Volker Weiß Die autoritäre Revolte

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Inhaltsangabe zu „Die autoritäre Revolte“ von Volker Weiß

Scharfsinnig zeigt Volker Weiß die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Er porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden. Eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Aufschwung nicht überraschend war.

»Endlich eine Darstellung der deutschen Rechten, die sich nicht in billiger Polemik erschöpft, sondern gründlich, gerecht und darum vernichtend ist.«
Gustav Seibt

In seinem hochaktuellen Buch bietet Volker Weiß die erste tiefgehende und historisch fundierte Zeitdiagnose zu den rechtspopulistischen Phänomenen Pegida, AfD & Co. Dabei beschreibt er das vielfältige Spektrum der neuen rechten Bewegungen und untersucht die Herkunft und Vernetzung ihrer Kader. Mit seinem kenntnisreichen Blick in die deutsche Geschichte zerschlägt er die zentralen Mythen der Neuen Rechten und zeigt: Gegenwärtig werden nationalistische Strömungen der Vergangenheit, die der Nationalsozialismus verdrängt hatte, wieder aufgegriffen. Volker Weiß geht den autoritären Vorstellungen nach und veranschaulicht Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Zugleich demaskiert er die antiliberalen Phrasen der Rechten und ihren Gestus als »68er von rechts«. Die frappierende Erkenntnis: »Abendländer« und Islamisten sind in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung Waffenbrüder. Ein aufklärerisches Buch, das die Dürftigkeit der neuen Bewegungen schonungslos entlarvt und zum Kampf gegen deren autoritäre Zumutungen aufruft.

Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will, ist gut beraten, sich dieses Buch zu gönnen.

— CRB

In Bezug auf die Nominierung zum Leipziger Buchpreis hatte ich mir mehr vom Buch versprochen, schade. Kein Sachbuch für die Masse.

— seschat

Für den Leser, der unterhalten werden will, ist das nix. Im Dissertationsstil. Anstrengend, aber lohnend für die, die damit umgehen können.

— wandablue

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    Die autoritäre Revolte

    CRB

    06. November 2017 um 18:37

    Volker Weiß hat ein ausgesprochen verdienstvollen Buch über ein besonders konfliktreiches Thema abgeliefert: Die Neue Rechte. In seinem Buch »Die autoritäre Revolte« stellt der versierte Historiker argumentative und strukturelle Entwicklungslinien und Argumentationsketten des neurechten Diskurses dar. Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will, ist gut beraten, sich dieses Buch zu gönnen. Fühlen Sie sich eingeladen, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

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  • Zwar aufschlussreiches, aber zu wissenschaftlich verfasstes Sachbuch

    Die autoritäre Revolte

    seschat

    27. April 2017 um 13:38

    Die Studie über die "Neue Rechte" von Volker Weiß las sich alles andere als leicht; was wohl vor allem an der wissenschaftlichen, stark quellenlastigen Herangehensweise und weniger am Thema an sich lag. Sicherlich muss ein Sachbuch Fakten allseitig betrachten, aber dies sollte nie zulasten der Lesbarkeit gehen. So kenntnisreich Weiß auch argumentiert, so schnell verliert der anfangs motivierte und interessierte Leser im Laufe der Studie die Lust, den vielschichtigen, z.T. überfordernden Gedankengängen des Autors zu folgen. Dadurch verlor das lehrreiche Werk für mich an Bedeutung. So spannend und aktuell die Thematik um die rechten Strömungen in Europa, vor allem in Deutschland, auch sein mag, durch Weiß' recht langatmigen und damit anstrengenden Stil musste ich mich regelrecht durchs Buch kämpfen. Auch die Rückblenden in die vergangene Geschichte hätten quantitativ beschränkt werden sollen, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu gewährleisten. FAZITIn Bezug auf die Nominierung zum Leipziger Buchpreis hatte ich mir mehr vom Buch versprochen, schade. Kein Sachbuch für die Masse, sondern für den Kenner bzw. Wissenschaftler.

