Walter Krämer Kalte Enteignung

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Inhaltsangabe zu „Kalte Enteignung“ von Walter Krämer

Wen rettet der Rettungsschirm? Uns jedenfalls lässt er im Regen stehen und bringt uns um unser Erspartes und unsere Rente. Der streitbare Ökonom Walter Krämer enthüllt, wie die deutschen Sparer und Rentner in den nächsten zehn Jahren enteignet werden und wer davon profitiert: die Gläubiger der europäischen Banken, griechische Milliardäre und spanische Fußballclubs ... Was sind die aktuellen Gefahren für unser Geld, wie sind wir so weit gekommen und wie geht es weiter? Mit Walter Krämer kommen Licht und deutliche Worte in eine undurchsichtige Materie.

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  • Wer sich erpressbar macht, wird auch erpresst werden

    Kalte Enteignung

    R_Manthey

    31. July 2015 um 14:19

    Am 4. Juli 2012 erschien in der FAZ ein gemeinsamer Aufruf von 277 deutschsprachigen Wirtschaftsprofessoren, der sich in klaren und eindeutigen Worten gegen den ökonomischen Irrsinn der sogenannten Eurorettungspolitik der Bundesregierung richtete. Walter Krämer zählte zu den Initiatoren dieses Aufrufs. Wenige Tage vorher fand ein Eurogipfel in Brüssel statt, auf dem für Deutschland äußerst verhängnisvolle Beschlüsse gefasst wurden. Der deutsche Steuerzahler haftet nun inzwischen nicht nur für deutsche Banken, sondern auch für alle maroden Banken im Eurosystem. In seinem Buch erklärt Walter Krämer den Umfang der Risiken, die Deutschland von seiner eigenen Regierung aufgebürdet wurden. Er stellt die wahrscheinlich verheerenden Auswirkungen verständlich dar und erläutert verpasste Alternativen zu dieser angeblich alternativlosen Politik. Dass die gemeinsame europäische Währung nicht funktionieren wird und sich zu einem enormen Spaltpilz entwickeln kann, sahen viele Ökonomen bereits vor ihrer Einführung. Doch auch solche Aufrufe blieben ungehört, weil es bei dieser Währung von Anfang an nicht um eine ökonomische Notwendigkeit, sondern um einen politischen Akt ging, bei dem völlig verschiedene Interessenlagen der europäischen Mächte zusammengebracht wurden, wobei jeder der Akteure hoffte, seine Ansprüche durchsetzen zu können. Der Einfluss Deutschlands in dieser Gemeinschaft entspricht jedoch überhaupt nicht seinem finanziellen Beitrag. Wer so etwas akzeptiert, muss sich nicht wundern, dass die Dinge hinterher nicht in seinem Interesse verlaufen. Außer in der EU gibt es eine solch unsinnige Konstruktion nirgendwo in der Welt. Für Deutschland und seine Bürger stehen inzwischen riesige Summen im Feuer. Krämer erläutert in seinem Text, wie es dazu kam und wie sich diese Beträge zusammensetzen. Darüber hinaus beschreibt er das Prinzip der sogenannten Rettungspolitik. Wenn man nämlich erst einmal angefangen hat, zu bürgen und zu haften, dann kann man leicht zu immer größeren Beiträgen erpresst werden, weil man den vorherigen Einsatz nicht verlieren möchte. Wer sich in eine solche Situation manövrieren lässt, muss sich nicht wundern, wenn er aus dieser Falle nicht mehr entfliehen kann. Nachdem Krämer diese Situation ausführlich beschrieben hat, kommt er zu den sich daraus ergebenen Angriffen auf den Wohlstand Deutschlands, den sich die Bürger dieses Landes schließlich nicht erarbeitet hätten, um ihn zu "notorischen Kreditbetrügern", wie Krämer die südeuropäischen Staaten nennt, unter dem Deckmantel einer angeblichen Solidarität zu transferieren. Dass die Empfänger dabei nicht die Bürger der jeweiligen Ländern, sondern Banken sind, macht keinen Unterschied. Allerdings zeigt dies, so Krämer, dass es nicht um Europa oder den europäischen Gedanken geht, sondern nur um eine Umverteilung von Vermögen zu den finanziellen Eliten, die letztlich gemeinsam mit verantwortungslosen Politikern das ganze Desaster erst verursacht haben. Das Finanzvermögen der Deutschen (dazu zählen auch zukünftige Rentenansprüche) wird nach Krämer auf mindesten dreifache Weise bedroht. Zunächst frisst die von der EZB erzeugte Inflation (das enorme Geldmengenwachstum der letzten Jahre) auf kaltem Wege den Wert des Geldes. Der deutsche Bundestag hat diesem Treiben am 29. Juni 2012 ein Mandat erteilt. Wer weiß eigentlich noch, dass die Reichsbank die Preisinflation von 1923 auf ganz ähnliche Weise verursachte? Der zweite Angriff auf deutsches Vermögen verläuft ebenfalls fast unbemerkt und ergibt sich aus dem wahrscheinlichen Wertverfall desjenigen Teils des deutschen Auslandsvermögens, der direkt oder indirekt aus nicht einklagbaren Forderungen der Bundesbank besteht, die beispielsweise durch deutsche Exporte entstanden. Und drittens droht eine heiße Enteignung, wenn nämlich die von der deutschen Bundesregierung eingegangenen Bürgschaften eingefordert werden. Krämer erläutert all dies in einer klaren und einfachen Sprache. Darüber hinaus räumt er mit dem Mythos auf, dass Deutschland ein Euro-Profiteur wäre, wie immer wieder gerne entweder ahnungslos oder wissentlich falsch von der Politik behauptet wird. Und Krämer zeigt auch Alternativen auf. Beispielsweise erklärt er, dass man das Vertrauen der Finanzmärkte auch ganz anders hätte gewinnen können. Die Schuldnerstaaten hätten einfach Sicherheiten für ihre neuen Kredite bieten können, so wie das eigentlich im Geschäftsleben üblich ist. Aus der Weigerung, so zu handeln, schließt Krämer, dass die Schuldner nicht vorhaben, ihre Schulden jemals zurückzuzahlen. Finnland, so erläutert der Autor, befreite sich durch die Bereitstellung von Sicherheiten für neue Kredite einst aus einer ähnlich prekären Situation. Walter Krämer hat mit diesem Buch sicher einen nicht unwesentlichen Beitrag dafür geleistet, dass jeder, der die verhängnisvolle deutsche Eurorettungspolitik der letzten Jahre durchschauen möchte, dazu nun in der Lage ist.

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  • So langsam kommt die Wahrheit ans Licht

    Kalte Enteignung

    WinfriedStanzick

    09. July 2013 um 11:23

      So langsam kommt die Wahrheit ans Licht. Über die Umstände der Einführung des Euro, über die lange von allen geduldete Misswirtschaft einiger Schuldenländer und vor allen Dingen  über die katastrophalen Folgen der sogenannten Euro-Rettung für den aktuellen und vor allem dem zukünftigen Geldbeutel jedes einzelnen Bundesbürgers.   In seinem hier vorliegenden aktuellen Buch von Walter Krämer, der im  letzten Jahr zu den Initiatoren des heftig diskutierten „Ökonomenaufrufs“ zu den Risiken der Rettungspolitik gehörte, erklärt und beschreibt er trotz der ziemlich komplizierten Materie außerordentlich verständlich, wie durch die extrem niedrig gehaltenen Zinsen und durch die Milliarden, die in die maroden Volkswirtschaften gepumpt werden, wo sich die Banken und Reichen nur immer weitere bereichern, die Bürger in Deutschland um ihr Erspartes gebracht werden. Auch die Vorsorgepläne von Millionen von älteren, aber auch jungen Menschen für ihre Altersversorgung stehen auf der Kippe, denn sie verlieren durch niedrige Zinsen jedes Jahr mehr Geld.   Krämer zitiert zustimmend einen Satz von Hans Werner Sinn, der seit Jahren unermüdlich gegen die Eurofinanzpolitik kämpft: "Die Krankheit wird unterdrückt und bricht vollständig wieder aus, wenn man die Mittel absetzt. Die Schmerzmittel verschleiern die Krankheit nur und verhindern die Therapie. Man wähnt sich gesund, aber ist es nicht. Man verliert nur Zeit bis zur notwendigen Operation, und während dessen breitet sich die Krankheit weiter aus." Vgl. auch dessen letzte Publikation  „Verspielt nicht eure Zukunft!“,  wo er genau beschreibt, welche offenen Baustellen in Deutschland er neben der Eurokrise noch sieht und auf wenigen Seiten und absolut verständlich so etwas wie eine neue Agenda entwickelt.  Reformen, die eine neue Regierung spätestens im Herbst dringend angehen muss, sollen nicht der Wettbewerbsvorteil Deutschlands, der Wohlstand seiner Bevölkerung und die Chancen der nächsten Generationen aufs Spiel gesetzt werden.   Einen kritischen Hinweis möchte ich noch geben. Zu Beginn der Krise hatte der FAZ Journalist Rainer Hank in seinem Buch „Der amerikanische Virus“ 2009 gegen den übereinstimmenden Konsens aller am Diskurs Beteiligten, dass es die Gier der Investmentbanker und der Hedgefonds war, die die Weltwirtschaft in den Abgrund getrieben hat, eine überfällige Gegenstimme zu jener auf allen Kanälen formulierten Empörungsrhetorik erhoben, die immer außer acht lässt, dass es eben auch die sogenannten kleinen Leute waren, die sich mit billigen Krediten gerne verführen ließen, und mit dem Run auf die große Rendite für ihre Spareinlagen zu der Gesamtgier nicht unwesentlich beigetragen haben.   Daran hat sich, wenn man die Werbung der Banken anschaut, und den neuen Run auch von Kleinanlegern auf Aktien nicht viel geändert.

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