Walter Jon Williams

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Der Fall des Imperiums

Der Fall des Imperiums

 (5)
Erschienen am 01.03.2010
Sternendämmerung

Sternendämmerung

 (4)
Erschienen am 01.08.2010
Die letzte Galaxis

Die letzte Galaxis

 (3)
Erschienen am 09.11.2010
OFF

OFF

 (4)
Erschienen am 24.09.2009
Hardware

Hardware

 (2)
Erschienen am 01.01.1988
Plasma City.

Plasma City.

 (1)
Erschienen am 01.01.2002
Aristoi

Aristoi

 (1)
Erschienen am 01.12.1997

Neue Rezensionen zu Walter Jon Williams

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Rezension zu "Tage der Sühne" von Walter Jon Williams

Anfangs sehr zäh und langatmig, dann aber gut.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten

Nachdem mir „Aristoi“ von Walter Jon Williams so gut gefallen hatte, war ich auf „Tage der Sühne“ von ihm sehr gespannt. Der Klappentext klang sehr vielversprechend, aber irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, in einem Buch zu landen, das sich so sehr nach Wilder-Westen-Science-Fiction anfühlte. Williams schafft eine interessante Kulisse, auch wenn es anfangs eher zäh erscheint und man sich fragt, wann es denn so endlich richtig losgeht. Dabei ist die Hauptfigur Loren Hawn nicht unbedingt ein sympathischer Mensch. Er und ich sind auch die ganzen 415 Seiten lang nicht miteinander warm geworden. Trotzdem zog das Tempo der Geschichte ab der 2. Hälfte deutlich an und je mehr Loren den Dingen auf die Spur kam, desto weniger wollte ich es weglegen.
Auch wenn Williams viel world building betreibt, hätte das Buch ruhig ein paar Seiten kürzer sein können, dann hätte das Tempo von Anfang an gestimmt. So war mir das Buch grad am Anfang einfach viel zu zäh und ich war ein paar Mal versucht, es abzubrechen. Ich bin froh, dass ich dabei geblieben bin. Normalerweise liebe ich ja ausschweifende Erzählungen, aber die Stimmung des Buches war auf mich eher bedrückend weswegen für mich weniger wirklich mehr gewesen wäre. Ich hatte die meiste Zeit das Gefühl, selbst schwitzend und staubig neben Loren zu stehen, der versuchte, die Puzzle-Teile zusammenzusetzen, die aber anfangs so gar kein richtiges Bild ergeben wollten.
FazitAlles in allem ist es ein eigentlich spannender Scifi-Krimi mit ungewöhnlichen Twists, der, wenn er erstmal in Fahrt kommt, kaum zu stoppen ist. Im direkten Vergleich zu „Aristoi“ kann er allerdings so gar nicht mithalten.

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Rezension zu "Aristoi" von Walter Jon Williams

Innovatives und anspruchsvolles Science-Fiction
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten

Ich muss gestehen, dass ich vor „Aristoi“ schon eine ganze Weile ziemlichen Respekt hatte. Williams schreibt hier eine Science-Fictiongeschichte, die auch stilistisch gesehen eine Herausforderung für mich dargestellt hat. Die Aristoi können ihren Geist nämlich in mehrere Persönlichkeiten, sogenannte Daimonen, spalten, die unabhängig von einander und vom eigentlichen Selbst Aufgaben übernehmen können und eigenständige Individuen innerhalb einer virtuellen Realität bilden. Williams hat das verdeutlicht, indem er den Text in zwei Spalten aufgeteilt hat, wo auf der einen Seite das Selbst etwas erlebt und auf der anderen Seite seine Daimonen dies kommentieren. Solche stilistischen Mittel finde ich zwar eigentlich nicht verkehrt, aber ich tue mich immer wahnsinnig schwer damit, sowas zu lesen, weil mich das immer völlig aus dem Lesefluss reißt. Dabei ist die Welt, die Williams hier geschaffen hat, sehr faszinierend und innovativ.
Auf den ersten Blick könnte man meinen es sei eine Utopie, wenn man aber das Klassensystem der beschriebenen Gesellschaft betrachtet, erkennt man sehr schnell, dass es sich entsprechend dem Titel des Buches um eine Aristokratie handelt. Einfache Menschen, sogenannte Demos, sehen in den Aristoi ihre Götter und beten diese entsprechend an. Durch Examen haben sie die Möglichkeit aufzusteigen und z.B. ein Therápôn zu werden, Mitglied einer Art Verwaltungsklasse, die selbst wiederum die Möglichkeit hat, zum Aristos aufzusteigen.
Aristos Gabriel ist wie alle anderen Aristoi auch für seine Welten und die Bewohner eben dieser verantwortlich. Wir folgen ihn und seinen Daimonen und schon zu Beginn erfährt man, dass in der Welt von „Aristoi“ auch Homosexualität etwas alltägliches ist, dass Geschlechter angepasst werden können, auch zeitweise um z.B. als Mann eine Schwangerschaft erleben zu können usw.
Die Themen sind sehr komplex und Williams entwirft eine Gesellschaft, die mir in dieser Form noch nicht untergekommen ist, eingebettet in eine spannende Geschichte, die den Leser auch über den spaltenweisen Schreibstil hinweg transportiert.
FazitEin sehr anspruchsvolles Buch im Science Fiction-Bereich, das ich sicherlich noch ein zweites Mal lesen werde um zu sehen, was mir beim erstmaligen Lesen entgangen ist. Kein Buch für Genre-Einsteiger aber definitiv sehr lesenswert für alle Fans, die innovative Ideen zu schätzen wissen.

