Walter Laufenberg

 3,8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autorenbild von Walter Laufenberg (©privat)

Lebenslauf

Walter Laufenberg war u. a. Redakteur und Reporter beim WDR und ZDF sowie Dokumentarfilmer. Mehrere Jahre Mitautor der Kultzeitschrift „TransAtlantik“ und der „Enzyklopädie 2000“. Er schrieb Beiträge für diverse deutsche Radioprogramme, Zeitschriften und Zeitungen von taz bis FAZ sowie Anthologien. Seit dem Jahreswechsel 1995/96 Herausgeber des ersten literarischen Blogs im deutschen Sprachraum: www.netzine.de, das in über hundert Ländern gelesen wird. Der Autor ist mit mehr als drei Dutzend literarischen Buchveröffentlichungen auf dem deutschen Buchmarkt vertreten, z. Zt. bei fünf Verlagen im Programm. Vor allem mit Zeitromanen, Historischen Romanen und Biografien. Im Salon Literatur Verlag erschienen u. a. „Der Hund von Treblinka“, „Favoritin zweier Herren“, „Die Frauen des Malers“, „Die Salzhexe“, „Hohe Zeit“ und „Die Sünderin. Wien 1683“.

Alle Bücher von Walter Laufenberg

Cover des Buches Ritter, Tod und Teufel (ISBN: 9783404252923)

Ritter, Tod und Teufel

(5)
Erschienen am 01.03.1999
Cover des Buches Gesichter Australiens (ISBN: 9783945961247)

Gesichter Australiens

(1)
Erschienen am 09.03.2022
Cover des Buches Der Dritte (ISBN: 9783947404292)

Der Dritte

(1)
Erschienen am 31.03.2021
Cover des Buches Heidelberger Geschichten (ISBN: 9783897356436)

Heidelberger Geschichten

(1)
Erschienen am 07.05.2010
Cover des Buches Sarkophag (ISBN: 9783937357430)

Sarkophag

(1)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Narziss - und das Glück im Bild (ISBN: 9783947404377)

Narziss - und das Glück im Bild

(1)
Erschienen am 26.11.2023
Cover des Buches Beobachter (ISBN: 9783947404544)

Beobachter

(0)
Erschienen am 16.10.2025
Cover des Buches Die Salzhexe (ISBN: 9783939321613)

Die Salzhexe

(0)
Erschienen am 01.03.2015

Neue Rezensionen zu Walter Laufenberg

Cover des Buches Der Dritte (ISBN: 9783947404292)
franzosenlesers avatar

Rezension zu "Der Dritte" von Walter Laufenberg

franzosenleser
Intelligente Lektüre

Der Titel, besser gesagt der Untertitel von »Der Dritte« verspricht nicht zu viel. Von Anfang an wird klar, dass dieser Roman weit mehr ist als nur die Geschichte des Autors. Tatsächlich beginnt die Erzählung »pränatal«, noch bevor der Autor das Licht der Welt erblickt. Hier wird eine Jahrhundert-Familiengeschichte aufgedeckt, die so viele Facetten und fesselnde Elemente enthält, dass man gar nicht anders kann, als vollkommen in ihren Bann gezogen zu werden.

Das Buch führt uns über Leben der (16!) Ururgroßeltern des Autors, anfangs noch eher vage beschrieben, da sein Wissen dazu mündlich von seiner Mutter überliefert wurde, bis in die Gegenwart. Die Mutter, ja zu der hat der Autor oder sein Ich-Erzähler – denn wir können nie genau sagen, was Dichtung und Wahrheit ist – eine ganz besondere Beziehung.

Am Ende des Romans, anlässlich der goldenen Hochzeit seiner Eltern, begegnen wir dem jüngsten Familienmitglied, dem pubertierenden Enkel des Autors. Dessen amüsante Gedanken und auch die der anderen Anwesenden werfen frische Blickwinkel auf die Geschichte.
Obwohl man »Der Dritte« vielleicht als einen Familienroman bezeichnen könnte, widersteht er den klassischen Merkmalen dieses Genres. Es ist kein monumentales, chronologisch erzähltes Werk. Stattdessen spielt Laufenberg geschickt mit verschiedenen Perspektiven und verbindet das Schicksal eines jedes seiner Ahnen mit seinem eigenen Leben.

