Volker Weiß

 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Die autoritäre Revolte, Moses Hess und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die autoritäre Revolte

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Neu erschienen am 22.09.2018 als Taschenbuch bei Klett-Cotta.

Alle Bücher von Volker Weiß

Die autoritäre Revolte

Die autoritäre Revolte

 (6)
Erschienen am 22.09.2018
Deutschlands Neue Rechte

Deutschlands Neue Rechte

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Erschienen am 09.03.2011
Moses Hess

Moses Hess

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Erschienen am 27.02.2015

Neue Rezensionen zu Volker Weiß

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Rezension zu "Die autoritäre Revolte" von Volker Weiß

Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will ...
CRBvor einem Jahr

Volker Weiß hat ein ausgesprochen verdienstvollen Buch über ein besonders konfliktreiches Thema abgeliefert: Die Neue Rechte. In seinem Buch »Die autoritäre Revolte« stellt der versierte Historiker argumentative und strukturelle Entwicklungslinien und Argumentationsketten des neurechten Diskurses dar. Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will, ist gut beraten, sich dieses Buch zu gönnen. Fühlen Sie sich eingeladen, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

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Rezension zu "Die autoritäre Revolte" von Volker Weiß

Zwar aufschlussreiches, aber zu wissenschaftlich verfasstes Sachbuch
seschatvor 2 Jahren

Die Studie über die "Neue Rechte" von Volker Weiß las sich alles andere als leicht; was wohl vor allem an der wissenschaftlichen, stark quellenlastigen Herangehensweise und weniger am Thema an sich lag. Sicherlich muss ein Sachbuch Fakten allseitig betrachten, aber dies sollte nie zulasten der Lesbarkeit gehen. So kenntnisreich Weiß auch argumentiert, so schnell verliert der anfangs motivierte und interessierte Leser im Laufe der Studie die Lust, den vielschichtigen, z.T. überfordernden Gedankengängen des Autors zu folgen. Dadurch verlor das lehrreiche Werk für mich an Bedeutung. So spannend und aktuell die Thematik um die rechten Strömungen in Europa, vor allem in Deutschland, auch sein mag, durch Weiß' recht langatmigen und damit anstrengenden Stil musste ich mich regelrecht durchs Buch kämpfen. Auch die Rückblenden in die vergangene Geschichte hätten quantitativ beschränkt werden sollen, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu gewährleisten.

FAZIT
In Bezug auf die Nominierung zum Leipziger Buchpreis hatte ich mir mehr vom Buch versprochen, schade. Kein Sachbuch für die Masse, sondern für den Kenner bzw. Wissenschaftler.

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M

Rezension zu "Die autoritäre Revolte" von Volker Weiß

Europa am Scheideweg
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Europa am Scheideweg

In vielen Bereichen ist Europa eine Art „Baustelle“, durchaus und vor allem aber auch in der „Vermittlung“ des Gedankens und der Praxis der europäischen Union an ihre Bürger. Was sich, und davon sind die Tagesgespräche der Nachrichten und Talk-Shows voll, vor allem in einem „politischen Bumerang“ zeigt, der „Wiederkehr der nationalistischen Rechten“, des „Denkens in den (engen) Grenzen des eigenen) Herkunfts-) Landes“.

Wie kam das, wie hat sich das entwickelt, was sind tragende Ideen und wie tragfähig sind diese eigentlich überhaupt (eine Art Faktencheck somit), das ist, was Volker Weiß als Ansinnen seines Buches stellt.

Und das mit einerseits klar erkennbarer eigener Haltung, aber vor allem sachlich, ruhig und den einzelnen politischen Aussagen der „neuen Rechten“ nachgehend und diese ebenso ruhig und sachlich betrachtend, was eine ziemliche Entzauberung vieler dieser Schlagworte und gedanklichen System am Ende der Lektüre zu Folge haben wird.

„Als ein zunehmend von Krisen geprägtes Bürgertum……politisch die Contenance verlor…….waren die bereits da, die Heimatlosen mit offenen Armen aufzunehmen“.

Eine Entwicklung, die Weiß als keineswegs überraschend erläutert, sondern in ihren Entwicklungslinien überzeugend darzustellen versteht, wobei er im Kern, aber nicht allein, auch auf Thilo Sarrazin zurückgreift, bei dem das wütende, nationale Denken breiten Raum einnahm und ebenso breit als Bestseller verkauft wurde.

Vom Deutschland, dass sich abschafft bis zur angeblich gleichgeschalteten öffentlichen Meinung (heute „Lügenpresse“, erreichte mit seinen Büchern dieses „neue rechte Denken“ erstmals die „breiten Massen“. Und gärt seitdem.

Die provokanten, lauten Methoden dieser Geisteshaltung betrachtet Weiß dabei ebenso gründlich, wie er unter der „dünnen Oberfläche“ bürgerlichen Protestes fast spielerisch die alten, reaktionären Gedanken präzisiert und auch die Methoden selbst nicht als „neu“ kennzeichnen kann. Wozu ebenfalls gehört, die Nutzung der Begriffe „Abendland“ und die „neuen Feindlinien“ präzise zu fassen und zu zeigen, dass hier wenig mit einer romantisch-kulturellen Verklärung einhergeht, sondern handfeste, nicht selten dumpf rassistische und undifferenzierte Denkweisen „intellektuell“ ummäntelt werden.

Trotz aller Offenlegung und trotzdem klar wird, dass an gestalterischer Substanz (ähnlich wie schon einmal im 20. Jahrhundert) wenig zu finden ist, die Zeichen der Zeit geben wenig Grund, diese nur zu belächeln, sondern tragen bitteren Ernst in sich, der höchste Ämter bereits erklommen hat und sich anschickt, weitere Folgen zu lassen.

„Die Rückkehr von Autorität und Religion in der Politik vollzieht sich überall (auch in islamisch geprägten Ländern, auch in ehemaligen „Horten der demokratischen Freiheit“) mit enormer Geschwindigkeit. Was, wie das Buch zeigt, nicht unbedingt an den „überzeugenden“ Konzepten der neuen Rechten liegt, sondern Grundempfindungen aufgreift und an diese andockt, die mit Ernst reflektiert und denen sorgsam begegnet werden sollte.

Wobei im Lauf der Darstellung auch deutlich wird, auf welch schmalen Grat bürgerlich-konservative Politik doch immer sich bewegt hat und wie dieser „Konservatismus“ im Krisenfall schnell „sein Glück“ wieder in völkisch definierten, autoritär gegliederten politischen Strukturen und nationalem Denken sucht. Was die wesentliche Gefahr der Gegenwart für die individuelle und allgemeine Freiheit von Denken und Leben darstellt.

Eine sehr anregende, sorgfältige Lektüre, die sich differenziert mit ihrem Thema auseinandersetzt. Und an deren Ende deutlich wird, dass der Kernbegriff der neuen Rechten, das „Abendland“, eher ein künstlicher Begriff der konservativen Haltung ist, denn ein historischer Fakt als „Wertesammlung“.

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