Die autoritäre Revolte

von Volker Weiß 
4,5 Sterne bei6 Bewertungen
Die autoritäre Revolte
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Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will, ist gut beraten, sich dieses Buch zu gönnen.

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In Bezug auf die Nominierung zum Leipziger Buchpreis hatte ich mir mehr vom Buch versprochen, schade. Kein Sachbuch für die Masse.

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Inhaltsangabe zu "Die autoritäre Revolte"

Kenntnisreich und scharfsinnig zeigt Volker Weiß die Entwicklung des neuen rechten Denkens auf und porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen und deren Weltanschauung. Eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Gedankenwelt eine lange Vorgeschichte hat.

»Endlich eine Darstellung der deutschen Rechten, die sich nicht in
billiger Polemik erschöpft, sondern gründlich, gerecht und darum
vernichtend ist.«
Gustav Seibt

»Eine glänzende Dekonstruktion der Neuen
Rechten mit ihren eigenen Mitteln.«
Ijoma Mangold, Die Zeit

»Volker Weiß liefert mit seinem Buch eine glasklare Analyse ...
Dies ist ein so wegweisendes wie erhellendes Buch.«
Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau

»Mit beeindruckenden Details seziert der Historiker Volker Weiß, ein ausgewiesener
Kenner der neurechten Szene, diese in seinem Buch.«
Stefan Locke, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Dieses Buch kommt, man kann es nicht anders sagen, genau zur rechten Zeit.«
Ronald Düker, Philosophie Magazin

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608963267
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Klett-Cotta
Erscheinungsdatum:22.09.2018

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    CRBvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will, ist gut beraten, sich dieses Buch zu gönnen.
    Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will ...

    Volker Weiß hat ein ausgesprochen verdienstvollen Buch über ein besonders konfliktreiches Thema abgeliefert: Die Neue Rechte. In seinem Buch »Die autoritäre Revolte« stellt der versierte Historiker argumentative und strukturelle Entwicklungslinien und Argumentationsketten des neurechten Diskurses dar. Wer nicht nur meinen, sondern auch wissen will, ist gut beraten, sich dieses Buch zu gönnen. Fühlen Sie sich eingeladen, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

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    seschatvor einem Jahr
    Kurzmeinung: In Bezug auf die Nominierung zum Leipziger Buchpreis hatte ich mir mehr vom Buch versprochen, schade. Kein Sachbuch für die Masse.
    Zwar aufschlussreiches, aber zu wissenschaftlich verfasstes Sachbuch

    Die Studie über die "Neue Rechte" von Volker Weiß las sich alles andere als leicht; was wohl vor allem an der wissenschaftlichen, stark quellenlastigen Herangehensweise und weniger am Thema an sich lag. Sicherlich muss ein Sachbuch Fakten allseitig betrachten, aber dies sollte nie zulasten der Lesbarkeit gehen. So kenntnisreich Weiß auch argumentiert, so schnell verliert der anfangs motivierte und interessierte Leser im Laufe der Studie die Lust, den vielschichtigen, z.T. überfordernden Gedankengängen des Autors zu folgen. Dadurch verlor das lehrreiche Werk für mich an Bedeutung. So spannend und aktuell die Thematik um die rechten Strömungen in Europa, vor allem in Deutschland, auch sein mag, durch Weiß' recht langatmigen und damit anstrengenden Stil musste ich mich regelrecht durchs Buch kämpfen. Auch die Rückblenden in die vergangene Geschichte hätten quantitativ beschränkt werden sollen, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu gewährleisten.

    FAZIT
    In Bezug auf die Nominierung zum Leipziger Buchpreis hatte ich mir mehr vom Buch versprochen, schade. Kein Sachbuch für die Masse, sondern für den Kenner bzw. Wissenschaftler.

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    michael_lehmann-papevor einem Jahr
    Europa am Scheideweg

    Europa am Scheideweg

    In vielen Bereichen ist Europa eine Art „Baustelle“, durchaus und vor allem aber auch in der „Vermittlung“ des Gedankens und der Praxis der europäischen Union an ihre Bürger. Was sich, und davon sind die Tagesgespräche der Nachrichten und Talk-Shows voll, vor allem in einem „politischen Bumerang“ zeigt, der „Wiederkehr der nationalistischen Rechten“, des „Denkens in den (engen) Grenzen des eigenen) Herkunfts-) Landes“.