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  • Europa am Scheideweg

    Die autoritäre Revolte

    michael_lehmann-pape

    28. March 2017 um 14:01

    Europa am ScheidewegIn vielen Bereichen ist Europa eine Art „Baustelle“, durchaus und vor allem aber auch in der „Vermittlung“ des Gedankens und der Praxis der europäischen Union an ihre Bürger. Was sich, und davon sind die Tagesgespräche der Nachrichten und Talk-Shows voll, vor allem in einem „politischen Bumerang“ zeigt, der „Wiederkehr der nationalistischen Rechten“, des „Denkens in den (engen) Grenzen des eigenen) Herkunfts-) Landes“.Wie kam das, wie hat sich das entwickelt, was sind tragende Ideen und wie tragfähig sind diese eigentlich überhaupt (eine Art Faktencheck somit), das ist, was Volker Weiß als Ansinnen seines Buches stellt.Und das mit einerseits klar erkennbarer eigener Haltung, aber vor allem sachlich, ruhig und den einzelnen politischen Aussagen der „neuen Rechten“ nachgehend und diese ebenso ruhig und sachlich betrachtend, was eine ziemliche Entzauberung vieler dieser Schlagworte und gedanklichen System am Ende der Lektüre zu Folge haben wird.„Als ein zunehmend von Krisen geprägtes Bürgertum……politisch die Contenance verlor…….waren die bereits da, die Heimatlosen mit offenen Armen aufzunehmen“.Eine Entwicklung, die Weiß als keineswegs überraschend erläutert, sondern in ihren Entwicklungslinien überzeugend darzustellen versteht, wobei er im Kern, aber nicht allein, auch auf Thilo Sarrazin zurückgreift, bei dem das wütende, nationale Denken breiten Raum einnahm und ebenso breit als Bestseller verkauft wurde.Vom Deutschland, dass sich abschafft bis zur angeblich gleichgeschalteten öffentlichen Meinung (heute „Lügenpresse“, erreichte mit seinen Büchern dieses „neue rechte Denken“ erstmals die „breiten Massen“. Und gärt seitdem.Die provokanten, lauten Methoden dieser Geisteshaltung betrachtet Weiß dabei ebenso gründlich, wie er unter der „dünnen Oberfläche“ bürgerlichen Protestes fast spielerisch die alten, reaktionären Gedanken präzisiert und auch die Methoden selbst nicht als „neu“ kennzeichnen kann. Wozu ebenfalls gehört, die Nutzung der Begriffe „Abendland“ und die „neuen Feindlinien“ präzise zu fassen und zu zeigen, dass hier wenig mit einer romantisch-kulturellen Verklärung einhergeht, sondern handfeste, nicht selten dumpf rassistische und undifferenzierte Denkweisen „intellektuell“ ummäntelt werden.Trotz aller Offenlegung und trotzdem klar wird, dass an gestalterischer Substanz (ähnlich wie schon einmal im 20. Jahrhundert) wenig zu finden ist, die Zeichen der Zeit geben wenig Grund, diese nur zu belächeln, sondern tragen bitteren Ernst in sich, der höchste Ämter bereits erklommen hat und sich anschickt, weitere Folgen zu lassen.„Die Rückkehr von Autorität und Religion in der Politik vollzieht sich überall (auch in islamisch geprägten Ländern, auch in ehemaligen „Horten der demokratischen Freiheit“) mit enormer Geschwindigkeit. Was, wie das Buch zeigt, nicht unbedingt an den „überzeugenden“ Konzepten der neuen Rechten liegt, sondern Grundempfindungen aufgreift und an diese andockt, die mit Ernst reflektiert und denen sorgsam begegnet werden sollte.Wobei im Lauf der Darstellung auch deutlich wird, auf welch schmalen Grat bürgerlich-konservative Politik doch immer sich bewegt hat und wie dieser „Konservatismus“ im Krisenfall schnell „sein Glück“ wieder in völkisch definierten, autoritär gegliederten politischen Strukturen und nationalem Denken sucht. Was die wesentliche Gefahr der Gegenwart für die individuelle und allgemeine Freiheit von Denken und Leben darstellt.Eine sehr anregende, sorgfältige Lektüre, die sich differenziert mit ihrem Thema auseinandersetzt. Und an deren Ende deutlich wird, dass der Kernbegriff der neuen Rechten, das „Abendland“, eher ein künstlicher Begriff der konservativen Haltung ist, denn ein historischer Fakt als „Wertesammlung“.

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  • Verkopft. Trotzdem Erkenntnisgewinn.

