Aus eisiger Tiefe

von Voosen | Danielsson und Roman Voosen
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Aus eisiger Tiefe
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G

Spannende Fortsetzung, die wieder in die Vergangenheit führt

Janine2610s avatar

Verworren und sehr gut geschrieben, mir aber leider zu viele "Baustellen" und es hätte in meinen Augen ruhig noch spannender sein können.

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Inhaltsangabe zu "Aus eisiger Tiefe"

Schweden 1994: An einem kalten Herbstmorgen findet eine Frau in ihrem Garten ein verstörtes, sprachloses Kind in seinem Schlafanzug. Es ist der zehnjährige Nachbarjunge. Seine Eltern sind über Nacht spurlos verschwunden.
20 Jahre später wird im småländischen Växjö bei Bauarbeiten eine Leiche entdeckt. Es scheint sich um einen seit Langem vermissten Osteuropäer zu handeln. Kommissarin Ingrid Nyström und ihre junge Kollegin, die Deutsch-Schwedin Stina Forss, nehmen die Ermittlungen auf. Die Spuren führen zunächst zu baltischen Schmugglerbanden, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Südschweden operierten. Als die Leiche plötzlich aus der Rechtsmedizin verschwindet, erkennen die Ermittlerinnen, dass der Fall noch längst nicht abgeschlossen ist. Während Nyström mit den Folgen einer Operation kämpft und Forss sich um ihren schwer kranken Vater kümmern muss, wird ein zweiter Toter gefunden. Auch hier führen die Ermittlungen in die Vergangenheit – zum Untergang der Estonia im Jahre 1994, dem schwersten Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte. Die beiden ungleichen Frauen stehen vor einer Mauer aus Lügen, politischer Intrige und wilden Verschwörungstheorien.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462046946
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:10.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.09.2014 bei Lindhardt og Ringhof Forlag erschienen.

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    vormis avatar
    vormivor 10 Monaten
    Aus eisiger Tiefe

    »Ein junger, ein verblüffend neuer Ton im riesigen Reich der Schweden-Krimis. Mehr davon!« Buchjournal
    Schweden 1994: An einem kalten Herbstmorgen findet eine Frau in ihrem Garten ein verstörtes, sprachloses Kind in seinem Schlafanzug. Es ist der zehnjährige Nachbarjunge. Seine Eltern sind über Nacht spurlos verschwunden.
    20 Jahre später wird im småländischen Växjö bei Bauarbeiten eine Leiche entdeckt. Es scheint sich um einen seit Langem vermissten Osteuropäer zu handeln. Kommissarin Ingrid Nyström und ihre junge Kollegin, die Deutsch-Schwedin Stina Forss, nehmen die Ermittlungen auf. Die Spuren führen zunächst zu baltischen Schmugglerbanden, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Südschweden operierten.


    Als die Leiche plötzlich aus der Rechtsmedizin verschwindet, erkennen die Ermittlerinnen, dass der Fall noch längst nicht abgeschlossen ist. Während Nyström mit den Folgen einer Operation kämpft und Forss sich um ihren schwer kranken Vater kümmern muss, wird ein zweiter Toter gefunden. Auch hier führen die Ermittlungen in die Vergangenheit – zum Untergang der Estonia im Jahre 1994, dem schwersten Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte. Die beiden ungleichen Frauen stehen vor einer Mauer aus Lügen, politischer Intrige und wilden Verschwörungstheorien.
    Inhaltsangabe auf amazon


    Dies war nun schon mein 3. Buch von dem Autoren-Duo Danielsson/Voosen und es hat mir wieder sehr gut gefallen.
    Mir gefallen skandinavische Krimis sowieso oft sehr gut, denn diese haben eine tolle Atmosphäre.
    Das ist auch hier so.
    Das Buch ist gut recherchiert und die Ermittler-Gruppe ist sehr überzeugend.
    Die Charaktere kommen besonders gut raus und die Arbeit der Ermittler ist sehr gut beschrieben.
    Ich würde auch weiterhin die Bücher dieser beiden Schriftsteller lesen, egal ob es sich wieder um diese Polizeitruppe handelt odef ob es mal ummetwas anderes geht...

