Walter M. Miller Lobgesang auf Leibowitz

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Inhaltsangabe zu „Lobgesang auf Leibowitz“ von Walter M. Miller

Walter M. Millers gefeierter Science-Fiction-Klassiker "Lobgesang auf Leibowitz" beginnt mit der zufälligen Ausgrabung eines heiligen Artefakts: ein zerknitterter, bröckliger Zettel, vom heiligen Sankt Leibowitz selbst beschrieben, auf dem zu lesen ist: "500 gr. Pastramischinken, Dose Sauerkraut, 6 Bagel -- für Emma mitbringen." Für die Brüder des Heiligen Leibowitz ist dieser von einem obskuren Ingenieur aus dem 20. Jahrhundert geschriebene heilige Einkaufszettel ein Symbol der Hoffnung aus einer weit zurückliegenden Vergangenheit noch vor der "Simplifizierung", dem feurigen atomaren Holocaust, der die Erde in Dunkelheit und Ignoranz stürzte.
So wie "1984" von George Orwell vor dem Stalinismus warnte, warnt "Lobgesang auf Leibowitz" aus dem Jahre 1959 vor der Bedrohung und den Auswirkungen der atomaren Vernichtung. Indem er ein Mönchskloster in einer Abtei in Utah über einen Zeitraum von sechs- bis siebenhundert Jahren beobachtet, befasst sich dieser komische, doch trostlose Roman mit den soziologischen und religiösen Auswirkungen des zyklischen Aufstiegs und Untergangs der Zivilisation und fragt sich, ob die Menschheit jemals mehr erwarten kann, als dass sich ihre eigene Geschichte ständig wiederholt. "Lobgesang auf Leibowitz" ist in drei Teile untergliedert -- Fiat Homo ("Lasset uns Menschen machen"), Fiat Lux ("Es werde Licht") und Fiat Voluntas Tua ("Dein Wille geschehe"). Es ist durchdrungen von Katholizismus und Latein und untersucht den faszinierenden, scheinbar launischen Prozess um das Wie und Warum der Heiligsprechung. (Paul Hughes)

DER absolute Klassiker für Postapokalypse, ein Meisterwerk!

— Barfbarf

Langatmiger und zäher SciFi über das Überleben nach dem Atomkrieg, ziemlich deprimierend.

— kfir

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  • Rezension zu "Lobgesang auf Leibowitz" von Walter M. Miller

    Lobgesang auf Leibowitz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. June 2012 um 19:19

    Durch einen Atomkrieg wurde ein Großteil der Menschheit samt ihrem Wissen und ihren Kulturen vernichtet. Zurück bleiben stark verstrahlte Überlebende, mit großer Wut auf die Herrschenden und die Wissenschaftler. Die einen lösten die Katastrophe aus, die anderen ermöglichten überhaupt erst den Bau der Atombombe. Folglich werden beide konsequent verfolgt und endgültiges Chaos bricht über die Erde herein. Der erste Teil des Buches spielt einige Jahrhunderte später in einem Kloster in der Wüste, gewidmet dem Wissenschaftler Leibowitz. Es gehört zu den Klöstern, die es sich in den Jahren nach der Katastrophe zur Aufgabe gemacht haben, das noch vorhandene Wissen für spätere Jahrhunderte zu erhalten. In der weiten Wüste ist es eine Insel des Wissens, rund herum toben Glaubenskriege und Anarchie. In diesem ersten Teil begleitet man als Leser den Novizen Francis, der während einer Fastenzeit in der Wüste (dank einer göttlichen Fügung?) alte Niederschriften von Leibowitz findet und damit großes Aufsehen erregt. Auch die anderen beiden Teile des Buches spielen hauptsächlich in eben diesem Kloster, einereits während der Renaissance, als wieder erste Versuche unternommen werden, das vorhandene Wissen zu verstehen und zu benutzen, und während der Neuzeit, als die Menschheit schließlich den alten Wissensstand wiedererlangt hat - und erneut vor einer Katastrophe steht. Auf Grund des Schauplatzes ist das Buch katholisch geprägt und geht teilweise eher philosophischen Fragen nach. Wer also auf der Suche nach Action ist, wird hier sicher nicht fündig, sondern nach kurzer Zeit das Buch in die Ecke werfen, weil es zu zäh ist. Andererseits muss man aber auch nicht religiös (oder Philosoph) sein, um das Buch zu lesen. In den ersten beiden Teilen wird jeweils das Leben eines "Klostermitglieds" beschrieben, die oben angedeuteten Umbrüche (Mittelalter/Renaissance/Neuzeit) werden also eher angedeutet und nicht ausführlich dargestellt - was angesichts der Länge des Buches auch nicht verwundert. Während diese ersten beiden Teile noch recht unterhaltsam sind und man vielleicht sogar manchmal ins Schmunzeln gerät, ist der dritte Teil trüb, denn es ist kaum zu übersehen, dass die nächste nukleare Katastrophe bevorsteht - die Geschichte der Menschheit wiederholt sich also. Dementsprechend sollte man dieses Kapitel vielleicht besser nicht an einem trüben Tag lesen, danach fühlt man sich noch ein wenig trüber. Das Ende zog sich meiner Meinung nach ein wenig zu sehr in die Länge und war zu sehr auf die Religion ausgerichtet. Aus heutiger Sicht ist das Buch nicht mehr ganz so beeindruckend wie während des Kalten Krieges, aber nichtsdestotrotz sind einige Gedanken dabei, die durchaus nachdenklich machen. Wäre das verlorene Wissen vielleicht besser verloren geblieben?

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  • Rezension zu "Lobgesang auf Leibowitz" von Walter M. Miller

    Lobgesang auf Leibowitz

    rallus

    20. March 2010 um 18:10

    Die Erde ist nach einem Holocaust wieder auferstanden und im Mittelalter gelandet, es wird ein "heiliger" Einkaufszettel gefunden und als Heiligtum verehrt. Mit einem schmunzelnden Auge versehender Science Fiction im klassischen Stil geschrieben. Köstlicher "mittelalterlicher" Spass

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