Walter Häberle

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Der Teufel von Jagstbach, Hilde, Sonntagskind und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Walter Häberle

Der Teufel von Jagstbach

Der Teufel von Jagstbach

 (2)
Erschienen am 01.03.2017
Der Eiffelturm und andere Gedichte

Der Eiffelturm und andere Gedichte

 (0)
Erschienen am 24.11.2005
Hilde, Sonntagskind

Hilde, Sonntagskind

 (0)
Erschienen am 25.07.2018

Neue Rezensionen zu Walter Häberle

Neu
Odenwaldwurms avatar

Rezension zu "Der Teufel von Jagstbach" von Walter Häberle

Ein Krimi aus den frankischenteil von BW
Odenwaldwurmvor 4 Monaten

Kriminalrat Lutz, ein grüblerischer Schwabe mit Hang zur Philosophie, lässt sich nach einem traumatischen Einsatz ins scheinbar beschauliche Hohenlohe versetzen. Aber kaum hat er das Kommissariat in Künzelsau übernommen, wird er mit seinem jungen Assistenten Wieland zu einem Mordfall ins Jagsttal gerufen. Tatort ist der Ochsengarten in Jagstbach, wo die Hohenloher Mundartband »Annâweech« gerade ein Konzert gibt. Der Ochsenwirt, ein lokaler Platzhirsch, hängt dort mit einer Heugabel im Bauch tot im Gesträuch.
Angeblich hat keiner der Besucher etwas mitbekommen. Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen beginnt. Lutz befragt gehörnte Ehemänner, übervorteilte Geschäftspartner, missbrauchte Geliebte, einen linken Lehrer, einen korrupten Volksbank- Filialleiter, den verhassten Nachbarn, den Sohn des Opfers, die geschiedene Ehefrau – ein Stich ins Wespennest! »Sodom und Gomorra«, stöhnt Lutz.
Alle könnten es getan haben! Je mehr Lutz hinter die Fassaden schaut, desto undurchdringlicher wird der Fall. Da kommt eine junge Frau, der ein Verhältnis mit dem Opfer nachgesagt wird, durch einen Unfall ums Leben … (Klappcovertext vom Buch)


Ich habe mich total in das Buch verliebt, dass kommt daher. Weil ich das Gebiet, die Leute, die Firmen und die Musikgruppen aus dieser Gegend sehr gut kenne und liebe. Es werden sehr viele bekannten Namen im Buch genannt, so das man gleich Zuhause ist. Das aber sicherlich nicht jedem Leser so geht, der die Gegend nicht kennt und auch nicht die Hohenloher Sprache. Die sehr besonders sein kann.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind sehr bildlich dargestellt. Besonders gut fand ich das Ermittlerduo, das sich sehr gut ergänzt.  Hauptkommissar Lutz, der erst in der Hohenlohekreis gezogen ist und sein Kollege Wieland. Die Ermittlungen der beide in diesem Fall sind sehr gut und haben wir gut gefallen. Ich hoffe wir werden noch weitere Bücher von den beiden lesen dürfen.

Fazit: Ich kann den Krimi jedem empfehlen, der im Nordosten von Baden Württenberg zu Hause ist oder dieses Gebiet durch Besuche und Urlaube kennt. Aber auch jedem Krimi-Fan, der gerne einen deutschen Krimi lesen will.

Kommentieren0
70
Teilen
ChattysBuecherblogs avatar

Rezension zu "Der Teufel von Jagstbach" von Walter Häberle

Mein Leseeindruck
ChattysBuecherblogvor 2 Jahren

Das Cover ist in einem Grünton gehalten, der wiederum meinen Blick fesselt. Ob mir das Buch wirklich aufgefallen wäre, weiß ich nicht, aber irgendwie zieht es meinen Blick an. Oder ob es an der Heugabel liegt, die eine gewisse ländliche Spannung verspricht?

Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn nicht unerwähnt lassen: So hat Lutz sich das nicht vorgestellt.

Kommen wir zum Inhalt: Selten hatte ich schon nach den ersten Zeilen eines Krimis ein Grinsen im Gesicht. Hier er es nun geschehen. Obwohl ich den Hohenlohner Dialekt nicht spreche, fand ich die Sätze wirklich gut verständlich und haben den gewissen Kick erzeugt. Sehr schnell konnte ich mich somit in das Leben der Land und Leute denken. Es hat schon einen gewissen Reiz, wenn dialektische Passagen beschrieben werden. Ich habe mich dadurch irgendwie heimisch gefühlt. Sofort hatte ich meine Sympathien und Antipathien verteilt, ja, ich könnte sagen, ich habe sogar etwas mitgelitten.

Hauptkommissar Lutz und sein Kollege Wieland ergänzen sich perfekt. Wo der eine etwas zu akribisch ist, bleibt der andere einfach etwas lockerer. Ein tolles Ermittlerduo.

Sehr interessant fand ich die Ausführungen zu Links- und Rechtshänder. Auch in meinem Bekanntenkreis sind die Linkshänder in der Minderzahl. "Wer betrügt, der linkt...", "Eine linke Tour" etc. (Seite 34) Stimmt, irgendwie ist dieses Links negativ belastet. Ich werde mich mal näher mit diesem Thema beschäftigen.

Auffällig ist aber auch die viele Werbung. die im Krimi immer mal wieder eingestreut wird. Mal wird ein großer Hersteller für Ventilatoren etc.der explizit genannt wird, aber viel öfter taucht der Name einer Band auf. Es vergehen kaum zwei Seiten, ohne dass nicht mindestens ein Mal der Name der Band genannt wird. Okay, Werbung muss sein. Aber so oft? Hierfür muss ich leider ein Sternchen abziehen, da es mir echt zu viel war.  

Fazit:

Als positiv empfang ich die Story, bei der ich miträtseln konnte, wer nun der Mörder war. Aufklärung, na klar, am Schluss.
 Desweiteren haben mir die Protagonisten sehr gut gefallen. Ich fand sie charakterlich sehr gut beschrieben, so dass sie mir schnell eingängig waren.
 Auch die dialektischen Einlage fand ich sehr passend, wenngleich sie auch dem einen oder anderen Nichthohenloher etwas schwer verständlich sein könnten.
 Somit komme ich aber auch gleich zum nächsten positiven Punkt, nämlich dem regionalen Bezug. Wahrscheinlich bin ich etwas im Vorteil, da mir die hohenlohische Region gut bekannt ist. Sehr schnell konnte ich Bezug zu Land und Leuten aufbauen. Ich kann bestätigen: Ja, die Hohenloher sind wirklich so. 😃
Einen kleinen Wehmutstropfen gab es aber dennoch: die viele Werbung. Hier speziell die Werbung für die regionale Band. Klar, man möchte sie bekannter machen, das ist durchaus verständlich. Aber muss man deshalb auf fast jeder Seite mindestens ein Mal den Bandnamen nennen? Das war mir doch etwas zu viel des Guten.

Kommentieren0
43
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 3 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks