Volker Ullrich

 4,4 Sterne bei 46 Bewertungen
Autor von Acht Tage im Mai, Adolf Hitler und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Volker Ullrich

Volker Ullrich, geboren 1943, studierte Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie. Der promovierte Historiker ist Autor der »Zeit« und Mitherausgeber des Magazins »Zeit-Geschichte « und lebt in Hamburg. Von 1990 bis 2009 leitete er das Ressort »Politisches Buch« bei der Hamburger Wochenzeitung. Ullrich hat zahlreiche historische Werke zum 19. und 20. Jahrhundert veröffentlicht. Bei S. Fischer erscheint 2013 sein Standardwerk »Die nervöse Großmacht. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871-1914« von 1997 in einer Neuauflage. Für sein publizistisches Wirken wurde er mit dem Alfred-Kerr- Preis und der Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgezeichnet.Literaturpreise:2008: Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Acht Tage im Mai (ISBN: 9783406768835)

Acht Tage im Mai

Neu erschienen am 18.03.2021 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Volker Ullrich

Cover des Buches Acht Tage im Mai (ISBN: 9783406749858)

Acht Tage im Mai

 (14)
Erschienen am 08.12.2020
Cover des Buches Adolf Hitler (ISBN: 9783100860057)

Adolf Hitler

 (7)
Erschienen am 08.10.2013
Cover des Buches Napoleon (ISBN: 9783499506468)

Napoleon

 (7)
Erschienen am 01.12.2006
Cover des Buches Die nervöse Großmacht 1871 - 1918 (ISBN: 9783596172405)

Die nervöse Großmacht 1871 - 1918

 (6)
Erschienen am 13.09.2007
Cover des Buches Die Revolution von 1918/19 (ISBN: 9783406732577)

Die Revolution von 1918/19

 (3)
Erschienen am 18.10.2018
Cover des Buches Adolf Hitler (ISBN: 9783103972801)

Adolf Hitler

 (2)
Erschienen am 04.10.2018
Cover des Buches Otto von Bismarck (ISBN: 9783644541016)

Otto von Bismarck

 (2)
Erschienen am 27.02.2015
Cover des Buches Die 101 wichtigsten Fragen: Hitler (ISBN: 9783406735257)

Die 101 wichtigsten Fragen: Hitler

 (1)
Erschienen am 14.02.2019

Neue Rezensionen zu Volker Ullrich

Cover des Buches Acht Tage im Mai (ISBN: 9783406749858)Motzbecks avatar

Rezension zu "Acht Tage im Mai" von Volker Ullrich

Anregendes Panoptikum
Motzbeckvor 4 Monaten

Volker Ulrich beschreibt in "Acht Tage im Mai" die letzte Woche des Dritten Reiches, wobei der Fokus auf der Regierung Dönitz liegt, die nach dem Selbstmord Hitlers im Führerbunker, mit dem das Buch auch beginnt, von Norddeutschland aus die Geschicke des untergehenden Staates lenken sollte. Deren Plan war es, möglichst viele Zivilisten und Soldaten vor der vorrückenden Roten Armee zu retten, weshalb man die Kampfhandlungen im Westen einstellen wollte, Optimsten rechneten sogar damit, dass die westalliierten sich zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen den Kommunismus gewinnen lassen würden. Doch, oh Wunder, die Briten und die US-Amerikaner spielten nicht mit. Sie bestanden auf einer Gesamtkapitulation. Die Regierung Dönitz unterlief dies teilweise durch Teilkapitulationen einzelner Heeresgruppen und spielte auf Zeit, allerdings davon überzeugt, dass sie auch nach der Kapitulation weiterhin die legitime deutsche Regierung sein werde. Himmler bot gar an, seine SS in den dienst des kommenden Staates zu stellen. Diese paar Schlaglichter sollen verdeutlichen, wie realitätsblind die Dönitz-Regierung und viele andere Deutsche waren. Die Verbrechen wurden mit keinem Wort erwähnt, im Gegenteil, man begann sofort an der Legende von der sauberen Wehrmacht und der bösen SS zu stricken, die für fast 40 Jahre Anerkennung fand. Aber die Darstellung bietet nicht nur diese Sicht, im Gegenteil, sie ist ein Panoptikum verschiedener Sichtweisen, es kommen ebenso die einfachen Menschen, Widerständler, KL-Insassen, gegnerische Soldaten zu Wort, die angesprochenen Ereignisse sind vielfältig, seien es der Massenselbstmord von Demmin, die Todesmärsche oder die Massenvergewaltiigungen im Osten.

