W. Somerset Maugham

 4,1 Sterne bei 418 Bewertungen
Autor von Der Magier, Auf Messers Schneide und weiteren Büchern.
Autorenbild von W. Somerset Maugham (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf

William Somerset Maugham wurde am 25. Januar 1874 in Paris geboren. Somerset Maugham war ein englischer Dramatiker, Schriftsteller und Geheimagent. Somerset Maughams Begeisterung für Literatur begann schon sehr früh. Seine Eltern starben als er noch ein Kind war, weswegen er unter der Aufsicht seines Onkels in verschiedenen Internaten unterkam. Er studierte Deutsch, Literatur, Philosophie und auf das Drängen seines Onkels hin auch Medizin. Nach einer Lungentuberkulose-Erkrankung, welche Somerset Maugham in Südfrankreich auskurierte, zog er nach Paris. Dort begann er Theaterstücke zu schreiben und hatte mit „Lady Frederick“ den ersten großen Erfolg. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete Somerset Maugham beim englischen Geheimdienst MI6. Durch seine Tätigkeit bereiste er Italien, die Schweiz und die USA. Es folgte die Anordnung nach Russland zu reisen wo er außerdem Informant des amerikanischen Geheimdienstes war. Trotz des Spionageverdachts ließ man ihn aufgrund seines großen Bekanntheitsgrades gewähren. Somerset Maugham lernte führende russische Politiker kennen und formulierte zahlreiche Berichte. 1917 kehrte er nach Großbritannien zurück und heiratete später in New Jersey seine Geliebte, Maud Gwendolen Syrie Barnardo. Die Ehe wurde jedoch 11 Jahre später wieder geschieden und führte zu einem dreißigjährigen Streit. Seinen literarischen Durchbruch erreichte er als Romancier und Geschichtenerzähler. W. Somerset Maugham starb am 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza.

Alle Bücher von W. Somerset Maugham

Cover des Buches Der Magier (ISBN: 9783257201659)

Der Magier

 (67)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Der Menschen Hörigkeit (ISBN: 9783257242072)

Der Menschen Hörigkeit

 (41)
Erschienen am 22.10.2012
Cover des Buches Auf Messers Schneide (ISBN: 9783257200881)

Auf Messers Schneide

 (43)
Erschienen am 21.11.2005
Cover des Buches Der bunte Schleier (ISBN: 9783257214611)

Der bunte Schleier

 (29)
Erschienen am 21.11.2005
Cover des Buches Silbermond und Kupfermünze (ISBN: 9783257200874)

Silbermond und Kupfermünze

 (25)
Erschienen am 17.12.2012
Cover des Buches Oben in der Villa (ISBN: 9783257261769)

Oben in der Villa

 (18)
Erschienen am 12.12.2023
Cover des Buches Books and You (ISBN: 9783257236262)

Books and You

 (18)
Erschienen am 23.07.2007
Cover des Buches Regen (ISBN: 9783257235869)

Regen

 (10)
Erschienen am 26.03.2007

Neue Rezensionen zu W. Somerset Maugham

Cover des Buches Oben in der Villa (ISBN: 9783257261769)
-Anett-s avatar

Rezension zu "Oben in der Villa" von W. Somerset Maugham

Oben in der Villa
-Anett-vor 4 Monaten

Zwei Tage Bedenkzeit erbittet sich eine junge Frau, um über einen Heiratsantrag nachzudenken. Doch diese zwei Tage in einer toskanischen Villa zwischen Abenteuer und Spannung, Schwärmerei und Überschwang, aber auch Angst geraten zum mörderischen Liebesabenteuer.

Wie jetzt? Liebesschmöker oder Krimi? Eigentlich nichts von alldem, aber eine Geschichte, die mich überzeugen konnte!



Anfang 20 ist Mary gerade mal, aber bereits Witwe. Und nachdem die Ehe mit ihrem Mann, den sie aus Liebe geheiratet hatte, anders als erwartet verlief, möchte sie keinesfalls wieder aus Liebe heiraten. Und da steht auch schon der ältere Edgar in ihrer Tür. Edgar kennt sie gefühlt schon ihr Leben lang, er war immer ein zuverlässiger Freund und er würde ihr eine Ehe bieten, die sie auch verdient. Als er sie fragt, ob sie ihn heiraten möchte, bittet sie um Bedenkzeit. Zwei Tage hat sie, dann ist Edgar wieder zurück in der Stadt.


Diese zwei Tage sind wohl turbulenter als gedacht und nie im Leben hatte Mary sie sich so vorgestellt. In aller Ruhe wollte sie nachdenken, aber aus diversen Gründen überschlagen sich die Ereignisse da oben in der Villa.


Was für ein toller Roman, sprachlich perfekt und und die mediterrane Atmosphäre in der Toskana hat mir richtig gut gefallen. Der Autor bekommt es hin, dass sich der Roman so leicht und unkompliziert anfühlt und es ein Genuss ist, das Buch zu lesen. Ein Buch, das wirklich nicht dick ist und ich an einem Tag durch hatte, aber man hat auch nichts vermisst, die Geschichte war auf den Punkt gebracht und unglaublich gut. Fünf Sterne auf jeden Fall!


Maugham war ein englischer Erzähler und Dramatiker, und ich muss sagen, ich habe bisher nie was von ihm gelesen. Up at the Villa war ein späteres Werk von ihm, es ist von 1941. Das Buch wurde sogar für die britischen Kinos verfilmt und erschien da im Jahr 2000. Wie kann es sein, dass ich da bisher nichts gelesen habe? Der Diogenes Verlag macht es mir leicht, hat er doch dieses Buch neu verlegt, unter dem Label Diogenes Deluxe erschien dieses nun im Dezember 2023, nachdem der Verlag es bereits 1975 heraus gebracht hatte.

Cover des Buches Oben in der Villa (ISBN: 9783257261769)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Oben in der Villa" von W. Somerset Maugham

Es hätte alles so schön wein können...
aus-erlesenvor 6 Monaten

Man kann getrost davon ausgehen, dass sich Mary ihr Leben anders vorgestellt hatte. Reich heiraten und glücklich sein mit dem Mann, der sie so behandelt wie es sich gehört. Anfang Zwanzig ist sie gerade einmal. Und schon Witwe. Ihr Mann hatte das Vermögen mit vollen Händen rausgeschmissen, die Gläubiger stehen bei ihr Schlange. Ein befreundetes Paar bietet ihr an in ihrer Villa mit herrlichem Blick auf Florenz die Zeit zu verbringen bis die Zeiten wieder besser sind.

Für Edgar hingegen bahnen sich verheißungsvolle Zeiten an. Wenn alles klappt, ist er bald schon Gouverneur von Bengalen. Eine respektvolle Position. Die man allerdings am besten mit einer Dame an der Seite bewältigen sollte. Und diese Dame soll … Mary sein. Beide sind sich des Altersunterschiedes bewusst. Und Mary will Edgar bei Weitem nicht heiraten, weil sie verliebt ist. Nein. Sie weiß auch gar nicht, ob Edgar eine Option für sie wäre. Wenn er zurückkommt – vielleicht oder hoffentlich mit dem Job in der Tasche – dann will sie ihm bereitwillig Antwort geben.

Bis dahin sind es aber ein paar Tage…

Ein wenig Zerstreuung tut ihr gut. Eine Gesellschaft, wie sie sie schon so oft erlebt hat, soll sie von der Frage Edgars ablenken. Doch es ist wie immer das Gleiche. Alle Männer scharwenzeln um sie herum, preisen ihre Schönheit, ihre Anmut und … wollen doch alle nur das Eine. Mary weiß das alles. Sie ist siech ihrer Schönheit und der daraus resultierenden Wirkung auf Männer mehr als bewusst. Und so kann sie sich ganz ungeniert der Avancen erwehren. In der Hinterhand hat sie schließlich den vielleicht baldigen Vizekönig von Indien!

Im garten trifft sie auf einen Mann, sie kennt ihn. Kein verwöhnter Schnösel, wie die zahlreichen Männer auf der Party. Charmant und ein Stück weit ehrlicher als alles, was sie bis jetzt an diesem Abend erleben durfte / musste. Doch der Liebreiz des lauen Abends schlägt fast ohne Vorwarnung in einen heftigen Orkan um. Nur gut, dass Edgar darauf drängt, das sie den Revolver mit sich nahm. War das wirklich eine so gute Idee?! Schon bald muss Mary um Hilfe bitten bei einem Menschen, den sie kurz zuvor noch gewaltig vor den Kopf gestoßen hat.

William Somerset Maugham schafft eine Szenerie, in der das Böse einfach keinen Platz haben darf. Eleganz und Sorgenlosigkeit sind der Nährboden auf dem Mary ihr neues Leben aufbauen soll. Doch es wird ein Hort unendlichen Leids und voller Zweifel. Wo eben noch die jugendliche Leichtigkeit den Sieg über jedweden Zweifel feierte, herrschen mit einem Mal Verunsicherung und schreckliche Angst.

