Voltaire

 3.9 Sterne bei 211 Bewertungen
Autor von Candide oder Die beste Welt, Candide und weiteren Büchern.
Voltaire

Lebenslauf von Voltaire

Voltaire wurde 1694 unter dem Namen François-Marie Arouet in Paris geboren. Er studierte am Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und befreundete sich nach Beendigung seines Studiums mit freidenkerischen, aristokratischen Kreisen. Nach einem einjährigen Gefängnisaufenthalt in der Bastille musste er aufgrund seines Freidenkertums und seinem Drang die Menschen aufzuklären Paris verlassen. So siedelte Voltaire nach England über und kam im Schloß bei einer guten Freundin aus der alten Heimat unter. 1750 diente er für drei Jahre am Hof von Friedrich des Großen viel jedoch bald in Ungnade. In seiner Geburtsstadt Paris starb Voltaire 1778.

Neue Bücher

Candide oder Die beste Welt

 (146)
Neu erschienen am 28.08.2018 als Taschenbuch bei Elsinor Verlag.

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Candide oder Die beste Welt

Candide oder Die beste Welt

 (146)
Erschienen am 28.08.2018
Sämtliche Romane und Erzählungen

Sämtliche Romane und Erzählungen

 (8)
Erschienen am 19.11.2010
Zadig oder Das Schicksal

Zadig oder Das Schicksal

 (7)
Erschienen am 01.11.1995
Briefwechsel

Briefwechsel

 (2)
Erschienen am 01.06.2010
Die Prinzessin von Babylon

Die Prinzessin von Babylon

 (2)
Erschienen am 16.03.2007
Mikromegas

Mikromegas

 (2)
Erschienen am 01.04.2008
Über die Toleranz

Über die Toleranz

 (2)
Erschienen am 06.04.2015

Neue Rezensionen zu Voltaire

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Rezension zu "Candide" von Voltaire

Satire, wie man sie braucht
Borkinsvor 4 Jahren

Wirklich eine herrliche Satire! Ich hätte nie damit gerechnet, dass ein Autor wie Voltaire in einer so lustigen und zeitgenössisch anmutenden Sprache den Optimismus auf die Schippe nehmen kann.
Das mag zwar in unserer Zeit gar nicht so erforderlich sein, weil man meint überall nur schlechte Nachrichten zu hören. Es scheint, als seine wir heute sehr weit weg vom Optimismus.
Doch das, was Voltaire mit "Candide" ins Lächerliche zieht, ist vor allem jene blinde Hoffnung, die sich jedem Widerstand und jedem Aufbegehren widersetzt. Von dieser stumpfen Hoffnung gibt es auch heute noch genug. "Es wird schon alles gut werden!" Dieser schicksalsergebene, erzwungen positive Blick aufs Leben nervt auch heute noch.
Man fragt sich schon, ob es reichen kann, festzustellen, wie schlecht alles ist und diese Analyse sogleich mit der Hoffnung auf die göttliche (oder sonst durch eine höheren Macht bewirkte) Kehrtwende abzuschließen. Vielmehr sollten wir auch heute, wie damals, unseres Glückes Schmied werden. Und dabei kann ein konstruktiver Pessimismus tatsächlich mehr helfen, als der blinde Optimismus, den Candide so meisterlich lebt und den die Gutmenschlichkeit von heute weiterentwickelt.

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Rezension zu "Candide" von Voltaire