    Wie kam das, wie hat sich das entwickelt, was sind tragende Ideen und wie tragfähig sind diese eigentlich überhaupt (eine Art Faktencheck somit), das ist, was Volker Weiß als Ansinnen seines Buches stellt.

    Und das mit einerseits klar erkennbarer eigener Haltung, aber vor allem sachlich, ruhig und den einzelnen politischen Aussagen der „neuen Rechten“ nachgehend und diese ebenso ruhig und sachlich betrachtend, was eine ziemliche Entzauberung vieler dieser Schlagworte und gedanklichen System am Ende der Lektüre zu Folge haben wird.

    „Als ein zunehmend von Krisen geprägtes Bürgertum……politisch die Contenance verlor…….waren die bereits da, die Heimatlosen mit offenen Armen aufzunehmen“.

    Eine Entwicklung, die Weiß als keineswegs überraschend erläutert, sondern in ihren Entwicklungslinien überzeugend darzustellen versteht, wobei er im Kern, aber nicht allein, auch auf Thilo Sarrazin zurückgreift, bei dem das wütende, nationale Denken breiten Raum einnahm und ebenso breit als Bestseller verkauft wurde.

    Vom Deutschland, dass sich abschafft bis zur angeblich gleichgeschalteten öffentlichen Meinung (heute „Lügenpresse“, erreichte mit seinen Büchern dieses „neue rechte Denken“ erstmals die „breiten Massen“. Und gärt seitdem.

    Die provokanten, lauten Methoden dieser Geisteshaltung betrachtet Weiß dabei ebenso gründlich, wie er unter der „dünnen Oberfläche“ bürgerlichen Protestes fast spielerisch die alten, reaktionären Gedanken präzisiert und auch die Methoden selbst nicht als „neu“ kennzeichnen kann. Wozu ebenfalls gehört, die Nutzung der Begriffe „Abendland“ und die „neuen Feindlinien“ präzise zu fassen und zu zeigen, dass hier wenig mit einer romantisch-kulturellen Verklärung einhergeht, sondern handfeste, nicht selten dumpf rassistische und undifferenzierte Denkweisen „intellektuell“ ummäntelt werden.

    Trotz aller Offenlegung und trotzdem klar wird, dass an gestalterischer Substanz (ähnlich wie schon einmal im 20. Jahrhundert) wenig zu finden ist, die Zeichen der Zeit geben wenig Grund, diese nur zu belächeln, sondern tragen bitteren Ernst in sich, der höchste Ämter bereits erklommen hat und sich anschickt, weitere Folgen zu lassen.

    „Die Rückkehr von Autorität und Religion in der Politik vollzieht sich überall (auch in islamisch geprägten Ländern, auch in ehemaligen „Horten der demokratischen Freiheit“) mit enormer Geschwindigkeit. Was, wie das Buch zeigt, nicht unbedingt an den „überzeugenden“ Konzepten der neuen Rechten liegt, sondern Grundempfindungen aufgreift und an diese andockt, die mit Ernst reflektiert und denen sorgsam begegnet werden sollte.

    Wobei im Lauf der Darstellung auch deutlich wird, auf welch schmalen Grat bürgerlich-konservative Politik doch immer sich bewegt hat und wie dieser „Konservatismus“ im Krisenfall schnell „sein Glück“ wieder in völkisch definierten, autoritär gegliederten politischen Strukturen und nationalem Denken sucht. Was die wesentliche Gefahr der Gegenwart für die individuelle und allgemeine Freiheit von Denken und Leben darstellt.

    Eine sehr anregende, sorgfältige Lektüre, die sich differenziert mit ihrem Thema auseinandersetzt. Und an deren Ende deutlich wird, dass der Kernbegriff der neuen Rechten, das „Abendland“, eher ein künstlicher Begriff der konservativen Haltung ist, denn ein historischer Fakt als „Wertesammlung“.

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    wandablues avatar
    wandabluevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für den Leser, der unterhalten werden will, ist das nix. Im Dissertationsstil. Anstrengend, aber lohnend für die, die damit umgehen können.
    Verkopft. Trotzdem Erkenntnisgewinn.

