Walko Walko

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Rezension zu "Der wilde Räuber Donnerpups – Freitag der Dreizehnte" von Walko Walko

20 Minuten Hörvergnügen pur und das nicht nur an einem Freitag dem dreizehnten
Kinderbuchkistevor 10 Monaten

Ein lustiges Spannendes Bilderbuchabenteuer für Kinder ab 3 Jahren
Dies ist nun schon Band 3 der lustigen, abenteuerlichen Geschichten um eine bunt gemischte Räuberbande, die den Räuberwald unsicher macht.
Seit  der abenteuerlustige Junge Robbin zu der Bande gestoßen ist haben wir schon einiges mit dem so unterschiedlichen Gespann erleben dürfen.
Für alle, die den fürchterlichen Räuberhauptmann Donnerpups und seine Kumpanen noch nicht kennen werden sie vorab kurz vorgestellt.
Nun ist Freitag der dreizehnte. Ein Tag, der nicht nur abergläubischen Menschen irgendwie im Magen liegt. Einfach ein Pechtag, das steht fest. Eigentlich sollte man an so einem Tag besser zuhause im Bett bleiben doch wer weiß was dieser Tag auch vielleicht gutes bringen kann. Also machen sich Donnerpups, Moni Zitroni, Tscharli Bumm, Schlawiner, Robin und der schweigsame Heino zu einem Streifzug durch den Wald auf. Ein Streifzug voller kleiner Hindernisse und Missgeschicke, die bei jedem Streifzug passieren, doch an diesem Freitag, dem dreizehnten ist natürlich der Tag daran Schuld das etwas passiert.
Doch dann scheint es eine gute Wendung zu geben. In einem wirklich sehr, sehr dicken Baum entdecken sie ein Haus. Und aus dem Haus hört man Stimmen. Ein Singsang. Ob es da etwas zu holen gibt?
Sie schleichen sich an und entdecken ein kleines Hexlein. Die könnte man gut überfallen. Bestimmt ist dort Schätze. Während Donnerpups und seine Bande die Lage sondieren erhalten wir einen ganz besonderen Einblick ins Innere des Häuschens. Wir können die Doppelseite aufklappen und erhalten eine große Panoramaseite aus 4 Seiten die uns in die Welt der Hexe Simsibim entführen. Die hat auch Angst vor Freitag dem dreizehnten und möchte deshalb einen Hexentrunk gegen Pech brauen. Nun muss man wissen, das Simsibims noch jung und unerfahren ist und ihr immer mal wieder Missgeschicke passieren. Es ist zu schön Simsibim in ihrem Baumstammheim besuchen zu können. Eine völlig neue faszinierende Welt tut sich dem Betrachter auf. Ich weiß nicht wer die Idee mit der aufklappbaren Doppelseite hatte aber es ist eine wirklich gelungene, denn  dies öffnet uns eine zweite Erzählebene , denn klappt man wieder zu steht man wieder vor dem Baum als wäre das Innere uns nie eröffnet worden.
Nun aber zurück zur Geschichte
Wie sollte es auch anders sein, an diesem unheilvollem Tag,
Simsibim trinkt das Gebräu und verwandelt sich in ein fürchterliches, übergroßes Wumsidum.
Während die Bande noch auf Lauer liegt schaut plötzlich das wütende Monster aus dem Fenster, das die ungebetenen Gäste schon erspäht hat.
Die sind so entsetzt dass sie sofort Reißaus nehmen und Donnerpups einer seiner gefährlich, knallenden, stinkenden Pupse entfleucht, bevor er in Simsibims Kräutergarten zu Fall kommt und nur noch das Weite sucht.
In ihrem Hauptquartier sind sie nicht sicher. Das Monster wird sie suchen und.... Oh, je was dann passiert daran mag niemand denken. Ein Plan muss her, der die Räuber schützt.
 In aller Windeseile wird eine Monsterfalle gebaut.
Ob das eine Lösung ist?
Die Räuber hatten recht. Das Wumsidum nimmt die Fährte auf und steht wenig später vor dem alten Wohnwagen. Mehr noch es hebt das Dach hoch und auch das Plumpsklo ist nicht sicher. Doch die Räuber waren clever, haben sich versteckt und warten nun auf den richtigen Moment um das Ungetüm zur Strecke zu bringen.
Ob es ihnen gelingen wird oder ob die ihm alle zum Opfer fallen?
Ich werde es hier nicht verraten nur so viel, es wird noch sehr spannend und sehr überraschend für alle Beteiligten.
Und so kommt es, das Freitag der dreizehnte letztendlich doch noch fröhlich und mit einer Erkenntnis endet, die überraschend ist.
*
Ein wirklich gelungener dritter Band liegt uns hier vor, der unsere Lesekinder am Lesenachmittag sehr lange beschäftigt hat, denn nach der sehr stimmungsvollen Lesung haben sie sich noch zusammengesetzt und die Bilder "studiert". Immer entdeckte einer noch etwas, was der andere noch nicht gesehen hat, und jedes Element erzählte noch eine kleine zusätzliche Geschichte. Es ist also auch ein Geschichtenentdecker Buch.
Als dann ein Kind noch die CD entdeckte ging die Geschichte für alle noch einmal von vorne los denn mit CD und Buch können auch die, die noch nicht selbst lesen können der Geschichte wunderbar folgen. Gerade wenn man die Geschichte schon vorgelesen bekommen hat und frei ist für die Bilder kann man die CD wunderbar im Hintergrund laufen lassen, da man den Inhalt schon kennt und so schneller mit den Bildern verbinden kann.
*
Die Illustrationen liefern nicht nur ein Feuerwerk an Eindrücken und kleinen Geschichten sondern illustrieren das Geschehen großartig. Alles ist wuselig und lebendig. So lebendig, das man beim Betrachten zeitweise nicht mehr das Gefühl hat Bilder in einem Buch zu betrachten sondern ehr einen Film zu sehen, denn die verselbständigen sich auf fantastische Weise.
*
Und so endete nicht nur unsere erste Vorlesestunde mit leuchtenden begeisterten Kinderaugen sondern auch die anderen und ich "fürchte" ich muss dieses Buch noch sehr, sehr oft vorlesen.
Aber wenn ich ehrlich bin, macht es mir auch nach 20 Mal und mehr noch genauso viel Spaß wie beim ersten Mal denn die Geschichte ist einfach auch toll geschrieben und bietet so für den Vorleser jede Menge Möglichkeiten, durch die richtige Stimmlage und Betonung, das richtige Lesen, mit der Geschichte zu spielen.
*
In diesem Sinne ein Lesevergnügen für Klein und Groß!

Und wer lieber die Geschichte hört und sich seine Bilder selbst macht der kann sich auch nur die CD anhören.
Die Geschichte wird hier von Martin Baltscheidt gelesen. Die Geschichte wird mit einer wunderbaren Instrumentalmusik eingeführt und auch wieder ausgeleitet. Die Musik ist relativ lang und kann auch gut vor dem Vorlesen des Buches als Einstimmung und später als Abschluss zusätzlich zum Vorlesen genutzt werden.
Martin Baltscheidt liest die Geschichte so grandios vor, das man zuweilen vergisst, das es sich um eine Lesung handelt. Er gibt jeder Figur seinen eigenen Charakter, eine eigene individuelle Persönlichkeit, seine eigene Stimme so dass man das Gefühl hat es sprechen mehrere Personen.
Mit 20 Minuten Spieldauer ist die Geschichte nicht all u lang und gut als Gute Nacht Geschichte für etwas größere Kinder ab etwa 5 Jahren geeignet.


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