Rezension zu "Candide" von Voltaire
Penelope1vor 8 Jahren

Dieses literarische Werk von Voltaire übt Kritik an Politik und Gesellschaft im 18. Jahrhundert. Candide, ein junger Mann, der behütet auf einem Schloss in Westfalen aufwächst und hoffnungslos in Cunigunde verliebt ist, wird eines Tages abrupt aus seinem "Paradies" geworfen, als er es endlich wagt, sich Kunigunde zu nähern... Von heute auf morgen ganz auf sich alleine gestellt und ohne Geld macht er sich auf den Weg, die Welt zu erkunden, die - wenn er seinem langjährigen Lehrer Panglos glauben kann - die bester aller Welten ist und in der es ohne Ursache keine Wirkung gibt. Doch sein Urglauben in diese philosophische These wird alsbald erschüttert, ganz schnell muss er auf seiner Reise durch Europa und Amerika feststellen, dass das Leben aus Ungerechtigkeit, Züchtigung, Mord, Vergewaltigungen und Kriegen besteht, ja er wird sogar selbst zum Mörder und er fragt sich immer öfter, welche Ursache wohl diese oder jene Wirkung hatte... Trotzdem neigt er dazu, die so vehement verteidigte Philosophie seines geliebten Lehrers zu verteidigen und sucht in allem den guten Kern, so schwer es ihm auch oft fällt. Es befremdet ihn, dass offensichtlich niemand mit seinem Leben zufrieden ist, während er selbst nicht nach Reichtum strebt, sondern sein größtes Glück darin zu bestehen scheint, wenn er "seine" totgeglaubte Kunigunde nur wiederfände...

Eine rasante Erzählung mit 30 recht kurzen Kapiteln, in denen sich die Ereignisse fast überschlagen. Morde und Vergewaltigungen geschehen quasi "nebenbei", ohne dass man sich mit den Menschen identifizieren kann oder Zeit hat, Mitgefühl zu empfinden. Darum geht es hier auch nicht, sondern darum, die Hintergründe und eine Wirkung darzustellen und dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich über die Ursache Gedanken zu machen... Candide und Martin sind der Träger dieser Gedanken, er altert scheinbar nicht wirklich, man verliert ohnehin im Tempo des Geschehens etwas an Zeitgefühl. Das Ende hinterlässt den Leser nachdenklich und regt zum Fortführen der Gedanken an... Auch wenn die Sprache natürlich etwas altertümlich ist und somit nicht der heutigen Ausdruckweise entspricht, ist es gut verständlich und flüssig zu lesen. Voltaire ist es gelungen, philosophisch-satirisch Kritik zu üben und zum Nachdenken anzuregen.

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P

Rezension zu "Candide - oder der Optimismus" von Voltaire

Rezension zu "Candide - oder der Optimismus" von Voltaire
Pellegrinovor 8 Jahren

Ja, ja Voltaires Schreibstil... Hab das Buch auf französich gelesen und ich war beeindruckt!
Voltaire weiss wie man die kirchlische Inquistition, den Fanatismus, den Adel und die Intoleranz ironisiert, parodisiert, persifliert und mit bitterem schwarzen Humor so wie Sarkasmus verspottet und verhöhnt und das mit einem aparten Schreibstil.
Insbesondere kritisiert er die Ideologie (von Leibniz),dass die Welt in der wir leben, die beste aller möglichen Welten sei, denn Verstümmelungen, Amputationen, Folter, Vergewaltigung, Sklaverei, Krankheit und Krieg sprechen wohl gegen diese obskure, naive und utopische Weltanschauung.
Den einen Punkt muss ich aber abziehen, da mir manche Passagen langweilig erschienen sind.
Ansonsten Chapeau!

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Gespräche aus der Community

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fingerbluetentraeumes avatar

Hallo ihr Lieben, auf unserem Blog buch-leben gibt es aktuell den 2. Band der Ohio State Highballs von Isabelle Voltaire als signiertes Taschenbuch zu gewinnen. Die Signatur ist dabei im Gewinnfall frei von Dir wählbar. Der zweite Band lässt sich ohne Probleme auch dann lesen, wenn du den ersten Teil noch nicht kennst. Eine spoilerfreie Rezension findest Du, ebenfalls auf unserem Blog. 

Hier kommst Du zum Gewinnspiel.

M
Letzter Beitrag von  Missi1984vor 3 Jahren
Wäre auch gerne dabei, kenne noch kein Buch von der Autorin
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Zusätzliche Informationen

Voltaire wurde am 20. November 1694 in Paris (Frankreich) geboren.

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