Voltaire

 3.9 Sterne bei 221 Bewertungen
Autor von Candide oder Die beste Welt, Candide und weiteren Büchern.
Autorenbild von Voltaire (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Voltaire

Voltaire wurde 1694 unter dem Namen François-Marie Arouet in Paris geboren. Er studierte am Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und befreundete sich nach Beendigung seines Studiums mit freidenkerischen, aristokratischen Kreisen. Nach einem einjährigen Gefängnisaufenthalt in der Bastille musste er aufgrund seines Freidenkertums und seinem Drang die Menschen aufzuklären Paris verlassen. So siedelte Voltaire nach England über und kam im Schloß bei einer guten Freundin aus der alten Heimat unter. 1750 diente er für drei Jahre am Hof von Friedrich des Großen viel jedoch bald in Ungnade. In seiner Geburtsstadt Paris starb Voltaire 1778.

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Die Affäre Calas

Neu erschienen am 03.11.2020 als Taschenbuch bei Insel Verlag.

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Cover des Buches Candide oder Die beste Welt (ISBN: 9783942788410)

Candide oder Die beste Welt

 (152)
Erschienen am 28.08.2018
Cover des Buches Sämtliche Romane und Erzählungen (ISBN: 9783458319092)

Sämtliche Romane und Erzählungen

 (8)
Erschienen am 19.11.2010
Cover des Buches Zadig oder Das Schicksal (ISBN: 9783458318217)

Zadig oder Das Schicksal

 (7)
Erschienen am 01.11.1995
Cover des Buches Briefwechsel (ISBN: 9783423138963)

Briefwechsel

 (2)
Erschienen am 01.06.2010
Cover des Buches Die Prinzessin von Babylon (ISBN: 9783866154070)

Die Prinzessin von Babylon

 (2)
Erschienen am 16.03.2007
Cover des Buches Mikromegas (ISBN: 9783940111289)

Mikromegas

 (2)
Erschienen am 01.04.2008
Cover des Buches Über die Toleranz (ISBN: 9783518466568)

Über die Toleranz

 (2)
Erschienen am 06.04.2015

Neue Rezensionen zu Voltaire

Neu

Rezension zu "Candide" von Voltaire

Die beste aller Welten?
la_chiennevor 2 Monaten

"Wenn das hier die beste aller möglichen Welten ist, wie sehen dann erst die anderen aus?" (Candide, 1759)


In seinem satirisch-philosophischen Roman kehrt Voltaire die von Leibniz aufgestellte These von dieser Welt als der besten aller möglichen ins Ironische um. Diese optimistische Anschauung vertritt auch Candides Lehrer. Auf der Suche nach seiner Geliebten Cunégonde erkundet Candide voller Naivität fremde Länder und erlebt allerlei Katastrophen und Abenteuer. Letztendlich kommt er zu dem Schluss, dass die verschiedenen, sich widerstreitenden Lehren der Gelehrten, die wir auf seiner Reise kennenlernen, allesamt nicht aufrecht zu erhalten sind und die tägliche Arbeit - bei Candide heißt das seinen Garten zu bestellen - die beste Möglichkeit darstellt, das Leben in seiner Komplexität zu bewältigen. Candide ist für mich ein Werk, in dem es wahnsinnig viel zu entdecken gibt und bei dem sich definitiv ein wiederholtes Lesen lohnt.

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Rezension zu "Candide" von Voltaire

Zeitlose Satire
vanessablnvor 6 Monaten

Bereits vor zwanzig Jahren fand ich "Candide" nicht schlecht. Mit mehr Lebenserfahrung habe ich nun das gleichnamige Hörbuch gehört. Etwas störend ist zwar die gemengte Brutalität dieser Geschichte. Andererseits hat Voltaire dies sicher so beabsichtigt, um die Untaten der Menschheit aufzuzeigen. Wenn man diese Satire auf den Optimismus und die "beste aller Welten" richtig versteht, ist es ein zeitloser Klassiker, den man alle Jahre wieder lesen oder auch hören kann. Selbst wer nicht viel mit Geschichte und der damaligen Zeit am Hut hat, kommt dabei zu dem Schluß, dass sich die Menschheit an sich kaum ändern und es einander nicht einfach macht. Immer nach dem Motto: Wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen, ist dies doch noch möglich. Der Protagonist angelt sich hier naiv von einem schlimmen Ereignis zum nächsten - zum Glück kommt er davon. Auch alle, die glauben, Optimismus sei das Wichtigste im Leben, sollten einmal einen Blick in dieses Werk tun ...

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B

Rezension zu "Candide" von Voltaire

Satire, wie man sie braucht
Borkinsvor 6 Jahren

Wirklich eine herrliche Satire! Ich hätte nie damit gerechnet, dass ein Autor wie Voltaire in einer so lustigen und zeitgenössisch anmutenden Sprache den Optimismus auf die Schippe nehmen kann.
Das mag zwar in unserer Zeit gar nicht so erforderlich sein, weil man meint überall nur schlechte Nachrichten zu hören. Es scheint, als seine wir heute sehr weit weg vom Optimismus.
Doch das, was Voltaire mit "Candide" ins Lächerliche zieht, ist vor allem jene blinde Hoffnung, die sich jedem Widerstand und jedem Aufbegehren widersetzt. Von dieser stumpfen Hoffnung gibt es auch heute noch genug. "Es wird schon alles gut werden!" Dieser schicksalsergebene, erzwungen positive Blick aufs Leben nervt auch heute noch.
Man fragt sich schon, ob es reichen kann, festzustellen, wie schlecht alles ist und diese Analyse sogleich mit der Hoffnung auf die göttliche (oder sonst durch eine höheren Macht bewirkte) Kehrtwende abzuschließen. Vielmehr sollten wir auch heute, wie damals, unseres Glückes Schmied werden. Und dabei kann ein konstruktiver Pessimismus tatsächlich mehr helfen, als der blinde Optimismus, den Candide so meisterlich lebt und den die Gutmenschlichkeit von heute weiterentwickelt.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Candide
Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Dies ist unsere zweite Leserunde im Februar, wir lesen zusammen "Candide" von Voltaire.

Candide oder der Optimismus (frz. Candide ou l’optimisme) ist eine 1759 unter dem Pseudonym Docteur Ralph erschienene satirische Novelle des französischen Philospophen Voltaire. Im Jahr 1776 erschien eine deutsche Übersetzung unter dem Titel Candide oder die beste aller Welten.

Diese Satire wendet sich unter anderem gegen die optimistische Weltanschauung Gottfried Wilhelm Leibniz', der die beste aller möglichen Welten postulierte. Voltaire propagiert Skeptizismus und Pessimismus, die Leibniz’ Postulat in den Kontext der Zeit rücken (Eindruck des Erdbebens von Lissabon 1755, siebenjähriger Krieg) und in Frage stellen. Mit Witz und Ironie prangert Voltaire in seinem „conte philosophique“ den überheblichen Adel, die kirchliche Inquisition, Krieg und Sklaverei an und verspottet die naive Utopie des einfachen Mannes von einem sorglosen Leben.

(Quelle: Wikipedia)


Die Leserunde beginnt am 15.2. und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!
97 Beiträge
A
Letzter Beitrag von  anna_mvor 2 Jahren
@ElkeMZ ...ich auch.
Cover des Buches Plötzlich ins Netz gegangen (Highballs 2)

Hallo ihr Lieben, auf unserem Blog buch-leben gibt es aktuell den 2. Band der Ohio State Highballs von Isabelle Voltaire als signiertes Taschenbuch zu gewinnen. Die Signatur ist dabei im Gewinnfall frei von Dir wählbar. Der zweite Band lässt sich ohne Probleme auch dann lesen, wenn du den ersten Teil noch nicht kennst. Eine spoilerfreie Rezension findest Du, ebenfalls auf unserem Blog. 

Hier kommst Du zum Gewinnspiel.

3 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Missi1984vor 5 Jahren
Wäre auch gerne dabei, kenne noch kein Buch von der Autorin

Zusätzliche Informationen

Voltaire wurde am 20. November 1694 in Paris (Frankreich) geboren.

Community-Statistik

in 387 Bibliotheken

auf 18 Wunschzettel

von 12 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

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