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    Janine2610s avatar
    Janine2610vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Verworren und sehr gut geschrieben, mir aber leider zu viele "Baustellen" und es hätte in meinen Augen ruhig noch spannender sein können.
    Gut recherchierter Krimi um den Untergang der Ostseefähre »Estonia«

    Die Buchrückseite:

    EIN TOTER IN EINEM WASSERLOCH, EINE ERMORDETE ANWÄLTIN UND SPUREN, DIE IN EISIGE TIEFE FÜHREN

    An einem verregneten Herbsttag stößt ein Golfballtaucher in einem Wasserhindernis auf die Überreste einer männlichen Leiche. Der Tote entpuppt sich bald als baltischer Schmuggler, der bereits seit 20 Jahren tot ist. Wenig später wird die erfolgreiche Anwältin Anna-Lena Hammarskjöld ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen führen Kommissarin Ingrid Nyström und ihre junge Kollegin Stina Forss zum schwersten Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte: dem Untergang der Ostseefähre Estonia, um den sich bis heute zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien ranken.

    Meine Meinung:

    Eine tote Anwältin in der Gegenwart. Ein verlassener Junge und eine Wasserleiche von vor 20 Jahren. Mittendrin ist immer wieder die Rede vom Untergang der Ostseefähre »Estonia«, die im Jahre 1994 auf ihrer Fahrt von Tallinn nach Stockholm gesunken ist und mindestens 850 Menschen das Leben gekostet hat. Als Leser fragt man sich: Wie passen die beiden oben genannten Toten und der verwaiste Junge mit diesem schrecklichen historischen Unglück zusammen? Die Antwort nach und nach herauszulesen - davon habe ich mir viel (Spannung und Lehrreiches) versprochen ...
     
    Von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson habe ich bereits Band eins (Später Frost) und zwei (Rotwild) um die beiden Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss gelesen, allerdings ist das schon ein kleines Weilchen her. Nichtsdestotrotz konnte ich mich schnell wieder an die beiden ungleichen Frauen erinnern und habe mich sodann auf einen spannenden Kriminalroman gefreut, zumal ich in letzter Zeit ja eher selten einen gelesen habe und mal wieder richtig Lust auf Nervenaufreibendes hatte.

    ~ »Estonia«, sagte Edman. »Das ist ein großes Fass. Das ist das größte anzunehmende Fass überhaupt. Sollen wir das öffnen? Können wir das öffnen? Wollen wir das öffnen? Haben wir überhaupt die Mittel dazu?« ~
    (S. 226)

    Historische Ereignisse in Büchern miteinzubetten, finde ich immer besonders aufregend, schließlich kann man beim Lesen dann ja auch noch was lernen. Ich selbst habe mich nach der Lektüre noch ein wenig in die Thematik rund um die gesunkene Estonia eingelesen und habe festgestellt, dass »Aus eisiger Tiefe« ziemlich gut recherchiert sein dürfte. Zumindest wären mir jetzt keine Ungereimtheiten aufgefallen. Dass sich um dieses Fährunglück viele Mythen ranken, ist mir schnell klar geworden, und genau das ist ja auch Thema in diesem Krimi: Verschwörungstheorien. - Die mitunter sehr verworren daherkommen und bei mir von Zeit zu Zeit für Verwirrung gesorgt haben.
    Dennoch fand ich die Idee der Autoren, sich ein solches Ereignis herauszupicken und darum herum eine abwechslungsreiche Geschichte aufzubauen, alles andere als schlecht. Die Geschichte war zum Teil zwar ganz spannend, mir persönlich aber bei weitem nicht spannend genug, vor allem, weil es für mich, gefühlt, zu viele "Baustellen" gab, um von den Geschehnissen dauerhaft wirklich gefesselt zu sein. Aber, ich denke, das ist wahrlich Geschmackssache.

    Eine der beiden Hauptfiguren ist die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss. Sie ist auf der einen Seite eine recht unnahbare, emotionslose Person, die zur Abgebrühtheit neigt und ganz gerne mal den einen oder anderen (riskanten und vor Blut nur so triefenden) Alleingang wagt. Auf der anderen Seite haben Voosen und Danielsson der guten Stina aber auch weiblich geltende Attribute zugeschrieben, schließlich stöckelt sie ziemlich häufig auf ihren Pumps durch die Ermittlungen ...
    Die Hauptkommissarin Ingrid Nyström war mir, im Gegensatz zu Stina, wesentlich sympathischer, aber auch sie hatte etwas an sich, das mich eher abgeschreckt hat: So wirkte sie für mich immer wieder wie ein Opfer der Umstände (Krankheit). Generell würde ich sie als eher negativen, aber dennoch bemühten Menschen beschreiben. Im Grunde sind die beiden Frauen sehr unterschiedlich in ihrem Charakter und ihren Leben. Beide haben ihre persönlichen und privaten Schwierigkeiten, die ebenfalls einen signifikanten Raum in der Story eingenommen haben und ganz bestimmt nicht uninteressant zu verfolgen waren. Ich habe die Geschichten von beiden Damen also sehr gerne gelesen.

