Nacht über Föhr

von Volker Streiter 
4,5 Sterne bei15 Bewertungen
Nacht über Föhr
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Diana182s avatar

Spannender, historischer Regional Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen

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War sehr interrisannt und hat Freude gemacht zu lesen.

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Inhaltsangabe zu "Nacht über Föhr"

Eine atmosphärisch dichte Zeitreise ins Biedermeier am Vorabend des deutsch-dänischen Krieges.

Föhr 1845: Der vierzehnjährige Schiffsjunge Ingwer wird ermordet an der Lembecksburg gefunden, die Haut übersät mit eingeritzten Zeichen. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, doch Reiseschriftsteller Johann Kohl hat seine Zweifel an dessen Schuld und stellt eigene Nachforschungen an. Gleichzeitig sucht Ingwers kleine Schwester den Mörder im Kreis der wohlhabenden Badegäste. Doch die Föhrer Gesellschaft ist rätselhaft verstrickt. Und dann verschwindet das Mädchen spurlos.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740802868
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:15.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    dorlis avatar
    dorlivor 6 Monaten
    Rezension zu "Nacht über Föhr" von Volker Streiter

    In seinem historischen Küstenkrimi „Nacht über Föhr“ nimmt Volker Streiter den Leser mit in das Jahr 1845 auf die nordfriesische Insel Föhr. Der Autor wartet mit einer fesselnden Mischung aus Realität und Fiktion auf und lässt diesen Roman damit zu einer kurzweiligen Zeitreise werden.

    Gleich an seinem ersten Tag auf der Insel wird der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl Zeuge der Gefangennahme eines vermeintlichen Mörders. Der seit vielen Jahren auf Föhr lebende Südseeinsulaner Pana Nancy Schoones soll den 14-jährigen Schiffsjungen Ingwer Martens erschlagen haben. Kohl, der nicht nur auf der Suche nach spannenden Geschichten für seinen nächsten Reisebericht ist, sondern auch einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit hat, zweifelt an der Schuld des friedvollen Panas und stellt eigene Nachforschungen an…

    Auch Ingwers 13-jährige Schwester Laura ist davon überzeugt, dass jemand anderes ihren Bruder auf dem Gewissen hat. Sie will sich bei den wohlhabenden Badegästen in Wyk umschauen und ahnt nicht, in welch große Gefahr sie sich damit begibt…

    Volker Streiter hat einen sehr mitreißenden Schreibstil – ruckzuck war ich mittendrin im Geschehen und konnte prima mit den Akteuren mitfiebern.

    Die Darstellung von Land und Leuten ist Volker Streiter hervorragend gelungen – der Autor hebt die Besonderheiten des Landstrichs genauso hervor, wie die Mentalität und die Eigenarten der Inselfriesen, so dass ich mir sowohl die Schauplätze wie auch die Akteure sehr gut vorstellen konnte. Nicht nur das Lokalkolorit ist überzeugend, auch mit dem Zeitkolorit kann der Autor punkten. Lebensweise, Gepflogenheiten, Mode und Sprache der damaligen Zeit fließen genauso in die Handlung ein, wie die politische Lage Föhrs in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch der Kontrast zwischen der armen Landbevölkerung und der vornehmen Wyker Badegesellschaft wird beleuchtet.

    Volker Streiter hat ein gutes Händchen dafür, die historischen Fakten, wahren Begebenheiten und lokalen Sehenswürdigkeiten mit fiktivem Geschehen und fesselnder Krimihandlung zu verweben. Der Blick des Lesers wird während der spannenden Spurensuche durch einige Überraschungen und Wendungen in unterschiedliche Richtungen gelenkt, so dass man prima über Täter und Motive miträtseln kann. Selbst nachdem für den Leser etwa ab Mitte des Buches klar ist, wer der eigentliche Bösewicht in dieser Geschichte ist, bleibt die Spannung auf einem hohen Niveau – zum einen, weil der ganze Fall mit dieser Erkenntnis noch lange nicht gelöst ist und zum anderen, weil Volker Streiter das Geschehen mit dramatischen Ereignissen und neuen Fakten bis zum Schluss lebendig und interessant hält.

