Wajdi Mouawad Anima

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Inhaltsangabe zu „Anima“ von Wajdi Mouawad

Ein Mann auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau. Er fand sie, auf brutale Weise ermordet, in seinem Haus in Montréal vor. Die Polizei kann zwar die Identität des Mörders rasch feststellen, ihn aber aus nicht klar fassbaren Gründen nicht verfolgen. So begibt er sich selbst auf die Suche nach dem Schuldigen und auf eine Odyssee, die ihn quer durch Nordamerika führt, von Kanada bis nach Neumexiko – und trifft vor allem auf seine eigene erschütternde Geschichte.Von seiner Odyssee erzählen Tiere: Katze, Goldfisch, Fuchs, Möwe, Bär und viele mehr. Sie sind die Zeugen des menschlichen Dramas, sie beobachten aus ihrer Perspektive ein ungeheuerliches Leben. Ein gewaltiges Epos, ein unvergesslicher Thriller, voller Furor und Poesie – abgründig und einzigartig. Ausgezeichnet mit: * 2013 Prix Méditerranée * 2013 Prix Littéraire du 2ème roman * 2013 Prix Phénix * 2013 Prix des Libraires du Québec * 2012 Le Grand Prix SGDL Thyde Monnier

der Stil ist gut, die Perspektive ungewöhnlich. Aber muss denn jede Grausamkeit genüßlich ausgewalzt werden?

— fuxli
fuxli

Grausam detaillierte Schilderungen, die einem den Atem stocken lassen. Ein virtuoses Meisterwerk mit ungewöhnlicher Erzählperspektive.

— Schmiesen
Schmiesen

Das Buch ist nichts für zarte Gemüter. Es beginnt grausam, wirkt zeitweilig harmlos, um dann gnadenlos zuzuschlagen.

— SchreibZen
SchreibZen

Ungewöhnlich erzählte, sehr berührende Geschichte über einen Mann auf der Suche nach sich selbst, nichts für Leute mit schwachen Nerven...

— Virginy
Virginy

Die Geschichte hauptsächlich aus dem Blickwinkel von Tieren zu erzählen, fand ich ziemlich ungewöhnlich, aber dennoch sehr interessant.

— jennny712
jennny712

Eine spannende Geschichte, die aus ungewöhnlichen Blickwinkeln erzählt wird. Jedoch waren mir die detaillierten Schilderungen oft zu brutal.

— Pocci
Pocci

Die Bestie Mensch. Verstörend und sehr brutal, aber lesenswert. Ein Buch, das man nicht so schnell vergisst!

— guybrush
guybrush

ein spannender krimi aus der sicht vieler, verschiedener tiere erzählt- toll..aber vorsicht- dies ist kein kuschel- krimi..

— orchidee25
orchidee25

Epos, Krimi, Tragödie und mehr: Auf erschütternde Weise wird hier die Frage nach der conditio humana gestellt - zugleich originell erzählt

— Ricardo Caeiro Pessoa
Ricardo Caeiro Pessoa

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    Anima
    fuxli

    fuxli

    08. June 2017 um 13:14

    Dieses Buch zu beurteilen ist nicht ganz einfach. Die Idee, einen Krimi von Tieren erzählen zu lassen, ist genial. Am Anfang jeden Kapitels nur den lateinischen Namen des Tieres zu setzen ist jedoch ärgerlich. Ständig ist man am Blättern. Von der Spinne über die Lachmöwe hinzu Hunden, Katzen und sogar einem Affen ist alles dabei. Im Großen und Ganzen ist das auch einigermaßen gut umgesetzt – das Insekten so tiefsinnig sind und mehr über Leben und Welt philosophieren als zum Beispiel Katzen glaube ich allerdings nicht. Und dass alle so ziemlich denselben Wortschatz haben, fand ich auch enttäuschend. Der Autor kann schreiben, definitiv. Und auch die Story ist im Prinzip recht spannend und fesselnd entwickelt. Aber!!! Das wirklich Treibende im Buch ist nichts davon. Denn immer, wenn man denkt, jetzt wird es interessant, jetzt geht es voran, denn findet der Autor garantiert, dass es mal wieder Zeit ist, knietief in Blut zu waten, und Ekel, Abscheu, Entsetzen, Scham und Grauen zu verbreiten. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so etwas Perverses und Grausames wie dieses Buches gelesen zu haben. Erst dachte ich ja noch, dass der Hintergrund dafür eine Gegenüberstellung ist – brutale und abartige Menschen auf einer Seite, Tiere mit ihren angeborenen Instinkten und Hemmungen auf der anderen. Aber nein, Grausamkeit und Gnadenlosigkeit auf beiden Seiten. Will ich wirklich wissen, wie es eine Boa triumphal genießt, wenn in ihrem Inneren ein Kaninchen langsam erstickt (abgesehen davon, dass eine Boa das wohl kaum genießt)? Oder will ich in allen Einzelheiten geschildert bekommen, wie ein Mann Frauen ein Messer mehrfach in den Unterleib rammt, weil er sich langweilt? Nein, will ich nicht. Ehrlich gesagt glaube ich, dass der Autor ein echtes Problem hat und vielleicht mal mit jemandem über seine Gewaltfantasien reden sollte. Eigentlich ist dieses Buch nichts weiter als Splatter mit etwas besserem Sprachgefühl und einer faszinierenden Grundidee. Letztere sind auch der Grund, dass es immerhin noch zwei Sterne von mir gibt. Genaugenommen fühle ich mich dabei jedoch alles andere als gut, denn der Inhalt hat keinen einzigen Stern verdient.

