Walter Kempowski Aus großer Zeit

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Inhaltsangabe zu „Aus großer Zeit“ von Walter Kempowski

Der wohlhabende Rostocker Reeder Robert William Kempowski, einst aus Ostpreußen nach Mecklenburg gekommen, besitzt ein stattliches Haus, zwei Dampfer und zwei Kinder, die gutbürgerlicher Tradition entsprechend Tennis und Klavier spielend heranwachsen. In der Ehe arrangiert man sich: Anna hat ihren 'Jour fixe' und einen Tenor vom Stadttheater als Hausfreund; er wiederum pflegt seine kleinen Liebschaften auch dann noch, als er schon krank und an den Rollstuhl gefesselt ist.§1913 lernt Sohn Karl in der Sommerfrische an der Ostsee Grethe de Bonsac kennen, deren Familie aus dem preußischen Wandsbek von anderer Art ist als die des jungen Mannes: ordentlich und fromm. Zwischen Grethe und Karl entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte, die vom ersten Weltkrieg jäh unterbrochen wird. Karl geht als Feiwilliger an die Front und erlebt das 'Stahlbad' bis zu seinem bitteren Ende; Grethe dient dem Vaterland in einem Kinderhort.§

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  • Rezension zu "Aus großer Zeit" von Walter Kempowski

    Aus großer Zeit
    Millamulla

    Millamulla

    15. January 2011 um 20:58

    Wer versuchen will zu verstehen, wie das ganz normale Bürgertum vom Beginn des letzten Jahrhunderts bis in den Ersten Weltkrieg hinein dachte, lebte, wie es sich entwickelte und vor allem, weshalb aus ihm wenig später die gleichgeschaltete Nazi-"Volksgemeinschaft" wurde - der wird hier fündig. Unaufdringlich, oft auch sehr komisch, nachvollziehbar und schauderhaft vertraut. Mein liebster Kempowski!

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  • Rezension zu "Aus großer Zeit" von Walter Kempowski

    Aus großer Zeit
    Haeddl

    Haeddl

    19. July 2010 um 11:53

    Als gebürtiger Rostocker kommt man um das umfangreiche Werk Walter Kempowskis kaum herum, hat doch nahezu jede Rostocker Buchhandlung ein eigenes Kempowski-Regal. Trotzdem habe ich seine Bücher lange Zeit links liegen gelassen, da ich mir die Lektüre eher trocken und ernst vorgestellt hatte, doch das war ein Irrtum. 'Aus großer Zeit', der erste Band der neunbändigen 'Deutschen Chronik' ist Geschichtsunterricht, der wirklich Spaß macht. Beschrieben wird das Leben der Familie Kempowski von etwa 1900 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, besonders das des heranwachsenden Karls, Walter Kempowskis Vater. In kurzen Kapiteln und Absätzen werden viele kleine Episoden erzählt, die dem Leser diese Zeit näher bringt. Neben all den schrulligen, liebevoll gezeichneten Figuren nimmt die Stadt Rostock selbst einen wichtigen Platz in diesem Roman ein. Wer Rostock kennt, wird viel Freude an den Beschreibungen der alten Plätze mit ihren Märkten und den längst umbenannten Staßen haben, wie man dort so gelebt, gehandelt und geschnackt hat. Im letzten Drittel des Buches wütet der Weltkrieg und Karl ist als Soldat in Flandern mittendrin; das erinnert an E. M. Remarque und bringt Tiefe in den bis dahin so angenehm vor sich hinplätschernden Lauf der Dinge. Alles in allem ein tolles Buch für Geschichtsinteressierte und unumgänglich für alle Rostocker.

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