    „Nacht über Föhr“ hat mich durchweg begeistert – ein gut ausbalancierter Mix aus Spannung und Historie, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

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    Diana182s avatar
    Diana182vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender, historischer Regional Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen
    Nacht über Föhr

    Das Cover viel mir durch seine Farbgestaltung direkt ins Auge. Schnell wird deutlich, dass es sich hier um einen historischen Krimi handelt. Dieser erste Eindruck wird von einem anregend formulierten Klappentext unterstrichen.


    Davon neugierig geworden, wollte ich natürlich schnell mehr erfahren.


    Und es geht direkt spannend los und zieht den Leser so mitten ins Geschehen. Wir werden Zeuge eines grausamen Mordes. Ein Junge wird mit eingeritzten Zeichen tot aufgefunden. Wer steckt hinter diesem Mord und welches Motiv treibt den Täter an? Dies gilt es hier zu erfahren….


    Der Schreibstil des Autors ist stets flüssig und bildgewaltig. Er versetzt den Leser gekonnt in die richtig Atmosphäre und lässt ihn so an den Mordermittlungen teilhaben. Ein Tatverdächtiger wurde im Ort schnell gefunden. Doch war er es wirklich? Bis zu Letzt tappte ich im Dunkeln und puzzelte die einzelnen Indizien zusammen- doch das stimmige Gesamtbild präsentiert sich erst am Ende der Geschichte…


    Bis zum Schluss erlebte ich eine spannungsgeladene Geschichte, die mit vielen unerwarteten Wendungen und Ereignissen überzeugen konnte. Mir war nicht klar, was mich auf den letzten Seiten erwarten würde, also lass ich das Buch fast am Stück.


    Die Figuren werden charakterlich tief gekennzeichnet und können so sehr schnell voneinander unterschieden werden. Bei manchen staunt man nicht schlecht, zu welchen Ideen sie neigen. Auch hier konnte der Autor für viele Überraschungen sorgen.


    Mein Fazit:
    Eine gut durchdachte, spannende Geschichte, welche mich von der ersten Seite an für sich gewinnen konnte. Die Ermittlungen haben mir sehr viel Spaß bereitet und stets meine Neugier

    aufrechterhalten. Doch erst zum Ende entsteht aus vielen Puzzelteilen ein stimmiges Gesamtbild, welches auch hier noch Überraschungen birgt.


    Daher vergebe ich sehr gerne eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl!

    Kommentare: 1
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    Katzenmichas avatar
    Katzenmichavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: War sehr interrisannt und hat Freude gemacht zu lesen.
    Spannender historischer Krimi

    Eine atmosphärisch dichte Zeitreise ins Biedermeier am Vorabend des deutsch-dänischen Krieges.

    Föhr 1845: Der vierzehnjährige Schiffsjunge Ingwer wird ermordet an der Lembecksburg gefunden, die Haut übersät mit eingeritzten Zeichen. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, doch Reiseschriftsteller Johann Kohl hat seine Zweifel an dessen Schuld und stellt eigene Nachforschungen an. Gleichzeitig sucht Ingwers kleine Schwester den Mörder im Kreis der wohlhabenden Badegäste. Doch die Föhrer Gesellschaft ist rätselhaft verstrickt. Und dann verschwindet das Mädchen spurlos.

    Fazit zum Buch:

    Der Reiseschriftsteller Johann Kohl will auf die Nordseeinsel Föhr,um ein neues Buch zu recherchieren.Kaum ist der da,geschied ein Mord.Der  14jährige Schiffsjunge Ingwer wird tot aufgefunden.Seine Haut weißt zahlreiche Schriftzeichen auf.Der Südseeinsolaner Pana wird gleich beschuldigt und festgesetzt.Johann Kohl glaubt nicht an seine Schuld und beginnt zu recherchieren -was geschehen sein kann.Auch die Schwester des ermordeten Schiffsjungen Ingwer glaubt nicht das es Pana war.Laura versucht einiges raus zu finden-dann verschwindet sie auch und die Lage spitzt sich zu.Dem Autor Volker Streiter gelingt  es einem die Nordseeinsel Föhr im Jahr 19.Jahundert nahe zu bringen.Man sieht durch seine Beschreibung die Insel und ihre Bewohner richtig vor sich.Aber auch historische Personen finden ihren Platz in der Geschichte.Der Schreibstil war toll-auch passte der Autor die Sprache dieser Zeit sehr gut an.Es hat sehr viel Freude gemacht das Buch zu lesen.Es war vom Anfang bis zum Ende spannend.Viele Dank das ich das Buch lesen durfte -ich gebe 4 Sterne dafür!

