Volker Weidermann Das Buch der verbrannten Bücher

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Inhaltsangabe zu „Das Buch der verbrannten Bücher“ von Volker Weidermann

„Ein Buch über Bücher, Schicksale und ein Land, in dem zuerst Bücher verbrannt wurden und dann Menschen.“ ZDF Ein Buch wider das Vergessen. Volker Weidermann blickt auf den Tag, als in Deutschland die Bücher brannten. Die Verbrennung wurde angekündigt als „Aktion wider den undeutschen Geist“: Die akribische landesweite Vorbereitung gipfelte am 10. Mai 1933 in der Errichtung von Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten, auf die dann Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher warfen, die nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren.

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  • Ich begeistert von diesem tollen Roman!

    Kind aller Länder
    Nil

    Nil

    16. May 2016 um 19:14

    Was für ein Roman! Ich bin begeistert von diesem Werk, dass Irmgard Keun 1938 in Amsterdam erstmalig veröffentlicht hat. Der Text auf der Rückseite des Schutzumschlages beginnt im ersten Satz mit dem fett gedruckten Worten „In diesem Exilroman….“, und ich hoffe es schreckt die potenziellen Leser nicht ab. Auch, wenn dies ein wieder aufgelegtes Werk ist, wieder ein europäischer Roman im Kontext des 2. Weltkrieges. Es ist die Lektüre wert! Der Roman, der knapp 214 Seiten lang ist, ist aus der Perspektive eines 10jährigen Mädchens, Kully, geschrieben. Sie ist mit ihrer Mutter in Europa unterwegs, da ihr Vater ein deutscher Schriftsteller nach der Machtergreifung nicht mehr in Deutschland leben und publizieren kann. Der sehr egozentrische und trinksüchtige Vater ist ab und an auch bei den beiden, aber tingelt meistens durch Europa um Geld aufzutreiben um zu überleben. Das klappt mal mehr, mal weniger. Wunderbar schafft es Irmgard Keun aus der kindlichen Perspektive die Situationen wiederzugeben und eine eigene Interpretation und Notation zu geben. Sehr gekonnt. ‚Kind aller Länder‘ hat in gewisser Weise auch eine autobiographische Note, denn Mutter und Vater von Kully sind unschwer als das Paar Joseph Roth und Irmgard Keun erkennbar. Die Figuren sind treffend beschrieben, wie Kully die liebevolle Mutter zeichnet oder den verschwenderischen Vater. Natürlich liest man auch über die Verzweiflung der Eltern, wenn der Vater sagt: „Die Toten sind glücklich, ihnen kann nichts mehr geschehen.“ (S.50) Auch Kully selbst beschäftigt das Thema Tod, aber auf eine unbeschwerte Art, wenn sie beispielweise sinniert wo all die Toten Vögel sind. „Vielleicht fliegen sie hoch, dass sie nicht mehr „runterkönnen und tot in den Wolken liegen“ (S.100). Trotz aller schwerer Themen der Flucht, Grenzen, Aufenthaltsgenehmigungen und der Geldnot, hat der Roman auch witzige Stellen, die zum Schmunzeln einladen. Es ist abgedroschen, aber wahr: Der Roman ist 1938 erschienen, aber ist angesichts der heutigen Flüchtlingsdebatte genau die richtige Lektüre. Da ist man hautnahe dabei wie es sich anfühlt in keinem Land gewollt zu sein und immer auf der Durchreise, kein Zuhause, keine Ruhe. Ich danke Volker Weidermann, der sie in seinem ‚Das Buch der verbrannten Bücher‘ porträtiert hat und der sie auch in seinem Roman „Ostende 1936“ auferleben lies. Dieser Umstand hat sicherlich auch etwas mit der Neuauflage zu tun. Volker Weidermanns Ausführungen über Irmgard Keun sind am Ende des Romans abgedruckt, ich hätte mir diese Informationen zu Beginn dieser Neuauflage gewünscht. Fazit: Ein Roman, der Schullektüre werden sollte, ein tolles literarisches Werk.  

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  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    textworker

    textworker

    In diesem Buch ist das große Staunen angesagt. Man entdeckt heute weitgehend unbekannte Autorinnen und Autoren aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus. Einst berühmt, gelesen, heute vergessen. Mit der Bücherverbrennung waren auch ihre Namen verbrannt. Viele Werke gibt es heute nicht mehr. Das Buch bietet einen guten Überblick.

