Walter Boehlich

 5 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Mrs. Dalloway.

Lebenslauf von Walter Boehlich

Walter Boehlich (1921–2006), geboren in Breslau, studierte Kunstgeschichte und Germanistik. Ab 1947 war er Assistent des Romanisten Ernst Robert Curtius in Bonn, 1951 ging er als Lektor des DAAD nach Aarhus und Madrid. Von 1957 bis 1968 war er Cheflektor des Suhrkamp Verlags. Als Übersetzer und Publizist betreute er auch später noch u. a. Walter Benjamins »Gesammelte Schriften« und Gershom Scholems »Briefe«. 1969 war er Mitgründer des Verlags der Autoren und 1979 der Autorenbuchhandlung in Frankfurt am Main. Walter Boehlich starb in Hamburg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Walter Boehlich

Cover des Buches Schriften zur Politik (ISBN: 9783518012437)

Schriften zur Politik

 (1)
Erschienen am 25.04.1978
Cover des Buches Der Nachmittag des Herrn Andesmas (ISBN: 9783518391440)

Der Nachmittag des Herrn Andesmas

 (1)
Erschienen am 17.12.1996
Cover des Buches Italienische Märchen (ISBN: 9783458162254)

Italienische Märchen

 (1)
Erschienen am 01.06.1997

Neue Rezensionen zu Walter Boehlich

Cover des Buches Mrs Dalloway (ISBN: 9783596900381)Buchgespensts avatar

Rezension zu "Mrs Dalloway" von Virginia Woolf

Ein Tag in London
Buchgespenstvor 2 Jahren

Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag im Leben der Clarissa Dalloway. Sie bereitet eine Abendgesellschaft vor, da steht plötzlich ihre Jugendliebe Peter vor der Tür und löst eine Flut der Erinnerung aus. Währenddessen verstreicht der Tag im London kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges für die verschiedensten Menschen auf völlig unterschiedliche Art. Sie haben jedoch eines gemeinsam: eine namenlose Bedrückung, die ihre Art zu leben dämpft.

In einer beeindruckenden Leichtigkeit erweckt Virginia Woolf diesen einen Tag aus dem Blickwinkel vieler Charaktere zum Leben. Im Stream of Consciousness wechselt der Leser ohne Vorwarnung von Figur zu Figur, leichtfüßig fließen die Wahrnehmungen ineinander und erschaffen in ihrer Gesamtheit ein ergreifendes Bild der englischen Nachkriegszeit. Vergangene, glorreiche Tage der gehobenen Gesellschaftsklasse und zerschmettertes Leben von Kriegsveteranen. Verluste werden vielschichtig thematisiert, von hoffnungslosen Träumen bis zu ungeträumter Zukunft wird alles abgedeckt. Je tiefer der Leser in die Geschichte eintaucht und je mehr er versucht das Bild zu erfassen desto komplexer wird die Geschichte und desto mehr Interpretationsansätze entdeckt man.

Ein Tag komprimiert auf knapp 250 Seiten und so viele Schicksale, die ein eindrucksvolles Gesamtbild einer Zeit im Umbruch spiegeln. Etwas düster und melancholisch, aber auch farbenprächtig und voller Hoffnung. 

Ein Klassiker, der noch lange nachklingt.

Kommentare: 15
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Cover des Buches Mrs Dalloway (ISBN: 9783596900381)Ancareens avatar

Rezension zu "Mrs Dalloway" von Virginia Woolf

Ein Tag im Juni 1923
Ancareenvor 2 Jahren

„Mrs Dalloway“ von Virginia Woolf erzählt von einem Tag Mitte Juni des Jahres 1923 in London. Am Abend möchte Clarissa Dalloway eine Abendgesellschaft geben. Sie ist verheiratet mit einem Politiker und auch ihr alter Freund Peter Walsh besucht sie an diesem Tag. Sie bricht am Mogen auf, um Blumen zu holen. Der Leser begleitet sie in die Straßen von London und in viele Erinnerungen und Wahrnehmungen.  Der Schreibstil ist von großer dichte und als stetiger Strom von Gedanken erlebbar. Und man begleitet nicht nur die Hauptfigur. Sondern man taucht auch in die Gedanken, Erinnerungen und Erlebnisse anderer Personen ein. Ein Ereignis, wie zum Beispiel der Knall auf einer Straße, ausgelöst von einem Auto, verbindet verschiedenste Personen miteinander. Clarissa befindet sich in dieser Zeit im Blumenladen, Septimus und seine Frau Rezia befinden sich auch in der Straße. Er war als junger Mann Soldat und er hat sein Trauma noch nicht überwunden und schon ist man bei ihnen und begleitet sie.  Auf diese Weise lernt man verschiedene Personen kennen, die alle bei der Abendgesellschaft eine Rolle spielen. Ich bin fasziniert von der Art des Erzählens. Es streift so viele Themen der Gesellschaft, , des Lebens nach dem Krieg, Verbundenheit und Vergänglichkeit, Krankheit und Tod.

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