Walter Kappacher Der Fliegenpalast

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Inhaltsangabe zu „Der Fliegenpalast“ von Walter Kappacher

»Ein faszinierendes literarisches Solo.« Felicitas von Lovenberg in der ›FAZ‹August 1924: Der alternde Schriftsteller H. kehrt an einen Ort seiner Kindheit zurück – nach Bad Fusch in den Salzburger Bergen. Viel hat sich verändert: Freunde sind abhandengekommen, sein Schaffen ist bedroht von seiner labilen Gesundheit. H. lernt den jungen Privatarzt einer Baronin kennen und sucht seine Freundschaft, doch er entkommt der Einsamkeit nicht. Walter Kappacher erzählt von einem Leben, das die Zeit überholt hat: mit fesselnder Intensität und luzidem Einfühlungsvermögen, so souverän wie virtuos.

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  • Rezension zu "Der Fliegenpalast" von Walter Kappacher

    Der Fliegenpalast
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    13. February 2010 um 17:15

    "Ein seltenes und großes Glück für die Deutsche Literatur" schrieb die Süddeutsche Zeitung über den Georg-Büchner-Preisträger 2009 "Der Fliegenpalast" von Walter Kappacher. "Ein faszinierendes literarisches Solo", titelte die FAZ. Also - ran an dieses Buch - Fehlgriff ausgeschlossen - kein Risiko - großes Kino... Und dann lande ich in einer 170-seitigen Erzählung über 10 Tage im Leben des alternden Schriftstellers Hugo von Hofmannsthal, der sich gerade in der großen Schaffenskrise seines Lebens befindet. Schreibblockade mag man es nennen oder das komplette Fehlen von Inspiration. Auf der Suche nach einem neuen roten Faden begibt er sich auf Reisen, macht die Rahmenbedingungen, Menschen um sich herum, seine Umgebung, einfach Alles für den versiegenden Strom literarisch brauchbarer Gedanken verantwortlich. Er begibt sich in Kirchen und beginnt für die lang ersehnte zündende Idee zu beten: "Durfte er sich wünschen, dass die Arbeit, das Schreiben vonstatten gehen möge? Aber warum nicht? Worum die Menschen in den Kirchen nicht alles bitten!" Über dem gesamten Autoren-Ego-Konflikt steht die drohende Gefahr, in Vergessenheit zu geraten - und dies gerade in einer Zeit, in der die literarische Konkurrenz Deutschlands zu Höhenflügen ansetzt. Hofmannsthal versucht, sich neuen Menschen auf seiner Reise anzubiedern um ein paar kleine Schritte vorwärts zu kommen. Er steht am absoluten Wendepunkt seiner Karriere. Und ich stehe mitten im Buch vor dem Wendepunkt des Lesegenusses, gerate ob der Handlungsarmut und des schleppenden Tempos in eine unwiderrufliche Leseblockade und vermag es nicht mehr, meine Konzentration oder Faszination weiter aufzubieten um der Geschichte zu folgen. Ich bin kein Intimus des Lebens dieses bedeutenden Deutschen Autors und finde nicht die Puzzlesteine in der nicht erzählten Vergangenheit Hofmannsthals - und was ich im Moment gar nicht kann - ein schmales Büchlein durch die Konsultation schwergewichtiger Sekundärliteratur für mich zugänglich zu machen. Für mich gibt es keine schlechten Bücher - es gibt nur Geschichten, die mich im gegebenen Augenblick nicht zu fesseln vermögen. Diese gehört eindeutig dazu. Kein Vorwurf an Kappacher - letztlich bleibt für mich die große Frage nach dem Grund für die Verleihung des Büchner - Preises 2009. Aber - ich muss nicht Alles verstehen.... "Momente gibt es im Leben, Herr Doktor, die wie Marksteine sind, Augenblicke, in denen uns klar wird, dass nichts wieder so sein wird wie vorher. Man weiß, das Leben wird von nun an in zwei Abschnitte geteilt sein: die Zeit davor und die Zeit danach..." "Der Fliegenpalast" hat es nicht geschafft, meinen zweiten Leselebensabschnitt zu erreichen....

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  • Rezension zu "Der Fliegenpalast" von Walter Kappacher

    Der Fliegenpalast
    leserin

    leserin

    20. November 2009 um 10:46

    Der ältliche Hugo von Hofmannsthal verbringt Zeit in Bad Fusch, in dem er seine Sommerferien in der Kindheit verbracht hat.
    Er trifft Zeitgenossen, wie Brecht und andere und versucht den Roman "Turm" fertigzustellen.
    Der Salzburger Schriftsteller Kappacher beschreibt die Umgebung sehr detailiert und liebevoll.

