W. Somerset Maugham

 4.1 Sterne bei 396 Bewertungen
Autor von Der Magier, Auf Messers Schneide und weiteren Büchern.
Autorenbild von W. Somerset Maugham (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von W. Somerset Maugham

William Somerset Maugham wurde am 25. Januar 1874 in Paris geboren. Somerset Maugham war ein englischer Dramatiker, Schriftsteller und Geheimagent. Somerset Maughams Begeisterung für Literatur begann schon sehr früh. Seine Eltern starben als er noch ein Kind war, weswegen er unter der Aufsicht seines Onkels in verschiedenen Internaten unterkam. Er studierte Deutsch, Literatur, Philosophie und auf das Drängen seines Onkels hin auch Medizin. Nach einer Lungentuberkulose-Erkrankung, welche Somerset Maugham in Südfrankreich auskurierte, zog er nach Paris. Dort begann er Theaterstücke zu schreiben und hatte mit „Lady Frederick“ den ersten großen Erfolg. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete Somerset Maugham beim englischen Geheimdienst MI6. Durch seine Tätigkeit bereiste er Italien, die Schweiz und die USA. Es folgte die Anordnung nach Russland zu reisen wo er außerdem Informant des amerikanischen Geheimdienstes war. Trotz des Spionageverdachts ließ man ihn aufgrund seines großen Bekanntheitsgrades gewähren. Somerset Maugham lernte führende russische Politiker kennen und formulierte zahlreiche Berichte. 1917 kehrte er nach Großbritannien zurück und heiratete später in New Jersey seine Geliebte, Maud Gwendolen Syrie Barnardo. Die Ehe wurde jedoch 11 Jahre später wieder geschieden und führte zu einem dreißigjährigen Streit. Seinen literarischen Durchbruch erreichte er als Romancier und Geschichtenerzähler. W. Somerset Maugham starb am 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza.

Alle Bücher von W. Somerset Maugham

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Cover des Buches Der Magier9783257201659

Der Magier

 (66)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Der Menschen Hörigkeit9783257067293

Der Menschen Hörigkeit

 (37)
Erschienen am 26.10.2010
Cover des Buches Auf Messers Schneide9783257200881

Auf Messers Schneide

 (40)
Erschienen am 22.11.2005
Cover des Buches Der bunte Schleier9783257214611

Der bunte Schleier

 (29)
Erschienen am 22.11.2005
Cover des Buches Silbermond und Kupfermünze9783257200874

Silbermond und Kupfermünze

 (24)
Erschienen am 18.12.2012
Cover des Buches Books and You9783257236262

Books and You

 (18)
Erschienen am 24.07.2007
Cover des Buches Oben in der Villa9783257201666

Oben in der Villa

 (14)
Erschienen am 22.11.2005
Cover des Buches Regen9783257235869

Regen

 (10)
Erschienen am 27.03.2007

Neue Rezensionen zu W. Somerset Maugham

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Rezension zu "Theater" von W. Somerset Maugham

Being Julia
Giselle74vor 5 Monaten

William Somerset Maugham ( 25.01.1874 - 16.12.1965) war lange Zeit einer der meistgelesenen Schriftsteller Englands. Inzwischen scheint er ein wenig in Vergessenheit zu geraten, was jedoch schade ist, weil er einen leichtfüssigen Schreibstil mit Niveau zu verbinden vermochte.
"Theater" ist eine Gesellschaftskomödie, wie sie in den 30iger und 40iger Jahren des letzten Jahrhunderts beliebt waren.
Die alternde Schauspielerin Julia Lambert ist mit dem gefeierten Regisseur Michael verheiratet, führt aber eine Affaire mit dem jugendlichen Buchprüfer Tom. Lord Charles Tamerly und die Kunstmäzenin Dolly de Vries sind ebenfalls in sie verliebt.
Nachdem Tom sie für eine Jüngere verlässt, Charles sie zwar anschwärmen, aber nicht wirklich berühren möchte und Dolly aus Eifersucht ihre Affaire fast an Michael verrät, stellt Julia erschöpft fest, dass sie für derartige Kapriolen wohl zu alt geworden ist.
Im Grunde ist dies der komplette Inhalt, nur ist das Ganze natürlich hübsch ausgeschmückt und mit ein paar wirklich amüsanten Szenen versehen.
Der Titel "Theater" bezieht sich wohl mehr auf Julias Benehmen als auf ihren Beruf. Sie ist immer Diva, auf der Bühne oder dahinter. Das macht das Zusammenleben mit ihr nicht einfach, andererseits hat sie es aber auch nicht leicht mit dem selbstverliebten Michael.
Man merkt dem Roman an, wie sehr Maugham es genossen haben muss, die frivole Julia zu entwickeln, mit all ihrem Charme und all ihren Schwächen. Und so ganz glaubt man es ihr auch nicht, wenn sie am Schluss des Buches Enthaltsamkeit gelobt. Es wäre auch wirklich zu schade...
Der Roman wurde übrigens zweimal verfilmt, einmal mit Lilli Palmer und Charles Boyer 1962 und einmal mit Annette Benning und Jeremy Irons 2004.
Ich lese Maughams Romane immer wieder gern und empfehle sie daher auch wirklich gern. Guter Stil kommt eben selbst bei Romanen bisweilen mit Frack und Lackschuhen daher...

