Wally Lamb Die Stunde, in der ich zu glauben begann

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Inhaltsangabe zu „Die Stunde, in der ich zu glauben begann“ von Wally Lamb

Caelum und Maureen hoffen auf den Neubeginn ihrer Ehe, als sie den Umzug nach Colorado wagen. Doch dort geschieht das Unbegreifliche: der Amoklauf an der Columbine Highschool. Wie durch ein Wunder überlebt Maureen, doch das blutige Massaker hinterlässt in ihrer Seele tiefe Narben. Caelum muss zusehen, wie seine Frau ihm immer mehr entgleitet. Es gibt nur eine Lösung: Um Maureen und seine Liebe zu ihr zu retten, muss Caelum das Rätsel seiner Familie entschlüsseln und den Glauben an sich selbst und an das Leben neuerwecken.

Ein traumatisches Erlebnis hat große Auswirkungen auf vielen Ebenen. Das wird in diesem Buch eindrucksvoll entfaltet.

— ErleseneBuecher
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    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    ErleseneBuecher

    ErleseneBuecher

    24. August 2017 um 23:25

    Bei Tragödien wie dem Amoklauf an der Columbine Highschool wird in den Medien viel von den Tätern und einiges über die Todesopfer berichtet. Allerdings vergisst man anhand des großen Leids die „kleineren“ Schicksale. Klein, weil sie vielleicht nur am Rande stattfinden, aber groß für diese betroffenen Menschen und ihre Angehörigen. So ein traumatisches Erlebnis hat große Auswirkungen auf vielen Ebenen. Das wird in diesem Buch eindrucksvoll entfaltet. Caelum kämpft sich durch sein Leben. Er ist ein Durchschnittstyp, Lehrer, mit einer Krankenschwester verheiratet, hat einige Eheprobleme, auf der Suche nach Identität, Antworten auf Fragen über seine Familie,… Es wird deutlich, das Leben ist schön in kleinen Dingen, überraschend, aber auch hinterhältig und gemein. Seine Frau und er haben mit den Nachwirkungen des traumatischen Attentats auf die Columbine Highschool zu kämpfen. Maureens Leben läuft nicht mehr rund. Sie wird medikamentenabhängig und landet schließlich sogar im Gefängnis. Gerade in dem, welches für Caelums Familiengeschichte eine entscheidene Rolle spielt. Caelum begibt sich auf Spurensuche und stöbert so manches Familiengeheimnis auf. Nebenbei nimmt er die alten griechischen Mythen mit seinen Schülern durch und erfährt wie aktuell diese noch immer sind. Das Buch hat viel zu bieten, eine Vielzahl von Geschichten und Details. Allerdings erscheint es für Lamb manchmal etwas schwierig die ganzen Handlungsfäden in der Hand zu behalten. Vielleicht wurde zu viel gewollt, so dass es zu umfangreich wurde. Der Leser verliert sich teilweise und es entstehen Längen. Das Ende war irgendwie nicht meins. Das hat mich leider unbefriedigt zurück gelassen. Jedoch konnte ich mich sehr gut mit seinen Protagonisten anfreunden. Diese, allen voran Caelum, wirkten wohl auch so real, da einige autobiographische Züge mitspielten. Bewertung: 4 von 5 Punkten

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    • 3
  • Die Stunde der Entscheidung!

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    kassandra1010

    kassandra1010

    31. August 2016 um 21:59

    Grandioser Familienepos der Neuzeit mit unendlicher Liebe und unglaublich tiefer Trauer, damit kann man am besten das 750 Seiten lange amerikanische Familienepos von Wally Lamb beschreiben.Caelum Quirk hat es nicht leicht. Seine Tante, die letzte Verwandte, liegt im Sterben und er muss hinreisen um sich um alles zu kümmern. Während seines Aufenthaltes in seinem alten Heimatort muss er feststellen, das gerade ein Massakker auf die HighSchool von Columbine erübt wurde. Seine Frau, die dort als Krankenschwester arbeitet hat überlebt, weil sie sich dort in einem Holzschrank versteckt hat. Eins führt zu anderen, seine Frau Mo kommt mit allem nicht klar und wird Drogensüchtig. Sie kehren zurück zur geerbten Familienfarm und mal erhält Einblicke in die frührere Familie Quirk. Der Hof wird ausgebaut und vermietet. Die Mieterin erforscht die alten Aktensammlungen und schreibt ein Buch über die Familie Quirk, deren Tanten das erste Frauengefängnis in den USA gegründet haben. Die Geschichte ist hinreissend und Caelum erfährt mehr über seine Familie als ihm lieb ist.Mo überfährt im Rausch einen Jungendlichen und muss selbst für 5 Jahre ins Gefängnis. Somit schließt sich der Kreis, denn Mo muss in das "Quirk-Gefängnis", welches von Caelums Vorfahren gegründet und geführt wurden.Nach langen Ehetechnischen Durststrecken und dem Mangel an Geld gelingt es den beiden jedoch, trotz Haft wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Mo stirbt kurz darauf in Haft an einer Hirnblutung.Ein langer Roman mit viel Inhalt. Viele alte Geschichten um Mark Twain, dem Rassismuss, dem Schul- und Rechtssystems der USA und die wahre Liebe und Freundschaft sind der Inhalt dieses Romans.Caelum, ein durch und durch gebeutelter Mensch geht trotzdem am Ende der Geschichte als ein offener und herzlicher Mensch dem Rest seines Lebens entgegen. Festzustellen ist, das auch die USA nicht immer das Land der Träume ist, aber es ist ja auch nur ein Roman....