Nach kurzer Zeit wird klar, warum der Titel »Der Dritte« gewählt wurde – der Autor selbst ist der ungeplante drittgeborene Sprössling. Doch das ist nicht alles, was dieser Roman zu bieten hat. Es gibt noch eine weitere wichtige Figur in der Geschichte, die treue Lebensgefährtin der Mutter: die Nähmaschine. Mehr möchte ich hier jedoch nicht verraten, denn das Buch steckt voller überraschender Wendungen und enthüllt nach und nach seine Geheimnisse.

Fazit:
»Der Dritte« hat mich dank des einmaligen Erzählstils von Walter Laufenberg bestens unterhalten. Seine Fähigkeit, eine so komplexe Familiengeschichte zu verweben und den Leser mit verschiedenen Perspektiven zu fesseln, ist bewundernswert. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der nach einer mitreißenden und intelligenten Lektüre sucht. Ich konnte völlig in die Welt von »Der Dritte« eintauchen und die faszinierende Geschichte hat mich gänzlich mitgerissen.

Cover des Buches Gesichter Australiens (ISBN: 9783945961247)
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Rezension zu "Gesichter Australiens" von Walter Laufenberg

aus-erlesen
Kurzweilige Eindrücke

Eine lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Diese Weisheit kennt auch Walter Laufenberg. Er kennt die Welt – vielleicht nicht in- und auswendig, besser jedoch als die meisten von uns. Australien stand lange auf der Wunschliste. Und endlich wurde aus dem Traum Wirklichkeit. 

Schritt für Schritt, Zwischenlandung für Zwischenlandung, kommt er dem unbekannten Kontinent näher. Bis er ihm ganz nah ist. Denn der Weg ist das Ziel. Auch diese Weisheit kennt Walter Laufenberg. Wenn man dies beherzigt, liest sich sein Reisebericht wie das schönste Spielzeug, das man als Kind unter dem Weihnachtsbaum hervorkramen durfte.

Den ersten Schritt dieses Weges macht er bereits im Flieger, denn neben ihm thront ein schniefender Fleischkoloss, der sich bald als ergiebiger Gesprächspartner entpuppt. Sam ist Jugoslawe, der in Down under Opale schürft. Er lädt Walter Laufenberg ein, es auch einmal zu versuchen. Kostet nix, und eine Erfahrung ist es allemal wert. Doch zuvor hat der Reisegott eine Vielzahl an Begegnungen gesetzt, die der Autor allesamt in diesem Buch zum Besten gibt. 

Das reicht von der Dresdnerin, die schon vor der Wende sich aus dem Staub machte – ganz offiziell mit Drangsalierungen und schlussendlicher Wartezeit – und nun bayrische Brotzeit offeriert bis hin zum Chinesen, der Laufenberg die Einkaufstüte aus der Hand reißt, um scheinbar seine Neugier zu tilgen. Eine fast schmerzhafte Erfahrung. BYO – bring Your own – ist eine weit verbreitete Art der Gastronomie in Australien. Einfach die Getränke selbst mitbringen. Manche Restaurants dürfen zwar Alkohol ein- ihn aber nicht ausschenken. Laufenbergs Welt steht Kopf. Aber nicht für lange.

Denn er weiß, dass hier die Uhren anders ticken. Und so manche Weltkarte verkehrt herum an der Wand hängt. Der Süden ist hier Oben. Saufen, Surfen, Sonnenbaden – dieses Klischee wird am häufigsten von den Aussies zum Besten gegeben. Als Weltbürger ist Walter Laufenberg erstmal schockiert ob dieser Worte, doch er merkt ziemlich schnell, dass das der typisch australische Humor ist. Ebenso wie das beharren auf den eigenen Barhocker, wenn davor auf dem Tresen noch ein Bier steht bzw. das Bierglas, ganz egal, ob voll, halbvoll, halbleer oder gänzlich ausgetrocknet. 