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W

Rezension zu "Aufgeklärt. Erzählungen" von W. Somerset Maugham

Satire vom Feinsten
Waschbaerinvor 7 Monaten

Auf dieses Hörbuch "Aufgeklärt" von W.Somerset Maugham, wurde ich durch Zufall beim Herumstöbern in der onleihe aufmerksam. Die CD beinhaltet drei Kurzgeschichten, geschrieben und übersetzt mit feinem, englischen Humor. Dieses Hörbuch hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Trotzdem haben die Erzählungen nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Außerdem muss ich den Sprecher erwähnen, der einen richtig guten Job machte.


Die erste Erzählung: Ein Student in Cambridge hat die Gelegenheit, als Tennisspieler in die gehobene Klasse aufzusteigen. Vor der Abreise nach Monaco bekommt er von seinem Vater 3 gute Ratschläge: Trinke nicht, spiele nicht und dann die Frauen. Finger weg! Doch wie das Schicksal es will, der Sohn schlägt alle guten Ratschläge in den Wind und dies entpuppt sich für ihn als reiner Glücksfall. Wie steht nun der Vater da, mit seinen "falschen" guten Ratschlägen?


Die zweite Erzählung handelt von drei Freundinnen, die beinahe ihre Freundschaft verlieren. Es geht um gutes Essen und viele Kalorien. Mehr sei nicht verraten. Beim Hören dachte ich unwillkürlich an das Lied von Udo Jürgens: "Aber bitte mit Sahne". Es trifft genau den Punkt. Natürlich geschehen noch ein paar andere Besonderheiten, die hier aber nicht verraten werden sollen. Auf jeden Fall hörenswert!


Schon viele Jahre lang liebe ich es, W. S. Maugham zu lesen. Und nun ein Hörbuch. Liebhaber des feinen englischen Humors werden diese CD zu schätzen wissen. Dazu wurde alles in einer wundervollen Sprache verfasst. Es ist eine große Freude, dieses Hörbuch zu hören.

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Rezension zu "Honolulu" von W. Somerset Maugham

Der Meistererzähler
Duffyvor 7 Monaten

Somerset Maugham ist eine der anerkanntesten und einflussreichsten Schriftsteller der Modernen. Er hat unzählige Kollegen seines Genres beeinflusst und Millionen von Lesern mit seinen Geschichten erfreut. Das liegt wohl in erster Linie an seinem bewundernswerten Stil, denn Maugham ist ein gradliniger Schreiber, der ohne Kniffe und störende Retrospektiven auskommt. Im Prinzip verkörpert er all das, was man an einer Geschichte mag: Das Stringente, das aufeinander Aufbauende ohne Schnörkel und ohne unterbrechendes Beiwerk. Der Leser kann in die Story eintauchen und sich ihr ganz hingeben, denn er wird nicht unterbrochen, er erlebt das Werk von einem Anfang bis zu seinem Ende. Auf diese Weise ist Maugham erfolgreich geworden und bedient auch heute noch die Grundbedürfnisse seines Publikums, er ermöglicht ihm die Flucht und das bedingungslose Erleben in einer anderen Welt.

So auch in „Honolulu“, einer Kollektion von elf Geschichten, die in der Südsee spielen und sich nicht nur mit den Unterschieden der Kulturen beschäftigen, sondern auch mit der kolonialen Situation zu Maughams Zeit. Das Personal ist in diesem Sinn auch so angelegt, dass sich die Handlungen immer mit dem Unterschied zwischen den Kulturen beschäftigen und auch viel mit den psychologischen Umständen, in denen sich die Kolonialisten einfügen mussten. Das gerade die psychologische Seite seiner Erzählungen die Stärke Maughams ist, macht die Geschichten auf eine Art spannend, die nicht mit irgendwelchen Thrillern zu vergleichen sind.

Ohne mit dem erhobenen Zeigefinger anzuklagen, aber mit humanistischen Untertönen, die laut im Hintergrund tönen und daher eine unwiderstehliche Präsenz haben, ist es auch hier wieder ein Genuss, den Meister zu lesen.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücherundefined
War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 18 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

kultfigur empfiehlt "Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi
"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


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827 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

W. Somerset Maugham wurde am 24. Januar 1874 in Paris (Frankreich) geboren.

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