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    Fritzmaus

    Fritzmaus

    Enttäuschung - ist das Erste was mir zu diesem Buch einfällt. Meine Erwartung war wohl zu hoch. Das Cover, der Text auf der Rückseite. Die Schrift war extrem klein und das über 700 Seiten lang. Ich hatte das Gefühl, das nimmt kein Ende. Soll ich aufhören? Immer wieder habe ich mir diese Frage gestellt, aber in solchen Momenten gab es wieder eine Phase, die sich sehr gut lesen lies. Außerdem wollte ich das irgendwie durchziehen. Ehrlich gesagt, war es ein ganz schöner Kraftakt für mich. Am Anfang wurden gefühlte 100 Personen vorgestellt von denen ich nicht wusste, ob ich mir das alles merken muss. Ich habe in dem Glauben gelesen eine weibliche Person zu sein, bis ich viel später feststellen musste, dass ich mit Maureen verheiratet bin. Hääääh? Das hat mich irgendwie verwirrt und auch geärgert. ___ Also da ich jetzt weiß wer ich bin, kann ich ja versuchen in die Geschichte einzusteigen. Gar nicht so einfach, auf der Rückseite stand was von Amoklauf. Bis es dann zu diesem Amoklauf kam, war er innerhalb weniger Seiten auch schon wieder vorbei. Und was kommt jetzt? Das posttraumatische Stresssyndrom und deren Auswirkungen von Maureen, die dabei war und überlebt hat. Caelum ihr Mann, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, war zu diesem Zeitpunkt nicht an der Schule. Er befand sich auf der Farm seiner Tante, die gerade gestorben ist. Jetzt hat er eine traumatisierte Frau und eine Farm, mit der er eigentlich nichts anfangen kann. Oder vielleicht doch? Als er mit Maureen auf die Farm zieht wird es eigentlich nicht wirklich besser. In Rückblicken wird sehr viel von Caelums Familiengeschichte erzählt. Aber einfach so, ohne Anbahnung warum oder wer. In welchem Zusammenhang steht denn nun wieder diese Geschichte. Warum wird sie jetzt erzählt? Es kommen noch viele andere Personen ins Spiel, bei denen man sich erstmal nicht vorstellen kann, wie sie in die Geschichte passen sollen. Immer wieder zu viele Fragezeichen für mich, verwirrend und enttäuschend. ___ Aber ich habe durchgehalten und bin froh, das Buch wieder ins Regal stellen zu können. Es gehört zu den Büchern, bei denen ich weiß, dass ich es kein 2. Mal lesen werde. Wer verwirrende Geschichten mag, kann die Geschichte natürlich lesen. Mein Fall war es nicht, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Schließlich klebt auf dem Buch ja "Spiegel Bestseller"

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    • 4
    Floh

    Floh

    03. August 2014 um 04:26
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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    • 37
  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    monja1995

    monja1995

    30. April 2012 um 23:36

    Die Stunde in der ich zu glauben begann – Wally Lamb Zum Inhalt: Maureen und Caelum Quirk sind ein durchschnittliches Ehepaar, das durch alle Höhen und Tiefen ihrer Ehe ging. Als Caelums Tante Lolly für ihn überraschend einen Schlaganfall erlitt, reiste er zu ihr, um in ihrer Nähe zu sein. Die Tante jedoch starb und er musste die letzten Dinge regeln, als er über die Medien vom Schulmassaker an der Colombine Highscool erfuhr. An dieser Highscool sind er und seine Frau beschäftigt und nachdem er allein zu seiner Tante fuhr, war ihm klar, dass Maureen unter den Opfern sein könnte. Er reist so schnell wie möglich zurück und befindet sich dort sofort im Chaos der polizeilichen Ermittlungen wieder. Zum Glück überlebte seine Frau…… allerdings ändert sich nun sein Leben dramatisch. Maureen erlitt ein posttraumatisches Stresssyndrom und muss sich psychologisch behandeln lassen. Erst sieht es so aus, als würde sie nie aus diesem Teufelskreis herauskommen, aber es zeichnen sich kleinste Schritte eines Erfolges ab…. Jedoch auch gewaltige Rückschritte. Sie verkaufen ihr Haus und ziehen in das Haus der Tante, das Cae geerbt hatte. Maureen findet bald wieder eine Arbeit und begeht einen schwerwiegenden Fehler, der sie ins Gefängnis brachte…. Zum Buch: An diesem Buch ist schön, dass man nicht mit einem Knall ins Geschehen geworfen wird, sondern die Chance geboten bekommt, die Hauptakteure erstmal kennen zu lernen. Die Geschichte steigert sich langsam bis zu dem Attentat. Man fiebert und leidet mit Maureen und Caelum. Bis zum Umzug auf die Farm der verstorbenen Tante ist das Buch sehr flüssig und nachvollziehbar geschrieben. Bis zur Verurteilung von Maureen ist man vom Geschehen so gefesselt, dass es einem schwer fällt, das Buch zur Seite zu legen. Als Cae jedoch ein Pärchen als Untermieter in die Farm aufnimmt und beim Aufräumen alte Briefe und Unterlagen gefunden wurden und die Untermieterin beginnt, die Geschichte der Familie Quirk zu recherchieren, verläuft sich die Geschichte in ein nicht unbedingt leicht verständliches Geplänkel, das sich in dem Buch störend auswirkt und ohne das es auch gegangen wäre. Ich hatte den Eindruck, dass hier mit Gewalt die Seiten gefüllt werden sollten, ohne auf die eigentliche Geschichte tiefer einzugehen. Zum Autor: Wally Lamb hat eine flüssige, leichte Schreibweise, verliert sich aber leider immer wieder in Abschweifungen, die nicht leicht nachzuvollziehen sind. Er hätte sich bei diesem Buch ca. 150 Seiten sparen zu können. Dadurch wäre die Handlung besser strukturiert gewesen. Mein persönlicher Eindruck: Die ersten beiden Drittel des Buches bereiteten mit eine Vielfalt an Gefühlen, allerdings kühlten diese ab dem Fund der Unterlagen durch die Untermieterin drastisch ab und ich hatte Mühe, mich durch das letzte Drittel zu lesen. Diese Abschweifungen in die Geschichte der Quirks wären nicht nötig gewesen, da diese zu sehr von der eigentlichen Handlung ablenken. Ein lesbares Buch, aber sicher keines, das ich unter meine Favoriten zählen würde.

