Walter Kempowski , Walter Adler Das Echolot

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Inhaltsangabe zu „Das Echolot“ von Walter Kempowski

70 Jahre Kriegsende Über 5000 Familiennachlässe hat Walter Kempowski gesammelt und archiviert. Regisseur Walter Adler hat aus den unzähligen Briefen, Tagebüchern und Alltagsdokumenten eine lebendige und facettenreiche Erinnerung an das Jahr 1945 geschaffen: So zeichnen die privaten Erfahrungen und Erlebnisse detaillierte, überaus persönliche Bilder vom Ende des Zweiten Weltkriegs, hörbar als überwältigende Chronik der Stimmen. (7 CDs, Laufzeit: 8h 56)

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  • Geschichte zum Greifen nah

    Das Echolot
    Ritja

    Ritja

    21. May 2016 um 10:47

    Geschichte zum Greifen nah, beklemmend, traurig und nachdenklich zurücklassend. Das Hörbuch zum Mehrteiler Abgang 45 von Walter Kempowski ist kein Hörbuch, was man mal eben nebenbei hört. Es dringt sofort ins Ohr und bleibt im Kopf haften.  Die vielen unterschiedlichen Stimmen und Ausschnitte sorgen für Gänsehaut. Es werden Briefe, Feldpost, Notizen, Tagebüchereintragungen von Privatpersonen vorgelesen. Durch die vielen Sprecher (mehr als 200) bekommt man das Gefühl, die verschiedenen Stimmen des Volkes zu hören. Es gibt kaum positive Nachrichten. In den Aufzeichnungen dominieren Trauer, Leid und Angst, aber auch Wut, Verzweiflung und Zorn.  Die Arbeit, die sich Walter Kempwoski gemacht hat, ist hörbar und unglaublich. Es ist ein wichtiges Zeitdokument, welches mich nachdenklich zurückgelassen hat. Ich konnte das Hörbuch nur in Etappen anhören und musste zwischendurch immer wieder eine Pause einlegen, um das Gehörte zu verarbeiten.  Es gibt ein Booklet zum Hörbuch, welches man zu Beginn lesen sollte. Neben der Auflistung der Sprecher und der Biografie von Walter Kempowski kann man auch ein Interview von ihm zur Arbeit lesen. Ganz am Ende findet man noch einmal die wichtigsten Daten aus dem Jahr 1945. Ich fand es interessant und hilfreich, da es den Hörer ein wenig auf das Hörbuch vorbereitet.   Trotzdem muss ich zugeben, konnte ich die einzelnen Personen nicht immer erkennen und empfand es dann auf Dauer auch etwas anstrengend nicht zu wissen, wer gerade spricht. Zwar sind die Sprecher im Booklet mit ihren Rollen aufgelistet, aber nicht genau zugeordnet nur "Frau Hug", "Ingelein", "Frau I". Man weiß nicht zu welchen Zeitpunkt die Person auftreten wird, dies muss man „heraushören“, was jedoch nicht immer möglich war. Manchmal ist mir das nur gelungen, weil die Sprecherstimme bekannt war (z.B. Otto Sander) und ich dadurch wusste, wen er vorlas. Dies hätte etwas besser, strukturierter dargestellt werden können.

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