Wallace Stroby

 4.5 Sterne bei 27 Bewertungen

Alle Bücher von Wallace Stroby

Geld ist nicht genug

Geld ist nicht genug

 (9)
Erschienen am 23.02.2017
Fast ein guter Plan

Fast ein guter Plan

 (5)
Erschienen am 29.01.2018
Der Teufel will mehr

Der Teufel will mehr

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Erschienen am 22.02.2019
Shoot the Woman First

Shoot the Woman First

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Erschienen am 03.12.2013
Kings of Midnight

Kings of Midnight

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Erschienen am 15.03.2014
Cold Shot to the Heart

Cold Shot to the Heart

 (0)
Erschienen am 15.02.2014

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Rezension zu "Fast ein guter Plan" von Wallace Stroby

Crissa Stone ist zurück
Vorleser2vor 23 Tagen

Crissa Stone ist zurück! Nach Kalter Schuss ins Herz und Geld ist nicht genug nimmt der ehemalige Polizeireporter Wallace Stroby seine Leser wieder auf eine rasante Kriminalgeschichte um unsere Heldin Crissa Stone mit. Damit knüpft er an eine wundervolle spannungsreiche Reihe an und enttäuscht auch dieses Mal nicht: 
Nachdem Crissa nach dem letzten Debakel nahezu ihre ganze Existenz aufgeben musste, hat sie sich nun ein neues Leben aufgebaut. Sie hat wieder einiges an Geld bei Seite geschafft und leistet ihrem alten Freund Jimmy Peaches gelegentlich Gesellschaft. Dennoch schmerzt es sie, dass sie weder bei ihrer Tochter sein kann, noch nach ihrem Namenswechsel ihren Mentor und Liebhaber Wayne im Gefängnis besuchen kann. Daher macht sie das, was sie am besten kann - stehlen. 
So begiebt Crissa sich zu einem neuen Coup. Es geht um die Geldübergabe eines Drogenbosses, wobei eine viertel Millionen Dollar in einem unauffälligen Auto deponiert werden. Ein SUV ist als Überwachung positioniert, doch eigentlich ist der Job zu einfach. Nach kurzem Zögern steigt Crissa mit ein und der Job geht glatt und schnell über die Bühne. Bei der Aufteilung der Beute eskaliert die Lage jedoch und Crissa kann knapp entkommen. Was sie jedoch nicht weiß ist, dass ein Drogenboss und ein ehemaliger Cop mit ganz eigenen Zielen ihr auf den Fersen sind... mehr bei www.dievorleser.blogspot.de

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Fast ein guter Plan" von Wallace Stroby

Crissa rockt es wieder
Gwhynwhyfarvor 6 Monaten

Der erste Satz: »Vier Stunden nachdem sie in Detroit aus dem Flugzeug gestiegen war, saß Crissa in der Innenstadt in einem geparkten Wagen und beobachtete einen rostzerfressenen Subaru mit einer halben Million Dollar im Kofferraum.«

Crissa wieder auf Beutefang. Eine Gangsterin, die dem Leser ans Herz wächst. Wer sind die Bösen, wer die Guten? Na, die guten Bösen, und das ist Crissa. Gewalt gegen Frauen? Probier es mal mit Crissa, sie wird dir das Fürchten lehren. Sie hasst Gewalt, aber in ihrem Metier geht es manchmal nicht anders. Wer sie angreift, wird ihren Zorn ernten, aber sie ist nicht nachtragend, tötet nur, wenn es heißt: Ich oder du! Ihr weiches Herz richtet sich hin und wieder auch gegen sie, denn andere vergessen nicht, sind nachtragend. Ist Crissa ein Supergirl? Nein, wirklich nicht. Und genau darum mag ich die Serie. Sie ist ziemlich intelligent. Wie in der Realität sind Jungs aus dem Milieu meist hohlköpfig, glauben, sie wären der King und trauen einer Frau rein gar nichts zu. Das macht sich Crissa zu eigen und hebelt sie aus. Dazu hat sie ein gutes Bauchgefühl und gute Augen, hat ein Gefühl für Ratten. Dumme Menschen sind berechenbar, selbst ihre Hinterhältigkeit und Crissa kann rechnen.

Der Deal steht in diesem Buch am Anfang. Crissa raubt keine Supermärkte aus, sie konzentriert sich auf Schwarzgeld der Unterwelt. Zusammen mit zwei Kollegen, denen sie traut, und einem Whistleblower, den sie für unprofessionell hält, ziehen sie nach Crissas Plan einen Überfall durch. Der Plan funktioniert, zurück im Versteck soll das Drogengeld aufgeteilt werden. Doch einer unter ihnen spielt falsch, ist zu gierig, das Szenario endet in der Katastrophe. Im Original heißt der Titel : »Shoot the woman first«. Sie ist gefährlich, kann sie entkommen? Natürlich, aber man ist ihr auf den Fersen. Der Besitzer des Geldes schäumt vor Wut und schickt den runtergekommenen Ex-Cop namens Burke auf Crissas Spur.