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    walli007

    walli007

    18. March 2012 um 20:26

    Columbine Die Eheleute Caelum und Maureen sind recht glücklich verheiratet. Ihre Ehe hat eine schwere Krise überstanden. Obwohl sie noch immer mit Caelums Schwierigkeiten seine Gefühle auszudrücken zu kämpfen haben, sind sie eher zufrieden mit ihrem Leben. Maureen ist Krankenschwester und Caelum Lehrer an der Columbine Highschool. Plötzlich erkrankt Caelums Tante Lolly schwer und Caelum reist ans andere Ende der USA, um ihr beistehen zu können. Leider stirbt Lolly bei einem zweiten Schlaganfall. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, geschieht gerade während er weg ist der Amok-Lauf an der Columbine Highschool. Erschütternd ist es zu lesen, wie Menschen versuchen die Folgen des Massakers zu überstehen. Wohlgemeinte aber fehlgeleitete Hilfsbereitschaft oder Hilfsangebote, die die Situation eher verschlimmern. Die Sprachlosigkeit der Überlebenden. Die Schuldgefühle, die entstehen können, wenn man davon gekommen ist. Doch auch der Ärger mit den Traumatisierten, wenn das Trauma nicht vergeht. Der Versuch einfühlsam zu handeln, der zum Scheitern verurteilt ist. Caelum und Maureen versuchen zu entkommen, indem sie in Caelums Heimatstadt ziehen, wo er Lollys Farm geerbt hat. Doch auch hier machen die beiden nur kleine Schritte. Immer wieder sind sie mit Rückschlägen konfrontiert. Erst als Caelum gezwungen ist, sich mit den Geheimnissen in seiner eigenen Familie zu beschäftigen, scheint es Fortschritte zu geben. Die Ereignisse, die im ersten Teil des Buches beschrieben werden, sind nahezu unverdaulich. Unmöglich ist es sich in diese Situation hinein zu fühlen. Das Grauen übersteigt das Begreifliche. Fast fragt man sich, ob es überhaupt zu ertragen ist. So wird die Lektüre im zweiten Teil fast schon einfach, weil es in normalere Bereiche des menschlichen Miteinanders geht. Doch gerade der zweite Teil ist für die Bewältigung des ersten Teils unerlässlich. Und obwohl dort noch einige Enthüllungen zu verdauen sind, führt der Weg doch zu einer neuen Heimat für die Seele der Protagonisten. Die Hoffnung auf ein gutes Ende, wenn auch mit einigen Abstrichen, ist durchaus berechtigt, was bei der Ausgangslage überhaupt nicht zu erwarten ist. Ich hatte das Glück, bei den Mängelexemplaren über dieses Buch zu stolpern und ich bin froh, dass ich es nicht verpasst habe.

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    LESE-ESEL

    LESE-ESEL

    01. July 2011 um 14:25

    Ein Ehepaar wagt nach einem Umzug einen Neuanfang, der jedoch zur Katastrophe wird, denn die Ehefrau muss den Amoklauf von Columbine miterleben. Weil sie das Trauma nicht verarbeiten kann, versucht das Ehepaar den Ereignissen durch einen weiteren Umzug - zurück in das Elternhaus des Mannes - zu entkommen. Obwohl sie das Farmhaus geerbt haben, kommen sie nicht auf die Füße. Es gibt Geld- und Suchtprobleme (Er – Alkohol, Sie – Tabletten). Als die Ehefrau unter Tabletten-Einfluss einen jungen Mann überfährt, muss sie ins Gefängnis. Der Ehemann, Lehrer für Literatur und Kreatives Schreiben, findet erst mit Hilfe eines alten Schulfreundes zum geregelten Leben zurück. Alte Dokumente zwingen ihn, sich mit seiner verwirrenden Familiengeschichte, seinem alkoholkranken Vater und seiner rätselhaften Mutter zu befassen. Die Hauptfiguren des Romans müssen sich immer wieder mit dem Tod und dem Leid von Hinterbliebenen auseinandersetzen. Kriminelles Handeln - z.B. der Amokschützen, der traumatisierten Kriegsväter, der Insassen im Frauengefängnis, der mobbenden Jugendlichen etc. - wird in Bezug gestellt zum Lebensschicksal: Ist es krank oder böse? Vermeidbar? Woher kommt die Wut? Was gibt Hoffnung? Kann Liebe heilen? Da der fiktive Roman vor dem Hintergrund realer Ereignisse (Amoklauf, 9/11) spielt, besitzt er eine große Authentizität: Jeder erinnert sich an eigene Reaktionen auf die Nachrichten dieser Katastrophen und kann sich unmittelbar in die gut gezeichneten Personen versetzen. Der Roman befasst sich mit der Frage, wie Vorkommnisse wie Amoklauf und Gewalttaten besser durchschaut und in Zukunft verhindert werden können. Die Erkenntnis, dass wir alle immer Verantwortung füreinander tragen und dem anderen immer seine Würde lassen sollen, durchzieht den lesenwerten Roman.

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    Arthanis

    Arthanis

    05. April 2011 um 11:30

    Emotional schwere Kost, aber es lohnt sich.

