Walter Hauser

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Hoffen auf Aufklärung, Der Justizmord an Anna Göldi und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Walter Hauser

Walter Hauser, geboren 1957, aufgewachsen im Kanton Glarus. Dr. iur., Ex-Kantonsrichter, langjähriger Redaktor u. a. bei der «Sonntagszeitung» und beim «Sonntagsblick». Hauser ist Gründer und Präsident der Anna-Göldi- Stiftung, die sich gegen Justiz- und Behördenwillkür engagiert.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Walter Hauser

Cover des Buches Hoffen auf Aufklärung (ISBN:9783857918629)

Hoffen auf Aufklärung

 (2)
Erschienen am 01.09.2018
Cover des Buches Der Justizmord an Anna Göldi (ISBN:9783857915253)

Der Justizmord an Anna Göldi

 (1)
Erschienen am 01.06.2007
Cover des Buches Auswanderung ins Glück (ISBN:9783857914157)

Auswanderung ins Glück

 (0)
Erschienen am 01.10.2002
Cover des Buches Stadt in Flammen (ISBN:9783855462360)

Stadt in Flammen

 (0)
Erschienen am 10.09.2014
Cover des Buches Bitterkeit und Tränen (ISBN:9783857913983)

Bitterkeit und Tränen

 (0)
Erschienen am 01.09.2002

Neue Rezensionen zu Walter Hauser

Neu

Rezension zu "Hoffen auf Aufklärung" von Walter Hauser

Wider das Vergessen
aus-erlesenvor 8 Monaten

Wer kann sich jetzt noch an 1982 erinnern? Die Schande von Gijon, der Nichtangriffspakt zwischen deutschen und österreichischen Fußballnationalspielern, kommt Fußballfans weltweit vielleicht in den Sinn. In der 500-Seelen-Gemeinde Oberriet bei St. Gallen ist das Jahr 1982 so präsent wie der gestrige Tag. Auch nach über drei Jahrzehnt ist der Mord an Brigitte und Karin in der Kristallhöhle nicht aufgeklärt. Die Teenager waren mit ihren Fahrrädern unterwegs – ein Ferienausflug zu Verwandten. Doch die Rückkehr wurde für die Eltern der beiden Mädchen zur Qual. Erst mehrere Wochen nachdem die ihre Mädchen als vermisst meldeten, fand man die beiden Leichname in einer Felsspalte. Von Maden verzehrt, unkenntlich. An Verdächtigen mangelt es hier nicht. Ein Höhlenführer, ein Architekt, Touristen – die Ermittler tun eine Spur nach der anderen auf. Doch nichts Endgültiges wird die Gemüter beruhigen. 2012 wird der Fall zu den Akten gelegt. Nicht, weil es keine neuen Erkenntnisse mehr geben wird, sondern weil das Schweizerische Strafrecht es so vorsieht. Dreißig Jahre nach einer Tat, kann niemand mehr belangt werden. Durchsuchungsbeschlüsse sind nichtig. Vernehmungen können nur auf freiwilliger Basis durchgeführt werden. Und im Dorf rücken alle näher zusammen, wenn einer von außen wieder anfängt zu schnüffeln. 
Robert Siegrist wartet seit seinem 21. Lebensjahr auf die Antwort wer seine Eltern, seine Tante und zwei seiner Cousins ermordet hat. Das war 1976, als man sie mit einem Winchester-Gewehr ermordete. Das Gewehr wurde gefunden, den Schützen müssen alle Beteiligten an der Suche schuldig bleiben. Er verarbeitete seine Fassungslosigkeit in einem Buch. Gerechtigkeit kann er nach so langer Zeit kaum mehr einfordern. Noch weniger die Unterstützung der Behörden.
Politiker, Spione, Milieu-Größen, Kinder – kurz: Opfer und Täter in diesem Buch sind klar zuzuordnen. Ermittler haben immer den Auftrag jedweden Zweifel aus dem Weg zu räumen. Täter beschreiten den gleichen Weg, allerdings mit der Vorgabe Zweifel zu streuen und keine Spuren zu hinterlassen. Autor Walter Hauser war selbst Kantonsrichter und kennt die Zwickmühle der Gerichte. Menschlich (meist sogar logisch) sind viele Fälle eindeutig. Doch vor dem Gesetz ist jeder gleich. Bestehen Zweifel, müssen sie dem Angeklagten angerechnet werden, um Manipulationen auszuschließen. Das kommt jedermann schlussendlich zugute. „Hoffen auf Aufklärung“ ist auch ein Plädoyer für die Aufhebung der Verjährungsfristen bei Mord und Totschlag. Die Wissenschaft schreitet voran und was vor Jahren noch undenkbar zu sein schien, kann heute mit einem Handstreich erledigt werden. Die Opfer werden dadurch nicht wieder lebendig.
So einen Krimi kann man sich nicht ausdenken. Solche Geschichten schreiben nur das Leben und der Tod in unheiliger Allianz. Die Täter sind dreißig Jahre nach ihrer Tat alle Schulden entlastet, den Hinterbliebenen bleibt nur der verzweifelte Blick zurück. Wenn Recht und Gerechtigkeit getrennte Wege gehen, kann nur die Versöhnung den Staat von der Verantwortung befreien.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Der Justizmord an Anna Göldi" von Walter Hauser

Rezension zu "Der Justizmord an Anna Göldi" von Walter Hauser
Asfalothvor 12 Jahren

Anna Göldi wurde als letzte Hexe in Europa am 13. Juni 1782 in Glarus enthauptet. Zu dieser Zeit war Europa im Umbruch, das entsprechend kritische Echo war damals schon gross. Walter Hauser hat nach umfangreichen Recherchen ein Sachbuch zu diesem Fall geschrieben.

Ich empfand das Buch und seine Thematik als sehr eindrücklich. Die Folterprotokolle sind im Wortlaut wiedergegeben, was die Lektüre dieser Passage zwar etwas mühsam macht, aber sehr interessant ist. Es wird auch ein tiefer Einblick in die Gesellschaft und die Machtverhältnisse im Kanton Glarus zu jener Zeit gewährt.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 8 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Worüber schreibt Walter Hauser?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks