W. Michael Gear Spinnenkrieger

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Inhaltsangabe zu „Spinnenkrieger“ von W. Michael Gear

Über den "Spinnen-Zyklus" waren mir bisher nur Aussagen wie "Gemetzel" und dergleichen zu Ohren gekommen, doch beim Lesen dieses ersten Bandes mußte ich erkennen, daß Gears Werk weit mehr bietet als nur eine exzessive Blutorgie. Ich will die Gewaltdarstellungen auf keinen Fall gutheißen, doch sei dem Autor zugestanden, daß dies ein vertretbarer Weg ist, um das "Barbarische" -- einer der Hauptunterschiede zwischen den zwei beschriebenen Zivilisationen -- zu verdeutlichen.<P> Zum einen ist dies die Menschheit, die Planeten und Raumstationen weit über das Sonnensystem hinaus bewohnt -- seit Jahrhunderten vereint und regiert vom "Direktorat". Auf den ersten Blick ist diese Gesellschaft in bester Ordnung, Begriffe wie "Krieg" und "Gewalt" sind in Vergessenheit geraten und das Direktorat sorgt für Stabilität und gewährleistet den Kontakt zwischen den über Lichtjahre zerstreuten Völkern. Doch schnell werden die Schattenseiten dieses Systems deutlich, denn das Direktorat schreckt bei seinem Bemühen um Stabilität vor jeglichen Risiken zurück und fürchtet alle Arten von Veränderung. So werden auch die wenigen andersdenkenden, unangepaßten Individuen entweder einer Art Gehirnwäsche unterzogen oder auf weit entfernt patrouillierende Raumschiffe beordert ... die Gesellschaft bedeutet alles und der Einzelne nichts.<P> So ist es nicht erstaunlich, daß die Entdeckung einer bisher unbekannten menschlichen Kolonie für große Aufregung im Direktorat sorgt, denn ein ganzer Planet voll unangepaßter Individuen stellt eine erhebliche Bedrohung für das gesamte Gleichgewicht dar. Daher wird eine Abteilung Forscher auf dem gewaltigen Schlachtschiff "Projektil" zu dem Planeten beordert, dessen Bevölkerung -- das wird schnell klar -- aus Überlebenden eines vor Jahrhunderten als vermißt gemeldeten Gefangenentransporters hervorging ... Ureinwohner von indianischer und mexikanischer Herkunft, die gegen die damals an der Macht befindlichen Sowjets rebellierten und deportiert wurden.<P> Auf diesem Planeten spielt sich auch der zweite, parallel laufende Haupthandlungsstrang ab, der die Geschehnisse aus der Sicht der "Primitiven" erzählt, bei denen nach der Notlandung eine einzigartige Kultur mit diversen schamanistischen und christlichen Einflüssen entstand, ganz in der Tradition ihrer Vorfahren auf Pferden und mit Gewehren bewaffnet. Die Zivilisation ist jedoch in zwei verfeindete Gruppen gespalten, zum einen die "Herrjesses" anbetenden Santos und zum anderen das Spinnenvolk, die eine Art Totem verehren.<P> Das Aufeinandertreffen dieser beiden so unterschiedlichen Kulturen wird nun zum Kernthema, denn eine Eingliederung in die Gemeinschaft der übrigen Menschheit scheint unmöglich ... bereits der Versuch eines Erstkontakts durch die Anthropologin Leeta sowie einem weiblichen Leutnant der Raumpatrouille endet in einer Verschleppung und versuchten Vergewaltigung durch Santos-Krieger. Auch die daraufhin ergriffenen militärischen Maßnahmen durch den Kommandanten der "Projektil", ja sogar eine Erprobung der direktoralen Gehirnwäsche bleiben erfolglos; denn diese "Romananer" (wie sie nach dem abgestürzten Raumschiff genannt werden) sind aus einem anderen Holz geschnitzt als die verweichlichten "Sternenleute", sie haben noch Ideale für die es -- so vermittelt es uns wenigstens die Sichtweise Gears -- zu sterben lohnt ... und ihr Volk ist für sie solch ein Ideal. Dies müssen auch Leeta und Leutnant Sarsa feststellen, die nach einem Fluchtversuch in die Hände von Spinnenkriegern fallen. Schon nach kurzer Zeit beginnen sie die Motivation der Einheimischen zu verstehen und sind fasziniert von deren Wertvorstellungen und Lebensweise. Sarsa fühlt sich zum ersten Mal wirklich frei, und auch bei Leeta stellt sich langsam ein Wandel ein, der sie zu einer vollkommen anderen, selbstbewußten Person werden läßt. Zusammen schmieden sie einen Plan, wie sie die bevorstehende Bedrohung des Planeten abwenden können, denn es ist klar, daß das Direktorat diese potentielle Störung der Gesellschaft auf die eine oder andere Weise beseitigen wird, um so mehr als bekannt wird, daß in den Reihen der Romananer "Propheten" existieren, mit der Fähigkeit in die Zukunft zu sehen ...<P> <B>Urteil</B>: Gear versteht es überaus gut, die verschiedenen Perspektiven und Handlungsstränge erst zu verzweigen und später wieder zusammenzuführen. Denn neben dem obigen Hauptplot spielen sich noch Handlungen auf verschiedenen anderen Ebenen ab, sowohl was die Geschicke der gesamten Menschheit angeht, als auch beispielsweise intrigierende Offiziere und persönliche Fehden. All dies ist elegant ineinander verwoben und auch die Ausarbeitung seiner Ideen, wie beispielsweise die Prophetie, erscheinen mir gut durchdacht und ausgearbeitet.<P> Wie schon erwähnt spart der Autor nicht gerade mit der (zugegebenermaßen teilweise recht detaillierten) Darstellung von Gewalt, und auch die Erotik kommt nicht zu kurz ... wem das nichts ausmacht, dem kann ich guten Gewissens zu dem Buch raten, kurzweilige Unterhaltung mit einem Schuß Anspruch bietet es allemal. <I>--Oliver Faulhaber</I>

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