  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    Gracey_V

    Gracey_V

    21. October 2010 um 13:27

    Seit ich dieses Buch gelesen habe, zählt es zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Es ist, glaube ich sogar mein Lieblingsbuch. Dieses dramatische Schicksalsbuch, ist einfach mit so viel Liebe und Nähe zum Leben geschrieben und erzählt mitten aus dem Leben. Ich dachte, dass die 720 Seiten vielleicht etwas langatmig werden könnten, weil mir nicht klar war wieviel man aus diesem Thema herausholen kann. Aber ich habe in Wally Lamb wirklich meinen Lieblingsautor gefunden, der mich immmer wieder mit seinem unverwchselbaren Schreibstil überzeugt.

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    Dilbertine

    Dilbertine

    19. July 2010 um 17:56

    „Die Stunde in der ich zu glauben begann“– Wally Lamb öffnet die Büchse der Pandora ********************************** „Das Chaos rollte auf uns zu und es sollte uns beide so tief in das Labyrinth werfen, dass wir noch jahrelang zwischen den Leichen umherirrten und füreinander unerreichbar blieben“ ********************************** Die Eheleute Caleum und Maureen stecken in einer handfesten Beziehungskrise. Die halbherzigen Versuche ihre Ehe durch eine Paartherapie wiederzubeleben, stehen kurz vor dem Scheitern, als das Unfassbare geschieht und Maureen am 20.04.1999 zu einem der Opfer des Massakers an der Columbine Highschool in Columbine wird. Maureen überlebt das brutale Massaker in einem Schrank der Bibliothek. *********************************** „An jenem Tag war Maureen der Exekution entgangen, indem sie eine Schranktür geöffnet hatte und in ein Labyrinth eingetreten war – ein aus Korridoren bestehendes Gefängnis, dessen vier Außenwände aus Angst, Wut, Schuld und Trauer bestanden. Und weil ich nicht in der Lage war, sie dort rauszuholen - denn auch ich hatte mich mittlerweile in diesem Labyrinth verirrt -, blieb mir nichts anderes übrig, als das Zentrum des Irrgartens zu finden, mich dem zweiköpfigen Monster zu stellen, das dort auf mich wartete, und es zu töten. Die Mörder zu töten, die sich bereits selbst getötet hatten.“ *********************************** Maureen leidet unter dem posttraumatisches Stresssyndrom, welches im Laufe der Jahre von einem akuten in ein chronisches Stadium wechselt. Sie wird immer zerbrechlicher und verbitterter, entwickelt sich zu einem in sich gekehrten „Un-ich“. Ihr gesamtes Leben wird zu einer Quelle der Frustration und Angst. Streckenweise wiegt sie nur noch 39 kg, verliert büschelweise ihre Haare, kann lange Zeit nicht arbeiten, leidet unter chronischen Schmerzen und panischen Albträumen. Ihren Schmerz betäubt sie mit Medikamenten, bis auch die zum Problem werden. Die sedierte Maureen tötet auf der Heimfahrt einen jungen Mann, der ihr vor das Auto rennt. Ihr Leidensweg endet im Frauengefängnis, welches die Ururgroßmutter von Caleum gegründet hat. Caleum kämpft ums Überleben, arbeitet 60 bis 70 Stunden die Woche, um seine geerbte Farm am Leben halten und die Rechnungen der Anwälte zahlen zu können, währenddessen seine Frau im Gefängnis um ihr Überleben kämpft. Im zweiten Teil des Romans beginnt er mit Hilfe der auf dem Speicher gefundenen Korrespondenz seiner Urgroßmutter seine Familiengeschichte aufzuarbeiten und deckt dabei mehr als nur eine Lebenslüge auf. Das in aller Kürze über den schwer wiederzugebenden Inhalt des 750 Seiten starken Romans. Ich bin mit beiden Protagonisten von einem bedrückenden Ereignis zum nächsten gewandert und immer wenn ich dachte, das Tal der Schicksalsschläge ist erreicht, holt der Autor zum nächsten Schlag aus. Wally Lamb ist ein Meister im fesselhaften Erzählen, der alle menschlichen Gefühle und deren Facetten bedient. Wie schon in seinen vorangegangenen Romanen versteht er es im Laufe der Geschichte seine Protagonisten, die zu Beginn dem Leser gelegentlich unsympathisch erscheinen mögen, menschlich und charakterlich wachsen zu lassen. „Die Stunde, in der ich zu glauben begann“ ist ein bedrückender Roman über traumatisierende Erlebnisse und deren Verarbeitung, die Höhen und Tiefen einer Partnerschaft, Liebe, Eifersucht, Verrat, Wut, Trauer, Resignation, Abhängigkeiten, schwere Schicksalsschläge, Ungeduld, Egoismus, Wertewandel, Umweltkatastrophen, Kriege, Terrorismus, Religion, griechische Mythologie und Lebenslügen. Im Vergleich mit den Vorgängerromanen zu „Früh am Morgen beginnt die Nacht“ und „Gesang der Wale“ hat Wally Lamb sich meines Erachtens thematisch ein wenig übernommen. Ich hatte insbesondere im zweiten Teil des Romans Probleme mit den parallelen Erzählsträngen und fühlte mich gelegentlich von der Fülle an Informationen, beispielhaften Schicksalen, Personen und Ereignissen erdrückt. Dennoch, ich ziehe nur ein Sternchen für einen großartigen Roman, der trotz der beklemmenden Atmosphäre Hoffnung macht und ein großer Appell an die Menschlichkeit ist, ab.

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. April 2010 um 20:55

    Wally Lamb ist für mich einer der besten, lebenden amerikanischen Schriftsteller. Auch in dem dritten Buch, welches ich von ihm gelesen habe, überzeugt er mich in seiner Begabung, seine Protagonisten nicht nur oberflächlich zu streifen, sondern mit ihnen zu verwachsen. Sie agieren glaubhaft und ziehen den Leser in den Bann. Jeder Einzelne hat unsere Sympathien, aber auch seine Abgründe. Und alles wird miteinander verwoben: die Handlungen und Familiengeheimnisse der agierenden Personen, ebenso wie reale Ereignisse der amerikanischen Gesellschaft. Tragender Hintergrund ist die Familiengeschichte des Ich-Erzählers Caelum. Sie begleitet den Leser durch den ganzen Roman und deckt vor allem im letzten Drittel eine ganze Menge Geheimnisse auf. Am Anfang steht das Ehepaar Caelum und Maureen (genannt Mo) Quirk. Sie führen eine mittelmäßige Ehe, die jedoch bald durch ein tragisches Ereignis völlig aus der Bahn geworfen wird. Während Caelum bei seiner todkranken Tante weilt, wird in Littleton/Colorado an der Columbine Highschool durch zwei Schüler ein Massaker verübt. Maureen ist mittendrin - da sie als Krankenschwester an der Schule beschäftigt ist - überlebt aber, schwer traumatisiert, in einem Wandschrank. Danach ist nichts mehr wie es war. Mo leidet am Posttraumatischen Stresssyndrom und fängt sich nicht mehr. Sie hört auf zu arbeiten, die Quirks ziehen aus Colorado weg. Danach folgt eine schwere Zeit, in der Maureen medikamentenabhängig wird. Nach ein paar Jahren wagt sie es dennoch, wieder arbeiten zu gehen. Jedoch kommt sie mit dem Druck der Arbeit nicht klar und verfällt wieder den Opiaten. Unglückliche Umstände führen eines Abends dazu, daß sie unter Drogeneinfluss einen Jugendlichen tot fährt und in Folge dessen kommt sie für fünf Jahre ins Gefängnis. Währenddessen kämpft Caelum um ihre gemeinsame Existenz, die Farm. Die Behandlung seiner Frau und die Anwaltskosten haben ihr Vermögen über die Jahre aufgebraucht. Und sein Kampf führt ihn nach und nach zu neuen Erkenntnissen, über sich und seine Familie. Neben dem Ehepaar gibt es noch zahlreiche andere Personen, die eine Rolle spielen. Da ist Velvet, ein junges Mädchen, daß "Mom" zu Maureen sagt und das Ehepaar Micks, daß Caelum aufnimmt, nachdem diese vor dem Sturm Katrina geflohen sind. Überhaupt versucht das Buch viele Ereignisse der letzten 15 Jahre zu verarbeiten. Lamb positioniert sich entschieden gegen die Bush-Regierung und den Irak-Krieg. Manch einem scheint dies zuviel für einen Roman zu sein, aber Lamb gelingt es wunderbar, all diese Ebenen miteinander zu verweben: Gesellschaftskritik in einer mitreißenden Familiengeschichte. Einfach nur großes Kopfkino! Unbedingt lesen! Wally Lamb ist für mich einer der besten, lebenden amerikanischen Schriftsteller. Auch in dem dritten Buch, welches ich von ihm gelesen habe, überzeugt er mich in seiner Begabung, seine Protagonisten nicht nur oberflächlich zu streifen, sondern mit ihnen zu verwachsen. Sie agieren glaubhaft und ziehen den Leser in den Bann. Jeder Einzelne hat unsere Sympathien, aber auch seine Abgründe. Und alles wird miteinander verwoben: die Handlungen und Familiengeheimnisse der agierenden Personen, ebenso wie reale Ereignisse der amerikanischen Gesellschaft. Tragender Hintergrund ist die Familiengeschichte des Ich-Erzählers Caelum. Sie begleitet den Leser durch den ganzen Roman und deckt vor allem im letzten Drittel eine ganze Menge Geheimnisse auf. Am Anfang steht das Ehepaar Caelum und Maureen (genannt Mo) Quirk. Sie führen eine mittelmäßige Ehe, die jedoch bald durch ein tragisches Ereignis völlig aus der Bahn geworfen wird. Während Caelum bei seiner todkranken Tante weilt, wird in Littleton/Colorado an der Columbine Highschool durch zwei Schüler ein Massaker verübt. Maureen ist mittendrin - da sie als Krankenschwester an der Schule beschäftigt ist - überlebt aber, schwer traumatisiert, in einem Wandschrank. Danach ist nichts mehr wie es war. Mo leidet am Posttraumatischen Stresssyndrom und fängt sich nicht mehr. Sie hört auf zu arbeiten, die Quirks ziehen aus Colorado weg. Danach folgt eine schwere Zeit, in der Maureen medikamentenabhängig wird. Nach ein paar Jahren wagt sie es dennoch, wieder arbeiten zu gehen. Jedoch kommt sie mit dem Druck der Arbeit nicht klar und verfällt wieder den Opiaten. Unglückliche Umstände führen eines Abends dazu, daß sie unter Drogeneinfluss einen Jugendlichen tot fährt und in Folge dessen kommt sie