    Dissertationsstil. Verkopft.
    Das vorgenannte Sachbuch über die Neue Rechte ist als wissenschaftlicher Text abgefasst, im Unistil, Text, den man im Hörsaal verpasst bekommt. Das sollte man wissen, bevor man an seine Lektüre geht, sonst könnte diese bitter werden.

    Im Wesentlichen geht es darum, wes Geistes Kind die „Neue Rechte“ ist.

    Gleichzeitig wird erläutert mit welchen geistigen und politischen Mitteln rechte gesellschaftliche Gruppen, eine „Konservative Revolution“ auf den Weg bringen wollen. Dazu gehört natürlich auch die Feststellung wie weit der geistige Nährboden bereits bereitet ist. Das Wort „konservativ“ ist von diesen Gruppierungen besetzt und umgedeutet worden! Genau so ist es dem dem Bürgertum noch wohlvertrauten Begriff „Abendland“ gegangen. Wenn zwei von demselben sprechen, ist es eben nicht mehr dasselbe. Diese Begriffe werden samt und sonders von der Rechten umgedeutet.

    Um zu zeigen, wes Geistes Kind diese Gruppierung(en) sind, schlägt der Autor einen langen Weg in die Vergangenheit ein. Denn es sind zum Teil auch die Denker, die den Nationalsozialismus theoretisch unterfüttert haben, die den Neuen Rechten mit als Legitimierung ihrer Auffassungen dienen. Der Zeigestock Volker Weißens zeigt bis in die Antike. 

    Der Gewinn aus der Lektüre von Volker Weißens Buch besteht darin, dass man die einschlägigen Vordenker der äussersten Rechten kennenlernt samt den Medien, in denen deren Gedankengut transportiert wird. Man erfährt, wie weit der Prozeß der Radikalisierung schon gegangen ist und wie weit er in ganz Europa Verbreitung gefunden hat. Man lernt die Art ihres Denkens kennen sowie ihre Feindbilder. Zwischen absolutem Feindbild und politisch-konkretem Feind wird unterschieden, die absolute Feindschaft bestünde gegenüber dem Liberalismus des Westens.

    Diese Sachverhalte werden sehr verkopft an den Leser herangetragen.

    Wann kommt ein wissenschaftlicher Text beim Leser an? Wenn er gut ist. Und gut ist er, wenn er motivierend ist. Motivierend zur Neugier, zum Erkenntnisgewinn, zum Weiterlesen!

    Volker Weiß Text ist nicht motivierend. Sicher, es sind komplexe Inhalte, die vermittelt werden müssen, doch Weiß bevorzugter Nominalstil transportiert zu viel Inhalt auf einmal in einem einzigen Satz. So muss der Leser ständig innehalten und ausführliche, den Nomen vorgelagerte Attribute geistig zu Relativsätzen umformen. Er muss aus dem einen, angebotenen langen Satz mit vielerlei Informationen drei oder vier Sätze machen, damit er dahinter kommt, was eigentlich gemeint ist. Mit Nominalstil ist eine Art zu Schreiben gemeint, bei der übermäßig viele Substantive verwendet werden. Jeder, der einmal einen Gesetzestext gelesen hat, kennt ihn! Exzessiver Nominalstil ist ein weitverbreitetes Übel in der Wissenschaftlichen Literatur. Sein Vorteil ist seine Korrektheit, sein Nachteil seine Schwerlesbarkeit. Einen schwierigen Sachverhalt jedoch auf einfache Art zu vermitteln, das ist die Kunst, die man braucht, um auch ausserhalb des Hörsaals verstanden zu werden!

    Die Vorgehensweise von Volker Weiß ist wissenschaftlich und vollkommen korrekt. Alle seine Aussagen sind belegt und datiert. Es gibt ein umfangreiches Literaturverzeichnis und entsprechende Fußnoten.

    Fazit: Wenn man die Lektüre wissenschaftlicher Texte gewöhnt ist, zieht man durchaus einen Erkenntnisgewinn aus dem Buch. Was man nicht erfährt, ist, welche Art von Menschen hinter der „Neuen Rechten“ stecken, was sie für eine Biographie haben und was sie antreibt.

    Kategorie: Sachbuch
    Verlag: Klett-Cotta, 2017



    Kommentare: 2
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    T
    traxxvor 10 Monaten
    Sokratess avatar
    Sokratesvor einem Jahr

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