Volker Trumondt Den Krieg der Väter verloren die Kinder

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Inhaltsangabe zu „Den Krieg der Väter verloren die Kinder“ von Volker Trumondt

Ohne jede Kriegsverherrlichung, ist dieses Buch nur teilweise ein autobiografischer Roman, weil er auch eine Abrechnung der Kinder mit den Schuldigen, mit den Vätern dieses II. Weltkriegs ist.
Viele dieser Mitmacher und Förderer, haben nicht nur den unsäglichen Verbrechen dieses Krieges zugesehen, sie sind nach 1945 auch dafür verantwortlich, dass von den Tätern dieser Verbrechen zu viele davongekommen sind.
Zeitgleich zu den grausamen Ereignissen an den Fronten dieses Krieges, über die Schlachten um Moskau (entnommen aus der Feldpost), werden die Schwierigkeiten des Lebens der Kinder und Mütter in der Heimat beschrieben. Die Väter dieses Krieges tragen auch die Schuld an diesem Leben, einer verlorenen Kindheit ihrer Kinder.
An den Feuerstürmen, die sie über sich ergehen lassen mussten und an dem Kriegsnomadenleben auf ihrer jahrelangen Flucht vor den Bomben auf eine Großstadt. Schuld auch an ihrem Frieren und Hungern und Unwillkommensein in einer Vielzahl von Evakuierungsorten in ganz Deutschland.
Auf der Suche nach den Gründen, die zur Machtübernahme Adolf Hitlers führten, reflektiert der Autor auf die über Jahrhunderte tradierten Unwahrheiten der Geschichte und ihren Hintergründen. Diese über viele Generationen fast schon dogmatisch weitergegebenen Falschheiten hatten zur Bildung einer Abneigung nicht weniger Deutscher gegen die Juden, Ungläubige und alles Fremde ihren nicht geringen Anteil.
Der Autor zeigt auch, wie diese latent vorhandene, zunächst nur verdeckte Prägung vieler Deutscher von den Nationalsozialisten 1933 für ihre Propaganda und ihre eigenen Ziele missbraucht wurde.
Dass der Autor aus unserer jüngeren Geschichte, dem Aufstieg der Nazis an die Macht, im Verhältnis zu den heutigen Ereignissen um die Flüchtlinge, um die Pegida und AfD, seine Vergleiche zieht und dabei große Ähnlichkeiten findet, kann nicht überraschen.
Auch das Leben nach dem Ende, in der Apokalypse nach 1945 in einem am Boden liegenden Deutschland, in zerbombten Städten und Notwohnungen, das Hungern und Sterben im Hungerwinter 1947, über das Hamstern und den Kohlenklau, findet seinen Niederschlag in diesem Buch.
Am Ende wird der Leser mit den unglaublichen Geschichten des Wiederaufbaus und dem Erleben eines Kriegskindes in dieser Zeit versöhnt. Dieses Land kam aus der Hölle und doch ist es nach der Währungsreform wie ein Phönix aus der Asche und dem Schutt seiner Städte wieder auferstanden.
Lassen wir uns dieses Land nicht noch einmal zerstören.

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