für fünf Jahre ins Gefängnis. Währenddessen kämpft Caelum um ihre gemeinsame Existenz, die Farm. Die Behandlung seiner Frau und die Anwaltskosten haben ihr Vermögen über die Jahre aufgebraucht. Und sein Kampf führt ihn nach und nach zu neuen Erkenntnissen, über sich und seine Familie. Neben dem Ehepaar gibt es noch zahlreiche andere Personen, die eine Rolle spielen. Da ist Velvet, ein junges Mädchen, daß "Mom" zu Maureen sagt und das Ehepaar Micks, daß Caelum aufnimmt, nachdem diese vor dem Sturm Katrina geflohen sind. Überhaupt versucht das Buch viele Ereignisse der letzten 15 Jahre zu verarbeiten. Lamb positioniert sich entschieden gegen die Bush-Regierung und den Irak-Krieg. Manch einem scheint dies zuviel für einen Roman zu sein, aber Lamb gelingt es wunderbar, all diese Ebenen miteinander zu verweben: Gesellschaftskritik in einer mitreißenden Familiengeschichte. Einfach nur großes Kopfkino! Unbedingt lesen! Wally Lamb ist für mich einer der besten, lebenden amerikanischen Schriftsteller. Auch in dem dritten Buch, welches ich von ihm gelesen habe, überzeugt er mich in seiner Begabung, seine Protagonisten nicht nur oberflächlich zu streifen, sondern mit ihnen zu verwachsen. Sie agieren glaubhaft und ziehen den Leser in den Bann. Jeder Einzelne hat unsere Sympathien, aber auch seine Abgründe. Und alles wird miteinander verwoben: die Handlungen und Familiengeheimnisse der agierenden Personen, ebenso wie reale Ereignisse der amerikanischen Gesellschaft. Tragender Hintergrund ist die Familiengeschichte des Ich-Erzählers Caelum. Sie begleitet den Leser durch den ganzen Roman und deckt vor allem im letzten Drittel eine ganze Menge Geheimnisse auf. Am Anfang steht das Ehepaar Caelum und Maureen (genannt Mo) Quirk. Sie führen eine mittelmäßige Ehe, die jedoch bald durch ein tragisches Ereignis völlig aus der Bahn geworfen wird. Während Caelum bei seiner todkranken Tante weilt, wird in Littleton/Colorado an der Columbine Highschool durch zwei Schüler ein Massaker verübt. Maureen ist mittendrin - da sie als Krankenschwester an der Schule beschäftigt ist - überlebt aber, schwer traumatisiert, in einem Wandschrank. Danach ist nichts mehr wie es war. Mo leidet am Posttraumatischen Stresssyndrom und fängt sich nicht mehr. Sie hört auf zu arbeiten, die Quirks ziehen aus Colorado weg. Danach folgt eine schwere Zeit, in der Maureen medikamentenabhängig wird. Nach ein paar Jahren wagt sie es dennoch, wieder arbeiten zu gehen. Jedoch kommt sie mit dem Druck der Arbeit nicht klar und verfällt wieder den Opiaten. Unglückliche Umstände führen eines Abends dazu, daß sie unter Drogeneinfluss einen Jugendlichen tot fährt und in Folge dessen kommt sie für fünf Jahre ins Gefängnis. Währenddessen kämpft Caelum um ihre gemeinsame Existenz, die Farm. Die Behandlung seiner Frau und die Anwaltskosten haben ihr Vermögen über die Jahre aufgebraucht. Und sein Kampf führt ihn nach und nach zu neuen Erkenntnissen, über sich und seine Familie. Neben dem Ehepaar gibt es noch zahlreiche andere Personen, die eine Rolle spielen. Da ist Velvet, ein junges Mädchen, daß "Mom" zu Maureen sagt und das Ehepaar Micks, daß Caelum aufnimmt, nachdem diese vor dem Sturm Katrina geflohen sind. Überhaupt versucht das Buch viele Ereignisse der letzten 15 Jahre zu verarbeiten. Lamb positioniert sich entschieden gegen die Bush-Regierung und den Irak-Krieg. Manch einem scheint dies zuviel für einen Roman zu sein, aber Lamb gelingt es wunderbar, all diese Ebenen miteinander zu verweben: Gesellschaftskritik in einer mitreißenden Familiengeschichte. Einfach nur großes Kopfkino! Unbedingt lesen! Wally Lamb ist für mich einer der besten, lebenden amerikanischen Schriftsteller. Auch in dem dritten Buch, welches ich von ihm gelesen habe, überzeugt er mich in seiner Begabung, seine Protagonisten nicht nur oberflächlich zu streifen, sondern mit ihnen zu verwachsen. Sie agieren glaubhaft und ziehen den Leser in den Bann. Jeder Einzelne hat unsere Sympathien, aber auch seine Abgründe. Und alles wird miteinander verwoben: die Handlungen und Familiengeheimnisse der agierenden Personen, ebenso wie reale Ereignisse der amerikanischen Gesellschaft. Tragender Hintergrund ist die Familiengeschichte des Ich-Erzählers Caelum. Sie begleitet den Leser durch den ganzen Roman und deckt vor allem im letzten Drittel eine ganze Menge Geheimnisse auf. Am Anfang steht das Ehepaar Caelum und Maureen (genannt Mo) Quirk. Sie führen eine mittelmäßige Ehe, die jedoch bald durch ein tragisches Ereignis völlig