W. Somerset Maugham

 4.1 Sterne bei 368 Bewertungen
Autor von Der Magier, Auf Messers Schneide und weiteren Büchern.
W. Somerset Maugham

Lebenslauf von W. Somerset Maugham

William Somerset Maugham wurde am 25. Januar 1874 in Paris geboren. Somerset Maugham war ein englischer Dramatiker, Schriftsteller und Geheimagent. Somerset Maughams Begeisterung für Literatur begann schon sehr früh. Seine Eltern starben als er noch ein Kind war, weswegen er unter der Aufsicht seines Onkels in verschiedenen Internaten unterkam. Er studierte Deutsch, Literatur, Philosophie und auf das Drängen seines Onkels hin auch Medizin. Nach einer Lungentuberkulose-Erkrankung, welche Somerset Maugham in Südfrankreich auskurierte, zog er nach Paris. Dort begann er Theaterstücke zu schreiben und hatte mit „Lady Frederick“ den ersten großen Erfolg. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete Somerset Maugham beim englischen Geheimdienst MI6. Durch seine Tätigkeit bereiste er Italien, die Schweiz und die USA. Es folgte die Anordnung nach Russland zu reisen wo er außerdem Informant des amerikanischen Geheimdienstes war. Trotz des Spionageverdachts ließ man ihn aufgrund seines großen Bekanntheitsgrades gewähren. Somerset Maugham lernte führende russische Politiker kennen und formulierte zahlreiche Berichte. 1917 kehrte er nach Großbritannien zurück und heiratete später in New Jersey seine Geliebte, Maud Gwendolen Syrie Barnardo. Die Ehe wurde jedoch 11 Jahre später wieder geschieden und führte zu einem dreißigjährigen Streit. Seinen literarischen Durchbruch erreichte er als Romancier und Geschichtenerzähler. W. Somerset Maugham starb am 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza.

Alle Bücher von W. Somerset Maugham

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Der Magier

Der Magier

 (65)
Erschienen am 01.03.2007
Der Menschen Hörigkeit

Der Menschen Hörigkeit

 (36)
Erschienen am 26.10.2010
Auf Messers Schneide

Auf Messers Schneide

 (38)
Erschienen am 22.11.2005
Der bunte Schleier

Der bunte Schleier

 (26)
Erschienen am 22.11.2005
Silbermond und Kupfermünze

Silbermond und Kupfermünze

 (22)
Erschienen am 18.12.2012
Books and You

Books and You

 (17)
Erschienen am 24.07.2007
Oben in der Villa

Oben in der Villa

 (14)
Erschienen am 22.11.2005
Mrs. Craddock

Mrs. Craddock

 (9)
Erschienen am 01.03.2007

Neue Rezensionen zu W. Somerset Maugham

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "Zehn Romane und ihre Autoren" von W. Somerset Maugham

Zehn Romane und ihre Autoren
TheRavenkingvor 6 Monaten

„Ein Roman ist aber dazu da, mit Vergnügen gelesen zu werden. Wenn er das nicht bietet, ist er aus Sicht des Lesers, wertlos. Insofern ist jeder Leser sein bester Kritiker, denn er allein weiß, was ihm gefällt und was nicht. Meines Erachtens, darf der Romancier jedoch behaupten, dass man ihm nicht gerecht wird, solange man nicht zugibt, dass er von seinen Lesern etwas verlangen darf. Er darf fordern, dass sie das bisschen Aufmerksamkeit aufbringen, das nötig ist, um ein Buch von drei-vierhundert Seiten zu lesen. Er darf fordern, dass sie genügend Vorstellungskraft haben, um sich für das Leben, die Freuden und Leiden, Sorgen und Gefahren und die Abenteuer der Geschöpfe seiner Phantasie zu interessieren. Wenn der Leser nicht bereit ist, etwas von sich zu geben, kann ihm der Roman nicht das Beste geben, was er zu geben hat. Und wenn er dazu nicht imstande ist, sollte er ihn gar nicht erst lesen. Niemand ist verpflichtet, einen Roman zu lesen.“

W. S. Maugham analysiert in folgendem Buch zehn Romane, welche von ihm selbst als beste der Weltliteratur ausgewählt wurden:

Tom Jones von Henry Fielding

Rot und Schwarz von Stendhal

Vater Goriot von Honoré De Balzac

Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Sturmhöhe von Emily Bronte

David Copperfield von Charles Dickens

Madame Bovary von Gustave Flaubert

Moby Dick von Herman Melville

Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewskij

Krieg und Frieden von Leo Tolstoi

Maughams zentrale These ist, dass der Roman eine unvollkommene Kunstform ist, weil so gut wie jeder Roman wegen seines Umfanges notgedrungen Passagen enthält, die weniger interessant sind, unter Umständen sogar als bloßes Füllmaterial betrachtet werden können. Ein Autor, so talentiert er auch sein mag, wird Mühe haben, die Aufmerksamkeit des Lesers über 500 oder gar 1000 Seiten aufrechtzuerhalten, deshalb sei es das Recht des Lesers zu überspringen. Wie aber genau dieses Überspringen erfolgen soll, dazu bedarf der Leser eventuell Unterstützung von Seiten eines Kritikers.

Maugham gibt als Beispiel Don Quijote von Miguel Cervantes an, ein Buch das seiner Meinung nach viel zu viele redundante Passagen und unnötige Subplots enthält und aus diesem Grund mühselig zu lesen ist.

Zudem ist Maugham der Ansicht, dass es die Aufgabe des Romans ist zu unterhalten und nicht, wie manche meinen, zu belehren.

