Candide oder Die beste Welt

von Voltaire 
4,0 Sterne bei146 Bewertungen
Candide oder Die beste Welt
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Neue Kurzmeinungen

Ina81s avatar

Amüsante Satire auf den Optimismus, mit rasanter Handlung. Auf jeden Fall lesenswert!

SophiaLaGrandes avatar

Das Leben ist schön und die Welt auch. Eine wunderbare Liebeserklärung an den Optimismus oder einfach nur eine völlige Ironie des Lebens:)

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Inhaltsangabe zu "Candide oder Die beste Welt"

1949, vier Jahre nach Kriegsende, legte der heute kaum noch bekannte Schriftsteller Rudolf Schneider-Schelde eine Neuübersetzung von Voltaires berühmtem Roman über den Irrglauben an den Sieg des ­Guten in der Geschichte vor.

Im gleichen Jahr präsentierte das Dortmunder Ostwall-Museum einen „Candide-Zyklus“ mit 25 Federzeichnungen der jungen Künstlerin Hety Thier. Zeitgenossen urteilten: „Hety Thier, früh gereift, von hoher Intelligenz, brillanter technischer Erfahrung … muss seit dem ‚Candide’ zu den großen Hoffnungen der deutschen Grafik gezählt werden.“ Die erst 31-jährigen Hety Thier wurde 1951 einstimmig in die progressive und zur Abstraktion tendierende Künstlervereinigung „Neue Rheinische Sezession“ aufgenommen, was als besondere Auszeichnung galt. Studiert hatte die aus Westfalen stammende Künstlerin an der Düsseldorfer Kunstakademie und an der Berliner Akademie der Künste.
1952 starb Hety Thier mit nur 33 Jahren an den Folgen eines Auto­unfalls – und geriet allmählich in Vergessenheit. In dieser „Candide“-Ausgabe liegt ihr damals aufsehenerregender Zyklus nun erstmals zusammen mit dem illlustrierten Werk im Druck vor.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783942788410
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:152 Seiten
Verlag:Elsinor Verlag
Erscheinungsdatum:28.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Borkinsvor 4 Jahren
    Satire, wie man sie braucht

    Wirklich eine herrliche Satire! Ich hätte nie damit gerechnet, dass ein Autor wie Voltaire in einer so lustigen und zeitgenössisch anmutenden Sprache den Optimismus auf die Schippe nehmen kann.
    Das mag zwar in unserer Zeit gar nicht so erforderlich sein, weil man meint überall nur schlechte Nachrichten zu hören. Es scheint, als seine wir heute sehr weit weg vom Optimismus.
    Doch das, was Voltaire mit "Candide" ins Lächerliche zieht, ist vor allem jene blinde Hoffnung, die sich jedem Widerstand und jedem Aufbegehren widersetzt. Von dieser stumpfen Hoffnung gibt es auch heute noch genug. "Es wird schon alles gut werden!" Dieser schicksalsergebene, erzwungen positive Blick aufs Leben nervt auch heute noch.
    Man fragt sich schon, ob es reichen kann, festzustellen, wie schlecht alles ist und diese Analyse sogleich mit der Hoffnung auf die göttliche (oder sonst durch eine höheren Macht bewirkte) Kehrtwende abzuschließen. Vielmehr sollten wir auch heute, wie damals, unseres Glückes Schmied werden. Und dabei kann ein konstruktiver Pessimismus tatsächlich mehr helfen, als der blinde Optimismus, den Candide so meisterlich lebt und den die Gutmenschlichkeit von heute weiterentwickelt.

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    Penelope1s avatar
    Penelope1vor 8 Jahren
    Rezension zu "Candide" von Voltaire

    Dieses literarische Werk von Voltaire übt Kritik an Politik und Gesellschaft im 18. Jahrhundert. Candide, ein junger Mann, der behütet auf einem Schloss in Westfalen aufwächst und hoffnungslos in Cunigunde verliebt ist, wird eines Tages abrupt aus seinem "Paradies" geworfen, als er es endlich wagt, sich Kunigunde zu nähern... Von heute auf morgen ganz auf sich alleine gestellt und ohne Geld macht er sich auf den Weg, die Welt zu erkunden, die - wenn er seinem langjährigen Lehrer Panglos glauben kann - die bester aller Welten ist und in der es ohne Ursache keine Wirkung gibt. Doch sein Urglauben in diese philosophische These wird alsbald erschüttert, ganz schnell muss er auf seiner Reise durch Europa und Amerika feststellen, dass das Leben aus Ungerechtigkeit, Züchtigung, Mord, Vergewaltigungen und Kriegen besteht, ja er wird sogar selbst zum Mörder und er fragt sich immer öfter, welche Ursache wohl diese oder jene Wirkung hatte... Trotzdem neigt er dazu, die so vehement verteidigte Philosophie seines geliebten Lehrers zu verteidigen und sucht in allem den guten Kern, so schwer es ihm auch oft fällt. Es befremdet ihn, dass offensichtlich niemand mit seinem Leben zufrieden ist, während er selbst nicht nach Reichtum strebt, sondern sein größtes Glück darin zu bestehen scheint, wenn er "seine" totgeglaubte Kunigunde nur wiederfände...

    Eine rasante Erzählung mit 30 recht kurzen Kapiteln, in denen sich die Ereignisse fast überschlagen. Morde und Vergewaltigungen geschehen quasi "nebenbei", ohne dass man sich mit den Menschen identifizieren kann oder Zeit hat, Mitgefühl zu empfinden. Darum geht es hier auch nicht, sondern darum, die Hintergründe und eine Wirkung darzustellen und dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich über die Ursache Gedanken zu machen... Candide und Martin sind der Träger dieser Gedanken, er altert scheinbar nicht wirklich, man verliert ohnehin im Tempo des Geschehens etwas an Zeitgefühl. Das Ende hinterlässt den Leser nachdenklich und regt zum Fortführen der Gedanken an... Auch wenn die Sprache natürlich etwas altertümlich ist und somit nicht der heutigen Ausdruckweise entspricht, ist es gut verständlich und flüssig zu lesen. Voltaire ist es gelungen, philosophisch-satirisch Kritik zu üben und zum Nachdenken anzuregen.

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    schmiddeyvor 9 Jahren
    Rezension zu "Candide" von Voltaire

    In Candid geht es um den Protagonisten Candid, der von einem grausamen Schicksal ins nächste gerät, aber an allem nur etwas positives sehen will. In kurzen Kapiteln geschieht ihm immer wieder etwas neues und die Übergänge vom einem Szenario zum nächsten sind einfach fantastisch. Voltaire geht in diesem Buch schonungslos gegen religiöse Fanatiker ein und versucht, aufklärerische Ideen zu verbreiten. Es ist leicht zu lesen, dazu auch kurz, und wirklich ein Meisterwerk der Literatur. Man leidet mit Candid mit und andererseits kann man ihn nicht verstehen, wie er immer etwas positives aus dieser Situation gewinnt. Genau das macht dieses Buch herrlich sarkastisch und es liest sich ein wenig wie ein Abenteuerroman, an dem man jedoch immer wieder Kritik an der Kirche und die Gedanken der Aufklärung wiederfindet.
    Ein wirklich tolles Buch, das man schnell lesen kann und dafür ein wahrhaftiges Stück Literatur empfängt.