aus der Bahn geworfen wird. Während Caelum bei seiner todkranken Tante weilt, wird in Littleton/Colorado an der Columbine Highschool durch zwei Schüler ein Massaker verübt. Maureen ist mittendrin - da sie als Krankenschwester an der Schule beschäftigt ist - überlebt aber, schwer traumatisiert, in einem Wandschrank. Danach ist nichts mehr wie es war. Mo leidet am Posttraumatischen Stresssyndrom und fängt sich nicht mehr. Sie hört auf zu arbeiten, die Quirks ziehen aus Colorado weg. Danach folgt eine schwere Zeit, in der Maureen medikamentenabhängig wird. Nach ein paar Jahren wagt sie es dennoch, wieder arbeiten zu gehen. Jedoch kommt sie mit dem Druck der Arbeit nicht klar und verfällt wieder den Opiaten. Unglückliche Umstände führen eines Abends dazu, daß sie unter Drogeneinfluss einen Jugendlichen tot fährt und in Folge dessen kommt sie für fünf Jahre ins Gefängnis. Währenddessen kämpft Caelum um ihre gemeinsame Existenz, die Farm. Die Behandlung seiner Frau und die Anwaltskosten haben ihr Vermögen über die Jahre aufgebraucht. Und sein Kampf führt ihn nach und nach zu neuen Erkenntnissen, über sich und seine Familie. Neben dem Ehepaar gibt es noch zahlreiche andere Personen, die eine Rolle spielen. Da ist Velvet, ein junges Mädchen, daß "Mom" zu Maureen sagt und das Ehepaar Micks, daß Caelum aufnimmt, nachdem diese vor dem Sturm Katrina geflohen sind. Überhaupt versucht das Buch viele Ereignisse der letzten 15 Jahre zu verarbeiten. Lamb positioniert sich entschieden gegen die Bush-Regierung und den Irak-Krieg. Manch einem scheint dies zuviel für einen Roman zu sein, aber Lamb gelingt es wunderbar, all diese Ebenen miteinander zu verweben: Gesellschaftskritik in einer mitreißenden Familiengeschichte. Einfach nur großes Kopfkino! Unbedingt lesen! Wally Lamb ist für mich einer der besten, lebenden amerikanischen Schriftsteller. Auch in dem dritten Buch, welches ich von ihm gelesen habe, überzeugt er mich in seiner Begabung, seine Protagonisten nicht nur oberflächlich zu streifen, sondern mit ihnen zu verwachsen. Sie agieren glaubhaft und ziehen den Leser in den Bann. Jeder Einzelne hat unsere Sympathien, aber auch seine Abgründe. Und alles wird miteinander verwoben: die Handlungen und Familiengeheimnisse der agierenden Personen, ebenso wie reale Ereignisse der amerikanischen Gesellschaft. Tragender Hintergrund ist die Familiengeschichte des Ich-Erzählers Caelum. Sie begleitet den Leser durch den ganzen Roman und deckt vor allem im letzten Drittel eine ganze Menge Geheimnisse auf. Am Anfang steht das Ehepaar Caelum und Maureen (genannt Mo) Quirk. Sie führen eine mittelmäßige Ehe, die jedoch bald durch ein tragisches Ereignis völlig aus der Bahn geworfen wird. Während Caelum bei seiner todkranken Tante weilt, wird in Littleton/Colorado an der Columbine Highschool durch zwei Schüler ein Massaker verübt. Maureen ist mittendrin - da sie als Krankenschwester an der Schule beschäftigt ist - überlebt aber, schwer traumatisiert, in einem Wandschrank. Danach ist nichts mehr wie es war. Mo leidet am Posttraumatischen Stresssyndrom und fängt sich nicht mehr. Sie hört auf zu arbeiten, die Quirks ziehen aus Colorado weg. Danach folgt eine schwere Zeit, in der Maureen medikamentenabhängig wird. Nach ein paar Jahren wagt sie es dennoch, wieder arbeiten zu gehen. Jedoch kommt sie mit dem Druck der Arbeit nicht klar und verfällt wieder den Opiaten. Unglückliche Umstände führen eines Abends dazu, daß sie unter Drogeneinfluss einen Jugendlichen tot fährt und in Folge dessen kommt sie für fünf Jahre ins Gefängnis. Währenddessen kämpft Caelum um ihre gemeinsame Existenz, die Farm. Die Behandlung seiner Frau und die Anwaltskosten haben ihr Vermögen über die Jahre aufgebraucht. Und sein Kampf führt ihn nach und nach zu neuen Erkenntnissen, über sich und seine Familie. Neben dem Ehepaar gibt es noch zahlreiche andere Personen, die eine Rolle spielen. Da ist Velvet, ein junges Mädchen, daß "Mom" zu Maureen sagt und das Ehepaar Micks, daß Caelum aufnimmt, nachdem diese vor dem Sturm Katrina geflohen sind. Überhaupt versucht das Buch viele Ereignisse der letzten 15 Jahre zu verarbeiten. Lamb positioniert sich entschieden gegen die Bush-Regierung und den Irak-Krieg. Manch einem scheint dies zuviel für einen Roman zu sein, aber Lamb gelingt es wunderbar, all diese Ebenen miteinander zu verweben: Gesellschaftskritik in einer mitreißenden Familiengeschichte. Einfach nur großes Kopfkino! Unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    lollebolle