  • Rezension zu "Der Fliegenpalast" von Walter Kappacher

    Der Fliegenpalast
    verena83

    verena83

    22. August 2009 um 21:58

    das buch beschreibt 10 tage im leben des schrifstellers hugo von hofmannsthal, der im jahr 1924 in fusch, einem kurbad in den salzburger alpen, halt macht. dort hatte er vor dem krieg mit seinen eltern viele sommer verbracht. seitdem hat sich allerdings vieles in seinem leben verändert... freundschaften sind zerbrochen, der höhepunkt seines ruhms liegt weit hinter ihm und krankheit macht ihm zu schaffen. bei einem spaziergang wird der schrifsteller schlussendlich ohnmächtig und lernt so den doktor krakauer kennen, dessen freundschaft er sucht, was sich allerdings als schwieriges unterfangen herausstellt, da die baronin, deren privatarzt krakauer ist, sehr eifersüchtig ist. die geschichte war ganz interessant zu lesen, da mein interesse an hugo von hofmannsthal sicher jedoch in grenzen hält, konnte ich mit dem buch nicht so viel anfangen

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  • Rezension zu "Der Fliegenpalast" von Walter Kappacher

    Der Fliegenpalast
    taciturus

    taciturus

    05. July 2009 um 14:12

    Die Höhenflüge in der Amazonrangliste von Walter Kappachers Büchern nach der Verleihung des Büchner Preises an ihn, hatte ich noch belächelt: „Wer richtet schon seine Bücherwahl nach Preisen?!“ Darauf folgten Interviews mit Kappacher in Fernsehen und Zeitung, die einen positiven Eindruck hinterließen und mich dann doch sehr neugierig machten und letztlich war es nur mehr ein geringer Widerstand, der in der Buchhandlung überwunden werden musste, als mich dort ein Stapel von Fliegenpalästen anlächelte. Bald begann ich dann auch das Buch zu lesen, es zu verschlingen. Einen Kommentar zu diesem Buch zu verfassen, fällt mir aber auch heute – Wochen seitdem ich das Buch ausgelesen habe schwer. Walter Kappacher erzählt von Hugo von Hofmannsthal, der sich in der Zwischenkriegszeit, zur Zeit der 1. Republik, auf Sommerfrische befindet. In einer zerrissenen Zeit zwischen Monarchie und Republik, findet der Leser einen zaudernden Schriftsteller, der unzählige Projekte begonnen hat, auf den Tag für Tag neue Ideen einströmen, der aber noch keine einzige weitere Zeile zu Papier bringen konnte und der gesundheitlich angeschlagen ist. Mit einem sehr angenehmen, überaus flüssigen Schreibstil erzählt Kappacher von diesem Sommer des Jahres 1924. Durch eine präzise Schilderung v. Hofmannthals Gedanken, sowie den Gesprächen mit Menschen, die ihn auf seinem Weg begegnen, wird ein deutliches Bild vom Charakter v. Hofmannthals entworfen.. Viele Anspielungen auf dessen Werke, deren Rezeption sowie die allgemeinen Zustände der Zwischenkriegszeit prägen den Text und machen Lust sich näher mit dem Werk dieses, als auch jenes Schriftstellers zu befassen. Mit Reclamheften v. Hofmannthals bin ich nun bereits versorgt, auf die Erscheinung dreier Romane Kappachers im Taschenbuchformat im Oktober 2009 warte ich bereits.

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  • Rezension zu "Der Fliegenpalast" von Walter Kappacher

    Der Fliegenpalast
    Hasewue

    Hasewue

    27. June 2009 um 18:00

    Nachdem der alternde Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal nach einem Schwächeanfall im August 1924 in den Kurort Bad Fusch zurückkehrt, an dem er oft mit seinen Eltern war, begegnet er dort nach einem weiteren Zusammenbruch dem Arzt Doktor Krakauer. H. – wie er in der Geschichte genannt wird – versucht aufgrund seiner Einsamkeit mit Krakauer in Kontakt zu treten was sich aber durch dessen Begleitung, eine Baronin, schwierig gestaltet. Walter Kappacher erzählt in „Der Fliegenpalast“ die Geschichte des in die Jahre gekommenen Schriftstellers Hugo von Hofmannsthal. Zu Beginn seiner Erzählung schafft Kappacher es auch noch recht gut den Leser zu faszinieren, was sich aber bald ändert. Alles wirkt sehr oberflächlich und die Handlung wird immer zäher. Kappacher schafft es im weiteren Verlauf nicht die anfängliche Begeisterung aufrecht zu erhalten und bewirkt durch ausschweifende Schilderungen von Nichtigkeiten das genau Gegenteil. Durch die größtenteils fehlende Handlung wird der Leser bald abgelenkt und langweilt sich eher über Hofmannthals anstrengende Überlegungen und Ansichten. Im ganzen Verlauf von immerhin 172 Seiten hätte man sich als Leser wenigstens gewünscht, dass etwas Spannung und vor allem Leben in dieser schwer zu verfolgenden Handlung gewesen wäre. So wusste ich am Schluss immer noch nicht, was mir der Autor jetzt eigentlich sagen wollte. 2,5 von 5 Sternen!

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