Wajdi Mouawad Verbrennungen

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Inhaltsangabe zu „Verbrennungen“ von Wajdi Mouawad

Mouawad erzählt, wie die Geschwister Jeanne und Simon die Vergangenheit ihrer Mutter Nawal erkunden, die vor dem Krieg im Nahen im Nahen Osten in den sicheren Westen geflohen war. Nawals letzter Wille überträgt den Zwillingen die Aufgabe, zwei Briefe zu übermitteln: einen an ihre tot geglaubten Vater, den anderen an einen unbekannten Bruder. Widerwillig nehmen die Beiden die Reise in die Heimat ihrer Mutter auf sich. Die Suche nach den eigenen Wurzeln führt sie in die kollektive Tragödie des Krieges zurück.

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  • Rezension zu "Verbrennungen" von Wajdi Mouawad

    Verbrennungen
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    02. September 2009 um 09:09

    Diese Rezension ist von Eva B. eingereicht worden: Nawal Marwan, die fünf Jahre vor ihrem Tod zu sprechen aufgehört hat, hinterlässt ihren Kindern Jeanne und Simon, einem Zwillingspärchen, ein rätselhaftes Testament: Sie sollen ihren Vater, den sie für tot hielten und ihren Bruder, von dessen Existenz sie nichts wussten, finden. Widerwillig, denn das Schweigen der Mutter hat die Kinder von ihr entfremdet, machen sich die beiden auf die Suche nach ihren Wurzeln in dem Land, aus dem ihre Mutter einst geflohen ist, hinein in die Geschichte eines Bürgerkrieges und hinein in eine Vergangenheit, die ihnen das schreckliche Geheimnis ihrer Herkunft offenbart. "Die Kindheit ist ein Messer in der Kehle. Man zieht es nicht so leicht heraus." Diese Worte und die Wahrheit, die hinter ihnen liegt, ziehen sich durch das gesamte Werk, aber „Verbrennungen“ ist nicht nur ein Stück über die Verletzungen der Kindheit oder die Schrecken, die von Kriegen hervorgebracht werden: es erzählt auch von der Notwendigkeit des Schweigens und seinen Gefahren, von Konflikten, die sich über Generationen hinwegziehen und von dem ewigen Kreislauf der Vergeltung, in dem Opfer wie Täter gefangen sind. Der im Libanon geborene kanadische Autor Wajdi Mouawad verwebt in seinem zehnten Theaterstück (es ist das erste, das in die deutsche Sprache übersetzt wurde) gekonnt verschiedene Zeit- und Handlungsebenen miteinander, was anfangs ein wenig irritierend ist, dann aber umso eindringlicher die Verstrickungen der Protagonisten und die Zeitlosigkeit der aufgegriffenen Themen deutlich macht. Ich hatte seit meiner Schulzeit kein Theaterstück mehr gelesen; umso neugieriger war ich auf dieses Buch. Ich bin nicht sehr leicht durch etwas zu schockieren, vor allem nicht in der Literatur, aber „Verbrennungen“ hat mich sprachlos und sehr aufgewühlt zurückgelassen. Ein erschütterndes Stück, das durch seine bildhafte Sprache dem Schrecken, von dem es berichtet, Raum zur vollen Entfaltung gibt und so selbst zu einem kleinen Messer in der Kehle des Lesers wird.

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  • Rezension zu "Verbrennungen" von Wajdi Mouawad

    Verbrennungen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2007 um 22:18

    Für die Zwillinge Jeanne und Simon beginnt mit dem Topd ihrer Mutter Nawal eine lange Reise..... Durch das testament erfahren sie von einem Vater, der tot sein sollte, und einem bruder, von dem sie zuvor nichts wussten. Ihr Verhältnis zu Nawal ist nicht sehr gut, da diese fünf Jahre vor ihrem Tod in völliges Schweigen verfallen war, weshalb sich Simon weigert, den Bruder zu finden. Jeanne allerdings macht sich auf den Weg in den Libanon, dem heimatland ihrer Mutter, um den verschollenen Vater zu finden. Sie erfährt viel über das frühere Leben Nawals, welchse von Leid, Krieg und Elend geprägt war. Schließlich stößt sie, gemeinsam mit ihrem doch dazu kommenden Bruder, auf eine erschreckende Wahrheit....... Der Schrecken dieser besteht für den Leser darin, dass solche Dinge in den Wirren des Krieges jederzeit und überall möglich sind.

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