Volker Strübing

 3.6 Sterne bei 25 Bewertungen

Alle Bücher von Volker Strübing

Volker StrübingDas Paradies am Rande der Stadt
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Das Paradies am Rande der Stadt
Das Paradies am Rande der Stadt
 (8)
Erschienen am 19.09.2005
Volker StrübingEin Ziegelstein für Dörte
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Ein Ziegelstein für Dörte
Ein Ziegelstein für Dörte
 (10)
Erschienen am 10.03.2010
Volker StrübingMister & Missis.Sippi
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Mister & Missis.Sippi
Mister & Missis.Sippi
 (1)
Erschienen am 28.03.2010
Volker StrübingKloß und Spinne
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Kloß und Spinne
Kloß und Spinne
 (0)
Erschienen am 30.09.2016
Volker StrübingDas Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals
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Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals

Neue Rezensionen zu Volker Strübing

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handverlesens avatar

Rezension zu "Das Paradies am Rande der Stadt" von Volker Strübing

Kluge Sci-Fi in in gewitzter Verpackung
handverlesenvor 3 Jahren



Dass Thüringen kein literarisch unbeflecktes Bundesland ist, dürfte eigentlich nicht verwundern. So schufen Goethe und Schiller in dem beschaulichen Freistaat ihre erfolgreichsten Werke und so versuchen auch heute noch alle Städte damit zu wuchern, dass Goethe hier und dort bereits schon einmal seinen Fuß hinein gesetzt hat.

Mit dieser Geschichtsverklitterung geht jedoch auch der Fokus auf die Zukunft und mögliche Chancen verloren und neue Töchter und Söhne Thüringens fallen unter den Tisch.


Der Autor


Einer dieser “Vergessenen” ist Volker Strübing, der 1971 im kleinstädtischen Sondershausen geboren wurde, sich jedoch vermutlich nie als Thüringer bezeichnen würde, da ihn das Leben in Berlin schon seit seiner Kindheit prägte und das bis heute.


So überrascht es nicht, dass Volker Strübings Debütroman “Das Paradies am Rande der Stadt” von 2006 (erschienen im yedermann-Verlag), ebenfalls in Berlin spielt.


Der Inhalt


Konkret verschlägt es den Leser in die Jahre nach 2040, in eine Zeit, in der die Kevins und Emily-Sophies der 90er und 00er Jahre schon Opas und Omas sind und der Konsum im Mittelpunkt aller Interessen zu stehen scheint. Werbung beherrscht das öffentliche Leben, die Menschen gehören mittlerweile Konzernen oder obskur religiösen Gemeinschaften an. Und selbst letztere vergöttern mittlerweile den Mammon und degradieren ihre Gottheiten zu Pappkameraden, die den Herrschenden als Vorwand dienen mehr Menschen in ihre Abhängigkeiten zu ziehen.

Diesen Entwicklungen hat ein gewisser Edwin Ruben Lösser versucht einen Gegenpol zu setzen und entwickelte Eden - ein Produkt, das vollkommenes Glück bescheren sollte, indem eine künstliche Intelligenz über die Interessen und Wünsche der Menschen wacht und diese zu erfüllen versucht. Der Haken an der Geschichte ist, dass die Menschen dafür in große schwarze Würfel müssen, die in 1000 Städten weltweit verteilt sind, und ihr bisheriges Leben aufgeben müssen. Das gefällt nicht allen, daher hat das Projekt Eden gewisse “Nachwuchsschwierigkeiten”, die es zu beheben versucht.


Auf der anderen Seite steht eine Widerstandsgruppe, die versucht hinter das Geheimnis der schwarzen Würfel zu kommen und Eden das Handwerk zu legen. Der junge verpickelte Teenager Theo ist ebenfalls Mitglied dieser Gruppierung und so wenig Erfolg er auch bei realen gleichaltrigen Frauen hat, so erfolgreicher ist er doch bei den Frauen im Internet - die er sich jedoch auch selbst programmieren muss. Durch für ihn mysteriöse Umstände gerät er in den Strudel der Ereignisse und findet sich als Schlüsselperson im Kampf um die Zukunft der Menschheit wieder.


Dabei wird er auf eine Odyssee quer durch den Berliner Großraum und das Internet geschickt und bemerkt das erste Mal in seinem Leben, wie verquer sich die Gesellschaft entwickelt hat und welche menschlichen Abgründe das komfortable Leben der “normalen” Bewohner Berlins mit sich ziehen.


Sprache und Eindruck


Mit viel Witz, Dialekt und Erfindergeist kreiert Strübing eine Welt, die unsere Protagonisten so menschlich und nah darstellt, dass Bösewichte fast schon zu nett und freundlich wirken, aber die Helden umso liebenswerter macht. Durch diese Menschlichkeit, die das komplette Buch auszeichnet, schafft es Strübing auf unter 200 Seiten eine Geschichte zu erzählen, die fesselt und am Ende doch mit einem Plottwist überrascht, den vermutlich die wenigsten erwartet hätten.

Das sah vermutlich auch die Jury des “Deutschen Science Fiction Preis 2006” so und vergab in der Kategorie Bester Roman den zweiten Platz an Volker Strübing.


Ich habe mir übrigens die Neuauflage von 2013 gegriffen, die im Voland & Quist Verlag erschien.



