Walter Hansen

 4.1 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Asgard, Der Detektiv von Paris und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Walter Hansen

Wahre Geschichte des Vorbilds von Sherlock Holmes und andere historische Werke: Der deutsche Autor hat an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert und anschließend als Reporter, Redakteur und Ressortchef bei großen deutschen Tageszeitungen gearbeitet. Danach machte er sich als freier Autor selbstständig und veröffentlichte zahlreiche Biografien, Romane, kulturhistorische Sachbücher und Anthologien wie zum Beispiel „Das große Buch der Volkslieder“ oder „Rätselspaß mit deutschen Dichtern“. Zudem publizierte der Schriftsteller Kinder- und Jugendbücher, die mehrfach von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet wurden. So auch das 2018 erschienene historische Jugendbuch „Der Detektiv von Paris“, in dem es um den historischen Kriminellen François Vidocq, der im Jahr 1809 bereits zum 25. Mal aus dem Pariser Gefängnis ausgebrochen ist, geht. Statt von der Polizei gefasst zu werden, wird er selbst zum Detektiv und bekämpft fortan Verbrecher. Walter Hansen, dessen Werke teilweise sogar ins Japanische und Estnische übersetzt wurden, lebt in München.

Neue Bücher

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Asgard

Asgard

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Der Detektiv von Paris

Der Detektiv von Paris

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Erschienen am 17.08.2018
Schaurig-schöne Balladen

Schaurig-schöne Balladen

 (3)
Erschienen am 17.12.2009
Der Wolf, der nie schläft

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 (2)
Erschienen am 19.03.2007
Wo Siegfried starb und Kriemhild liebte

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 (2)
Erschienen am 01.06.2004
Beowulf

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 (2)
Erschienen am 01.05.2015
Richard Wagner

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 (2)
Erschienen am 01.01.2013
Das Grosse Buch der Sagen und Legenden

Das Grosse Buch der Sagen und Legenden

 (1)
Erschienen am 01.01.1997

Neue Rezensionen zu Walter Hansen

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Engel1974s avatar

Rezension zu "Der Detektiv von Paris" von Walter Hansen

spannend und informativ, aber schwerer Schreibstil
Engel1974vor 5 Tagen

Walter Hansen erzählt in seinem Buch „Der Detektiv von Paris – Das Abenteuerliche Leben des Francois Vidocq“, „die wahre Geschichte des echten „Sherlock Holmes“. Es ist eine Lebensgeschichte, wie sie spannender, aber auch informativer nicht sein kann, sofort zieht sie nicht nur die „kleinen“ Leser in ihren Bann.

 

Um was geht es?

Fancois Vidocq wird als Kind eines armen Bäckers in Frankreich Ende des 17. Jahrhundert geboren. Seine Kindheit verbringt er im Armenviertel, wobei es ihn immer wieder in die Gauner und Verbrecherviertel zieht. Hier lernt er nicht nur deren „Geheimsprache“, sondern auch lesen, schreiben und fechten.

Das Schicksal treibt ihn mit 14 Jahren aus dem Elternhaus, ganz allein auf sich gestellt versucht er sich durchzuschlagen, bis das Schicksal erneut erbarmungslos zuschlägt und ihn ins Gefängnis bringt. Durch seien Schlauheit und mit Geduld gelingt ihm jedoch von dort die Flucht. Dies soll aber nicht das einzige Mal sein, insgesamt 25 Mal wiederholt sich sein Gefängnisaufenthalt mit anschließender Flucht. Weltbekannt unter den Verbrechern, hat Vidocq es irgendwann satt ständig auf der Flucht zu sein und bietet der Polizei einen ungewöhnlichen Deal an.