    ~ Forss war effektiv. Aber sie war ebenso unberechenbar. ~
    (S. 226)

    Allgemein gesehen konnte mich der Krimi leider nicht so sehr fesseln, wie ich mir das gewünscht hätte. Teilweise war er mir zu kompliziert/verworren und weiste zu viele Baustellen auf, um mich auf Dauer überhaupt mitreißen zu können. Die vielen Beschreibungen über den Fährenbau, die Technik, die dahinter steckt und das Geschreibsel über die Werften hätte man sich in meinen Augen sparen oder wenigstens stark kürzen können. Hinzu kommt, dass die Protagonisten-Sicht, aus der erzählt wurde, meiner Meinung nach, zu oft gewechselt hat. In den Ermittlungen ging erst nicht sonderlich viel voran und dann - ganz plötzlich - wird den Kommissaren Schlag auf Schlag alles klar, plötzlich passt alles zusammen und sie kommen zur Auflösung. - Inwiefern das authentisch ist, sei dahingestellt.
    Ohne Abzüge punkten konnte alles rund um die Privatangelegenheiten der Buchfiguren. Diese Geschehnisse waren ausnahmslos echt spannend mitzuverfolgen.

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 2 Jahren
    Herbst in Schweden …


    Auf dem Golfplatz von Växjö wird bei Baggerarbeiten an einem Wasserhindernis ein menschliches Skelett entdeckt. Das Team der örtlichen Polizei unter Leitung von Kommissarin Ingrid Nyström und ihrer jungen Kollegin Stina Forss nimmt die Ermittlungen auf. Erste Spuren lassen auf eine baltische Schmugglerbande schließen, die von 20 Jahren, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Schweden ihr Unwesen trieb. Doch dann werden die Gebeine aus der Rechtsmedizin gestohlen und wenig später eine bekannte Anwältin brutal erschlagen. Auch hier führen die Spuren in die Vergangenheit, und zwar zum Untergang der Estonia vor 20 Jahren …

    Roman Voosen, Jahrgang 1973, aufgewachsen in Papenburg, lebte in Bremen, Växjö und Göteborg – Signe Danielsson, Jahrgang 1983, geboren und aufgewachsen in Växjö, studierte in Deutschland und Schweden. Seit 2013 sind die beiden verheiratet und leben jetzt in Hamburg, wo sie als Lehrer und Autoren arbeiten.

    „Aus eisiger Tiefe“ ist bereits der dritte Krimi aus der Feder des begabten Autorenduos. Wieder ist es ihnen gelungen, interessante geschichtliche Hintergründe in einen spannenden Mordfall einzubinden. Liebevoll und einfühlsam ausgearbeitet sind auch wieder die Protagonisten, von denen man neben ihrer Polizeiarbeit auch viel von ihrem Privatleben erfährt. Die Chefin Ingrid Nyström ist nach ihrer Brustkrebsoperation von Ängsten geplagt und mit Eheproblemen belastet. Die junge Stina Forss, die es mit den Dienstvorschriften nicht immer so genau nimmt und oftmals durch ihre Alleingänge in gefährliche Situationen gerät, versucht vorsichtig, sich ihrem todkranken Vater anzunähern. Auch die anderen Charaktere wirken sehr authentisch, sowohl im Privatleben als auch bei der Polizeiarbeit.

    Kurze, einprägsame Kapitel und ein klarer, flüssiger Schreibstil machen das Lesen zum Vergnügen. Interessante Naturschilderung und beeindruckende Beschreibung der Tristesse des schwedischen Herbstes lockern das Geschehen auf. Genaue, gründliche Recherche über den Untergang der Estonia und der politischen Fakten, sowie eine gut durchdachte, schlüssige Handlung halten die Spannung hoch bis zum letztendlich überraschenden und nicht vorhersehbaren Schluss.

    Fazit: Ein gut zu lesender, eher softer Krimi, der großteils auch vom Privatleben seiner Protagonisten lebt.

