Walter Dean Myers Himmel über Falludscha

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Inhaltsangabe zu „Himmel über Falludscha“ von Walter Dean Myers

'Buch des Monats April 2009', JuBu-Crew Göttingen Der Krieg, aus der Sicht des einfachen Soldaten gesehen. Als Vorbilder können Remarques »Im Westen nichts Neues« und die Kriegsromane von Heinrich Böll gelten. Ein realitätsnaher Roman, der die Wirren eines modernen Krieges emotional nachvollziehbar beschreibt. Kein pro-amerikanischer Kriegsroman, sondern vor allem die Darstellung der Irrsinnigkeit von Kriegen als solchen. Geeignet als Schullektüre, auch zur Debatte über die Rolle der Bundeswehr in Afghanistan. In Deutschland herrscht nach wie vor Wehrpflicht - insbesondere junge Männer müssen sich über das zunehmende Engagement der Bundeswehr in bewaffneten Konflikte bewusst sein. Umfangreiches Glossar zum besseren Verständnis der militärischen Begriffe sowie der Hintergründe des Irak-Krieges. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat der junge Amerikaner Robin Perry sich freiwillig für den Einsatz im Irak gemeldet. Anders als die Kampftruppen soll seine Einheit für Civil Affairs vor allem das Vertrauen der Einheimischen gewinnen. Doch die Realität des Krieges sieht anders aus. Denn in einem Krieg, in dem Kampffahrzeuge als Krankenwagen getarnt werden und Orangenverkäufer selbstgebastelte Sprengsätze tragen, ist eine Unterscheidung zwischen Freund und Feind kaum noch möglich. Und doch bleiben Robin und seinen Kameraden oft nur Sekunden, um die Lage einzuschätzen - Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden können. Ein eindrucksvoller Roman, der die Wirren eines modernen Krieges emotional nachvollziehbar macht.

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  • Rezension zu "Himmel über Falludscha" von Walter Dean Myers

    Himmel über Falludscha

    chiara

    28. November 2010 um 13:36

    Ein Blick auf den Irakkrieg aus Sicht eines jungen Soldaten Für den jungen Robin Perry hat sich sein Vater eine glänzende Karriere in der Wirtschaft vorgestellt. Doch anstatt aufs College zu gehen, meldete sich Robin bei der Armee. So kommt es, dass er mit der Civil Affairs-Einheit in den zweiten Irakkrieg geschickt wird. Doch obwohl er nicht direkt an der Front kämpft, müssen er und seine Einheit sich vor den Gefahren nach dem eigentlichen Krieg in acht nehmen. Anschläge und Hinterhalte sind fast schon an der Tagesordnung, wenn die Civil Affairs das Lager verlassen. Wie prägen diese lauernden Gefahren einen Menschen? „Himmel über Falludscha“ ist kein Buch, das man einfach so durchliest und zur Seite legt. Es berührt den Leser und gibt einen schonungslosen Einblick hinter die Kulissen des Irakkrieges und in die Gedanken eines Soldaten – Gedanken, die man niemals so erfahren wird. Ich fand es interessant zu erfahren, wie die Amerikaner im Krieg arbeiten. Denn obwohl es sich um eine fiktionales Buch handelt, hatte ich den Eindruck, dass der Autor in diesem Buch seine Erlebnisse als Soldat verarbeitet. Daher kann man wohl davon ausgehen, dass viele der Situationen, die hier beschrieben werden, durchaus real sind. Im Prinzip ist das Buch in zwei Bereiche unterteilt. Da ist zum einem eigentlich die Handlung, die im Irak stattfindet. Allerdings spielt ein Großteil der Handlung in der Zeit, wo die Amerikaner den Krieg gewonnen haben und nun mit den Aufbauarbeiten beschäftigt. Als zweiten Bereich kann man die Briefe ansehen, die Robin an seinen Onkel und seine Eltern schreibt. Hier erfährt der Leser, was wirklich in Robin vorgeht und wie sich der junge Mann entwickelt. Beide Teile zusammen ergeben das schonungslose Bild eines Soldaten, der vom Krieg für immer geprägt ist. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Wer schon immer mal wissen wollte, wie es wirklich in einem Krieg zugeht, der ist bei diesem Buch genau richtig. Auch wenn es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt, ist es sicherlich auch für Erwachsene interessant. Mich hat das Buch auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht.

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