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  • Auf verstörende Art besonders

    Anima
    Bibliomania

    Bibliomania

    05. March 2016 um 19:24

    Wahsch Dibsch kommt aus dem Libanon, er wurde von einem Mann gerettet, während der Krieg tobte und viele Menschen regelrecht hingerichtet wurden. Dieser Mann wurde Wahschs Ziehvater. Wahsch beginnt ein eigenes Leben, hat eine Frau und wird bald Vater, als ein grausamer Mord geschieht: Seine Frau und das Baby werden auf brutalste Weise umgebracht. Wahsch macht sich auf die Suche nach dem Mörder und erfährt gleichzeitig die Hintergründe seiner Rettung.  Sein Weg wird aus der Sicht verschiedener Tiere beschrieben, so dass man immer einen völlig anderen Blickwinkel sieht. Interessant ist auch die Tatsache, dass der Roman im französischsprachigen Teil Canadas beginnt und englische Gespräche in Amerika dann durchaus auf englisch gehalten sind. Kein Wunder, dass dieses Buch, das nicht nur eine interessante Schreibweise offenbart, sondern teilweise auch zweisprachig gehalten ist, etliche Preise gewonnen hat. Und wie die Frankfurter Rundschau schon meint: Der Mensch ist die größte Bestie.

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  • Wer ist die wahre Bestie?

    Anima
    Virginy

    Virginy

    16. January 2016 um 13:23

    Als Wahsch Dibsch nach Hause kommt, findet er seine Frau brutal ermordet vor. Der Täter ist schnell ermittelt, wird jedoch weder verfolgt, noch verhaftet, da er sich in einem Indianerreservat befindet und nebenbei als Informant für die Polizei arbeitet. Wahsch ist sauer, er will dem Mann gegenübertreten, der ihm das Liebste genommen hat und ihm in die Augen sehen, aber Rache will er nicht. Da ist nur diese Stimme tief in ihm, die ihm sagt, er muß ihn  finden und so macht er sich auf den Weg. Das ungewöhnliche an der ganzen Sache ist jedoch, dass nicht er uns von seiner Reise erzählt, sondern verschiedene Tiere, auf die er unterwegs trifft, da sind Mäuse und Katzen, Füchse, Glühwürmchen, Stinktiere... Die Spur des Mörders ist bald gefunden, es gibt Leute, die ihn unterstützen und seine innere Stimme treibt ihn immer weiter vorwärts, auch als es gefährlich wird, er muß einfach wissen, was passiert ist, er muß herausfinden, wer er wirklich ist... Wajdi Mouawads Roman hat mich sehr berührt, gerade die vielen Erzählungen der Tiere haben es echt in sich und man fragt sich nicht nur einmal, wer die wahre Bestie ist, schon allein aus diesem Grund ist das Buch für Leute, die auf ein paar nette kleine Tierstories hoffen absolut nicht geeignet, denn es geht teilweise sehr brutal zur Sache, ein paar Mal mußte ich echt schlucken... An der 5 Sternewertung ist das Werk bei mir dennoch haarschaft vorbeigeschlittert und zwar aus 2 Gründen. Jedes Mal, wenn französisch gesprochen wird, sind diese Dialoge in Englisch verfaßt, den Sinn dahinter hab ich nicht verstanden. Der zweite Punkt sind die lateinischen Tiernamen, die immer unten neben der Seitenzahl stehen, damit man weiß, wer gerade berichtet. Zu Beginn fand ich das gut, als ich allerdings alle 3 Seiten nachschlagen mußte, um welches Tier es sich gerade handelt  (ein paar Namen kennt man ja, aber es sind auch sehr viele nicht so bekannte dabei), hat es mich nur noch genervt und den Lesefluß gestört, daran konnte auch die Auflistung am Anfang und Ende des Buches nichts mehr ändern. Trotz der beiden Kritikpunkte gibts es von mir 4 von 5 Sternen und eine unbedingte Empfehlung für alle, die mal etwas ungewöhnliches Lesen wollen und einen stabilen Magen haben.  

