durchsetzung machtpolitischer Interessen geht. Im Zentrum des Gerangels steht ein verwahrlostes Gelände, auf dem "Bernstein-City", eine mondäne Urlaubsanlage mit allem Komfort entstehen soll, wenn es nach dem Architekten ginge. Ein mächtiges Konsortium aus dem Ausland hat jedoch ganz andere Pläne! Nachdem auch noch eine Frauenleiche auf dem Gelände gefunden wird, ist Tom Schroeders Neugierde erst recht geweckt und er macht sich daran, mehr über die Hintergründe zu erfahren, wobei er unter Gefahr des eigenen Lebens mitten ins Zentrum der undurchsichtigen Geschichte vordringt...

Es ist keine leichte Kost, die Volker Pesch dem Leser seines Küsten-Krimis zumutet! Wer eine Ostseeidylle erwartet hat, in der das Leben noch in gemäßigten Bahnen verläuft, wird schnell eines Besseren belehrt! Stattdessen nimmt sich der Autor eines Themas an, das so brisant wie realistisch ist: die Bestechlichkeit und Morallosigkeit gewisser entscheidungsbefugter Stellen, wenn das große Geld lockt! Mit allen Mitteln lässt Volker Pesch seine handelnden Personen, von der völlig skrupellosen Bürgermeisterin über Bauamtsbeauftragte und Unternehmer bis hin zu den Vertretern der politischen Parteien ihre haarsträubenden Intrigen spinnen - ohne Rücksicht auf Verluste.

Der Leser spürt die Macht- und Hilflosigkeit jener, die sich den Mächtigen entgegenzustellen wagen und die dafür einfach kaltgestellt werden. Existenzen werden ohne mit der Wimper zu zucken ruiniert, Idealisten verlieren ihre Illusionen oder werden gar in die Verzweiflung getrieben. Das ist so eindringlich beschrieben, dass es buchstäblich unter die Haut geht, und dass man aufpassen muss, nicht gleich alle Politiker, Unternehmer, Behördenangestellte von Vornherein der Korruption und der Mauscheleien zu verdächtigen, wegen einiger schwarzer Schafe, die es mit Sicherheit gibt...

Nein, der Polizeiseelsorger hat keinen leichten Stand; auf seinem Weg zur Wahrheit erkennt er sehr bald seine Grenzen und wird auch auf seine eigenen Unzulänglichkeiten gestoßen. Doch trotz des düsteren Themas hat Volker Pesch einen sehr spannenden Roman geschrieben, der mit immer neuen Überraschungen aufwartet. Spannung erzeugt er dabei nicht durch eine aktionsreiche Handlungsabfolge, sondern vielmehr auf psychologischer Ebene.

Sein Protagonist Schroeder ist kein Held, kein alleswissender Ermittler. Er ist unsicher und einsam, ein Einzelgänger, der dennoch Sehnsucht nach Kontakten hat; er zweifelt an sich und weiß eigentlich nicht recht, was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Dass er dazu öfter, als ihm guttut zum Whiskey greift, ist bedenklich, aber man mag es ihm nachsehen - und hoffen, dass er seine Probleme in den Griff bekommt.

Der Schluss der Geschichte ist letztendlich offen geblieben. Aber das ist nur folgerichtig und passend, denn hier kann es kein versöhnliches Ende geben! Es lässt allerdings die Vermutung zu, dass Polizeiseelsorger Tom Schroeder noch mit weiteren Fällen konfrontiert sein wird!

Cover des Buches Der letzte Grund (ISBN: 9783865327482)
wiechmann8052s avatar

Rezension zu "Der letzte Grund" von Volker Pesch

Kind in den Dünen
wiechmann8052vor 2 Jahren

Ein altes Segelschiff liegt versenkt im Rostocker Hafen. An Bord ein unbekannter Toter, er ist aber nicht der den man an Bord erwartet hatte. Doro, die Kriminalhauptkommissarin hat alle Hände voll zu tun um ihren eigenem Anspruch gerecht zu werden. Es gibt  so viele Möglichkeiten, so viele Ansätze für das Motiv und so wenig Zeit, denn es ist Hanse Sail. Die Politik macht Druck, vor allem weil es noch eine zweite weitaus gefährlichere Baustelle innerhalb der Polizei gibt.