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    tigerbeas avatar
    tigerbeavor 6 Monaten
    Einfach toll

    Der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl bereist im Jahr 1845 die Insel Föhr. Gleich nach seiner Ankunft geschieht auf der sonst so friedlichen Insel ein Mord. Der 14jährige Ingwer Martens wurde grausam ermordet und in seine Haut wurden rätselhafte Muster geritzt. Schnell wird der junge Pana verhaftet,  denn er stammt nicht von der Insel. Er kam vor vielen Jahren aus der Südsee hierher und hat bei einem alten Kapitän Arbeit und Unterkunft gefunden. Kohl glaubt nicht an Panas Schuld. Auch Laura, die Schwester des Toten, vermutet den Mörder ihres Bruders unter den Sommergästen und stellt viele Fragen. Als Laura plötzlich verschwindet, beginnt für Kohl ein Wettlauf gegen die Zeit.


    Ein Stück Geschichte, verpackt in einen  spannenden Kriminalroman! Dieses Buch ist wirklich eine interessante Mischung aus er deutsch-dänischen Geschichte und einem spannenden Krimi. In einer Zeit, als die Menschen zwischen den beiden Ländern hin und her geschoben wurden wie Schachfiguren und eine kleine Insel einfach aufgeteilt wurde, ist es nicht leicht für die einfachen Leute. Die Idee, historische Personen in diese Geschichte mit einzubeziehen ist wirklich genial. Dadurch wird das Geschehen so lebendig und man lebt auf einmal mit den Menschen auf Föhr im.Jahr 1845. Einfach klasse!

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 6 Monaten
    Toller historischer Kriminalroman

    Im Jahre 1845 wird auf der Insel Föhr der vierzehnjährige Schiffs-junge Ingwer tot aufgefunden. Er wurde scheinbar erschlagen und im Nachgang noch mit einigen eingeschnitzten Symbolen versehen. Es deutet auf einen Ritualmord hin, und ein Verdächtiger ist mit dem Südseemenschen Pana schnell gefunden. Nur dem Reiseschriftsteller Johann Kohl erscheint die Sachlage nicht so eindeutig und er schließt sich nicht der allgemeinen Hetzjagd auf den Fremden auf der Insel Föhr an, stattdessen stellt er eigene Recherchen an und stößt dabei auch schnell auf einige Ungereimtheiten...

    Schon mit "Eidergrab" konnte mich der Autor Volker Streiter begeistern. Auch bei "Nacht über Föhr" konnte er mich mit seiner bildreichen und der damaligen Zeit angepassten Sprache in das Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Insel Föhr entführen. Die historische Kulisse wirkt sehr gut recherchiert und gibt das Leben auf der Insel authentisch wieder. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod des Schiffsjungen zu Beginn des Buches aufgebaut und mit den Recherchen der unterschiedlichen Protagonisten und den damit verbundenen Wendungen und Informationen auf einem hohen Niveau gehalten. Die Hauptprotagonisten mit dem Reiseleiter Johann Kohl, der Schwester des Toten Laura und der Postfrau Marianne werden interessant und ausführlich charakterisiert und ihre gemeinsame Jagd nach dem Mörder des Schiffsjungen verbindet die unterschiedlichen Perspektiven zu einem Ganzen. Das sehr spannende Finale sorgt für einen nachvollziehbaren und überzeugenden Abschluss.

    Mit "Nacht über Föhr" ist Volker Streiter aus meiner Sicht ein weiterer toller historischer Kriminalroman gelungen. Gerade die Recherchen mit den begrenzten Möglichkeiten der damaligen Zeit geben dem Buch ihren besonderen Charme. Ich empfehle den Krimi daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen!!!

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 6 Monaten
    Ein lesenswerter historischer Krimi

    1845 auf Föhr:
    Ingwer Martensen wird tot aufgefunden. Doch was sollen die merkwürdigen Zeichen, die in seine Haut eingeritzt wurden, bedeuten? Ein Schuldiger wird schnell gefunden. Doch der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl hat so seine Zweifel an dem Täter und stellt selbst Untersuchungen an.

    Ich habe schon ein paar Küstenkrimis von Volker Streiter gelesen und auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Buch liest sich recht flüssig, trotz der etwas schwermütigen, behäbigen Sprache, doch gerade das, passt hervoragend zur der ganzen Atmosphäre.
    In "Nacht über Föhr" treffen verschiedene Gesellschaftsschichten aufeinander und auch das Inselleben ist politisch zweigeteilt. Kritisch wird das Inselleben beäugt und längt ist nicht alles so, wie es scheint.
    Einige Personen sind historisch belegt, so auch der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl.