 

Meinung:

Der Roman richtet sich an Leser ab 12 Jahren, hat einen sehr geballten, spannenden Inhalt, wobei man viele Einblicke in die geschichtliche Epoche und Polizeiarbeit bekommt. Ebenfalls sind die Charaktere sehr glaubwürdig und lebendig „erschaffen“ worden, lediglich der Schreibstil macht den Roman nicht gerade zur „leichten Kost“. Kurze, meist abgehackt klingende Sätze, viele Fremdwörter und Wörter aus der französischen Sprache, hemmen immer wieder den Lesefluss und stellen die Kinder vor Fragen. Meine Empfehlung hier ist es das Buch gemeinsam mit dem Kinde zu lesen.

Ich habe es zusammen mit den Kindern meines Leseclubs gelesen und wir haben alle davon profitiert. Der Inhalt zog nämlich auch mich sehr schnell in den Bann. Das gemeinsame Lesen haben wir, Mädchen, sowohl Jungs sehr „genossen“, es war einfach faszinierend Vidocqs Lebensgeschichte mitzuverfolgen.

Von meinen Lesekindern gibt es 5 Sterne, für den Inhalt

3 Sterne für den Schreibstil.

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Annejas avatar

Rezension zu "Der Detektiv von Paris" von Walter Hansen

Ein Junge der die Welt veränderte
Annejavor 16 Tagen

Bei einer anderen Leserin gesehen, weckte dieses Buch sofort mein Interesse. Daran lag jedoch nicht nur das liebevoll gestaltete Cover, sondern auch die Kurzbeschreibung, welche eine spannende Geschichte mit biografischen Hintergrund versprach. Schon kurz darauf durfte ich das Buch bei mir willkommen heißen, wo ich es dann auch schnell zur Hand nahm. 

 

Das Buch wurde in die Kategorie Jugendbuch gesteckt, was ich nur bedingt verstehen kann. Es handelte zwar anfangs von einem kleinen Jungen, doch im Laufe des Buches wird dieser zu einem gestandenen Mann, was wohl viele Jugendliche weniger interessieren dürfte, zumal er nicht der Böse, sondern der Gute wurde. 

 

Dies jedoch nur so nebenbei denn mir selbst gefiel das Buch richtig gut. Der Schreibstil war leicht, die Charaktere glaubwürdig und mit interessanten Persönlichkeiten versehen und die Welt voller Details die zeigten, in was für einer Zeit diese Geschichte spielte. Das Besondere aber war, das es François Vidocq wirklich einmal gab und man somit neben ein paar schriftstellerischen Freiheiten, wahre biografische Daten zu lesen bekam. Dies wird nochmals spannender, wenn man sich über den werten Herrn informiert und dabei erfährt für welche bekannten Buch-Detektive er das große Vorbild war. Ich möchte hier einmal ein „Holmes“ in die Runde husten. 

 

Neben Spannung und ein paar emotionalen Momenten, war es der Humor des Autors, der mich förmlich an das Buch fesselte. Denn wie schon im Klappentext beschrieben, entkommt Vidocq 25- mal aus dem Gefängnis. Seine Methoden waren dabei sowohl clever als auch gewitzt und sorgten dafür das ich sie mir sehr gerne erlas. Natürlich wurden nicht alle 25 Ausbrüche beschrieben, da es bei dem ein oder anderen bestimmt zu Wiederholungen kam, aber die Beschriebenen waren ein Hochgenuss der Unterhaltung. Doch auch Vidocq selbst stellte sich als sympathischer Charakter heraus, der bewies, das man einen Menschen nicht allein an seiner Herkunft beurteilen sollte. Denn wer arm ist, ist noch lange nicht verdorben. 

 

Am Ende war es für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis, da ich nicht nur eine facettenreiche Story erlebte, sondern auch den ein oder anderen AHA-Moment hatte. Dies lag vor allem daran, das man langsam erleben durfte, wie es nicht nur zu einer Revolution unter den Machthabern kam, sondern auch zu einer Umgestaltung im Ermittlungswesen. Hier waren es die Helfer von Vidocq, welche meine Aufmerksamkeit erregten, da sie teilweise aus nicht besseren Verhältnissen wie er stammten, aber für die Chance eine Dankbarkeit an den Tag legten, die man heute verzweifelt sucht. Denn genau wie damals haben sich die Zeiten geändert und es erfordert wieder neue Herangehensweisen, um den Verbrechern das Handwerk zu legen. 