»Sie schwang den Schläger, zielte auf die Außenseite seines linken Knies, fühlte den Schlag bis in ihre Schultern. Sein Bein knickte ein, er fiel um wie ein gefällter Baum. Sie zielte auf die Waffe, traf nicht, aber erwischte sein Handgelenk. Der Revolver flog an die Wand und landete zu ihren Füßen.«

Crissa ist schlicht eine Verbrecherfigur. Sie ist eine schlechte Mutter, lässt ihre Tochter von einer Cousine erziehen. Ihr schlechtes Gewissen plagt sie immer wieder. Trotzdem mag der Leser sie. Sie ist empathisch, sogar mit den letzten Arschgeigen, sie teil, wo sie nicht teilen müsste, unterstützt andere, bringt sich für andere in Gefahr und wenn sie stiehlt, trifft es die Richtigen. Kann es eine solche Figur geben? Warum nicht? Auch Berufsverbrecher können empathisch sein. Crissa wirkt nicht aufgesetzt, vielleicht ist die Figur gerade darum so glaubwürdig. Wallace Stroby schreibt, schnell, spannend, man kann nicht aufhören zu lesen. Aber das ist es nicht allein. Der Schreibstil hat etwas drehbuchartiges, man ist dicht an der Figur dran. Doch die meisten Bücher im Drehbuchstil haben Kracher, Stunts, Supermänner/frauen, die man gern im Kino anschaut, aber bitte nicht auf Papier. So ist Stroby nicht! Er schreibt in Bildern, in Subtext, man sieht die Szene vor sich, steigt in Crissas Kopf, sieht und denkt mit ihr. Bilder, die alles sagen, was ist, was folgen wird, ein Satz, ein Bild, und eine ganze Geschichte läuft im Kopf ab. Der Noir-Autor taucht in die schmutzigen Ecken der Großstädte ab, zeigt ein Gesellschaftsbild der armen Leute. Zeigt Elend, vernachlässigte Kinder, Familien, die abrutschen, nirgendwo aufgefangen werden, weil das Sozialsystem nichts auffangen kann. Gewalt und Drogen, keine Zukunft. Als Setting spielt diesmal Detroit eine Rolle, einst eine reiche Stadt, als die Autoindustrie noch boomte, heute verarmt, totaler Rückzug der öffentlichen Hand, nicht nur das Bahnhofsgebäude ist eine Ruine. Ein Moloch des Verbrechens.

Ein klassischer Gangsterroman. Genauso will ich sie lesen! Weder Hackebeilchen noch am Fließband missbrauchte Frauen und Kinder, das braucht der Roman nicht. Gewalt gibt es genug, angedeutete, und die reale Gewalt der Straße. Und das ist schon jede Menge. 

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detlef_knuts avatar

Rezension zu "Geld ist nicht genug" von Wallace Stroby

Vor dem Hintergrund des tatsächlichen Geldraubs an einer Lufthansa-Maschine
detlef_knutvor einem Jahr

Krimi einmal anders oder vielleicht doch kein Krimi? Der vorliegende Roman ist ein Ganovenroman.

Er beginnt damit, dass die Protagonistin Chrissa Stone zusammen mit schweren Jungs und mit ebenso schweren Baufahrzeugen den Geldautomaten einer Bank knackt. Das ist ihr Hauptberuf. Sie raubt Geld. Doch immer darauf bedacht, es nicht "den Guten" zu nehmen, sondern "den Bösen". Eine moderne Robin Hood, die allerdings nicht alles an die Armen verteilt.

Parallel zum Geldraub wird der seit 25 Jahren über ein Zeugenschutzprogramm untergetauchte Benny von damaligen "Kumpels" aufgesucht. Er gehörte den Mafiagangs von Brooklyn an und hatte beim größten Geldraub in der US-Geschichte (dem Lufthansa-Raub am 11 Dezember 1978) mitgemacht. Das Geld war damals aber nie gefunden worden. Deshalb hat sich Danny, der auch heute noch Gangsterboss ist, vorgenommen, Benny aus dessen verbrechensfreien Dornröschenschlaf zu holen, um sich mit ihm auf die Suche nach den Millionen zu machen.

Doch im Verlauf der Handlung treten sich alle gegenseitig auf die Füße und dabei geht es nicht ohne Blut ab. Action in Form von Schlägereien, Folter und Schießereien stehen an der Tagesordnung.

Vor dem Hintergrund des tatsächlichen Geldraubs an einer Lufthansa-Maschine hat Wallace Stroby einen spannenden Roman entwickelt. Dabei geht es um die Jagd nach dem Geld, bei dem sich die Gangster gegenseitig verfolgen. Deshalb kommt der Roman komplett ohne Polizei und Ermittlern aus. Die in eigener Sache ermittelnden Ganoven einmal ausgenommen. Chrissa Stone, die ihren ersten Auftritt in dem Roman "Kalter Schuss ins Herz" (in deutscher Übersetzung ebenfalls bei Pendragon erschienen) hatte, wird als Frau dargestellt, die mit allen Wassern gewaschen ist. Immer die richtigen Beziehungen an der Hand, schafft sie es, sich die notwendigen Informationen und Materialien zu beschaffen, um an Ihr Ziel zu gelangen. Zartbesaitet geht sie dabei nicht immer vor, obwohl sie im vorliegenden Roman gerade deshalb in Schwierigkeiten kommt, weil sie ihre Gegner zu oft verschont.

Sehr angenehm sind auch die Nachbbemerkungen, die über den Hintergrund bzw die Basis dieses True Crime Romans bilden. Sehr empfehlenswerter Roman.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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