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  • Erzählt aus ungewöhnlichen Blickwinkeln

    Anima
    Pocci

    Pocci

    01. January 2015 um 13:00

    Inhalt: Ein Mann findet seine Frau ermordet in ihrer Wohnung. Angetrieben von dem Wunsch, dem Täter ins Gesicht zu sehen, beginnt er seine Verfolgung, die ihn von Kanada bis in die USA führt. Ungeplant wird diese Reise jedoch auch eine Reise in seine eigene Vergangenheit. Erzählstil: Das besondere an diesem Buch ist die Erzählperspektive. Denn das Geschehen wird nicht von dem Mann selbst erzählt, sondern von den Tieren, die ihn auf seinem Weg beobachten. Je nach Art des Tieres fällt die Erzählung dadurch mal mehr oder weniger detailreich aus, denn neben Hunden, Schimpansen und Katzen kommen auch Fliegen, Spinnen und Vögel zu Wort. Besonders gut gelungen finde ich, dass hier der Erzählstil an das jeweilige erzählende Tier angepasst wurde, z.B. in Form von längeren oder kürzeren Sätzen, Wortwahl und besonders auch in der Beschreibung dessen, was zu sehen ist. Je nach Tierart lässt sich der aktuelle Erzähler auch mehr oder weniger durch seine Triebe von der Erzählung ablenken, was auch sehr gut zu den unterschiedlichen Tierarten passt. Meine Meinung: Die außergewöhnliche Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen. Allerdings gibt es immer wieder äußerst brutale, zum Teil sexuelle Handlungen, die durch die Tiere als unbeteiligte Beobachter auch detailliert beschrieben wurden. Bei der ein oder anderen Beschreibung hätte ich mir da weniger Details gewünscht. Andererseits zeigen diese Beschreibungen einfach, zu was Menschen auch ihren Mitmenschen gegenüber fähig sind. Aufgrund dieser Schilderungen ist das Buch aber sicherlich nicht jedermans Sache.

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  • Poesie und Brutalität

    Anima
    Havers

    Havers

    22. November 2014 um 12:59

    Der Begriff Anima kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Seele, wird aber auch in der Archetypenlehre von C. G. Jung verwendet und bezeichnet dort die innere Persönlichkeit. Der Bezug zu „Anima“,  dem Roman des kanadischen Autors mit libanesischen Wurzeln Wajdi Mouawad, lässt sich am ehesten aus der indianischen Mythologie herleiten, in der davon ausgegangen wird, dass jedem Menschen ein spirituelles Tier zur Seite steht, das als Schutzgeist fungiert und ihn durch das Leben begleitet. Mouawad hat einen Roman geschrieben, der nicht eindeutig einem Genre zuzuordnen ist. Die Ausgangssituation lässt einen Thriller vermuten: Wahsch Dibsch kommt nach Hause und findet dort den Leichnam sein Frau, die brutal ermordet wurde. Obwohl die Identität des Täters schnell geklärt ist, wird dieser nicht von der Polizei verhaftet und zur Rechenschaft gezogen, steht dieser doch in deren Diensten. Und so kann er unbehelligt fliehen. Angetrieben von dem unbändigen Wunsch nach Vergeltung, nimmt Dibsch die Sache selbst in die Hand und macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Von Kanada aus verfolgt er diesen bis nach New Mexico, wo es schließlich in den Bergen zum Showdown zwischen den beiden Männern kommt. Aber ist es wirklich die Suche nach dem Mörder seiner Frau, die Dibsch antreibt? Die Wendung, die der Roman zum Ende hin nimmt, lässt anderes vermuten. Es ist die Suche nach den Wurzeln, die Frage nach dem „Woher“, deren Beantwortung ihn mit schmerzhaften Wahrheiten konfrontiert und in der finalen Aussage mündet, dass der Mensch des Menschen Wolf ist. Das stellt nun auch den Bezug zum Tierreich her, denn der Autor lässt die Geschichte seines Protagonisten von den verschiedensten Tieren erzählen, die die jeweiligen Vorgänge beobachten und aus ihren Blickwinkeln schildern und so stellvertretend die Vielschichtigkeit und Komplexität der Welt symbolisieren. Katze, Vogel, Hund und noch so einige andere Tiere kommen auf diese Weise in den ersten zwei Dritteln des Buches zu Wort, bis dann im letzten Teil wieder ein  Mensch den Part des Erzählers übernimmt. Kurze Kapitel, aus den verschiedenen Tier-Perspektiven erzählt, bringen hohes Tempo in diesen mehrfach preisgekrönten Roman, der allerdings stellenweise dermaßen vor Gewalt strotzt, dass man sich fragen muss, ob das für die Dramaturgie der Geschichte wirklich wichtig ist. Diese schnellen Schnitte, einerseits mit aggressiven Szenen, andererseits mit Klischees gepaart, wirken eher so, als seien sie für Zuschauer und nicht für Leser gemacht. Man merkt ihnen an, dass Wajdi Mouawad vom Theater kommt und dort erfolgreich als Darsteller, Regisseur und Autor gearbeitet hat. „Anima“ ist ein ungewöhnlicher Roman, der Poesie und Brutalität gleichermaßen in sich vereint – eine Empfehlung für Leser, die auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Lektüre sind!

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  • Tierisch verwirrend

    Anima
    Phil Decker

    Phil Decker

    21. October 2014 um 10:40

    Habe etwas gebraucht, um mich in dem Buch zurechtzufinden und fand es dann gut geschrieben, aber unnötig hard boiled.