Volker Weidermann

 4.1 Sterne bei 140 Bewertungen
Autor von Ostende, Das Buch der verbrannten Bücher und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Volker Weidermann

Literatur aus allen Perspektiven: Literaturkritiker und Autor Volker Weidermann wird am 6. November 1969 in Darmstadt geboren. Nach seinem Abitur absolviert er ein Studium der Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Auch heute wohnt Weidermann in der deutschen Hauptstadt. Er arbeitet einige Jahre als Literaturkritiker bei der tageszeitung, bevor er 2001 als Literaturredakteur zur neu gegründeten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wechselt, deren Feuilleton er ab 2003 gemeinsam mit Claudius Seidl leitet. 2015 wechselt er zum SPIEGEL und übernimmt im Oktober desselben Jahres die Moderation der ZDF-Sendung „Das literarische Quartett“. Weidermann beschäftigt sich in seinen Büchern hauptsächlich mit Autoren und Werken der deutschen Literaturgeschichte, beispielsweise in dem 2008 erschienenen „Buch der verbrannten Bücher“, in dem er die Autoren der Buchverbrennungen von 1933 porträtiert und für das er mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik ausgezeichnet wird. Auch in seinen bekannten belletristischen Werken "Ostende - 1936, Sommer einer Freundschaft" und "Träumer - Als die Dichter die Macht übernahmen" spielt Weidermann mit dem Perspektivenwechsel und weiß sich gekonnt in Autoren wie Stefan Zweig, Joseph Roth, Erich Mühsam, Thomas Mann oder Oskar Maria Graf hineinzuversetzen, um historische literarische Ereignisse spannend zu vermitteln.

Alle Bücher von Volker Weidermann

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Ostende

Ostende

 (68)
Erschienen am 08.03.2014
Das Buch der verbrannten Bücher

Das Buch der verbrannten Bücher

 (30)
Erschienen am 06.07.2009
Lichtjahre

Lichtjahre

 (20)
Erschienen am 06.08.2007
Ma.Lu.Lu.Ka. – Ein Ratekrimi

Ma.Lu.Lu.Ka. – Ein Ratekrimi

 (3)
Erschienen am 20.08.2015
Max Frisch

Max Frisch

 (3)
Erschienen am 08.06.2012
Dichter treffen

Dichter treffen

 (0)
Erschienen am 13.10.2016
Ostende

Ostende

 (6)
Erschienen am 01.04.2014

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Neue Rezensionen zu Volker Weidermann

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LolitaBuettners avatar

Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

Vergessene sind zurück
LolitaBuettnervor 8 Monaten

Dass ich dieses Buch gelesen habe, ist Zufall. Ich entdeckte es in einer Kiste auf der Straße. Ein alter Karton, in dem angegriffene Bücher lagen, zugedeckt mit einem Zettel "zu verschenken".

Ich habe DAS BUCH DER VERBRANNTEN BÜCHER eigentlich nur gegriffen, weil mich der roségoldene Schriftzug anleuchtete. Als ich es in der Hand hielt, dachte ich, oh je - so ein selbst verlegtes Ding. Der Einband und die Aufmachung sind furchtbar.

Zum Glück las ich die Inhaltsangabe. Thema: Bücherverbrennung. Jemand hat sich mit den in Asche aufgelösten Büchern jener Nacht 1933 beschäftigt, sich die Mühe gemacht, die längst vergessenen Bücher und Autoren neu aufleben zu lassen. Wie spannend!

Und so liest es sich. Natürlich ist nicht jedes der damals verbrannten Bücher ein literarischer Meisterschlag - aber hinter den Büchern und Autoren stecken echte Geschichten, mal leidvoll, mal erfolgreich, mal rührend, mal unspektakulär.

Jedem Buch und jedem Autor zugleich ist ein Kapitel gewidmet. Der Leser muss also DAS BUCH DER VERBRANNTEN BÜCHER nicht auf einmal lesen. Ich selbst legte es weg, nahm es wieder zur Hand, las darin und vergaß das Buch dann wieder für Wochen.

Toll, was der Autor Volker Weidermann hier geschaffen hat. Ich finde, das Buch sollte in die Schule zum UNterrichtsstoff gehören - dann mit einem ansprechenderen Einband, mehr Aussagekraft. Das Buch erinnert daran, dass in der NS-Zeit nicht nur Menschen ausgelöscht wurden, sondern auch Kultur und Stimmen.

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Barbara62s avatar

Rezension zu "Ma.Lu.Lu.Ka. – Ein Ratekrimi" von Volker Weidermann

Zu einseitiger Kinderkrimi
Barbara62vor einem Jahr

Wenn bekannte Autoren aus dem Erwachsenenbereich ein Kinderbuch schreiben, ist das ein spannendes Experiment, das grundsätzlich meine Neugier weckt. Im Falle von „Ma.Lu.Lu.Ka.“, einem Kinderratekrimi von Volker Weidermann, konnte mich das Resultat allerdings leider überhaupt nicht überzeugen.

