Volker Raus Der Freigang

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Inhaltsangabe zu „Der Freigang“ von Volker Raus

Oberst Max Steinberg ermittelt in den heikelsten, brisantesten und schwierigsten Kriminalfällen seiner Heimatstadt Linz. Der Mord und die Rätsel rund um das Verschwinden von Bogdan Farcas sind so ein Fall. Als Prostituiertenmörder verurteilt, durfte dieser bald nach seinem Haftantritt Jus studieren. Den letzten Freigang zu seiner Sponsion zum Magister der Rechtswissenschaften nützte er zur Flucht. Die Suche nach Farcas ist seit sechzehn Jahren ergebnislos. Wird er denn überhaupt gesucht? Oder haben Justiz, Politik, Wirtschaft und Finanzwelt Interesse daran, dass der Mann nie wieder nach Österreich zurückkehrt? Nach "Leihgabe" und "Reichweite" ist "Der Freigang" der dritte Roman des Linzer Autors Volker Raus, der auf einem spektakulären Kriminalfall seiner Heimatstadt basiert.

Für Kenner der Stadt Linz ganz nett, aber leider wenig spannend. Die Hauptfigur war mir nicht sympathisch.

— Karin_Kehrer
Karin_Kehrer

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  • Oberst Max Steinberg ermittelt

    Der Freigang
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    17. March 2017 um 10:33

    Polizeioberst Max Steinberg ist nach einem Auslandseinsatz auf Urlaub in seiner Heimatstadt Linz. Er wird mit einem der spektakulärsten Kriminalfälle des Landes konfrontiert. Der Rennfahrer Bogdan Farcas wurde als Prostituiertenmörder verurteilt, durfte in der Haft studieren und flüchtete bei seinem letzten Freigang, als er zum Magister der Rechtswissenschaften spondierte. Die Suche nach ihm ist seit sechzehn Jahren ohne Ergebnis. Aber wird er überhaupt gesucht? Oder haben Justiz, Politik, Wirtschaft und Finanzwelt ohnehin Interesse daran, dass er nicht wieder auftaucht?Steinberg beginnt zu ermitteln und stößt bald auf einen Sumpf aus Korruption, Erpressung und Freunderlwirtschaft. Und dann beginnt ein mörderischer Reigen …Der Autor siedelt seine Romane hauptsächlich in seiner Heimatstadt Linz an. Dies ist der dritte Band um den Polizeioberst Max Steinberg, dem wiederum ein wahrer Kriminalfall zugrunde liegt. Man kann ihn lesen, ohne die anderen zu kennen. Allerdings zieht der Autor seine eigenen Schlüsse aus dem Geschehen.So ganz anfreunden mit dem Buch konnte ich mich jedoch nicht.Das lag vor allem an der Figur des Oberst Steinberg, den ich absolut nicht sympathisch fand. Er ist der Typ „einsamer Wolf“, ein in die Jahre gekommener Frauenheld, dabei arrogant und eitel.  Die Frauen scheinen ihn allerdings aus unerfindlichen Gründen zu mögen, obwohl er sich ihnen gegenüber nicht gerade nett benimmt, genau wie er ständig einen unterschwellig aggressiven Ton anschlägt.Sein Interesse an dem eigentlich längst ad acta gelegten Fall ist nicht ganz nachvollziehbar. Langeweile? Geltungssucht? Dass er überhaupt „einfach so“ ermitteln darf, kommt mir im Übrigen ziemlich merkwürdig vor.Außerdem sind auch die meisten anderen Charaktere nicht besonders vorteilhaft geschildert. Und es gibt sehr viele davon. Manche sind trotz der abgewandelten Namen als real existierende Personen erkennbar, auch wenn der Autor sich mit der Behauptung schützt, alles wäre erfunden.Grundsätzlich ist beinahe jeder Beteiligte in illegale Machenschaften verwickelt. Ich wusste gar nicht, dass es in der oberösterreichischen Landeshauptstadt derart viele Verbrecher in der sogenannten „besseren“ Gesellschaft gibt! Ein sehr negatives Bild wird hier gezeichnet. Ob es der Wahrheit entspricht, sei dahingestellt. Die Grundstimmung ist auf jeden Fall sehr düster.Die Handlung selbst besteht hauptsächlich aus Lokaltouren der Hauptperson. Man lernt so nach und nach gefühlt sämtliche wichtigen Linzer Restaurants, Kaffeehäuser, Gasthäuser und Bars kennen (viele von ihnen existieren wirklich), ist Zeuge von unzähligen Malen Frühstück, Essen und Zigaretten und weitschweifigen Dialogen, welche die Handlung oft nicht vorantreiben. Es fehlt generell an Spannung.Der Täter ist relativ rasch bekannt, eigentlich wichtige Szenen, die endlich Action bringen würden, werden im Rückblick erzählt.Unglaubwürdig auch, dass der Junge, der Zeuge bei einem der Morde wurde, bei der ersten Vernehmung überhaupt keine auffällige Reaktion zeigt, bei der genaueren Befragung dann aber plötzlich traumatisiert ist. Der Schreibstil wirkt manchmal etwas betulich und „naiv“, mit einigen Fehlern durchsetzt. Das Ende? Eher unbefriedigend und lasch, wie so ziemlich die ganze Geschichte.Fazit: Für Kenner der Stadt Linz vielleicht ganz amüsant, weil die eine oder andere bekannte Örtlichkeit auftaucht, die Handlung und die Personen sind aber eher unergiebig. Für mich wird es auf jeden Fall der einzige Ausflug kriminaltechnischer Art nach Linz bleiben.

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