    Kommentare: 1
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    Taluzis avatar
    Taluzivor 2 Jahren
    Ein Metronom zu sein, ein Pendel

    Bei Reinigungsarbeiten wird auf einem Golfplatz ein Toter gefunden, der vor ca. 20 Jahren dort versteckt wurde. Kurz danach wird eine erfolgreiche Geschäftsfrau ermordet. Ingrid Nyström und ihr Team haben alle Hände voll zu tun, denn die 20 Jahre alten Gebeine verschwinden aus der Pathologie. Schnell gibt es eine dünne Spur, die beide Todesfälle verbinden. Noch tappen Ingrid Nyström und Stina Forss im Dunkeln. Da drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass der Untergang der Estonia im Jahre 1994 Grund für die beiden Todesfälle sein könnte. Aber was hat das Fährunglück um das sich viele Verschwörungstheorien ranken, 20 Jahe später mit dem Tod von Anna-Lena Hammarskjöld zu tun?

    Die Idee ein historisches Ereignis und seine Verschwörungstheorien in einen Krimi einzubinden ist eine tolle Idee. Allerdings waren die vielen Theorien auch sehr verwirrend. Dazu kamen noch mehrere Perspektivenwechsel und viele Alleingänge der Charaktere, die es schwer machten den Überblick zu behalten. Am interessantesten war der Perspektivenwechsel aus der Sicht von Pontus Palmgren. Als 10 Jähriger waren plötzlich seine Eltern spurlos verschwunden. Pontus ist Autist und wurde adoptiert. Heute ist er Kapitän einer Fähre. Erst am Schluss erfährt der Leser was seine Familiengeschichte mit dem anderen Fall zu tun hat.

    Die Spannung zog sich lange nur so dahin, es gab ein spannendes und brutales Kapitel, aber das war es leider schon. Die Auflösung am Ende war von der Idee sehr gut, aber so ganz stimmig wirkte es nicht. Ich fragte, mich, z. B., warum wurde nicht ermittelt als vor 20 Jahren die Eltern von Pontus Palmgren einfach über Nacht verschwanden?

    Abschließend lässt sich sagen, dass „aus eisiger Tiefe“ eine interessantes, historisches Ereignis als Grundlage hat, der Geschichte leider an Spannung an einigen Stellen fehlte.

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    Gruenentevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: spannendes Buch im Umfeld einer großen Schiffskatastrophe
    Spannend, vielfältig

    Ingrid Nyström und ihr Team bekommen es in dieser Story gleich mit zwei Toten zu tun: Der erste Tote lag schon 20 Jahre unter einer Betonverschalung, der zweite war nur wenige Stunden tot bei der Entdeckung der Leiche. Nur wie stehen diese beiden Taten in Verbindung?
    Nebenher wird das Schicksal eines Autisten erzählt, der in jungen Jahren verlassen im Garten seines Zuhauses aufgefunden wird.
    Es gibt viele Erzählstränge, doch der verliert nicht die Übersicht. Es gibt einfühlsame und auch brutale Szenen.
    Virtuos werden die verschiedenen Handlungsstränge zusammengeführt.

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    EmilyEs avatar
    EmilyEvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein guter Krimi mit zwei sehr gegensätzlichen Ermittlerinnen,interessant vor allem durch die Einbeziehung des realen Untergangs der Estobnia
    Ein wirklich guter Krimi, allerdings etwas schwächer als die Vorgängerbände

    Aufteilung/Aufbau
    Taschenbuch, 464 Seiten
    Unterteilung in Prolog, Kapitel eingeteilt in Tage vom Montag, 13. Oktober bis Montag, 18. November, Epilog
    Erzählung in der dritten Person aus unterschiedlichen Perspektiven

    Erster Satz
    Der Junge wachte auf.

    Meine Meinung
    Nachdem mir bereits die ersten beiden Bände der Reihe um Stina Forss und Ingrid Nyström sehr gut gefallen haben, musste nun natürlich auch Band 3 her. Das Team um die beiden Ermittlerinnen muss sich dieses mal um 2 Mordfälle kümmern – eine Jahrzehnte alte Leiche, die auf einem Golfplatz begraben liegt, und eine erfolgreiche Anwältin, die erschlagen aufgefunden wird. Erst nach und nach offenbart sich, ob und wie die Fälle zusammen hängen.
    Erneut haben die Autoren historische Ereignisse als Hintergrund für ihren Krimi gewählt, dieses mal den Untergang des Schiffes Estonia 1994 - von dem ich zugegebenermaßen zuvor noch nie gehört hatte. Während und nach dem Lesen habe ich dann umso häufiger im Internet zum Untergang recherchiert. Bis heute ist dieser nicht hundertprozentig geklärt und es ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien um das Unglück.
    Die Auflösung des Falls ist am Ende schlüssig und gekonnt in das Geschehen um die Estonia eingebettet – deren Untergang hier natürlich nicht aufgeklärt wird ;)

