Volker Weidermann Lichtjahre

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Inhaltsangabe zu „Lichtjahre“ von Volker Weidermann

Die Literaturgeschichte, über die sich ganz Deutschland ereiferte!

Scharfzüngig und humorvoll führt Volker Weidermann, Feuilletonchef der FAS, durch 60 Jahre Literaturgeschichte – von den Exilanten der Kriegszeit wie Thomas Mann oder Lion Feuchtwanger bis zur Gegenwartsliteratur der jungen Pop-Fraktion mit Vertretern wie Benjamin von Stuckrad-Barre oder Christian Kracht. Hochbelesen und gleichzeitig herrlich provokant hat Weidermann mit „Lichtjahre“ eher einen Enthüllungsbericht über die deutsche Literaturszene vorgelegt als eine konventionelle Literaturgeschichte.

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  • Informatives Sachbuch zur deutschen Literaturgeschichte

    Lichtjahre

    Maldoror

    11. October 2015 um 16:13

    Volker Weidermann gehört mittlerweile zu den bekanntesten und anerkanntesten Literaturkritikern und ist spätestens nach seinem Erfolgsbuch "Ostende", dem Wechsel des Cheffeuilletonpostens von der Frankfurter Allgemeinen zum Spiegel und seiner Moderation in der Neuauflage des Literarischen Quartetts bekannt. Eine umfassende Darstellung zur deutschen Literaturgeschichte nach 1945 in möglichst kompakter, informativer und unterhaltender Form zu schreiben, ist ein höchst ambitioniertes Anliegen, was dem vor 10 Jahren noch sehr jungen Weidermann doch erstaunlich gut gelungen ist. Die Literaturgeschichte nach 1945 in knapp 300 Seiten unterzubringen (welche niemals vollständig sein kann, was Weidermann aber vollkommen bewusst ist) ist nur mit straffer Organisation, klarem Ziel und Kompacktheit zu erreichen. Der flotte und schnelle Schreibstil des Buches trägt zur reichen Informationsgehalt des Buches bei, manchmal allerdings folgt der Wechsel zum nächsten Schriftsteller dann aber doch etwas zu sprunghaft und ist manchmal ungelenk formuliert. Bemerkenswert aber, dass Weidermann trotz des Tempos und dem journalistischen Jargon was das Buch auszeichnet, doch oft durch wunderbar erzählte Anekdoten zum Leben und temperamentvollen Einschätzungen zu Werken der behandelten Autoren glänzt. Auch die Auswahl der thematisierten Schriftstellern /innen ist umfassend und ausgewogen. Das der Autor sich oft zu eigenen Wertungen und Urteilen hinreißen lässt empfinde ich als völlig in Ordnung. Denn seine Kompetenz und vor allem seine Begeisterung zur Literatur ist im gesamten Werk zu spüren und nachzuvollziehen. Als Literaturkritiker (das hat er wohl von seinem "Mentor Reich-Ranicki gelernt) ist man wohl in gewisser Weise verpflichtet im Endeffekt klar zu urteilen und zu werten. Schade nur, dass er manchmal doch mehr das Leben der Schriftsteller/innen thematisiert und das so die interessanten Werke in den Hintergrund geraten. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch (aus der subjektiven Sicht des Autoren), über die deutsche Literaturszene und deren Entwicklung nach 1945, sehr populärwissenschaftlich doch niemals schlecht geschrieben, was große Lust aufs Lesen macht.

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  • Rezension zu "Lichtjahre" von Volker Weidermann

    Lichtjahre

    Buecherkai

    06. February 2010 um 09:29

    Autoren besetzen mit ihren Werken Nischen. Sie sind emotional, ehrlich, sie leiden, lieben, streiten, vermitteln, trösten, trennen. Sie beschreiben Leben, und nicht selten sind es ihre eigenen. Sie werden geprägt durch ihre Zeit und im besten Fall wirken sie zurück - oder scheitern eben genau daran. Wir Leser folgen dem Werk und manchmal - vielleicht dann doch zu selten - folgen wir der Biografie. So subjektiv wie wir unsere Liebe zu Autoren wählen, so subjektiv folgt Volker Weidermann ihren Leben und bringt uns so die deutsche Literatur von 1945 bis heute unvergleichlich näher. Ein wunderbares Buch.

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  • Rezension zu "Lichtjahre" von Volker Weidermann

    Lichtjahre

    Marco

    20. January 2008 um 16:45

    Ich habe mich diesem Buch mit Neugier, aber auch mit zauderndem Respekt genähert. Der Untertitel verspricht eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute – also hoffte ich mehr über deutsche Autoren und ihre Bücher zu erfahren. Doch die Erfahrung mit solchen Büchern zeigt, dass der Lerneffekt sich häufig nur mit drögem Durcharbeiten einstellt. Dies gilt für die „Lichtjahre“ sicherlich nicht. Im Gegenteil, Weidermann ist eine wunderbar unterhaltsame Geschichte gelungen. Mutig subjektiv und offen nähert er sich den Autoren und ihren Werken. Mit Sprachwitz und griffigen Formulierungen verschafft er dem Leser einen Eindruck vom Leben, Leiden und Arbeiten der deutschen Schriftsteller. Besonders herauszuheben ist sein Nachwort. Ein würdige Schluss, rührend und schön. Der Bogen reicht von den Exilliteraten über die Gruppe 47 bis hin zu jungen Gegenwartsschriftstellern. Bekannte, berühmte, aber auch nahezu vergessene Autoren und Dichter werden herausgestellt oder wieder in Erinnerung gebracht. Es ist die ganz persönliche Perspektive von Weidermann, seine Geschichte der Literatur und deshalb wird und darf sie jeder anders beurteilen. Gerade weil man Weidermann nicht immer folgen möchte, ist es spannend sich an seinen Aussagen zu reiben, über sie zu schmunzeln oder zu staunen. Mir hat dieses Buch Vergnügen bereitet und ich habe viele (für mich) neue Autoren entdeckt. Mein Appetit auf Bücher verschiedener deutscher Autoren unterschiedlichen Alters ist geweckt worden.

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