Dieser Krimi war gut, einfach nur gut. Am ersten ist mir aufgefallen, dass der Autor Wert auf Informationen neben der Story legt, Wir erfahren etwas über Schiffe, ihre Vergangenheit und technische Einzelheiten, nicht wichtig für die Geschichte aber sie runden das Ganze perfekt ab. Genauso ist es mit dem Thema Kriegsenkel und Trauma Erfahrungen. Es sind nicht viele Informationen aber genug, damit man neugierig wird und sich vielleicht darüber hinaus informiert. Könnte interessant werden. Genauso legt er Wert auf den sensiblen Umgang mit allen Figuren in diesem Roman, zu mindestens habe ich es so empfunden. Der Respekt untereinander, auch die Spitznamen vermitteln einen freundlichen Umgang mit einander. Tote werden nicht anhand ihrer Verletzungen beschrieben sondern es gab Beschreibungen wie, ein gepflegter Haarschnitt, vor kurzem rasiert. Es war sehr sensibel und überaus spannend erzählt.

Der Spannungsbogen setzte eine Rückwärtsspirale in Gang, es gab Ursachen in der Vergangenheit, wo Schweigen ein ganz großes Thema war. 

Ich hoffe der Autor schreibt noch mehr Bücher mit Doro Westkamp als Kommissarin.

Cover des Buches Der letzte Grund (ISBN: 9783865327482)
Rebecca1120s avatar

Rezension zu "Der letzte Grund" von Volker Pesch

spannender Krimi mit lebendigen Charakteren
Rebecca1120vor 2 Jahren

In Rostock ist die Hölle los – die Hanse Sail steht an. Genau jetzt sinkt das Traditionsschiff „Sansibar“ direkt im Hafenbecken. Als dann Taucher auch noch eine Leiche unter Deck finden, beginnt Doro Weskamp von der Rostocker Kripo mit den Ermittlungen. Ermittlungen, die sich schwierig gestalten, denn der Tote ist nicht, wie vermutet, der Bootsmann der Sansibar…

Doro ist eine erfahrene Ermittlerin, kann sich auf ihr Bauchgefühl verlassen und doch zweifelt sie dieses im Laufe der Ermittlungen mehrfach an. Es ist aber auch ein verzwickter spannender Fall, deren Wurzeln bis ins die Kriegszeiten zurückführen. Ich empfand den Krimi vom Autor sehr spannend entwickelt. Geschickt verwebt er dabei alte verklausulierte Tagebücher, Kriegstrauma und psychische Auswirkungen auf Folgegenerationen miteinander. Den Begriff der Kriegsenkel hatte ich bisher noch nie gehört. Kann mir aber gut vorstellen, dass es solche Menschen gibt und dass es nicht nur die Gene sind, die wir vom unseren Vorfahren erhalten, sondern auch deren Erfahrungen und Verhaltensmuster. Kein Wunder, dass auch Doro sich in diesem Zusammenhang Gedanken zu ihrer eigenen Familie (Eltern, Großeltern) gemacht hat. Diese Frau war mir unwahrscheinlich sympathisch. Auch weil sie Fehler begeht, dazu aber steht und immer mit ihrer inneren Unruhe zu kämpfen hat. Für mich ein gelungener Ostsee-Krimi, der Lust auf mehr macht und dem ich gerne 5 Lese-Sterne gebe.  

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Zusätzliche Informationen

Volker Pesch wurde am 15. November 1966 in Kempen am Niederrhein (Deutschland) geboren.

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