    Wer Lust auf einen historischen Krimi von der Nordseeküste hat, der sollte hier ruhig mal einen Blick wagen. Das Cover finde ich perfekt gewählt, es vermittelt dem Leser schon mal eine ungefähre Stimmung, die in dem Buch aufkommt.

    Ich gebe dem Küstenkrimi 5 Sterne.

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    Susimuellers avatar
    Susimuellervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: ein toller historischer Krimi
    Der Tote auf Föhr

    Im Jahre 1845 wird der vierzehnjährige Schiffsjunge Ingwer auf Föhr ermordet. Während die Inselbevölkerung und auch die Polizei schnell den "Südseemann" als Verdächtigen ausmachen, schauen Ingwers Schwester Laura und der Reiseschriftsteller Kohl genauer hin und entdecken einige Ungereimtheiten.

    "Nacht über Föhr" ist ein toller historischer Krimi, der auf dieser Nordseeinsel spielt und die damalige politische Lage der Insel super wiedergibt.  Diese ist nähmlich zweigeteilt. Während der Westteil damals dem dänischen Königreich gehörte, gehörte der Ostteil zum Herzogtum Schleswig. Dieses Groteske kommt im Buch sehr schön durch die Zugehörigkeitskonflikte des Falles und der Ermittlung heraus.
    Außerdem hat der Schriftsteller es geschafft, das Inselleben dieser Zeit herauszuarbeiten. Der Kriminalroman kommt durchaus ohne die Ermittlungshilfen der Moderne aus. Die Sprache ist zwar in einem altertümlichen Stil gehalten und viele der Bezeichnungen haben wir heute nicht mehr, dennoch kann der Leser sie aber sehr gut verstehen und kommt gut in die Geschichte rein.

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    irismarias avatar
    irismariavor 7 Monaten
    spannend und atmosphärisch dicht

    "Nacht über Föhr" ist ein historischer Küstenkrimi von Volker Streiter, der im Jahr 1845 auf der Nordseeinsel Föhr spielt. Der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl kommt auf die Insel, um dort Ideen für ein neues Buch zu finden. Schon seine Ankunft auf der Insel bei Nacht und wie er beim schrulligen Apotheker unterkommt ist sehr lebendig beschrieben und erzeugt eine spannend-gruselige Atmosphäre. Dann wird ein Jugendlicher ermordet aufgefunden, was auf der ganzen Insel für Aufregung sorgt. Der Tote ist der vierzehnjährige Ingwer, einziger Sohn der psychisch kranken "Spöök" genannten Witwe eines Seemannes und Bruder der jungen Laura. Laura und Kohl stellen unabhängig von einander Ermittlungen an, denn der als möglicher Täter festgenommene Pana, ein Südseeinsulaner, der seit Jahren auf der Insel lebt, hat kein Motiv und dient wohl nur wegen seiner fremdländischen Herkunft als Sündenbock. Es entwickelt sich eine spannende Geschichte, bei der man viel über das damalige Leben auf Föhr und die historische Situation erfährt und einige interessante und skurrile Charaktere kennen lernt. Vor allem die Passagen aus der Sicht des Reiseschriftstellers geben die damalige Denkweise gut wieder, etwa, dass die Menschen großen Wert auf Etikette legten und um ihr Äußeres sehr bemüht waren.
    Mein Fazit: ich kann das Buch nur empfehlen, es ist spannend, voller Lokalkolorit und entführt gekonnt in eine vergangene Zeit.

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    N
    nati51vor 7 Monaten
    Tod an der Lembecksburg

    In seinem historischen Küstenkrimi führt Volker Streiter den Leser auf die Nordseeinsel Föhr. Es ist das Jahr 1845. Die Insel ist zweigeteilt. Westerlandföhr steht unter der Herrschaft vom Königreich Dänemark und Osterlandföhr gehört zum Herzogtum Schleswig. An der Lembecksburg wird der vierzehnjährige Ingwer tot aufgefunden mit seltsam eingeritzten Zeichen an den Armen und Waden. Als Pana, ein seit langen Jahren auf der Insel lebender Südseeinsulaner, bei der Leiche angetroffen wird, ist für die meisten Bewohner klar, dass er der Täter ist. Gern würde man Pana schnell verurteilen, um die Badegäste nicht zu verschrecken. Nicht nur Laura, die Schwester von Ingwer, glaubt an die Unschuld von Pana, sondern auch der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl, der ein Buch über Föhr schreiben will, ist dieser Ansicht. Stück für Stück versucht Johann Georg Kohl die Mordtat aufzuklären und kann den Leser einige Male überraschen.

