Waldtraut Lewin Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord

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Inhaltsangabe zu „Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord“ von Waldtraut Lewin

Berlin im Jahr 1890: Hausmeisterstochter Luise verliebt sich unsterblich in Bertram, Sohn eines vermögenden jüdischen Kaufmanns. Ihre Familien dürfen nichts von ihrer Liebe wissen, doch es kommt zum Eklat ...

Authentisch, schnörkellose Geschichte einer Liebe, einer starken Frau aus dem Hinterhof-Melieu Berlins, kurz vor der Jahrhundertwende.

— Filzblume
Filzblume

Eine Liebesgeschichte mit historischem Kontext, die einem ein Gefühl für die politische Stimmung in Deutschland um 1890 vermittelt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Die Trilogie in der Gesamtheit ist lesenswert. Die Familie stellt den roten Faden in verschiedenen Zeiten dar.

— Nany
Nany

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  • Ein Haus im Wandel der Zeit 1. Band

    Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord
    Filzblume

    Filzblume

    05. June 2017 um 16:14

    Waltraut Lewin, Schriftstellerin, Regisseurin und Dramaturgin, hinterlässt mehr als 70 Bücher, darunter Jugendbücher, Hörspiele und Publikationen. Sie verstarb erst Ende Mai diesen Jahres.Vorweg: Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Berlin 1890, geprägt von sozialen Konflikten, den aufkeimenden deutschen Antisemitismus, und die Folgen der Weltwirtschaftskrise steht die junge, kluge und ehrgeizige Luise Sander im Mittelpunkt des Buches. Sie bewohnt mit ihrer Familie den Hinterhof. Der Vater ein Säufer und Taugenichts, Seine Frau Anna, eine Wäscherin und Quartalssäuferin, die Kinder Luise, die ältere, Agnes, Lina und Hedwig - der Vater nennt sie Pissnelken! Nur seine Luise, die er" Luis das feine Kerlchen" nennt, bekommt niemals Schläge, darf die Schule besuchen und nimmt sogar Tanzstunden. Ihr Tanzpartner Bertram, Sohn der Glückmanns, aus der Beletage des Vorderhauses.Getaufte Juden, Vater Unternehmer, Börsenspekulant und leider auch ein Spieler.. Sie geben Soiree, jedoch ist die Familie gesellschaftlich nicht gleichgestellt mit den anderen. Denn Bertrams Vater hat unter Stand geheiratet. Das soll seiner Tochter Bernadette und Bertram nicht passieren. Doch Bertram und Luise lieben sich, treffen sich heimlich. Luise möchte dem Dasein im Hinterhof entkommen, sie verdient sich Geld dazu. Als Bertram davon erfährt, wird es für die beiden schwierig. Luise, eine starke Persönlichkeit mit klaren Zielen, Bertram, der sich sehr zu ihr hingezogen fühlt, aber weiß, das es in der derzeitigen Situation unmöglich ist zusammenzukommen. Doch Luise gibt nicht auf an eine andere Zukunft zu glauben. Der Roman erzählt uns anhand der Protagonisten und ihrer gesellschaftlichen Herkunft eine Liebesgeschichte die geprägt ist von sozialen Veränderungen, Industrialisierung! Börsenspekulationen und dem aufstrebenden Bürgertum. Was mich fasziniert hat, sind die Dialoge zwischen den stark geprägten Dialekt der Arbeiterklasse - hier am Beispiel das Berlinerische. "Und ick bin zwar ’n armet Luder und schinder wie ’ne Kaputte, aber ick bin ’ne anständije Frau. Und eh ick zulasse, dass meine älteste Tochter den Hurensohn heiratet, da jag ick se aus ’m Haus." Der Roman liest sich flüssig, ohne Schnörkel und realistisch. Die Charaktere sind authentisch und fügen sich mit dem politischem und wirtschaftlichen Bild des zu Ende gehenden 19 Jahrhundert ein. Nicht kitschig, nicht klischeehaft, bildlich hatte ich Zeichnungen von Zille vor mir, so gut verstand es die Schriftstellerin das Berlin der Jahrhundertwende in Szene zu setzen. Die Idee die 3 Bände mit einem Haus zu verknüpfen finde ich sehr gelungen. Dies war der erste Teil einer Trilogie" Ein Haus in Berlin" 1890 - Luise, Hinterhof Nord, im Wandel der Zeit. Band 2 handelt im Jahr 1935 und Band 3 " Paulas Katze "1989 " Mauersegler". Klare Leseempfehlung.

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  • Mehr als nur eine Liebesroman für junge Menschen

    Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2015 um 22:14

    "Ein Haus in Berlin, 1890, Luise Hinterhof Nord" von Waldtraut Lewin ist der erste Teil einer Trilogie. Luise lebt mit ihrer Familie in einer Souterrain-Wohnung im zweiten Hinterhof eines Berliner Hauses. Wobei Wohnung ein zu schönes Wort für das Kellerloch mit kleinem Fenster ist, in dem ihre Mutter als Wäscherin arbeitet. Der nach einem Unfall behinderte Vater, arbeitet als Hausmeister. Luise will raus aus dem Keller, raus aus dem Hinterhof, raus aus der Armut. Ihre Eltern helfen ihr dabei, aber nur ihr. Sie, die Älteste, darf als einzige der vier Kinder die Schule weitermachen und in die Tanzstunde gehen. Sie träumt davon irgendwann in der Bel-Etage zu leben und ihr Traum scheint zum Greifen nah als sie und Bertram aus der Bel-Etage sich ineinander verlieben. Das Buch, mit vielen historischen Details ist leicht und flüssig geschrieben, der gesellschaftliche Stand Luises und ihrer Familie spiegelt sich in ihrer Sprache wieder, wobei Luise immer versucht nicht zu „berlinern“ wenn sie mit Bertram oder anderen Personen zusammen ist. Die Liebesgeschichte zwischen Luise und Bertram lässt einem bis zum Schluss mitfiebern, wobei bei dieser Romanze nicht nur der gesellschaftliche Unterschied ein Hindernis darstellt. Mir hat die Geschichte gut gefallen, vor allem das die Autorin so viel Wert auf den historischen Kontext gelegt hat. So bekommen die jungen Leser (Altersempfehlung ab 13 Jahren) neben einer spannenden Liebesgeschichte auch ein Gefühl dafür vermittelt welche politische Stimmung 1890 in Deutschland herrschte wie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder den Antisemitismus Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten beiden Bände der Trilogie.

