Waldtraut Lewin Der Wind trägt die Worte - Geschichte und Geschichten der Juden

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Inhaltsangabe zu „Der Wind trägt die Worte - Geschichte und Geschichten der Juden“ von Waldtraut Lewin

Historische Fakten, erläuternde Zeit-Berichte, poetische Erzählungen verdichten sich zu einem intensiven und fesselnden Leseerlebnis Flucht und Vertreibung, Aufbruch und Diaspora kennzeichnen die wechselvolle Geschichte des jüdischen Volkes. Doch dieses Buch möchte nicht nur historische Fakten wiedergeben, sondern einen anderen Blickwinkel auf dieses Stück Weltgeschehen eröffnen. Drei Erzählebenen verdichten sich zu einer vielseitigen und tiefgehenden Darstellung der Geschichte der Juden – eine ausgedehnte Reise durch Länder, Völker und Jahrhunderte. In alle Windrichtungen führt der oft dornige Weg durch Raum und Zeit: vom Zweistromland über Jerusalem nach Andalusien und Deutschland, nach Prag, Venedig und Konstantinopel. Wir begegnen fiktiven Figuren, biblischen Gestalten, und auch weniger bekannten, jedoch nicht weniger beeindruckenden Persönlichkeiten … Eindrücklich erzählt Waldtraut Lewin nicht nur von Vertreibung und Schrecken, sondern auch von Hoffnung, von Menschen, die mutig ihren Weg gingen …

2000 Jahre jüdische Geschichte spannend erzählt.

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  • "Der Wind trägt die Worte" von Waldtraut Lewin

    Der Wind trägt die Worte - Geschichte und Geschichten der Juden
    LadyRosely

    LadyRosely

    26. February 2014 um 16:04

    Mit einem Gutschein in der Tasche und einem Lächeln im Gesicht bin ich durch die Buchhandlung geschlichen und wusste heute gehst du mit einem wunderschönen Buch nach Hause. Ich bin schon eine Weile um dieses Buch geschlichen und dachte mir, wenn ich es heute nicht mitnehme, dann würde ich wahrscheinlich noch ewig um das Buch schleichen. Gedacht, gekauft und erst eine Ewigkeit später aus der Folie entfernt und gelesen.  Nachdem ich das Tagebuch der Anne Frank zu Ende gelesen habe, dachte ich mir, würde das Buch doch wirklich sehr gut passen und so griff ich danach und war von der Dicke doch schon ein wenig eingeschüchtert. Aber die Motivation meinen SuB zu verkleinern und meine Interesse an der Geschichte der Juden haben mich dann doch dazu bewegt es zu lesen. Der Titel des Buches spiegelt meiner Meinung nach wirklich sehr gut den Inhalt des Buches wieder. Es drückt mit wenigen Worten die Geschichte bzw. den Pfad durch die Welt der Juden aus und hat mich direkt angesprochen und mich zum Nachdenken gebracht, auch als ich das Buch noch nicht mal gelesen hatte. Das Cover finde ich sehr filigran gestaltet und gefällt mir sehr gut. Die zarten Blätter, welche vom Wind aufgewirbelt werden, finde ich toll, aber auch das es so aussieht als wäre der Einband aus Stoff. Man merkt, dass es mit viel Liebe gestaltet wurde. Das Buch ist in drei große Abschnitte eingeteilt, welche einen besonderen Teil der Geschichte wiedergeben. Diese Abschnitte sind dann wiederum in einzelne Kapitel gegliedert. Die Kapitel sind immer von unterschiedlicher Länge, was mir persönlich richtig gut gefallen hat. Durch diese Aufteilung ist sogar möglich das man das Buch nicht hintereinander weg liest, so wie ich es getan habe, sondern immer häppchenweise. Des Weiteren wird auf drei Arten die Geschichte wiedergeben: Zum einem werden die Fakten wiedergeben und berichtet und zum anderen werden bestimmte Passagen erzählt. Diese drei Varianten werden im Buch auch in unterschiedlichen Schriftstilen dargestellt. Ich fand die Idee die Geschichte so wiederzugeben sehr angenehm zu lesen und hat sie auch ein wenig aufgelockert und lebendiger gestaltet. Dennoch muss ich sagen, dass es keine leichte Kost war und ich manche Stellen doch zweimal lesen musste, um sie zu verstehen und das, obwohl es ein Jugendbuch ist. Neben Geschichte und Geschichten der Juden werden auch einzelne Personen hervorgehoben, welche durch besondere Taten, auf ihre Art und Weise, aufmerksam gemacht haben und natürlich wird auch auf gesellschaftliche Themen, die auch noch heute wichtig sind, eingegangen.Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war das auch andere Religionen betrachtet wurden, zwar nicht in die Tiefe, was schlicht weg unmöglich ist, aber sie wurden nicht außen vorgelassen, und wie ein rotes Tuch behandelt. Den Schreibstil der Autorin fand ich am Anfang doch ein wenig anstrengend zu lesen. Mit der Zeit habe ich mich aber sozusagen in den Schreibstil rein gelesen und bin immer besser damit klargekommen, bis ich ihn sogar als sehr angenehm, leicht und sehr bildhaft empfunden habe. Fazit: Ich kann diesen ersten Band wirklich nur empfehlen zur Hand zunehmen und zu lesen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band und dieser sieht so aus….

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  • Rezension zu "Der Wind trägt die Worte - Geschichte und Geschichten der Juden" von Waldtraut Lewin

    Der Wind trägt die Worte - Geschichte und Geschichten der Juden
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    17. July 2012 um 23:56

    Die Geschichte der Juden und dann auch noch für Jugendliche interessant? Die Ignoranz überwinden, die zum Argwohn führt, der Angst schürt und letztlich zum Hass wird, indem man Jugendliche nicht gezwungenermaßen, sondern mit Spaß an dieses Thema heranführt? Das ist ein ambitioniertes Vorhaben, welches Waltraut Lewin jedoch in diesem Buch mit Bravour umgesetzt hat. Dabei ist es nicht einmal notwendig, bibelfest zu sein und sich in seiner eigenen Religion auszukennen. Denn so ganz nebenbei erfährt man in diesem Wälzer auch noch viel über die Anfänge des Christentums und des Islams. Vom erheblichen Umfang des Buches sollte man sich nicht abschrecken lassen – das Buch ist zwar sehr dick, aber es liest sich schnell und leicht. Durch die verschiedenen Erzählarten Fakten, Berichte und Erzählungen, die jeweils in eigenen Schriftarten gesetzt sind, ist es abwechslungsreich. Auch der lockere Erzählton mit seinen Nebenbemerkungen, die immer wieder einen Bezug zum heutigen Alltag herstellen, trägt dazu bei, dass sich dieses Buch spannend wie ein Roman liest. Das Buch ist in drei Teile unterteilt: Die biblische Zeit, die Zeit der Kreuzzüge und das ausgehende Mittelalter. Am Ende des Buches erklärt ein Glossar die jüdischen Feiertage und den jüdischen Kalender. Auch die im Text erklärten jüdischen Begriffe sind hier noch einmal aufgeführt. Lewin beschreibt, wie es dazu kam, dass die Juden in alle Winde verstreut wurden und wie sie diese Situation gemeistert haben. Immer wieder mussten sie ihre Wohnsitze aufgeben, waren immer dem guten Willen der Herrscher unterworfen, mussten in Krisenzeiten als Sündenböcke herhalten. Beim Lesen dieses Buches reihen sich die Aha-Erlebnisse nur so aneinander. Wer sich schon immer gefragt hat, welchen Sinn die vielen Regeln und Verbote im jüdischen Glauben haben, bekommt hier die Antwort. Denn die einzige Verbundenheit der Juden über die weiten Entfernungen hinweg steckt in ihren Riten und Geboten. Hatte man früher einen Tempel, also einen Ort für den Glauben, wird jetzt der Alltag mit seinen Regeln zur Religion. Dazu mussten die Regeln und Gebote, deren Auslegung vorher ständig neu diskutiert wurde, schriftlich festgelegt werden. Daraus ergibt sich auch die zentrale Bedeutung von Bildung und lebenslangem Lernen im Judentum. Lewin beschreibt die vielen unterschiedlichen Spielarten des Judenhasses und die Mechanismen, die dazu führen, dass man sich, statt die eigentlich Schuldigen in der Obrigkeit anzugreifen, einen Sündenbock sucht. Diese Mechanismen bestehen bis heute, und nicht nur gegen Juden. Ein wichtiger Meilenstein ist das Jahr 1449, als aus dem Antijudaismus der Antisemitismus wurde. Wurden die Juden bisher aufgrund ihres Glaubens abgelehnt, konstruierte man sie nunmehr als eigene Rasse, was sich auch in rechtlichen Regelungen niederschlug. Hier entstanden die Vorläufer der NS-Rassengesetze, wie die Limpieza de sangre, der spätere Arier-Nachweis, und das Verbot für Christen, bei Juden zu arbeiten oder einen Juden zu heiraten. Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist, dass es kein Kartenmaterial gibt. Abgesehen davon kann ich es nur aus vollstem Herzen empfehlen, gebe es jetzt an meine Kinder weiter und freue mich auf den zweiten Band.

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