    Es ist leicht sich in die Vergangenheit hinein zu versetzen. Der Autor hat einen flüssigen Erzählstil und die Sprache ist der historischen Zeit angepasst. Interessant fand ich auch die politischen Zusammenhänge, die mir bisher nicht bekannt waren Sehr klar kamen auch die Gegensätze zwischen den Armen und der gehobenen Gesellschaft auf der Insel heraus. Mir hat auch die bildhafte Sprache gefallen, da ich Föhr kenne, so dass ich gut die beschriebenen Wege nachvollziehen konnte. Für Nichtkenner der Insel gibt es am Anfang eine Übersichtskarte, die hilfreich ist sowie am Ende ein Personenverzeichnis mit fiktiven Figuren und wahren historischen Persönlichkeiten, die in die Geschichte mit integriert wurden.

    Ein historischer Krimi, der etwas leiseren Art, der bis zum Schluss aber Raum für Spekulationen lässt bis alle offenen Details geklärt sind.

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Reiseschriftsteller wird zum Detektiv
    Ein Außenstehender als Kämpfer für die Gerechtigkeit und Wahrheit

    Im Zuge seiner schriftstellerischen Arbeit kommt der Auto Johann Kohl auf die kleine Insel Föhr. Gleich am Tag nach seiner Ankunft wird die Leiche eines ermordeten Jungen gefunden, der Täter ist scheinbar schnell ermittelt, ein Südseeinsulaner, der seit Jahren auf der Insel lebt, aber dennoch aufgrund seiner Hautfarbe ein Außenseiter ist. Doch Kohl und vor allem die Schwester des Ermordeten, Laura, haben Zweifel an dieser einfachen Lösung. Ihre Untersuchungen führen sie bis in die höchsten Kreise der Föhrer Gesellschaft sowie einflussreicher Badegäste. Dabei decken sie einige düstere Geheimnisse auf und geraten, was Laura betrifft, in höchste Gefahr.

    "Nacht über Föhr" bietet ein Wiedersehen mit dem bereits aus "Das Geheimnis des Strandvogts" bekannten Johann Kohl. Sein Gerechtigkeitssinn macht es ihm unmöglich, die vorschnell abgeschlossene Ermittlung zu akzeptieren. Dabei stellt die Insel eine klassische locked-room Situation dar, der Täter muss ihr entstammen und kann auch nicht ohne Weiteres einfach türmen. Bitter ist eigentlich die Vorstellung, dass sich in 170 Jahren kaum etwas geändert hat, kaum jemand kann sich vorstellen, dass die Täter aus der eigenen Gesellschaft stammen könnten, dagegen sind Fremde, auch, wenn sie wie im Roman beschrieben, schon seit Jahrzehnten dort leben, die "natürlichen" Verdächtigen.

    Nebenher bietet der Roman einige historische Fakten aus der Zeit vor dem deutsch-dänischen Krieg, die den meisten unbekannt sein dürften, etwa die Tatsache, dass eine Staatsgrenze quer über die Insel verlief.



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    Liebe Leserinnen und Leser, wer hat Lust zu einer Krimi-Zeitreise auf die Insel Föhr?  Historische Personen treten auf und ein ungewöhnliches Gespann jenseits der Standesgrenzen löst die vertrackte Geschichte.
    Föhr 1845: Der vierzehnjährige Schiffsjunge Ingwer wird ermordet an der Lembecksburg gefunden, die Haut übersät mit eingeritzten Zeichen. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, doch Reiseschriftsteller Johann Kohl hat seine Zweifel an dessen Schuld und stellt eigene Nachforschungen an. Gleichzeitig sucht Ingwers kleine Schwester den Mörder im Kreis der wohlhabenden Badegäste. Doch die Föhrer Gesellschaft ist rätselhaft verstrickt. Und dann verschwindet das Mädchen spurlos

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    Letzter Beitrag von  Volker_Streiter_Autorvor 6 Monaten
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