Walter Bonatti

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Autor von Die Berge meines Lebens, Berge meines Lebens und weiteren Büchern.

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Walter BonattiDie Berge meines Lebens
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Die Berge meines Lebens
Die Berge meines Lebens
 (1)
Erschienen am 01.02.2011
Walter BonattiBerge meines Lebens
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Berge meines Lebens
Berge meines Lebens
 (1)
Erschienen am 01.08.2000
Walter BonattiMeine größten Abenteuer
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Meine größten Abenteuer
Meine größten Abenteuer
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Erschienen am 01.05.2010
Walter BonattiGroße Tage am Berg
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Große Tage am Berg
Große Tage am Berg
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Erschienen am 01.01.1992
Walter BonattiBerge, meine Berge
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Berge, meine Berge
Berge, meine Berge
 (0)
Erschienen am 01.01.1992
Walter BonattiThe Mountains of My Life
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The Mountains of My Life
The Mountains of My Life
 (0)
Erschienen am 27.05.2010
Walter BonattiIn terre lontane
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In terre lontane
In terre lontane
 (0)
Erschienen am 01.03.2014
Walter BonattiGiorno per giorno, l'avventura. Appunti radiofonici
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Giorno per giorno, l'avventura. Appunti radiofonici

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Rezension zu "Berge meines Lebens" von Walter Bonatti

Spannender als jeder Abenteuerroman
Elkevor 7 Monaten

Klapptext:

Der große italienische Alpinist Walter Bonatti (geboren 1930) erzählt seine dramatischen Bergerlebnisse in den Alpen, im Himalaja und in Südamerika, bei denen er, unter strikter Ablehnung moderne klettertechnischer Hilfsmittel, die Grenzen des Machbaren immer wieder neu definiert hat. Seine Erlebnisberichte und Gedanken, die hier erstmals vereint in deutscher Sprache vorliegen, zählen zu den wichtigsten Werken der Alpinliteratur des 20. Jahrhunderts.

 

Meine Meinung:

Um große Alpinliteratur  handelt es sich hier zweifelsohne.

Bonatti erzählt mitreisend, von seinen haarsträubenden Bergabenteurern in den 50er  und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, darunter viele Erstbegehungen bzw. Wintererstbegehungen, etliche im Alleingang.  Dabei lehnt er den Einsatz von Bohrhaken, sowie die in den 60er aufkommenden Funkgeräte und Hubschrauberflüge zum Einstieg strikt ab.

Selten (und ich habe schon viele Bergbücher gelesen) wurde mir so klar vor Augen geführt, was solche Touren im damals obersten Schwierigkeitsgrad, mit der damaligen Ausrüstung (heute ist jeder Tageswandere um Längen besser ausgerüstet) bedeutet haben, als Wetterberichte im besten Falle wage Prognosen waren. Ein Wettersturz während einer mehrtägigen Tour war keine Seltenheit, und man konnte nur hoffen, das dieser nicht allzu lange andauert.  Zur Orientierung diente das Studium von Karten und Gelände,  der Sonnenstand und die Windrichtung. Aber hätte es damals schon GPS-Geräte gegeben, Bonatti hätte sie sicher abgelehnt.

Bonatti hat sich bei seinen Touren bewusst an die Grenzen des Machbaren gewagt und diese immer weiter verschoben,  und ist dabei naturgemäß in einige brenzlige, d.h. lebensgefährliche,  Situationen geraten.

Die Grat zwischen Genie und Wahnsinn ist bekanntlich schmal, und als Leser fragt man sich zwischendurch doch immer wieder, ob Bonatti diesen nicht schon überschritten hat.  Der Reiz an Lawinen- und Steinschlag ausgesetzten Klettertouren, Biwaknächten bei -35°C und mehr, oder gar in grauenhaften Gewittern, ist für Hobbybergsteiger nicht nachvollziehbar.

Vor allem da Bonatti bereits am Anfang schreibt, das er zwar auch "problemlose" Touren gemacht hat, diese aber nicht für erzählenswert hält.

Bereits zu seiner aktiven Zeit stand Bonatti immer wieder in Kritik der (bergsteigenden) Öffentlichkeit, da er sowohl in seinem Tun, sowie in seiner Einstellung und seinen Äußerungen ein "Extremer" war. 

Damit kommen wir auch zu meinem größten Kritikpunkt am Buch:

Es liest sich teilweise wie eine große Rechtfertigung bzw. Gegendarstellung, wobei die Vorwürfe gegen die Bonatti sich wehrt nicht klar genannt werden.

Dies ist Verständlich, wer möchte sein eigenes Tun, vor allem wenn man selbst davon überzeugt ist, nicht vor anderen verteidigen, wer möchte sich nicht verstanden wissen.

Allerdings macht es das Lesen stellenweiße mühsam.

Außerdem fand ich es schade,  gar nichts vom seinem Privatleben zu lesen, wäre interessant gewesen wie die Familie zu seinen Unternehmungen steht. "Der Mensch Walter" bleibt leider fremd, wir lernen nur "den Bergsteiger Bonatti" kennen.

Fazit:

Bonattis Erlebnisse lesen sich spannender als jeder Abenteueroman.  Leider machen sein Bemühen sein Handeln (vor wem auch immer) zu rechtfertigen, das Lesen stellenweise mühsam. 

Trotzdem sollte dieses Buch, von einem der größten Bergsteiger seiner Zeit, in keinem Bergbuchregal fehlen!

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