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  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    verena83

    verena83

    16. February 2010 um 08:38

    dieses buch erzählt die geschichte jener autoren, deren werke am 10.mai 1933 der bücherverbrennung durch die nationalsozialisten zum opfer fielen... auf diese weise wollte man sie der vergessenheit zuführen. das ist augenscheinlich jedoch nicht gelungen, denn volker weidermann entreißt eben jene schriftsteller durch "das buch der verbrannten bücher" dem vergessen und erinnert somit an all diejenigen, die einst für ihr schaffen verachtet wurden. ein sehr interessantes und spannendes buch, welches mich vor allem mit vielen autoren bekannt gemacht hat, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte... gleichzeitig stimmt es einen traurig... denn beim lesen wird einem nur allzu deutlich vor augen geführt, wie viele leben durch den krieg sinnloserweise für immer zerstört wurden...

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  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    Monsignore

    Monsignore

    29. January 2010 um 13:29

    In diesem Jahr häufen sich die Jahres- und Gedenktage, die Rituale verändern sich im Laufe der Jahrzehnte kaum. So gehört es einfach dazu, dass zum Jahrestag neue Bücher erscheinen, die häufig keine neuen Erhellungen bieten. Ganz anders bei Volker Weidermanns Buch zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung. Gleich in zweierlei Hinsicht bietet sein Buch wirklich Neues: Neue Quellenfunde ermöglichen ihm, der Frage nachzugehen, wer eigentlich die Drahtzieher und Initiatoren waren. Die Antwort ist unerwartet spannend. Doch er geht noch mehr Fragen nach: Wer schrieb eigentlich die schwarzen Listen? Wie verhielten sich die Universitätsleitungen? Auch hier überraschen die Antworten. Noch etwas ist neu: Erstmals werden wirklich alle Autoren berücksichtigt, deren Bücher auf den Scheiterhaufen vernichtet wurden. Die Lebensschicksale sind so lebendig dargestellt, dass man von einem Geschichtslesebuch sprechen kann.

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  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    Ritja

    Ritja

    30. November 2009 um 10:10

    Ein gelungenes Buch über die Schriftsteller und deren Werke, die bei der Bücherverbrennung auf der schwarzen Liste standen. Weidermann stellt neben den Werken auch die Personen näher dar und versucht deren Werdegang nach 1939 nachzuverfolgen, was nicht immer eindeutig bzw. einfach war. Interessant für Menschen, die sich nicht nur für jetzige Literatur interessieren, sondern auch ab und an die "alten" Werke lesen wollen. Ein anregendes Buch, das gegen das Vergessen von Kultur und Literatur vorgeht.

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  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    Pankraz

    Pankraz

    10. November 2009 um 17:32

    Man kann Volker Weidermann unterstellen, dass er urteilt.
    Sowohl menschlich als auch literarisch.
    Aber nichtsdestotrotz..., ein unheimlich wichtiges Buch gegen das Vergessen.

  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    FranziDerBuecherWurm

    FranziDerBuecherWurm

    12. August 2009 um 20:31

    Am 10. mai 1933 wurde die liste der 131 schriftstellern/ine veröffentlicht, dessen werke verbrannt werden sollen. volker weidermann beschreibt jeden einzelnen schriftsteller/ine auch wenn er über einzelne nicht viel erfahren hatte. dem leser wird genau klar gemacht warum einzelne wirklich vergessen und einzelne nicht vergessen wurden. dieses buch sollte wirklich gelesen werden und damit die einzelnen schriftsteller vor dem vergessen "bewahrt" werden können!!

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  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. August 2009 um 13:51

    Welche Schriftsteller außer Mann, Brecht, Kästner und Remarque standen noch auf der roten Liste der Nazis? Die Werke von 131 Schriftstellern/inen wurden am 10. Mai 1933 öffentlich verbrannt, sie sollten für immer ausgelöscht werden. Volker Weidermann beschreibt mal mehr und mal weniger detailliert, über das Lebensschicksal der „verbrannten“ Schriftsteller. Und dabei kommen all jene wieder an das literarische Tageslicht, deren Bücher heute kaum noch einer kennt. Dem Leser wird verständlich warum einige der Schriftsteller heute wirklich vergessen sind. Das Buch bietet aber auch die Chance, zu unrecht vergessene Autoren, wieder „auszugraben“ und zu lesen und somit vor dem Vergessen zu bewahren.

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  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    hazli

    hazli

    28. May 2009 um 23:20

    bisher nur etwas drin rumgeblättert, aber ein recht informatives Werk, welches Bewertungen und Biografien der Autoren der Bücherverbrennung liefert (eine Auswahl, nicht so umfangreich wie die Bibliothek der verbrannten Bücher).

