Waldtraut Lewin

 3.9 Sterne bei 297 Bewertungen

Lebenslauf von Waldtraut Lewin

Waldtraut Lewin wurde 1937 in Wernigerode (im Harz) geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin, arbeitete sie als Dramaturgin, Opernübersetzerin und Regisseurin am Landestheater Halle und am Volkstheater Rostock. Ihr erster Roman „Herr Lucius und sein schwarzer Schwan“ erschien 1973. Seit 1977 arbeitet sie als freiberufliche Autorin von Romanen, Hörspielen und Drehbüchern. Sie veröffentlichte über 70 Bücher, einige davon zusammen mit ihrer Tochter Miriam Margraf, für die sie zahlreiche Auszeichnungen verliehen bekam.

Alle Bücher von Waldtraut Lewin

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Cover des Buches Ein Haus in Berlin · 1935 · Paulas Katze9783473581719

Ein Haus in Berlin · 1935 · Paulas Katze

 (23)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches Ein Haus in Berlin - 1989 - Mauersegler9783473475582

Ein Haus in Berlin - 1989 - Mauersegler

 (23)
Erschienen am 29.10.2014
Cover des Buches Nordische Göttersagen9783732011391

Nordische Göttersagen

 (18)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches Wenn du jetzt bei mir wärst9783570171080

Wenn du jetzt bei mir wärst

 (16)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Griechische Sagen9783732011384

Griechische Sagen

 (9)
Erschienen am 24.07.2017
Cover des Buches Wenn die Nacht am tiefsten9783785553886

Wenn die Nacht am tiefsten

 (11)
Erschienen am 01.01.2005

Neue Rezensionen zu Waldtraut Lewin

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Rezension zu "Nordische Göttersagen" von Waldtraut Lewin

Verrückte Geschichten verständlich nacherzählt!
Passepartout95vor 7 Tagen

Anders als viele Leser in den vorherigen Rezensionen geschrieben haben, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es bietet einen guten Überblick über die Personen und die Geschichten aus der nordischen Mythologie von den Anfängen der Welt bis hin zu den letzten Tagen, den Ragnarök. 

Natürlich kann man den Inhalt des Buches selbst nicht bewerten, da die (teilweise sehr verrückten!) Geschichten aus Überlieferungen nacherzählt werden, aber die Art und Weise, wie die Autorin die Geschichten erzählt, ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und auch für Einsteiger (auch ich hatte vor dem Lesen noch keine Ahnung von nordischen Göttern) bestens geeignet. 

Es werden natürlich auch viele Personen mit nordischen Namen genannt, die wir uns als Deutsche vielleicht nicht so gut merken können, aber Waltraud Lewin wiederholt oft, um wen es sich nochmal handelt, und erinnert uns so an die bereits erzählten Geschichten. 

Ein Kritikpunkt, der in den anderen Rezensionen immer wieder auftaucht, ist der Schreibstil. Ich habe gelesen, dass einige es unverständlich und kompliziert geschrieben fanden. Ich empfand das zwar nicht so, ich muss aber dazu sagen, dass die Autorin in einem für Götter- und Heldensagen üblichen Schreibstil schreibt und einige Formulierungen dadurch etwas altmodisch wirken. Man sollte also dieses Buch auf keinen Fall mit einem Fanatsyroman wie z.B.: einem Percy Jackson verwechseln, sondern sich bewusst sein, dass es eher wie ein Märchenbuch ist.

Ich habe auch in den Rezensionen gelesen, dass einige bemängeln, dass sich die Geschichten "wiederholen" würden. Ich glaube bei so ziemlich allen Göttersagen ist die Handlung gleich: irgendwer wird vor eine schwierige Aufgabe gestellt, er verlangt dafür einen sehr hohen Preis (meistens will er die schönste Göttin zur Frau), dann wird er bei der Bewältigung der Aufgabe von den Göttern ausgetrickst und geht am Ende leer aus oder wird gar von den Göttern noch ermordet. Von daher finde ich es nicht überraschend, dass die Geschichten meistens gleich ablaufen. 