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MellisBuchlebens avatar

Rezension zu "OFF" von Walter Jon Williams

Ich hatte mir etwas anderes darunter vorgestellt.
MellisBuchlebenvor einem Jahr

Ich habe das Buch eingeschweißt erworben und hatte somit nur den Klappentext (s. Inhalt) als Anhaltspunkt. Da dieser sehr kryptisch gestaltet ist, klang es interessant und ich habe das Buch gekauft. Auf dem Cover befinden sich ein Goldfisch und dahinter ein Koi, der sein Maul geöffnet hat, als wolle er den Goldfisch fressen. Mit der Handlung des Buches hat dieses Cover eher wenig zu tun.
Beim Lesen ist mir schnell klar geworden, dass ich mir etwas völlig anderes darunter vorgestellt hatte. Was genau, weiß ich auch nicht, aber vielleicht eine Story, die in Richtung Gefangenschaft (welcher Art auch immer) ginge.
Es geht jedoch um Dagmar, die Online-Computer-Rollenspiele entwickelt und leitet, bei denen die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verschwimmen. Das heißt, dass die Leute, um in dem Spiel weiter zu kommen, "echten" Fährten zu "echten" Menschen und Orten folgen müssen, um Hinweise aufzuspüren und Rätsel lösen zu können etc.
Das gesamte Buch beschäftigt sich sehr viel mit Ideen solcher Spiele, deren möglicher Finanzierung und Ablauf sowie mit der Kommunikation in Chat-Rooms zu den Spielen. Die Handlung ist immer wieder durch solche Online-Gespräche unterbrochen, was mir durchaus gefallen hat. Ebenso fand ich das Buch zum größten Teil spannend. Dagmar ist in einer Stadt gefangen, in der der Bürgerkrieg ausgebrochen ist. Sie sitzt fest und versucht, Hilfe zu bekommen. Dafür chattet sie mit Spielern und muss diesen klar machen, dass es sich diesmal nicht um ein Spiel handelt.
Ich selbst spiele keine Online-Computer-Rollenspiele, so dass diese Materie nicht so meins war. Ich habe zwar alles als Laie auf diesem Gebiet verstanden, fand aber die Darlegung und Beschreibung (vor allem von der Finanzierung etc.) ziemlich langweilig, so dass das Buch für mich zu viele Längen aufwies.
Ferner hat mich gestört, dass die Kapitel durchnummeriert sind und dann extra noch einen Titel aufweisen. Die Titel haben Satzstruktur, was nicht so meinen Geschmack traf, zumal sie meines Erachtens nicht immer zum Geschehen passten.
Insgesamt ist das Buch bestimmt etwas für Menschen, die Online-Computer-Rollenspiele selbst spielen oder sich für das Thema interessieren.
Mir hat es leider nicht ganz so gut gefallen, trotzdem war das Buch lange Zeit spannend und in Bezug auf Dagmars Flucht sowie die Chat-Dialoge interessant, so dass ich dem Thriller-Debüt des Autors drei Herzen vergebe.

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