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Legibiliss avatar

Rezension zu "Das Paradies am Rande der Stadt" von Volker Strübing

Das Paradies am Rande der Stadt von Volker Strübing
Legibilisvor 5 Jahren

Eden – das Paradies auf Erden. Zumindest verspricht der gleichnamige große Konzern es den Menschen. Wer sich entschließt zu Eden, durch den Regenbogen, zu gehen, der verlässt seine Familie und Freunde, um ein Leben in einem der schwarzen Würfel in vollster Glückseligkeit zu genießen. Folgen unbekannt. Wer nicht zu Eden geht, lebt in einer der vielen Oasen oder in den sogenannten Schlammstädten, einem Ort, an dem es keine Gesetze und keine Regeln gibt. Am Rande eines dieser Orte, ganz in der Nähe eines sogenannten Eden-Würfels, dort wo früher einmal Berlin war, haben sich Menschen zu einer Gruppierung den „Freunden der Menschheit“ zusammengefunden. Sie wollen Eden stürzen, doch das ist gar nicht so leicht, wenn nicht nur von Eden angeheuerte „Seelenfänger“ die Mitglieder versuchen durch den Regenbogen zu führen, sondern auch politische und religiöse Organisationen ihnen Steine in den Weg legen. Zum Glück haben die Freunde der Menschheit ein Ass im Ärmel – Theo, ein Junge der in einer der Oasen ein behütetes Leben führt, aber ein begnadeter Hacker ist. Er soll sich in den Eden-Computer einklinken und so den Konzern vernichten. Das ist einfacher gesagt als getan. Schließlich hat es Theo mit dem technisch fortgeschrittensten Computer der Welt zu tun. Doch dann finden die Freunde der Menschheit zufällig Eva. Sie scheint als erste aus einem der Eden-Würfel entkommen zu sein und hat eine ganz besondere Beziehung zu Theo – obwohl sich die beiden nie zuvor begegnet sind. Die große Chance Eden endlich zu vernichten scheint gekommen zu sein.

Volker Strübings „Das Paradies am Rande der Stadt“ ist ein etwas anderer Science-Fiction-Roman. Er zeichnet eine Vision von einer Zukunft, die alles andere als rosig aussieht, in der der Mensch als Individuum kaum noch etwas zählt, Klone verstorbener Prominenter alle niederen Tätigkeiten verüben müssen, Menschen sich Arbeitsplätze mieten, um überhaupt eine Daseinsberechtigung zu haben, und Kinder künstlich erschaffen werden.

Ein grandioser Roman mit einem ironischen Blick auch auf unsere heutige Gesellschaft, feinsinnig und geistreich zugleich.

Besonders gut: Das Ende ist keines der 0-8-15-Enden in dem zum Schluss alle glücklich und zufrieden sind, sondern überrascht und lässt den Leser auch über den letzten Satz hinaus nachdenklich zurück. Denn Nachdenken muss man nach dieser Lektüre fast unausweichlich, zeichnet sie doch ein Bild von einer düsteren Zukunft, die gar nicht mal so weit hergeholt scheint, ob der derzeitigen technischen Versessenheit unserer Gesellschaft.

Dieser Roman ist nicht nur allen Science-Fiction-Fans zu empfehlen, sondern auch all denen, die sich sonst eher der Fantasy-, Dystopie-, Satire- oder Thriller-Literatur zuwenden.

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Kikkis avatar

Rezension zu "Ein Ziegelstein für Dörte" von Volker Strübing

Rezension zu "Ein Ziegelstein für Dörte" von Volker Strübing
Kikkivor 6 Jahren

Inhalt:
Frauen, Kinder, Chefs: Kein Abgrund des menschlichen Zusammenlebens ist Volker Strübing fremd. Mit scharfem Witz blickt er hinter die Fassaden, und was er sieht, ist oft lustig, manchmal ein klein wenig böse oder auch einfach nur absurd. Sein Alter Ego kämpft mit Herpes und böswilligen Doppelgängern, wird in einer Parallelwelt von der Stasi gejagt und fällt aus allen Wolken - aber immer wieder auf die Füße. Ob Schwangerencafés in Berlin, Nervensäge Hertha im Zug nach München oder das fiktive Wiederaufstehen der DDR, Volker Strübings Geschichten zeigen die Welt aus seiner ganz eigenen Perspektive: pointiert, treffsicher und äußerst komisch.

Meine Meinung:
Auf Grund der Inhaltsangabe und des lustigen Titels hab ich mir das Buch einfach mal vom Grabbeltisch mitgenommen. Aber was soll ich sagen, die Inhaltsangabe hat ein wenig mehr versprochen als das Buch wirklich enthalten hat. Das Buch besteht aus etwas mehr als 40 Kurzgeschichten und hier ist der Name Programm. Die Geschichten sind nie mehr als 5 Seiten lang. Dadurch dass die Geshichten so kurz waren, war das Buch wirklich sehr angenehm zu lesen. Lockerflockig einfach eine Geschichte nach der anderen. Doch leider fand ich die meisten der Geschichten nicht ganz so witzig wie sie vielleicht sein sollten. Bei ein paar der Geschichten musste ich zwar schon schmunzeln, aber darüber hinaus kam leider keine Gefühlsregung bei mir zustande. Teilweise waren mir Strübings Geschichten einfach zu absurd als das ich darüber hätte lachen können. Eigentlich ziemlich schade, denn die Geschichten hatten potenzial. Aber vielleicht bin ich einfach zu jung für eine solche Art von Humor.

Also abraten würde ich keinem von diesem Buch, man sollte auf jedenfall mal reingelesen haben. Vielleicht bekommt ihr einen anderen Bezug dazu als ich

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