Walter Kappacher Rosina

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Inhaltsangabe zu „Rosina“ von Walter Kappacher

Was macht ein »gelungenes Leben« aus?Rosina ist jung, sie kommt vom Land, immer schon hat sie vom aufregenden Leben in der Stadt geträumt. In kurzer Zeit schafft sie es, zur rechten Hand von Herrn Fellner zu werden, dem Chef der kleinen Firma, und auch außerhalb der Arbeitszeit greift Fellner gern auf ihre Dienste zurück. Doch nach einem Unfall wird Rosina die schreckliche Enge ihres Daseins bewusst. Büchner-Preisträger Walter Kappacher erzählt von der Anpassung des Menschen an scheinbar vorgezeichnete Lebensmuster. Überarbeitete Fassung von Kappachers Frühwerk. (Quelle:'Flexibler Einband/01.02.2013')

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  • Rezension zu "Rosina" von Walter Kappacher

    Rosina
    cosima73

    cosima73

    31. January 2013 um 12:28

    Als junge Frau vom Land wünscht sich Rosina nichts sehnlicher als in die Stadt zu gehen. Ohne ihre Mutter zu informieren, bewirbt sie sich auf Stellen in der Grossstadt und ergreift die sich ihr bietende Chance, in die grosse weite Welt hinauszugehen. Ihre Mutter nimmt ihr das übel, was einen Bruch in ihrer Mutter-Tochter-Beziehung bedeutet. Das Leben meint es gut mit Rosina, sie kann mit viel Einsatz und Ehrgeiz die Karriereleiter hinaufklettern. Dass sie einmal andere Träume hatte für ihr Leben, geht dabei fast vergessen. Sie lebt ihr Leben auf der Überholspur, lässt sich auf ihren Chef ein, dessen Aufmerksamkeit bald weniger wird. Der grosse Bruch im Leben Rosinas kommt mit einem Unfall, der sie auf sich selbst zurückwirft und ihr zeigt, worauf sie alles verzichtet hat im Leben. Tapfer geht sie in ein neues Leben zurück, fängt nochmals neu an, schickt sich in ihr Schicksal. Das Buch ist in der dritten Person doch aus der Sicht Rosinas erzählt. Als Leser erfährt man in kurzen, teils sehr kurzen Sequenzen, was in ihr vorgeht, was sie bedauert, womit sie hadert, was sie über ihr Leben denkt. Das Buch wirkt durch diese kurzen Sequenzen sehr unruhig, es flippt teilweise wild hin und her, lässt den Leser atemlos hinterherkommen, sich ab und an fragen, wo er gerade steht, was nun passiert, wie er alles einordnen soll. Der Autor zeichnet das Bild einer Frau, die sich irgendwo selber verloren hat und erst wieder findet, als es sie alles verloren hat, was ihr vorher wichtig zu sein schien. Fazit: Ein unruhiges, bewegtes, nachdenkliches und emotionslos emotionales Buch. In einer schlichten Sprache wird die Geschichte einer Frau erzählt, die hoch fliegt, tief fällt und daraus viel über sich erkennt. Lesenswert. (dtv 2013)

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