Das alles ist nicht wirklich neu, aber Ullrich gebührt das Verdienst, es unternommen zu haben, das Kriegsende auf anschauliche und multiperspektivische Art zu veranschaulichen.

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Cover des Buches Acht Tage im Mai (ISBN: 9783406749858)Gwennileins avatar

Rezension zu "Acht Tage im Mai" von Volker Ullrich

Es gibt viele Bücher über das Dritte Reich, doch dieses ist anders
Gwennileinvor 7 Monaten

Es gibt viele Bücher über das Dritte Reich, doch dieses ist anders. Es beleuchtet die Tage, nach dem Tod HItlers. Was war da noch alles los, was wurde verschwiegen, wie wurde agiert und welche Glaubenssätze hingen noch in den Köpfen fest? Dabei kommen auch berühmte Personen wie zum Beispiel Erich Kästner, Marlene Dietrich zu Wort, unterschiedlichste Bereiche werden beleuchtet – einfach mal eine andere Lektüre zur Thematik.

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Cover des Buches Acht Tage im Mai (ISBN: 9783406749858)M

Rezension zu "Acht Tage im Mai" von Volker Ullrich

Flüssiger Überblick
michael_lehmann-papevor 9 Monaten

Flüssiger Überblick 

 

30.4.1945. Adolf Hitler setzt seinem Leben im Führerbunker ein Ende.

 

8.5.1945. Die Rest-Leitung des dritten Reiches unterschreibt die militärische bedingungslose Kapitulation.

 

8 Tage. Eine gute Woche „Niemandsland“ in den Zeiten selbst. Das eine verloren und nicht mehr existent außer als rituelle Formen, nichts Neues in Sicht außer Trümmern und Angst. Eine Zeit ohne Ordnung mit einem verlorenen Krieg, der noch nicht geendet hat. In der brutale Hörten wie Vergewaltigungen und Erschießungen auf allen Seiten noch auf der Tagesordnung stehen, eine Zeit, in der Raubkunstwerke aufgespürt und gesichert werden, in der KZ´s befreit werden (was emotional dicht, wie auch die anderen vielen Erlebnisse, die Ulrich im Großen und Kleinen schildert, vorgetragen wird) und der „Berghof“ ebenfalls eingenommen wird und Klaus Mann dort seinen Gedanken nachhängen wird.

 

Wie der einfache „Alltag in den Trümmern“ sich vollzog und bedeute stellt Ulrich dabei ebenso fesselnd dar, wie er die „großen Linien“ jeweils vollzieht.

 

So ergibt jedes Kapitel (das je für einen Tag der 8 Tage steht) zunächst die großpolitischen Ereignisse des Tages 8Hitlers Ende, Scheitern eines Separatfriedens mit der Sowjetunion, Kapitulation Berlins, Übergabe Hamburgs und Untergang der „Cap Arcona“, die Bildung einer geschäftsführenden Regierung, Verhandlungen über die Kapitulation und die Entlassung Himmlers, Unterzeichnung in Reims und, einen Tag später, in Berlin.

 

Geschichtliche Eckpunkte des Endes des dritten Reiches, die Ulrich dann ergänzt durch kleine Begebenheiten am Rande (Marlene Dietrich auf der Suche in Bergen-Belsen, die zustände von Kriegsgefangenen im Rheinwiesenlager, oder auch die Widdergründung der SPD durch Kurt Schumacher oder der Selbstmord des „Reichskommissars für die besetzten norwegischen Gebiete“, Josef Terboven.

 

Bekannte Namen und „Anonyma“ kommen zu Wort, große politische Linien wechseln ab mit dem einfachen Schicksal auf den Straßen, so dass am Ende der Lektüre der Leser eine deutliches Bild jener Tage vor dem inneren Auge wiederfindet und sich gut einfühlen kann in einen Zeitraum des ungeordneten Chaos im Alltag und der Strategien, auch Intrigen, diesem eine gewisse, meist natürlich eigene, Ordnung geben zu wollen (daher allein schon zwei Kapitulationsszenen) . Verbunden mit Einzelschicksalen und besonderen Situationen wie die der Kriegsgefangenschaft, die am Ende auch eine große Breite der Eindrücke im Buch zu Worte kommen lassen.

 

Alles in allem nicht unbedingt ganz überraschende oder ganz neue Erkenntnisse sind es, die Volker Ulrich sprachgewandt vorlegt, aber in seinen Portraits kleiner und großer Linien gelingt dem Autor eine lebendige Darstellung jener Tage, die den Leser auch 75 Jahre nach den Ereignissen in bester Form „in die Geschichte“ mit hineinzieht.

 

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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