FAZIT: Wer kein Problem mit einem etwas altmodischen Schreibstil hat, für den ist das genau das richtige Buch, um einen ersten und gleichzeitig ausführlichen Überblick über die nordische Mythologie zu bekommen. 

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Rezension zu "Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord" von Waldtraut Lewin

Erinnert an Fontane, fokussiert aber auf andere Details
Henri3tt3vor 5 Monaten

Das Cover und die Ravensburger-Ecke erwecken den Eindruck, dass dieses Buch eine Geschichte für junge Mädchen ist. Dabei ist es ein Gesellschaftsroman über die Bemühungen zweier Familien, ihr Leben zu meistern. Im Vorderhaus lebt Familie Glücksmann. Sie haben eine riesengroße Wohnung in der Beletage (das "schöne Stockwerk", also im 1.OG), sind reich, aber sie haben zwei Makel: Der Vater ist jüdischer Herkunft und obwohl schon mehrere Generationen getauft wurden, werden sie von der feinen Gesellschaft als Juden bezeichnet und ausgegrenzt. Außerdem wurden die Kinder unehelich geboren und daran ändert sich auch nichts, nachdem der Vater die Mutter später geheiratet hat.

Im Souterrain im zweiten Hinterhaus lebt Familie Sander. Der Vater ist Hausmeister, verbringt seine Freizeit in der Kneipe und wenn er nach Hause kommt, ist er für seine Frau und die vier Töchter die reine Hölle. Die Mutter ist Waschfrau und Quartalssäuferin. Die Kinder müssen ihr im Haushalt und bei der Arbeit helfen.

Die beiden Familien sind durch mehrere Dinge miteinander verbunden. Früher haben Frau Sander und Frau Glücksmann gemeinsam als Dienstmädchen gearbeitet. Jetzt macht die eine die Wäsche für die andere und sie schauen beide aufeinander herab. Der 17-jährige Bertram Glücksmann und die 16-jährige Luise Sander sind ineinander verliebt. Eine Liebe, die aus mehreren Gründen nicht sein darf.

Was diese Menschen erleben, ist sehr exemplarisch für die damalige Zeit und es ist spannend zu lesen, wie ein jeder mit seinem Schicksal umgeht.

Aufgrund der Darstellungen von Gewalt und Erotik würde ich es Kindern frühestens ab dem Alter von 12 Jahren zu lesen geben.

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Rezension zu "Nordische Göttersagen" von Waldtraut Lewin

Asen, Vanen und andere Helden
Ambermoonvor 6 Monaten

Odin, Thor und Freyja – diese Namen hat jeder schon einmal gehört. Aber nur die wenigsten kennen auch die Geschichten, die sich um die Göttergestalten aus Walhall ranken. Vom Anbeginn der Welt bis zu ihrem Untergang spannt sich der Bogen der hier versammelten nordischen Sagen. Sie erklären, warum Thor mit seinem Wagen am Himmel entlangfährt, was es mit dem Zaubertrank Dichtermet auf sich hat und welche Nachrichten die Raben Hugin und Munin dem weisen Göttervater Odin zutragen... (Klappentext)

✯✯✯✯✯

"Midgard für die Menschen, Utgard für die Riesen und Trolle, jene Ungetüme aus Stein, die beim Anblick der Sonne auf ewig erstarrten, Asgard für die Götter: Diese drei Reiche hielten die Unsterblichen für ewig. Da wussten sie noch nicht, dass sie selbst ebenso wenig unsterblich waren wie diese Orte ewig."
(S. 16)

Vielen Kindern und Jugendlichen sind Thor und Loki hauptsächlich durch die Avenger-Filme bekannt, doch was hat es wirklich mit den nordischen Göttern auf sich?
In diesem Buch ist man von Anfang an dabei und ich meine damit den wahren Anfang, nämlich die Entstehung der Welt vor den Göttern.

Anschließend werden auf erzählerische Weise die wichtigsten Götter und deren Aufgaben aufgeführt und dann taucht man auch schon in die Welt der nordischen Götter ein. 

"Dann fuhr Thor mit seinem Bocksgespann gewaltig heran, Hagel peitschte, Klippen splitterten, der Himmel flammte von Blitzen und hallte wider von Donnerschlägen. Der Mann aus Lehm mit dem Stutenherzen bekam einen solchen Schreck, dass er unter sich machte, eine gewaltige Lache."
(S. 67)

Man erfährt, wie Odin zu seinem Wissen gelangt, wie Thor in den Besitz seines Hammers kam und Loki zu einem Gott wurde. Man erlebt Streitigkeiten, Kämpfe zwischen Riesen und Göttern, listenreiche Auseinandersetzungen und taucht so in die Geschichten der nordischen Mythologie ein.
Dabei wird einem schnell klar, dass diese Götter keinesfalls unfehlbar sind. Sie sind eitel, rechthaberisch, empfinden Eifersucht, Wut und Trauer und begehen Fehler. Sie sind weder nur gut, noch nur böse. Sie weinen, sie lachen und sie lieben.
Jeder von ihnen hat seine Stärken und auch seine Schwächen, selbst Odin, der Göttervater. Im Grunde sind sie wie wir Menschen, nur eben mit Superhelden-Fähigkeiten ausgestattet, wenn man so sagen will, und somit tragen sie ihre Kämpfe auch mit entsprechend viel Krach und Bumms aus.

"Odin aber nahm seinen angenommenen Sohn in Schutz und sagte:
>>Loki bedenkt nicht die Folgen seiner Taten, er sucht im Kampf und bei Frauen das Abenteuer, er ist unberechenbar. Schließlich ist er der Gott des Feuers.<<
Und er erinnerte die anderen Götter daran, wie die Natur des Feuers war. Es vernichtete zwar, aber gibt auch Wärme im Winter, rodete den Wald und brät das Kalb am Spieß und hilft, Bier zu brauen."
(S. 70)

Der ewige Kampf wischen Gut und Böse,  zwischen Ober- und Unterwelt und doch kann das eine nicht ohne dem anderen existieren, denn was wäre Asgard ohne Hel? Nicht nur, dass es für die Götter und Riesen verdammt langweilig wäre, sondern auch das Gleichgewicht der Welt wäre gestört.
Und somit erlebt man allerhand spannendes und auch witziges, bis es mit Ragnarök, der Götterdämmerung, zu Ende geht und wieder eine neue Welt entsteht.

"In Walhall gibt es noch die Walküren. Das sind junge Frauen und Mädchen, die früher einmal selbst Heldentaten vollbracht haben. Sie waren Kriegerinnen, Fürstinnen, die ihre Schar ins Feld führten, starke Frauen, die Schiffe befehligten und im Kampf an der Seite ihrer Männer fochten."
(S. 84)

Die Sagen und Legenden sind in kurze Kapitel unterteilt und bei einem einfachen und flüssigen Schreibstil lauscht man diesen Sagen und Legenden der nordischen Mythologie.
Dabei bedient sich die Autorin eines fesselnden Erzählstils, welcher nicht zu ausufernd ist, wie so manch anderen Bücher über Sagen der nordischen Götter. Daher ist dieses Buch auch vor allem für Kinder und Jugendliche gut geeignet, um einen ersten Blick auf die Geschichten von Odin & Co zu werfen und um Götter, mutige Helden und Heldinnen und weisen Frauen zu begegnen, welche die Geschichte und die Welt prägten.
Meines Erachtens eignet sich dieses Buch auch sehr gut, um jüngeren Kindern vorzulesen, denn obwohl es heißt, dass die nordische Mythologie blutig und brutal ist, so ist diese hier nicht blutiger oder brutaler, als die Märchen der Gebrüder Grimm.

Fazit:
Für mich war dieses Buch ein ReRead und trotzdem konnte es mich ein weiteres Mal begeistern. Ich finde es immer wieder spannend, witzig und auch informativ darin zu schmökern. Vor allem da sich die Autorin auf das Wesentliche beschränkt und es trotzdem schafft Atmosphäre zu schaffen.
Also füllt Eure Humpen mit Met (Kinder natürlich nur einen alkoholfreien Honigpunsch), legt Eure Füße hoch und verlasst Midgard, um mit den Göttern zu trinken, zu lachen und zu kämpfen.

© Pink Anemone (inkl. Book-Soundtrack und Leseprobe)

 

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