    Die autoritäre Revolte

    wandablue

    23. March 2017 um 20:57

    Dissertationsstil. Verkopft. Das vorgenannte Sachbuch über die Neue Rechte ist als wissenschaftlicher Text abgefasst, im Unistil, Text, den man im Hörsaal verpasst bekommt. Das sollte man wissen, bevor man an seine Lektüre geht, sonst könnte diese bitter werden. Im Wesentlichen geht es darum, wes Geistes Kind die „Neue Rechte“ ist. Gleichzeitig wird erläutert mit welchen geistigen und politischen Mitteln rechte gesellschaftliche Gruppen, eine „Konservative Revolution“ auf den Weg bringen wollen. Dazu gehört natürlich auch die Feststellung wie weit der geistige Nährboden bereits bereitet ist. Das Wort „konservativ“ ist von diesen Gruppierungen besetzt und umgedeutet worden! Genau so ist es dem dem Bürgertum noch wohlvertrauten Begriff „Abendland“ gegangen. Wenn zwei von demselben sprechen, ist es eben nicht mehr dasselbe. Diese Begriffe werden samt und sonders von der Rechten umgedeutet. Um zu zeigen, wes Geistes Kind diese Gruppierung(en) sind, schlägt der Autor einen langen Weg in die Vergangenheit ein. Denn es sind zum Teil auch die Denker, die den Nationalsozialismus theoretisch unterfüttert haben, die den Neuen Rechten mit als Legitimierung ihrer Auffassungen dienen. Der Zeigestock Volker Weißens zeigt bis in die Antike. Der Gewinn aus der Lektüre von Volker Weißens Buch besteht darin, dass man die einschlägigen Vordenker der äussersten Rechten kennenlernt samt den Medien, in denen deren Gedankengut transportiert wird. Man erfährt, wie weit der Prozeß der Radikalisierung schon gegangen ist und wie weit er in ganz Europa Verbreitung gefunden hat. Man lernt die Art ihres Denkens kennen sowie ihre Feindbilder. Zwischen absolutem Feindbild und politisch-konkretem Feind wird unterschieden, die absolute Feindschaft bestünde gegenüber dem Liberalismus des Westens. Diese Sachverhalte werden sehr verkopft an den Leser herangetragen. Wann kommt ein wissenschaftlicher Text beim Leser an? Wenn er gut ist. Und gut ist er, wenn er motivierend ist. Motivierend zur Neugier, zum Erkenntnisgewinn, zum Weiterlesen! Volker Weiß Text ist nicht motivierend. Sicher, es sind komplexe Inhalte, die vermittelt werden müssen, doch Weiß bevorzugter Nominalstil transportiert zu viel Inhalt auf einmal in einem einzigen Satz. So muss der Leser ständig innehalten und ausführliche, den Nomen vorgelagerte Attribute geistig zu Relativsätzen umformen. Er muss aus dem einen, angebotenen langen Satz mit vielerlei Informationen drei oder vier Sätze machen, damit er dahinter kommt, was eigentlich gemeint ist. Mit Nominalstil ist eine Art zu Schreiben gemeint, bei der übermäßig viele Substantive verwendet werden. Jeder, der einmal einen Gesetzestext gelesen hat, kennt ihn! Exzessiver Nominalstil ist ein weitverbreitetes Übel in der Wissenschaftlichen Literatur. Sein Vorteil ist seine Korrektheit, sein Nachteil seine Schwerlesbarkeit. Einen schwierigen Sachverhalt jedoch auf einfache Art zu vermitteln, das ist die Kunst, die man braucht, um auch ausserhalb des Hörsaals verstanden zu werden! Die Vorgehensweise von Volker Weiß ist wissenschaftlich und vollkommen korrekt. Alle seine Aussagen sind belegt und datiert. Es gibt ein umfangreiches Literaturverzeichnis und entsprechende Fußnoten. Fazit: Wenn man die Lektüre wissenschaftlicher Texte gewöhnt ist, zieht man durchaus einen Erkenntnisgewinn aus dem Buch. Was man nicht erfährt, ist, welche Art von Menschen hinter der „Neuen Rechten“ stecken, was sie für eine Biographie haben und was sie antreibt. Kategorie: SachbuchVerlag: Klett-Cotta, 2017

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