 

Ich spreche wirklich selten Leseempfehlungen aus, aber dieses Buch hat definitiv eine verdient. 

Mein Fazit
Hinter diesem wunderschönem Cover verbirgt sich eine fast schon unglaubliche Geschichte, voller fesselnder Elemente. Ich ging mit einigen Erwartungen an das Buch, hätte aber nicht gedacht, dass es diese bei weiten übertrifft.

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Meritamuns avatar

Rezension zu "Der Detektiv von Paris" von Walter Hansen

Der erste Detektiv der Welt
Meritamunvor einem Monat

Inhalt:

Francois Vidocq ist der meistgesuchte Verbrecher von Paris. Schon 25 Mal ist er aus dem Gefängnis ausgebrochen und andauernd auf der Flucht. Doch er sehnt sich nach einem ruhigen Leben. Dafür schlägt er dem Polizeidirektor einen unverschämten Handel vor – seine Rehabilitation im Gegenzug für die Mithilfe bei der Verbrecherjagd, denn niemand kennt die Pariser Unterwelt so gut wie er. Der Polizeichef willigt ein und so beginnt Vidocq die Polizeiarbeit grundlegend zu revolutionieren.


Cover:

Das Cover gefällt mir unheimlich gut. Francois Vidocq bildet das zentrale Motiv in der Covergestaltung. Im Hintergrund erkennt man das berühmte Portal von Notre Dame. Der verspielte Schriftzug im unteren Teil des Covers passt sehr schön in die Zeit Vidocqs.


Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal entdeckt habe, sind mir sein tolles Cover und der interessante Titel aufgefallen. Auch der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Schließlich musste ich wissen, wer sich hinter dem Mann, der das Vorbild für Sherlock Holmes oder Jean Valjean war, verbirgt.


Der Einstieg gelingt ohne Probleme und man taucht als Leser schnell ins Frankreich des frühen 19. Jahrhunderts ein. Walter Hansen schafft es, das Setting und die Lebensumstände jener Zeit authentisch und lebendig zu beschreiben. Obwohl Francois Vidocq als Bäckerssohn in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, strebt er nach Höherem. Mit seinem Wissensdurst und seiner Intelligenz möchte er die Welt zu einem besseren Ort machen, aber ein falscher Freund drängt ihn auf die schiefe Bahn. Francois wird verhaftet, landet im Gefängnis und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Es war sehr spannend und zeitgleich erschreckend mitzuverfolgen, wie der junge Mann durch falsche Beschuldigungen vom Regen in die Traufe kommt, denn gründliche Polizeiarbeit gab es damals nicht. Schnell steigt Vidocq durch seine zahlreichen Gefängnisausbrüche zu einer Größe in Verbrecherkreisen auf, doch eigentlich sehnt er sich nach einem rechtschaffenden Leben.


Mit seiner späteren Neugliederung der Pariser Polizei hat er den Grundstein für die moderne Ermittlungsarbeit gelegt und die Aufklärung zahlreicher Krimimalfälle durch den gezielten Einsatz von Spezialeinheiten äußerst effektiv gestaltet. Francois Vidocq lehrt uns, dass wir nie unsere Ziele aus den Augen verlieren dürfen und jeder ein Held sein kann. „Der Detektiv von Paris“ ist ein sehr informatives und lehrreiches Werk, das ich jedem an Kriminalistik Interessierten nur empfehlen kann.


Fazit:

Walter Hansen erzählt die Lebensgeschichte von Francois Vidocq auf eine spannende und ungeschönte Art und Weise. Leider waren zwischenzeitlich manche Episoden etwas trocken. Dennoch hat mich das Buch fesseln können und ich vergebe gute 4 Ananas.

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