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    Eltragalibross avatar
    Eltragalibrosvor 10 Jahren
    Rezension zu "Candide oder Der Optimismus" von Voltaire

    Candide oder Der Optimismus ist ein pessimistisches Märchen. Der junge Mann Candide wächst auf dem Schloss des Freiherrn von Thunder ten Tronck auf. Sein Lehrer Pangloß, ein großer Philosoph unterrichtet ihm und bringt ihm bei, dass alles Ursache und Wirkung hat. Er lehrt ihm, dass alles, was geschieht, für das Beste ist. Als Candide mit der Tochter des Freiherrn Kunigunde anbändelt, wird er vom Schloss verbannt und muss erfahren, dass die Welt kein Paradies ist, sondern die Philosophie seines großen Lehrherren Pangloß nicht immer der Wahrheit entspricht.

    Er wird versklavt, ausgepeitscht, zum Tode verurteilt und ausgeraubt. Er erfährt die Grausamkeiten am eigenen Leib und hört Geschichten anderer Leute von noch größeren Ungerechtigkeiten. Er begegnet Menschen, die gut zu ihm sind und einer hohen Philosophie folgen, aber erlebt gleichzeitig auch mit, wie genau diesen Menschen das größte Unrecht widerfährt. Candide stellt fest, dass des Menschen freier Wille, nicht immer so frei ist, wie er einst glaubte.
    Voltaires Werk richtet sich gegen die optimistische, paradiesische Weltsicht Leibniz’ und erzählt von Candide, der erkennen muss, dass die Welt voller Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten ist. Das Buch lag schon sehr lange auf meinem SuB und ich dachte immer Candide oder der Optimismus sei schrecklich schwer zu lesen und zu verstehen, aber mit ein paar Hintergrundinformationen, die man sich schnell aneignen kann, lässt sich diese Satire auf eine utopische Weltsicht leicht verstehen. Ein Märchen, in dem Pessimismus groß geschrieben wird, in dem keinesfalls alles als möglich dargestellt wird, sondern das Unrecht der Welt dem Leser vor Augen geführt wird.

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    SagMalvor 10 Jahren
    Rezension zu "Candide oder Der Optimismus" von Voltaire

    Zu Beginn wusste ich nicht, ob ich die Hauptfigur Candide ernst nehmen sollte oder nicht. Völlig naiv kam dieser daher und ließ sich von der Theorie blenden, dass die Erde die wunderbarste aller Welten sei. Als Candide jedoch der schönen Baronstochter Kunigunde zu nahe kommt, ward er von einem Moment auf den nächsten mit einem Fußtritt davon gejagt und seine kleine wunderbare Welt gerät ins Schwanken. Denn ab hier beginnt für den Protagonisten eine spannende Reise voller Abenteuer um die ganze Welt, auf der er Freunde verliert, tot geglaubte wieder entdeckt, neue Freunde findet, zusätzlich Schmerz und Leid erfährt und am Ende, an dem alle wieder vereint sind, wartet man darauf, dass sich alles zum Guten wendet. Tut es aber nicht. Voltaire gibt nur einen kleinen Rat: Und der heißt "arbeiten". Denn "die Arbeit verscheucht die drei schlimmsten Feinde von uns, die Langeweile, das Laster und den Mangel". Wie wahr!

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    tvbs avatar
    tvbvor 10 Jahren
    Rezension zu "Candide oder Der Optimismus" von Voltaire

    Diese Geschichte übt direkte Kritik an monarchistischen Strukturen und musste sich deshalb der Zeit entsprechend eine Darstellungsform wählen, die heute nicht mehr nötig wäre.

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    Ina81s avatar
    Ina81vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Amüsante Satire auf den Optimismus, mit rasanter Handlung. Auf jeden Fall lesenswert!
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    SophiaLaGrandes avatar
    SophiaLaGrandevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Leben ist schön und die Welt auch. Eine wunderbare Liebeserklärung an den Optimismus oder einfach nur eine völlige Ironie des Lebens:)
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    MoWilliamss avatar
    MoWilliamsvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: naiv, optimistisch und so zynisch, dass man fast daran zweifeln könnte, in der besten aller Welten zu leben ;)
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    R
    ribbivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Definitiv nicht trocken, ein Meisterwerk meiner Meinung nach aber auch nicht
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