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  • Rezension zu "Luise, Hinterhof Nord" von Waldtraut Lewin

    Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord
    Huebner

    Huebner

    05. October 2010 um 10:57

    "Hier wird nicht wild herumgeheiratet. Dein Vater hat Pläne mit dir", spricht Bertrams Mutter Finnette Glücksmann zu ihrem Sohn und gibt den gesamten Tenor des Jugendbuches "Luise, Hinterhof Nord, ein Haus in Berlin - 1890", dem ersten Teil der Lewin-Trilogie, vor. Erzählt wird die Geschichte zweier Familien deren Kinder iin eine (verbotene) Liebesbeziehung versponnen sind. Da gibt es die Luise Sander, Tochter der Waschfrau Anna, die in einem der viele Hinterhöfe der berüchtigten Ackerstraße in Berlin wohnt und ihren brutalen Vater Wilhelm, den notorischen Trinker. Und da ist Bertram Glücksmann im Vorderhaus, der Sohn des jüdischen Kaufmanns Walther Glücksmann, dessen Frau "Finette" ihm zwei uneheliche Kinder gebar und somit als ehemalige Näherin einen Platz in der bürgerliche Schicht gefunden hat. Bertram geht auf das Gymnasium, während sich Luise als Weißnäherin verdingen muss. Ein wunderbares Jugendbuch, das das Berlin Ende des 19. Jahrhunderts aus der Sicht zweier Jugendlicher erklärt und auch vor politischen Inhalten nicht scheut. Die Liebesgeschichte entspricht zwar Klischees, fesselt aber dennoch. Während Luise selbst vernünftig denkt, die sog. "Engelmacherin" an ihr nicht zum Einsatz kommen lassen will und Bertram zur zölibatären Beziehung zwingt, nutzt ihre Schwester die Situation des unbefriedigten Bertrams aus und wird schwanger von ihm, was die Verwicklungen innerhalb des Romans um einen weiteren Konflikt bereichert. Im Unterricht der 10.Klasse konnte ich mit den Schülern bei der Arbeit mit "Luise Hinterhof Nord" Parallelen zu "Kabale und Liebe" herstellen, wo das Leben der Luise Millerin viele Gemeinsamkeiten mit dem der Luise Sander von Lewin zeigt. Und auch Bertram Glücksmann und der junge Ferdinand von Walter sind gleichermaßen von ehrlicher Zuneigung für die jeweilige Luise ergriffen, gleichzeitig aber durch Pflichtgefühl und Familienehre gehemmt. Beide männlichen Helden stehen im Konflikt mit ihren Vätern. Luise Millerin hat ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater, Luise Sander wird von dem ihren missbraucht. Waldtraut Lewin lässt ihre Luise Sander beim Maler Otto Markwart Akt stehen und weckt sogleich Assoziationen zum Impressionismus und erstarkenden Expressionismus der Zeitenwende. Heinrich Zille als Milieu-Maler wird ebenfalls assoziiert. Die Figuren charakterisieren sich selbst, geben tiefe Einblicke in ihr Nervenkostüm. Der Stil ist im Präsens gehalten, was das Erlebte noch unmittelbarer wirken lässt. (I. Hübner)

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  • Rezension zu "Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord" von Waldtraut Lewin

    Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord
    elvira

    elvira

    27. July 2009 um 20:48

    Luise ein armes Mädchen ist in den reichen Bertram verliebt.Das ganze spielt um die zeit 1890.Schon damals war der antisemitismus verbreitet in Deutschland. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen,die Liebesgeschichte zwischen Bertram und Luise ist einfach wunderschön!Ich hab die ganze Zeit während dem lesen mit den beiden mitgefiebert, das sie es schaffen. Doch es geht in diesem Buch nicht nur um die Liebe, es geht auch um das Porträt einer Stadt.Beim Lesen konnte man sich sehr gut vorstellen wie es damals in Berlin war. Die anderen 2 Bücher der Trilogie habe ich auch gelesen, doch ich muss sagen das mir der auftakt doch am Besten gefallen hat.Einfach weil Betram und Luise zusammen waren!Das Buch soll ein Zeichen setzen das man um die Liebe kämpfen muss.

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  • Rezension zu "Luise, Hinterhof Nord" von Waldtraut Lewin

    Ein Haus in Berlin · 1890 · Luise, Hinterhof Nord
    merle81

    merle81

    14. September 2008 um 10:20

    Erster Teil der Familientrilogie, die mit detailliertem historischen Wissen aufwartet und zusätzlch zur spannenden Geschichte um Luise und Agnes Sander einen guten Überblick über die damalige Zeit liefert.

    Heute schon als Klassiker geadelt sollten allle drei Romane nirgends fehlen.