Wallace Stegner Vor der Stille der Sturm

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Inhaltsangabe zu „Vor der Stille der Sturm“ von Wallace Stegner

Joe Allston – lange erfolgreicher Literaturagent – kehrt, gemeinsam mit seiner Frau Ruth, der exzentrischen Ostküste und dem wirren Treiben der Swinging Sixties den Rücken. Auf der Suche nach Stille aber findet er: kein Paradies, nirgends. Dort, wo er es erhoffte, in den berauschend schönen Hügeln Kaliforniens, wird er abermals in die Unordnung des Lebens gestoßen. Die Begegnung mit einer jungen Frau, die gegen den Tod ankämpft und doch vom Leben, seiner Intensität und Schönheit, durchdrungen scheint, trifft ihn tief. Die herbe, aber verführerische Empfindungsfülle jener Tage versöhnt Allston schließlich – mit Niederlagen, Verlust und Zweifeln. Er, der Erfüllung in einer Idylle gesucht hatte, findet in ihrer Unvollkommenheit sich selbst.

hat mich tief bewegt, aufgewühlt und viel nachdenken lassen!

— radieschen

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  • Rezension zu "Vor der Stille der Sturm" von Wallace Stegner

    Vor der Stille der Sturm

    radieschen

    14. May 2012 um 21:08

    Ich möchte gerne ein Zitat aus diesem eindrucksvollen Werk hervorheben:
    "Öffne dich, liefere dich aus, streif deine Haut ab. Lass deine Knochen tanzen."
    Und genauso so erging es mir, es hat mich tief bewegt.

  • Rezension zu "Vor der Stille der Sturm" von Wallace Stegner

    Vor der Stille der Sturm

    lokoschade

    05. January 2012 um 16:14

    •Taschenbuch: 360 Seiten •Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2011) •Sprache: Deutsch •ISBN-13: 978-3423248983 •Originaltitel: All The Little Live Things (Doubleday Company, Inc., New York 1967) Mein Leseeindruck: Joe, der Ich-Erzähler, und seine Frau Ruth ziehen sich von der elitären amerikanischen Ostküste zurück um in Kalifornien ihren wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Auf ihrem großen Grundstück praktizieren sie ein einfaches Leben, gärtnern, wandern und erfreuen sich an der Natur. Zwei Jahre lang geht das so, sie sind zufrieden, treffen sich hin und wieder mit Nachbarn auf einen Drink, halten die Beziehungen aber oberflächlich. Genau das ist es was beide wollen. Doch ihr Leben nimmt eine Wende als sie von einer Wanderung zurückkommen und auf einen jungen, scheinbar verwahrlosten Mann mit langen Jahren und bärtigem Gesicht treffen (die Handlung spielt in den 1960er Jahren). Joe fühlt sich alleine schon durch die Anweisenheit des Mannes provoziert und weißt ihn darauf hin, dass er sich auf einem Privatgrundstück befindet! Mit dessen Reaktion allerdings hat er nicht gerechnet, denn er, Jim Peck, möchte hier gerne sein Zelt aufschlagen um zu kampieren. Joe, obwohl er ein ganz ungutes Gefühl dabei hat, läßt sich unter bestimmten Bedingungen darauf ein, bereut seine Entscheidung aber immer wieder. Rückgängig allerdings macht er das Ganze auch nicht, denn er hat Angst von anderen als kleinlich gehalten zu werden. Etwa zur gleichen Zeit zieht ein junges Ehepaar mit seiner kleinen Tochter in das Nachbar-Cottage und obwohl Joe und Ruth eher dazu neigen Menschen erst einmal abzulehnen um ihre Zurückgezogenheit zu genießen, hat die junge Frau, Marian, die beiden mit ihrer Liebenswürdigkeit sofort begeistert. Während Jim Peck unablässig damit beschäftigt ist Körper und Seele für die Erleuchtung durchlässig zu machen und sich sein eigenes "Walden" (allerdings mit fließend Wasser und Strom, angezapft aus Joes Hauptleitungen) schafft, nehmen Joe und Ruth mehr und mehr am Leben des jungen Paares teil und Marian gelingt es den ironischen Joe aus der Reserve zu locken. Für den Lebensstil von Jim Peck und sein "inszenierstes Anderssein" hat er nichts als Verachtung übrig, ist aber so selbstreflektiert die Fehler und Versäumnisse in seinem eigenen Leben zu erkennen.... Fazit: Wallace Stegner ist ein so großartiger Erzähler und es gelingt ihm auf einzigartige Weise dem Leser das Mitgefühl und die Verantwortung seiner Protagonisten nahe zu bringen. Wie schon in "Zeit der Geborgenheit" hat mich seine klare, unverschnörkelte und dennoch poetische Prosa begeistert. Bevor nun das nächste Buch von ihm erscheint, was ich sehr hoffe, kann ich mich noch auf "Die Nacht des Kiebitz" freuen, welches ebenfalls bei DTV erschienen ist. Absolute Leseempfehlung und eines meiner Highlights aus dem Jahre 2011

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