Hollstein thematisiert in diesem Buch die Ende der 1970er vorhandenen Formen der Alternativbewegung, zum Teil bereits aus der Vergangenheitsperspektive, andere Bewegungen befanden sich damals erst im Aufbruch - so bspw. die Ökobewegung. Hollstein gelingt es gut, weder zu pauschalisieren noch abzuwerten, sondern vielmehr kritisch reflektierend (was Anerkennung mit einschließt) sämtliche Theorieansätze zu würdigen. Das Buch hat an Aktualität noch immer nichts verloren: weder ist Kapitalismuskritik obsolet geworden noch sind die Forderungen nach Entschleinigung, Wachstumseinschränkung, ökologischer Lebensperspektive, mehr Mitmenschlichkeit, Selbsterfahrung erloschen bzw erfüllt. Statt dessen mag man meinen, es sei noch viel wichtiger geworden, Alternativbewegungen zuzuhören und sich ihrer Kritik sowie ihren Vorschlägen anzunehmen.
Alternative Subkulturen & Alternativbewegungen





