Wajdi Mouawad

 4.1 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Anima, Verbrennungen und weiteren Büchern.

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Vögel
Neu erschienen am 20.10.2018 als Buch bei Verlag der Autoren.

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Wajdi MouawadAnima
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Anima
Anima
 (18)
Erschienen am 01.06.2014
Wajdi MouawadVerbrennungen
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Verbrennungen
Verbrennungen
 (5)
Erschienen am 29.09.2015
Wajdi MouawadWälder
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Wälder
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Erschienen am 02.10.2009
Wajdi MouawadVögel
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Vögel
Vögel
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Erschienen am 20.10.2018
Wajdi MouawadScorched
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Scorched
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Erschienen am 25.01.2011
Wajdi MouawadForests
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Forests
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Erschienen am 01.04.2010
Wajdi MouawadTideline
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Tideline
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Erschienen am 16.01.2012
Wajdi MouawadTideline
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Tideline
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Erschienen am 01.03.2003

Neue Rezensionen zu Wajdi Mouawad

Neu
fuxlis avatar

Rezension zu "Anima" von Wajdi Mouawad

zwei Sterne für den Stil, keinen für den Inhalt
fuxlivor einem Jahr

Dieses Buch zu beurteilen ist nicht ganz einfach. Die Idee, einen Krimi von Tieren erzählen zu lassen, ist genial. Am Anfang jeden Kapitels nur den lateinischen Namen des Tieres zu setzen ist jedoch ärgerlich. Ständig ist man am Blättern. Von der Spinne über die Lachmöwe hinzu Hunden, Katzen und sogar einem Affen ist alles dabei. Im Großen und Ganzen ist das auch einigermaßen gut umgesetzt – das Insekten so tiefsinnig sind und mehr über Leben und Welt philosophieren als zum Beispiel Katzen glaube ich allerdings nicht. Und dass alle so ziemlich denselben Wortschatz haben, fand ich auch enttäuschend.

Der Autor kann schreiben, definitiv. Und auch die Story ist im Prinzip recht spannend und fesselnd entwickelt.

Aber!!! Das wirklich Treibende im Buch ist nichts davon. Denn immer, wenn man denkt, jetzt wird es interessant, jetzt geht es voran, denn findet der Autor garantiert, dass es mal wieder Zeit ist, knietief in Blut zu waten, und Ekel, Abscheu, Entsetzen, Scham und Grauen zu verbreiten. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so etwas Perverses und Grausames wie dieses Buches gelesen zu haben. Erst dachte ich ja noch, dass der Hintergrund dafür eine Gegenüberstellung ist – brutale und abartige Menschen auf einer Seite, Tiere mit ihren angeborenen Instinkten und Hemmungen auf der anderen. Aber nein, Grausamkeit und Gnadenlosigkeit auf beiden Seiten.

Will ich wirklich wissen, wie es eine Boa triumphal genießt, wenn in ihrem Inneren ein Kaninchen langsam erstickt (abgesehen davon, dass eine Boa das wohl kaum genießt)? Oder will ich in allen Einzelheiten geschildert bekommen, wie ein Mann Frauen ein Messer mehrfach in den Unterleib rammt, weil er sich langweilt? Nein, will ich nicht. Ehrlich gesagt glaube ich, dass der Autor ein echtes Problem hat und vielleicht mal mit jemandem über seine Gewaltfantasien reden sollte.

Eigentlich ist dieses Buch nichts weiter als Splatter mit etwas besserem Sprachgefühl und einer faszinierenden Grundidee. Letztere sind auch der Grund, dass es immerhin noch zwei Sterne von mir gibt. Genaugenommen fühle ich mich dabei jedoch alles andere als gut, denn der Inhalt hat keinen einzigen Stern verdient.