 

Bei einer Schulexkursion in das Tunnelsystem unter dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof findet Karim, Mitglied der Viererbande Ma(rlene).Lu.Lu(dwig).Ka(rim). ein altes Tonband. Darauf sind aufgeregtes Elefantengeschrei und ein panischer, russischsprechender Mann zu hören. Die Kinder beginnen mit ihren Nachforschungen im Berliner Zoo, verfolgen die Spur des ehemaligen russischen Elefantenpflegers Pavel auf einer rasanten Fahrrad-Verfolgungstour durch das Berliner Zentrum und stoßen schließlich auf die missglückte Elefantenbefreiungsaktion eines PETA-Aktivisten.

 

Die Vorstellung der vier Protagonisten zu Beginn des Buches fällt extrem kurz aus. Über Karim erfährt man beispielsweise nur, dass er gut Fußball spielt und in der Schule verbotenerweise immer mit Dosen kickt. Zusammen mit den Illustrationen im Comicstil, die meinen Geschmack leider überhaupt nicht treffen, reicht das nicht aus, um sich ein Bild zu machen, zumal ohne Altersangabe.

 

Bereits der Einstieg mit dem Tonband und die Faszination der Kinder dafür klangen für mich nicht besonders überzeugend. Dass die Ermittlung der Umstände der Aufzeichnung dann von einem Zufall in den nächsten stolpert, ist aber relativ typisch für einen Kinderkrimi und soll hier nicht kritisiert werden. Ganz und gar nicht akzeptieren kann ich dagegen die vollkommen einseitige Darstellung der Haltung von Elefanten in Zoos, die nur die Sichtweise von PETA berücksichtigt. Gerne dürfen auch solch kritische Themen in Kinderbüchern angesprochen werden und in einem Kindersachbuch über Zoos oder Elefanten würde ich das sogar erwarten, aber bitte nicht so pauschal und undifferenziert!

 

Die Herstellung des Buches ist hochwertig, das sehr stabile Hardcover hat sogar ein Lesebändchen. Sprachlich und in der Schriftgröße ist der Text an die Zielgruppe gut angepasst, die Sätze sind kurz, das Vokabular einfach und die viele wörtliche Rede nicht schwer zu lesen. Die Textmenge ist allerdings groß und die Bilder unterstützen das Textverständnis kaum, sodass ich das Buch frühestens ab Ende der dritten Klasse empfehlen würde. Ein Satz wie „Die anderen so ˂aha˃, ...“ hat allerdings für mich nichts in einem (Kinder-)Buch verloren.

 

Die Rätselfragen an den Kapitelenden tragen nicht zur Lösung des Falls bei, motivieren aber eventuell zum genaueren Lesen des nächsten Abschnitts. Als störend empfand ich die in den Text eingestreuten Bilderrätsel, die den Lesefluss unterbrechen und im Anhang besser aufgehoben wären. Hilfreicher wären textunterstützende Illustrationen, zum Beispiel für alle Nicht-Berliner ein Stadtplan zur detailliert beschriebenen Verfolgungsjagd.

 

Ein Wort noch zu den Illustrationen: Der Comicstil mag Geschmacksache sein, aber dass die mit ihren Fahrrädern durch Berlin brausenden Kinder keine Helme tragen, ist in meinen Augen fahrlässig.

 

Fazit: Wer seinen Kindern diesen Krimi in die Hand gegen will, sollte ihn vorher unbedingt selbst lesen und für Diskussionen bereitstehen. In die Klassenzimmerbibliothek einer Grundschule, für die das Buch vorgesehen war, werde ich es nicht stellen.


http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/volker-weidermann-kat-menschik-ma-lu-lu-ka/

Kommentare: 3
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M

Rezension zu "Ostende" von Volker Weidermann

Heimatlose
maria1vor einem Jahr

Ostende 1936. Hier kommen sie zusammen, die verbotenen Dichter, die im Deutschland der Nationalsozialisten heimatlos geworden sind, u.a. Joseph Roth, Irmgard Keun, Stefan Zweig und Kisch.


Volker Weidermann lässt uns teilhaben an ihren Ängsten, an ihrem Aufbaümen gegen die Umstände, an ihrer Arbeit, an der Liebe zwischen Roth und Keun, an der Freundschaft zwischen Zweig und Roth, an ihrem Verlorensein, am Alkoholismus Roths, an ihren Leben vor diesem Sommer und ihren Leben danach.


Und das gelingt Weidermann meisterhaft. All diese Dichter kommen mir nah, vor allem Roth und Keun - und ganz besonders Zweig, den ich ohnehin sehr gerne lese. Nach der Lektüre dieses Buches bleibt der Wunsch, seine Bücher wieder aus dem Regal zu holen, vor allem "Die Welt von gestern", und auch endlich mal den Film "Vor der Morgenröte " zu sehen. 


Weidermann gelingt darüber hinaus auch eine sehr dichte Beschreibung der "allgemeinen Gefühlslage" zum Zeitpunkt des Ausbruchs des 1. Weltkrieges.


Was ist das für ein Buch! Es lässt mich tief berührt und sehr nachdenklich zurück...

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Volker Weidermann wurde am 06. November 1969 in Darmstadt (Deutschland) geboren.

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