  • Rezension zu "Das Buch der verbrannten Bücher" von Volker Weidermann

    Das Buch der verbrannten Bücher
    Steerpike

    Steerpike

    01. August 2008 um 12:56

    Volker Weidermann, Feuilletonchef der FAS, hat vor ein paar Jahren schon einmal so ein Buch wie dieses geschrieben, nur dass jenes sich eine bestimmte Zeitspanne vorgenommen hatte, nämlich das literarische Nachkriegsdeutschland. Ich habe dieses "Lichtjahre" nie gelesen, war aber wenig erstaunt, dass es genauso angefeindet wurde wie das "Buch der verbrannten Bücher". In seinem neuesten Buch geht es um die 131 Autoren umfassende Liste des Bibliothekars Wolfgang Herrmann, die als Vorlage für die großen Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 diente. Punkt um Punkt arbeitet Weidermann diese Liste ab, stellt die Autor/innen kurz vor, geht auf die verbrannten Werke - Autor/innen gerieten nur zu einem Teil mit ihrem Gesamtwerk auf die Liste der zu vernichtenden Bücher - und den weiteren Werdegang der so Verfemten. Ein interessanter und informativer Ansatz, wie ich finde, der außerdem im Idealfall von einem Feuilletonisten verfolgt werden muss. Vom Forschungsstandpunkt aus gesehen, dh als Fachbuch, taugt "Das Buch der verbrannten Bücher" nichts. Weidermann hat sicherlich die meisten der Bücher, die er behandelt, wenigstens angelesen, aber eine wissenschaftliche Leistung erbringt er hier nicht. Das will er meines Erachtens aber auch gar nicht. Vielmehr dient das Buch dazu, der interessierten Leserschaft diese vergessenen Schriftsteller/innen mit ihren guten und ihren schlechten Leistungen ins Gedächtnis zu rufen. Weidermann will neugierig machen und wählt hierfür den Weg des Feuilletons und der Anekdote, also einen Weg, den er gut kennt. Ein Feuilleton ist so gut wie sein Thema, dieses Thema ist breit angelegt und natürlich bietet nicht jeder einzelne der verbrannten Dichter genügend Stoff, um sich in amüsanter Weise mit ihm auseinanderzusetzen. Doch an den besten Stellen, dh bei den Kuriositäten dieser Sammlung, an denen es keinen Mangel gibt, ist das Buch genau das, was es sein will: unterhaltsam und feuilletonistisch informativ. Man kann sich auf die, wahrscheinlich aus Standardwerken zusammenkompilierten, Daten verlassen, der Mehrwert besteht in den Urteilen des Zeitungsmenschen, in den Empfehlungen und den Anekdoten, die er zum Besten gibt. Das ist alles eine genial einfache Idee, die so sehr auch noch nicht beackert ist. Die kurzen Abschnitte, die man gern auch nicht chronologisch lesen kann, sind kleinen Appetithappen für zwischendurch, die im besten Fall Appetit auf mehr machen. Sicherlich wäre es zu diesem Zweck auch ganz gut gewesen, nicht nur eine Liste von primär-, sondern auch von Sekundärliteratur ans Ende des Buches zu stellen. Aber wahrscheinlich ging Weidermanns Forscherdrang nicht einmal dafür weit genug, um hier etwas einigermaßen Brauchbares zusammenstellen zu können. Was mir eigentlich am meisten fehlte, waren Erklärungsversuche für die so unglaublich heterogene Zusammenstellung der Liste, die vom völkischen Jagddichter bis zum Lieblingsfeind der Nazis Remarque, alles nur Denkbare umfasst; und in dieser Undifferenziertheit eine Trouvaille für sich ist. Hier hätte ich mir dann doch ein bisschen mehr Forschergeist von Herrn Weidermann gewünscht. Aber das kann nun ein anderer erledigen, der vielleicht durch dieses Büchlein überhaupt darauf aufmerksam geworden ist, wie kurios die Liste Wolfgang herrmanns war. Er oder sie können mir vielleicht auch irgendwann erklären, welchen Stellenwert diese Liste in der Kulturpolitik der Nazis hatte. War sie einfach schnell zur Hand, da man etwas brauchte oder folgt sie tatsächlich irgendwelchen undurchschaubaren Regeln? Alles in allem dennoch ein gelungenes Buch, über das man eigentlich nur schimpfen darf, wenn man in der Lage ist zu zeigen, dass es genügend fundiertere Bücher zur gleichen Thematik gibt. Mir fällt keines ein.

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