    lollebolle

    20. March 2010 um 14:51

    Abgebrochen nach 250 Seiten. Zuviel typisch amerikanischer Inzest-Ehe-Psycho-Kram. Zuviel Fäkalsprache.

  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    bibliomaniac

    bibliomaniac

    24. January 2010 um 09:45

    Die Stunde in der ich zu glauben begann von Wally Lamb Der Autor: Wally Lamb,geboren 1950, wurde durch seine beiden Romane "Die Musik der Wale" und "Früh am Morgen beginnt die Nacht", die in 15 Ländern erschienen, auch bei uns zum Bestseller-Autor.Bis lange nach seinem ersten Überraschungserfolg war Wally Lamb als Englischlehrer an einer Highschool an der Ostküste der USA tätig. Seit einigen Jahren gibt er in einem Frauengefängnis in der Nähe seines Wohnorts Kurse in Creativ Writing und setzt sich auch politisch für eine Verbesserung der Bedingungen der Gefangenen ein.Wally Lamb het drei erwachsene Söhne und lebt mit seiner Frau in Connecticut,USA. Der Klappentext: Erst vor kurzem sind Caelum Quirk und seine Frau Maureen nach Colorado gezogen. Doch was ein Neubeginn für ihre Ehe sein sollte, findet kurz darauf durch den Amoklauf an der Columbine Highschool ein abruptes Ende. Mitten in dem blutigen Massaker: Maureen die den Anschlag stundenlang versteckt in einem Wandschrank überlebt. Traumatisiert flüchtet sie in eine eigene Welt. Ohnmächtig muß Caelum zusehen, wie seine Frau ihm immer mehr entgleitet. Bis das ungeheuerliche geschieht, Betäubt von Medikamenten, die ihren Schmerz lindern sollen, wird Maureen schuldig am Tod eines Jungen-und landet just in jenem Gefängnis, dass Caelums Großmutter knapp hundert Jahre zuvor als erstes Frauengefängnis des Landes begründete. Für Caelum schließt sich auf brutale Weise ein Kreis: Will er Maureen und seine Liebe zu ihr retten,muß er sich endlich der geschichte seiner Familie stellen, und jenes dunkle Rätsel seiner Herkunft lösen, vor dem die starken Frauen seiner Familie ihn stets zu schützen versuchten. Es ist ein schmerzlicher Prozess, der Caelum zwingt, auch den eigenen Fehlern und Schwächen ins Auge zu blicken-und der seinen Glauben an sich selbst und an alle bisherigen Gewissheitenseines Lebens tief erschüttert. Bis ihn ein mutiger Schritt, der die Vergangenheit mit der Zukunft versöhnt, erlöst... Meine Meinung: Das Buch ist sehr gut geschrieben. Was mich ein bißchen gestört hat, waren die Rückblicke in die Vergangenheit, für mich waren sie stellenweise sehr langatmig beschrieben. In diesem Buch gibt es sehr viele Personen, so dass ich mich manchmal gefragt habe, wer war das jetzt wieder? Das hat mich manchmal sehr verwirrt. Wally Lamb greift wahre Begebenheiten auf, die uns Menschen sehr erschüttert haben. Es fängt an mit dem Amoklauf vom 20.April1999 an der Columbine Highschool in Amerika, als Eric Harris und Dylan Kleboldt, Schüler und Lehrer wahllos nacheinander töteten, und alle fassungslos waren, und sich fragten, wie so etwas geschehen konnte. Der Hauptprotagonist Caelum Quirk,ein Lehrer an der Columbine High, der nicht persönlich bei dem Schulmassaker dabei war, sonder seine Frau, die dort Schulkrankenschwester war, kümmert sich um die Opfer, tröstet und beträut sie. Immer wieder mußte er seine Frau Maureen auffangen, die es Zeit ihres Lebens nicht geschafft hat zu verarbeiten, was an jenem 20.April1999 geschah. Daran ging sie zu Grunde, wurde Medikamenten abhängig und überfuhr einen Jungen ein paar Jahre später im Drogenrausch, wofür sie 5 Jahre Gefängnishaft bekam, so weitreichend war die Tat von Harris und Kleboldt. Weiter geht es mit dem furchtbaren Irak Krieg, den Osama Bin Laden, mit dem Angriff auf das World Trade Center ausgelöst hat.Dann schickte Bush die Soldaten in den Krieg, die zurück kamen und an Körper und Seele gbrochen und verstümmelt waren. Nun wird der Hurrikan Katrina von ihm aufgegriffen, der fast allen Menschen die dort gelebt haben, ihr zu Hause nahm, ihre Existenz, , und nichts mehr überlies als ein zertrümmertes, zerstörtes Leben und Land. Wally Lamb hat hier ein sehr ergreifendes, wahrheitsgetreues Buch geschrieben, was mir sehr gut gefallen, und mich teilweise auch erschüttert hat. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen.

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  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    lokoschade

    lokoschade

    13. October 2009 um 15:32

    Wenn auch etwas überfrachtet, so bietet das Buch trotzdem gute und spannende Unterhaltung.

  • Rezension zu "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" von Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann
    Estrella

    Estrella

    27. August 2009 um 20:05

    ... und immer wieder Hoffnung. Dieses Wort ist es, dass sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Egal wie verstörend die Rückschläge waren, die Hoffnung war immer vorhanden. Und zum Schluss gewann sie. Die Frau Maureen des Protagonisten erlebt eine Gewalttat, die ihr Leben drastisch verändert: Sie ist Krankenschwester an einer Schule, an der ein Amokauf stattfindet. Aus purem Glück überlebt sie versteckt in einem Schrank. Doch das Trauma, das sie davontrug, verändert ihr Leben, aber auch das ihres Mannes. Caelum, ihr Mann, der zum Zeitpunkt des Amoklaufs nicht in der Stadt war, erfährt über das Fernsehen über die Tragödie. So schnell er kann, versucht er an den Ort des Geschehens zu kommen, um sich zu vergewisseren, dass es seiner Frau gut geht. Als er sie ohne äußere Verletzungen in die Arme schließen kann, ist die Freude groß. Doch sie währt nicht lange, denn er erkennt, dass die psychischen Verletzungen seiner Frau ihr ganzes Leben verändern wird. Maureen wird schwer depressiv und medikamentenabhängig. Keiner kann ihr helfen, weder ihr Mann, ihre Freunde, noch diverse Therapiesitzungen. Und dann geschieht das unfassbare: Unter Medikamenteneinfluss verschuldet sie einen Autounfall - und muss ins Gefängnis. Die Beziehung leidet und zerbricht immer mehr. Dass Caelum sich schwer tut Maureen im Gefängnis zu besuchen, und sich dort nicht so verhält, wie man es sich wünschen würde, ist auch nicht besonders hilfreich. All dieser Rückschläge zutrotz endet das Buch hoffnungsvoll und melancholisch. Dieses Buch ist kein Buch, das entspannt, es ist ein Buch, das aufrüttelt, Missstände aufdeckt und vieles infrage stellt. Der Autor erzählt, wie sehr sich eine Gewalttat auf das restliche Leben der Opfer auswirken kann. Doch auch fragt er, wie es zu so etwas kommen kann, wie es verhindert werden hätte können. Offensichtlich werden Bush und die Misstände in den USA, wie Rassismus und Krieg verurteilt. Das Buch ist sehr aktuell und erschreckend realistisch. Es rüttelt den Leser wach und lässt ihn noch lange über die aufegriffenen Themen nachdenken.

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