Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem Tier zu...
Genau so ist es und aufgrund dessen, habe ich mir auch direkt mal das Buch "Ein Blick in die Hölle" von Wade H. Garrett aus der Festa-Extrem Reihe vorgenommen. Manchmal lasse nämlich auch ich gerne den inneren Racheengel heraus, der erst dann zufrieden ist, wenn jeder kriegt was er verdient. Ich denke jeder von uns spricht sich innerlich doch gerne mal für eine gute Portion Vergeltung aus oder etwa nicht?! Da rücken Moral und Empathie auch schon mal in den Hintergrund... Das hier jemand in der Form für die vielen Tiere Rache übt, die unter grauenhaften Umständen leiden und sterben mussten, erfüllt einen doch mit einer gewissen Befriedigung, da bin ich ja ganz ehrlich!
Das Buch stellt übrigens den dritten Band der dazugehörigen Reihe dar, kann aber unabhängig davon gelesen werden.
Worum es kurz und knapp geht?! Auch der berüchtigte Todesengel Seth Coker hat ein Herz – ein Herz für Tiere. Als er um Hilfe gebeten wird, läuft er zu sadistischer Höchstform auf und organisiert einen teuflischen Rachefeldzug.
Und das beschreibt eigentlich schon den gesamten Kern der Geschichte! Zuallererst gilt aber auch hier wieder: Die Handlung beinhaltet wirklich einiges an Gewalt und Brutalität und ist demnach nichts für sensible Personen, die auf solche Themen sehr empfindlich reagieren. Das Buch scheut sich nicht vor extremen Darstellungen, darunter Foltermethoden, sexuellen Misshandlungen und expliziten Gewaltszenen, die einem schwer im Magen liegen. Einige Passagen waren so detailliert, dass ich sie nur schwer ertragen konnte und gelegentlich habe ich sogar einige Seiten übersprungen, um dem vielen Blut und den dazugehörigen Innereien entgehen zu können!
Die Geschichte an sich bietet leider wenig Tiefgang und ja, auch bei einer Hardcore-Lektüre erwarte ich ein gewisses Mindestmaß hiervon. Die Vielzahl an Nebencharakteren trägt zu einer gewissen Unübersichtlichkeit bei und es kam sogar vor, dass ich gar nicht mehr wusste, um wen es sich jetzt eigentlich gerade dreht.
Die verschiedenen Verfahrensweisen, bei denen die Tierquäler letztlich mit ihren Taten konfrontiert werden, wirken zudem etwas aneinandergereiht, was bei mir zu einer gewissen Eintönigkeit geführt hat. Abgesehen von den "einfallsreichen" Hinrichtungsmethoden, wiederholt sich der Ablauf somit im Großen und Ganzen immer wieder.
Doch kommen wir mal zum Hauptdarsteller des Ganzen. Seth ist wahrlich ein Monster und das ganz im positiven Sinne – unerbittlich, bitterböse (oder auch nicht?!), intelligent und allen immer einen Schritt voraus. Ich verstehe nun, warum die Fangemeinde des sogenannten Todesengels so groß ist, der Typ hat es wirklich drauf!
Kenneth empfand ich dahingegen irgendwie als lästig, seine ständigen Fragen und Zweifel gingen mir zunehmend auf die Nerven und ich dachte mir irgendwann: Tu das wofür du hergekommen bist und steh endlich dazu oder lass es sein!
Kurzum: Diese (dünngestrickte) brutale Geschichte ist grausam, sadistisch, mal mehr oder weniger spannend und vollgepumpt mit schwarzem Humor. Die sexuelle Ausrichtung war meiner Meinung nach viel zu übertrieben, denn so ging die eigentliche tolle Grundidee recht schnell im Gemetzel unter. Das ist aber natürlich alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.
„Es gibt zwei Sorten Menschen: gute und böse. So einfach ist das. Jeder, der einem Tier absichtlich Schmerzen zufügt, hat bewiesen, dass er böse ist und keinen Anstand hat. Meiner Meinung nach haben sie dieselbe Scheißeinstellung wie anderer Abschaum und sie fühlen keine Reue wegen der Scheiße, die sie bauen. Sie sind eine Schande für die Gesellschaft und haben in allen Lebensbereichen kläglich versagt. Sie kennen keine Schuldgefühle, keine Tugend und haben vor niemandem Respekt. Ein Haufen Vergewaltiger, Kinderschänder und Sittenstrolche hat sich aufgemacht, um Tiere zu quälen. An alle Tierquäler da draußen: Dies ist die letzte Warnung!"