Natürlich ist „Unterhaltung“ ein subjektiver Begriff. Was wir unterhaltsam finden hängt stets von unserem Alter, Bildungs-und Intelligenzgrad und persönlichen Interessen ab. Etwas was für einen Nuklearphysiker höchst unterhaltsam ist, mag für den Durchschnittsleser fürchterlich langweilig sein. Und doch lässt sich wohl unterschreiben, was Maugham sagt: „Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.“

Ich habe nur die Hälfte der hier vorgestellten zehn Romane gelesen, und wenn ich Ihnen nun sage, dass ich auch in Zukunft nicht vorhabe die restlichen fünf in Angriff zu nehmen, könnten Sie leicht meinen, Maugham wäre gescheitert bei seinem Bestreben, Interesse für diese Klassiker zu erwecken. Aber wir haben in der Regel eine recht genau Vorstellung von dem, was uns gefällt und was nicht, und wenn man, sagen wir mal, wenig mit Jane Austen anfangen kann, wird einen auch Maugham nicht davon überzeugen können, dass man sich unbedingt dem Werk dieser Lady widmen muss.

Bei seinen Beiträgen geht Maugham sehr ausführlich auf das Leben der jeweiligen Autoren ein. Vielleicht etwas zu ausführlich und manch ein Leser wird unter Umständen geneigt sein die eine oder andere Passage der hier gebotenen Biographie Henry Fieldings zu überfliegen. Wobei sein „Tom Jones“ für uns heute nicht mehr denselben Stellenwert innehat wie für gebildete Leser der damaligen Zeit.

Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Maugham zu hart mit den Autoren ins Gericht geht und die Zusammenhänge, welche er zwischen ihrem Leben und Werk herstellt wirken nicht immer plausibel.

„Das Buch ist schlecht geschrieben. Die Schwestern Bronte waren keine glänzenden Schriftstellerinnen.“ – heißt es etwa über Sturmhöhe. Eine Aussage, welcher gewiss manch ein Leser widersprechen würde.

Dostojewskij attestiert er einen moralisch verdorbenen und bösartigen Charakter, bisher hatte ich mir den großen russischen Romancier immer als zwar gequälten aber doch rechtschaffenen Menschen vorgestellt.

Man merkt diesem Buch sein Alter von etwa 70 Jahren an. Manche von Maughams Analysen mögen dem modernen Leser etwas altbacken und vielleicht sogar überholt vorkommen, nichtsdestotrotz ist er ein äußerst charmanter und intelligenter Autor. Man mag ihm nicht immer zustimmen, aber es ist stets eine Freude, seinen Gedankengängen zu folgen, weshalb es dieses Buch auch heute noch verdient, gelesen zu werden.

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Duffys avatar

Rezension zu "Eine romantische junge Dame und andere Erzählungen" von W. Somerset Maugham

Die pure Erzählkunst
Duffyvor einem Jahr

21 weitere Beweise der Erzählkunst des Somerset Maugham, dessen Qualitäten hier nicht mehr groß kommentiert werden müssen. Neben den ganz Großen der kurzen Form der letzten zwei Jahrhunderte sticht dieser Autor nach wie vor aus dem Pool der Schreiber hervor, seine Geschichten sind nach wie vor von einer Leidenschaft zum Erzählen durchzogen, die schier unerschöpflich zu sein scheint. Einmal mehr ein Buch, dass man nicht besonders empfehlen muss, weil die gleichbleibende Qualität dieses Schriftstellers auch die nächsten Jahrhunderte durchdringen wird.

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Waldviertlers avatar

Rezension zu "Der Magier" von W. Somerset Maugham

Für Freunde des Skurrilen
Waldviertlervor einem Jahr

Zweifellos ein Buch für Freunde des Skurrilen! Die Geschichte sei nur angedeutet: Arthur, ein Londoner Arzt, möchte die 19-jährige Margaret heiraten, deren Vormund er ist. Sie absolviert gerade einen zweijährigen Aufenthalt in Paris, wo sie Kunst studiert. Dort lernt sie die geheimnisvolle Gestalt des Oliver Haddo kennen. Dieser britische Adelige, der sich mit magischen Experimenten beschäftigt, verfolgt in seinem Labor des Grauens allerlei unappetitliche Vorhaben. So erschafft er auf seinem abgelegenen Gut in Frankreich künstliche Menschen, die vom Blut einer Jungfrau ernährt werden.
Margaret heiratet schließlich nicht den Arzt Arthur, sondern verfällt völlig dem Zauberer Oliver, weil dieser sie magisch oder hypnotisch beeinflusst. Welche bizarren Ereignisse nun folgen, bevor der Magier erdrosselt aufgefunden und sein schauriges Heim dem Feuer preisgegeben wird, darf der am Absonderlichen interessierte Leser selbst herausfinden.
Das erstmals 1908 in England (und fünfzig Jahre später auf Deutsch) erschienene Buch des großen englischen Erzählers William Somerset Maugham (1874-1965) ist heute ein Klassiker des phantastischen oder okkulten Romans. Das historische Vorbild für die Gestalt des Magiers Oliver Haddo soll kein Geringerer als der berüchtigte und umstrittene Aleister Crowley gewesen sein. Ich gestehe, dass ich die Lektüre trotz gelegentlichen Kopfschüttelns nicht schlecht genossen habe. Aber ich übernehme ganz sicher keine Garantie für den guten Schlaf und die sanften Träume zartbesaiteter LeserInnen, die jetzt nach meiner Empfehlung zu diesem Buch greifen...  

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W. Somerset Maugham wurde am 25. Januar 1874 in Paris (Frankreich) geboren.

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