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Bibliomanias avatar

Rezension zu "Anima" von Wajdi Mouawad

Auf verstörende Art besonders
Bibliomaniavor 3 Jahren

Wahsch Dibsch kommt aus dem Libanon, er wurde von einem Mann gerettet, während der Krieg tobte und viele Menschen regelrecht hingerichtet wurden. Dieser Mann wurde Wahschs Ziehvater. Wahsch beginnt ein eigenes Leben, hat eine Frau und wird bald Vater, als ein grausamer Mord geschieht: Seine Frau und das Baby werden auf brutalste Weise umgebracht. Wahsch macht sich auf die Suche nach dem Mörder und erfährt gleichzeitig die Hintergründe seiner Rettung. 
Sein Weg wird aus der Sicht verschiedener Tiere beschrieben, so dass man immer einen völlig anderen Blickwinkel sieht. Interessant ist auch die Tatsache, dass der Roman im französischsprachigen Teil Canadas beginnt und englische Gespräche in Amerika dann durchaus auf englisch gehalten sind. Kein Wunder, dass dieses Buch, das nicht nur eine interessante Schreibweise offenbart, sondern teilweise auch zweisprachig gehalten ist, etliche Preise gewonnen hat. Und wie die Frankfurter Rundschau schon meint: Der Mensch ist die größte Bestie.

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Virginys avatar

Rezension zu "Anima" von Wajdi Mouawad

Wer ist die wahre Bestie?
Virginyvor 3 Jahren

Als Wahsch Dibsch nach Hause kommt, findet er seine Frau brutal ermordet vor.
Der Täter ist schnell ermittelt, wird jedoch weder verfolgt, noch verhaftet, da er sich in einem Indianerreservat befindet und nebenbei als Informant für die Polizei arbeitet.
Wahsch ist sauer, er will dem Mann gegenübertreten, der ihm das Liebste genommen hat und ihm in die Augen sehen, aber Rache will er nicht.
Da ist nur diese Stimme tief in ihm, die ihm sagt, er muß ihn  finden
und so macht er sich auf den Weg.
Das ungewöhnliche an der ganzen Sache ist jedoch, dass nicht er uns von seiner Reise erzählt, sondern verschiedene Tiere, auf die er unterwegs trifft, da sind Mäuse und Katzen, Füchse, Glühwürmchen, Stinktiere...
Die Spur des Mörders ist bald gefunden, es gibt Leute, die ihn unterstützen und seine innere Stimme treibt ihn immer weiter vorwärts, auch als es gefährlich wird, er muß einfach wissen, was passiert ist, er muß herausfinden, wer er wirklich ist...

Wajdi Mouawads Roman hat mich sehr berührt, gerade die vielen Erzählungen der Tiere haben es echt in sich und man fragt sich nicht nur einmal, wer die wahre Bestie ist, schon allein aus diesem Grund ist das Buch für Leute, die auf ein paar nette kleine Tierstories hoffen absolut nicht geeignet, denn es geht teilweise sehr brutal zur Sache, ein paar Mal mußte ich echt schlucken...
An der 5 Sternewertung ist das Werk bei mir dennoch haarschaft vorbeigeschlittert und zwar aus 2 Gründen.
Jedes Mal, wenn französisch gesprochen wird, sind diese Dialoge in Englisch verfaßt, den Sinn dahinter hab ich nicht verstanden.
Der zweite Punkt sind die lateinischen Tiernamen, die immer unten neben der Seitenzahl stehen, damit man weiß, wer gerade berichtet.
Zu Beginn fand ich das gut, als ich allerdings alle 3 Seiten nachschlagen mußte, um welches Tier es sich gerade handelt  (ein paar Namen kennt man ja, aber es sind auch sehr viele nicht so bekannte dabei), hat es mich nur noch genervt und den Lesefluß gestört, daran konnte auch die Auflistung am Anfang und Ende des Buches nichts mehr ändern.
Trotz der beiden Kritikpunkte gibts es von mir 4 von 5 Sternen und eine unbedingte Empfehlung für alle, die mal etwas ungewöhnliches Lesen wollen und einen stabilen Magen haben.
 

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