Cover des Buches Auf Messers Schneide (ISBN: 9783257200881)
Federfees avatar

Rezension zu "Auf Messers Schneide" von W. Somerset Maugham

Für welche Art von Leben soll man sich entscheiden?
Federfeevor einem Jahr

Maugham, der hier nicht nur als Erzähler auftritt, sondern auch als Autor im Roman, scheint es zu lieben, Personen zu beobachten, zu beschreiben, zu beurteilen. Und das tut er ausführlich in diesem Buch. Manchmal hätte ich mir lieber selbst ein Urteil aus den Handlungen gebildet anstatt es vom Autor-Erzähler vorgesetzt zu bekommen.

Schien zuerst der kultivierte, elegante, wohlhabende Lebemann Elliott die Hauptperson zu sein, kamen bald noch der junge Larry, Kriegspilot und jetzt 'Müßiggänger' und seine Verlobte Isabel dazu. Schnell kristallisieren sich die gegensätzlichen Standpunkte heraus: Elliott ist extrem nur an seinen Gesellschaften mit Berühmtheiten und an einem guten Leben interessiert. Auch seine Nichte Isabel vertritt ähnliche Ansichten, möchte leben, tanzen, schöne Kleider tragen. Sie ist außerdem der Meinung, dass ein junger Mann wie ihr Verlobter Larry arbeiten und damit zum Aufbau des jungen aufstrebenden Landes (USA) beitragen muss. In dieser Gesellschaft spielt Geld eine wichtige Rolle. Es bedeutet Macht und eine einflussreiche gesellschaftliche Stellung (Diogenes TB 79).

Larry aber hat ganz andere Ansichten: er will nach Paris gehen, weil ihn dort niemand kennt und er selbst über sein Leben bestimmen kann. Isabel ist klug genug, ihn vorerst gehen zu lassen, will aber auf ihn warten. Larry hat den seltsamen Satz geäußert: 'Die Toten sehen so furchtbar tot aus, wenn sie tot sind' (Diogenes TB 75), womit er sich wahrscheinlich auf das traumatische Erlebnis des Todes seines Freundes bezieht.

Als Isabel Larry in Paris besucht, stellt sich endgültig heraus, dass ihre Lebensvorstellungen zu unterschiedlich sind und sie trennen sich in freundschaftlichem Einvernehmen. Larry ist weiterhin auf der Suche. Nach sich selbst? Nach dem Sinn des Lebens? Er hofft, es in der Welt des Geistes zu finden, bei der Suche nach Gott, in einem elsässischen Kloster, einem indischen Aschram und hin und wieder bei harter körperliche Arbeit.

'Ich sehe weite Länder des Geistes, die sich vor mir ausdehnen und mich locken.' (Diogenes TB 106)

Isabel dagegen ist ihren Lebensvorstellungen ebenso treu geblieben wie ihr Onkel Elliott. Maugham erzählt ihre weiteren Lebenswege manchmal gerafft, manchmal detailliert, oft in Gesprächen anstatt in Handlungen. Dabei werden auch philosphisch anmutende Themen angerissen wie z.B. der Unterschied zwischen Liebe, Sex und Begehren.

Sehr zutreffend sagt Maugham am Ende: 'Alle Personen bekamen, was sie wollten.' (Diogenes TB 485) Insofern sei es ein Happy End.

Man könnte darüber diskutieren, welcher Lebensentwurf, welches gelebte Leben am besten oder am sinnvollsten ist. Aber vielleicht muss man anders fragen, nämlich welcher Lebensweg für welche Person sinnvoll oder geeignet ist. Die 'letzte Befriedigung nur im Leben des Geistes...' zu finden (Diogenes TB 484) ist nicht jedermanns Sache.

Fazit

Ein größtenteils kurzweilig zu lesendes Buch mit vielen Personenbeschreibungen und Charakterisierungen, streckenweise in geraffter Erzählweise und stark kontrastierenden Handlungssträngen, eingestreut philosphisch anmutende allgemeingültige Gespräche über das 'richtige Leben'. Das ist natürlich auch heute noch aktuell, hat mich aber in diesem Buch nicht sonderlich zum Weiter- und Nachdenken gebracht. Dennoch: unterhaltsam zu lesen, auf hohem sprachlichen und erzählerischen Niveau.

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Zusätzliche Informationen

W. Somerset Maugham wurde am 24. Januar 1874 in Paris (Frankreich) geboren.

Community-Statistik

in 500 Bibliotheken

auf 47 Merkzettel

von 6 Leser*innen aktuell gelesen

von 3 Leser*innen gefolgt

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