    Die Charaktere im Ermittlerteam sind wieder gut beschrieben und für mich meistens glaubwürdig dargestellt. Insbesondere die gegensätzlichen Hauptcharaktere Ingrid Nyström als Chefin (ein Familienmensch, verheiratet mit einem Pfarrer und großer Familie, handelt eher vorsichtig und vorschriftsmäßig und hadert mit sich selbst und ihren Entscheidungen) und ihr Teammitglied Stina Forss (Single mit kompliziertem Verhältnis zu ihrem Vater, impulsiv, draufgängerisch, hält sich selten an die Vorschriften) machen den Reiz bei diesem Team aus. Beide haben auch im Privatleben einiges zu schultern, was in diesem Band der Reihe auch recht oft thematisiert wird. Dies finde ich an sich nicht schlecht, aber die Schilderungen der Probleme und Nöte der Charaktere kam mir dieses Mal irgendwie sehr nüchtern und sachlich vor und mir fehlte ein wenig der Zugang und das Mitempfinden. Auch der übliche Alleingang von Stina Forss war für mich dieses mal schwerer nachvollziehbar. In diesem Zusammenhang kommt es auch zu einer relativ brutalen Szene im Buch, die für mich völlig von der üblichen, eher ruhigeren Erzählweise des Krimis abweicht und dadurch für mich etwas unglaubwürdig wirkt. Hier habe ich mich einfach nur gefragt: musste das sein? War das für die Handlung des Buches und die Entwicklung der Charaktere wirklich notwendig?
    Insgesamt empfand ich daher trotz des durch und durch interessanten Hintergrunds und des nachvollziehbaren Kriminalfalls diesen Band als den schwächsten der bisherigen Reihe, trotzdem aber noch ein wirklich guter Krimi.
    Und bevor ich es vergesse: das Ende macht ziemlich neugierig auf den nächsten Band, den ich definitiv wieder lesen werde.

    Fazit
    Ein guter Krimi mit zwei sehr gegensätzlichen Ermittlerinnen, interessant insbesondere durch die Einbeziehung des realen Untergangs der Estonia.

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende Mischung aus privater Tragödie und Verschwörungstheorien
    Würdige Fortsetzung der Reihe

    Auch der dritte Band der Reihe um die Ermittlerinnen Ingrid Nyström und Stina Forss vermag zu überzeugen.

    Bei einem Tauchgang in einem Wasserhindernis auf einem Golfplatz (sowas gibt es) werden die Überreste eines Mannes gefunden, der seit mehr als 20 Jahren dort gelegen haben muss. Zunächst zeichnet sich eine einfache Lösung ab, doch warum werden die sterblichen Überreste aus der Pathologie geklaut?

    Kurze Zeit später wird eine angesehene Anwältin ermordet, schnell ergeben sich Bezüge zum ersten Fall. Doch was verbindet die beiden Fälle miteinander. Die Identifizierung des ersten Opfers verweist auf den Untergang der "Estonia", um den sich viele, zum Teil wilde Verschwörungstheorien ranken, denen das Team um die beiden Ermittlerinnen nachgehen muss. Bis zur Lösung des Falles wird der Leser mit zahlreichen Ungereimtheiten zu dem Schiffsunglück konfrontiert, der offensichtlich bis heute noch Fragen aufwirft.

    Die Aufklärung des Falles erweist sich dagegen als eine private Tragödie.

    Erneut gelingt es dem deutsch/schwedischen Autorenpaar, den Leser zu fesseln und ihm ein paar spannende Lesestunden zu schenken.

    "Gemein" finde ich, dass das Stina Forss umgebende Geheimnis unklar bleibt, der Epilog lässt erwarten, dass da noch eine große Überraschung bevorsteht.

     

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    G
    Greenwayvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Fortsetzung, die wieder in die Vergangenheit führt
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    harlekin1109s avatar
    harlekin1109vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: super spannender Schwedenkrimi
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    daneegolds avatar
    daneegoldvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend und super recherchiert!!
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