Volker Zotz Schnittstellen: buddhistische Begegnungen mit Schamanismus und westlicher Kultur

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Inhaltsangabe zu „Schnittstellen: buddhistische Begegnungen mit Schamanismus und westlicher Kultur“ von Volker Zotz

Am 26. Mai 2013 begeht der Mediziner, Yogaforscher und Psychotherapeut Armin Gottmann seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass legt die Kairos Edition (Luxemburg) als Festschrift den von Volker Zotz herausgegebenen Band Schnittstellen vor. In seiner Einführung zu den von acht Fachautoren verfassten Beiträgen schreibt der Herausgeber: „Im Sinn von Grenzflächen, die zugleich Orte des Kommunizierens sind, soll der Titel Schnittstellen verstanden werden. Es geht um Interaktionsprozesse eines als Bewegung aufgefassten Buddhismus mit anderen Sphären, um Befruchtungen und Einwirkungen. Dabei konzentriert sich der vorliegende Band exemplarisch auf buddhistische Begegnungen mit dem Schamanismus und der westlichen Kultur.“ Der niederländische Psychologe und Indologe Robert Janssen widmet seinen Beitrag inhaltlichen und historischen Beziehungen von Schamanismus, Yoga und Buddhismus. Die Wiener Ethnologin Veronica Futterknecht beleuchtet auf Grundlage ihrer Feldforschungen die Situation in Burma, wo der Geisterglaube und die Alchemie eng mit dem Buddhismus verknüpft sind. Mit der Wirkung des Orakelkults auf europäische Reisende in Tibet beschäftigt sich die österreichische Kultur- und Sozialanthropologin Birgit Zotz. Der japanische Literaturwissenschaftler Yukio Kotani denkt über westliche Interpretationen der buddhistisch inspirierten Lyrik seines Landes nach, wobei er vom Vergleich der Dichter Bashô und Goethe ausgeht. Das Problem der Authentizität im Hinblick auf die europäische Rezeption des Buddhismus reflektiert der Ethnologe und Schriftsteller Heinz Pusitz. Der Anglist Karl Neumann untersucht die Bedeutung buddhistischer Lehren im Werk des amerikanischen Literaten Jack Kerouac. Mit den Anfängen des Interesses für den Vajrayâna-Buddhismus in Europa befasst sich ein historischer Beitrag von Volker Zotz. Der Herausgeber nennt Armin Gottmann, dem das Buch gewidmet ist, einleitend einen „Grenzgänger zwischen Indien und Europa, dem Buddhismus und abendländischer Kultur, der Medizin westlicher Tradition und klassischen Heilweisen des Yoga.“ Mit der Biografie Armin Gottmanns, der seit 1999 das von Lama Anagarika Govinda gegründete Arya Maitreya Mandala leitet, beschäftigt sich ein Beitrag von Birgit Zotz. Eine kommentierte Bibliografie seiner Arbeiten steuerte die Indologin und Kunsthistorikerin Renate Huf zu dem Buch bei.

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    Schnittstellen: buddhistische Begegnungen mit Schamanismus und westlicher Kultur

    Aicher

    14. March 2014 um 11:00

    Ich nehme das Buch immer einmal wieder gerne in die Hand. Die vielseitigen Beiträge geben mir oft neue Impulse. Eine Definition für den Buddhismus hat mir in der Einführung des Herausgebers gut gefallen: Es kann "von einem Buddhismus unter historischer Perspektive nur gesprochen werden, wenn das Etikett kein fixes System bezeichnen soll, sondern vielmehr ein Bündel komplexer Prozesse. In diesen fließen Inhalte in geographischer wie zeitlicher Dimension, wobei sie sich sich bis zu ihrer Wendung ins Gegenteil wandeln mögen." (S.11)

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  • Jedes Kapitel lesenswert!

    Schnittstellen: buddhistische Begegnungen mit Schamanismus und westlicher Kultur

    Mister_Elvis

    Ein interessantes Buch für jeden, der tiefer am Buddhismus interessiert ist. Hier gibt's viele Einblicke, wie der Buddhismus so flexibel ist, dass er leicht mit anderen "Systemen" (wie dem Schamanentum) und anderen Kulturen (wie der europäischen) zu kreativen Synthesen finden kann. Mich haben besonders die Kapitel über Orakel in Tibet, über Alchemie in Burma und das Kapitel "Über das Falsche im Richtigen" fasziniert. Klare Empfehlung für jeden, der mehr als oberflächlich am Buddhismus interessiert ist.  

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