Die Anekdoten sind durchweg nachvollziehbar, aber bei Weitem nicht für jeden nacherlebbar. Auf Menschen zugehen muss man schon können. Auch wenn das am anderen Ende der Welt nicht immer so einfach ist, wie so manches Vorurteil einem vormachen will. Als Fluglektüre ist dieses Buch ein wenig zu knapp, aber wer sagt denn, dass man gute Bücher nur einmal lesen kann?


Cover des Buches Sarkophag (ISBN: 9783937357294)

Rezension zu "Sarkophag" von Walter Laufenberg

Ein LovelyBooks-Nutzer
Rezension zu "Sarkophag" von Walter Laufenberg

Das Geheimnis des heiligen Paulus
*
"Neugier muss bestraft werden", herrschte der Bärtige ihn mit kräftiger Bassstimme an. "Und die Strafe heißt: Tod."
"Nein, nein!", riss Edward sich aus seiner Starre. Und verlegte sich schon aufs Argumentieren: "Hier geht es doch überhaupt nicht um Neugier, nein, wirklich nicht."
Was sonst konnte er tun, als mit dem Kerl sprechen? Völlig wehrlos, wie er da auf dem Boden lag, ohne jede Waffe. Nur die Taschenlampe noch fest in der Hand. "Hier geht es um Liebe. Und um Verantwortung", japste er.
(S.11)
*
Edward Green, ein Sprachlehrer, und Iris Schwarzkopf, kriminaltechnische Assistentin aus Köln, wollten es sich nur in der Johannes-Kathedrale ein bisschen gemütlich machen. Doch daraus wird nichts, denn plötzlich findet sich Iris in einem Geheimgang wieder - und gemeinsam mit Edward trifft sie dort auf eine Leiche samt ihres Mörders. Von nun an beginnt ein Katz und Maus Spiel auf und unter Malta...*
*
Walter Laufenbergs Schreibstil ist spannend und sehr angenehm zu lesen. Detailliert und bildhaft führt der Autor uns durch Malta und seine Geschichte.Gespickt mit Hintergrundinformationen und historischen Fakten erfahren wir mehr über das kleinste Land Europas und seine Geschichte.
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Spannung aufzubauen und aufrecht zu erhalten ist für den Autor kein Problem. Schon auf den ersten Seiten werden wir direkt in eine spannende und gefährliche Situation geworfen, und so richtig zur Ruhe kommen weder die Protagonisten, noch der Leser, mehr.
Aber er arbeitet nicht nur mit Thriller- und Spannungselementen, Humor und Liebe kommen in diesem Buch ebenfalls nicht zu kurz.
*
Und das ist jetzt genau der Moment um etwas zu einigen der Charaktere zu sagen. Am Anfang erschlägt einen die Vielzahl der Protagonisten zwar erst einmal, aber das legt sich auch schnell, nicht zuletzt dank der Hilfe eines Personenregisters. Und dann kann man die vielen skurrilen Charaktere und ihre Eigenarten genießen. Lätita Frattini, zum Beispiel, hat mich ein ums andere Mal mit ihrer Mannestollheit zum schmunzeln und zum lachen gebracht und auch Edward Green mit seiner Leidenschaft zur englischen Sprache und seinem meistens sehr unpassenden Zitaten bleibt einem gut in Erinnerung.
*
Auch die Gestaltung des Buches ist erwähnenswert. Im Inneren finden wir eine Karte von Malta und ebenfalls eine Karte von Valetta, auf der die Handlungsorte des Romans markiert sind. Wie eben schon angesprochen finden wir hier auch noch ein Personenregister und auf der letzten Seiten historische Fakten zu Malta.
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Wenn ihr Lust auf ein blutiges und spannendes Abenteuer habt, empfehle ich euch Walter Laufenbergs "Sarkophag" - ihr bekommt wirklich alles geboten: Mord, Geschichte, Verschwörungen, Abenteuer, Humor und Liebe!

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