Walter Moers Das Labyrinth der Träumenden Bücher

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Inhaltsangabe zu „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ von Walter Moers

Hildegunst von Mythenmetz kehrt zurück. Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt. Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem 'Unsichtbaren Theater'. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im 'Labyrinth der Träumenden Bücher', das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft.

Leider enttäuschend nach dem grandiosen Vorgänger

— MyrnaMinkoff
MyrnaMinkoff

Ich hatte mir eigentlich mehr erwartet und schade auch, dass die Fortsetzung nun schon so lange auf sich warten lässt.

— Nanuraya
Nanuraya

Anfangs spannend, bis ich mich durch die unerträglichen vielen mythenmetzische Abschweifungen kämpfen musste.

— Alinchen4
Alinchen4

Das mit Abstand schwächste Zamonien Buch. Ein Buch zum durchkämpfen. Ein Mythenmetz der das Orm verloren hat?

— RolandKa
RolandKa

Verschroben und lustig

— labyrinthix
labyrinthix

Etwas langwieriger als der erste Teil (Die Stadt der träumenden Bücher), aber trotzdem sehr schön.

— sunny_love_cats
sunny_love_cats

Der schwächste zamonische Roman. Leider lässt er den Leser ein bisschen im Dunkeln stehen. Die Geschichte nimmt erst zum Ende hin Fahrt auf.

— kathaeiapopeia
kathaeiapopeia

Ich finde diese Reihe großartig und kann es kaum erwarten, dass die dritte Geschichte der träumenden Bücher erscheint. Das Ende ist gemein..

— melcherroy
melcherroy

Schon wieder fabelhaft!

— paulicita
paulicita

Leider bin ich mit der Geschichte nicht warm geworden. Zu viele Längen und nur wenige spannende, packende Stellen.

— Katja_Wolke
Katja_Wolke

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  • Verschroben und Lustig

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    labyrinthix

    labyrinthix

    08. January 2017 um 14:42

    Zweihundert Jahre sind seit dem großen Brand in Buchhaim vergangen. Hildegunst hat sich, nachdem er zum berühmtesten zamonischen Schriftsteller aufgestiegen ist, etwas zu lange auf die faule Haut gelegt. Sein Domizil auf der Lindwurmfeste hat er seit damals nicht mehr verlassen und nicht nur sein Leibesumfang, nein, auch sein Geltungsbedürfnis haben seitdem kräftig zugelegt. Er blättert, mehr oder weniger gelangweilt, durch seine Verehrerpost und findet einen mysteriösen Brief. Beim Lesen desselben wird ihm ein Blätterteighörnchen fast zum Verhängnis. Der Inhalt des Briefes lockt ihn, trotz aller Zweifel, wieder in "Die Stadt der träumenden Bücher". Er hat inzwischen begriffen, dass er das Orm verloren hat und sein Leben grundlegend ändern muss. Aber auch Buchhaim hat, genau wie unser Lindwurm, einiges an Veränderungen erlebt....Die Geschichte, die sich entfesselt ist durchaus spannend, aber man muss den Stil von Moers mögen.Walter Moers schlägt in diesem Buch einen neuen, bisher unbekannten Ton an ' er nimmt sich Zeit, seine Figuren zu entwickeln, Szenen zu beschreiben und die Spannung ganz langsam aufzubauen. Mythenmetz, der in den Zamonien-Büchern zuvor doch eher eine schematische Figur war, wird zu einem richtigen Charakter, er wächst einem geradezu ans Herz. Wenn er im Puppenzirkus sein eigenes Buch auf der Bühne sieht, dann ist das gerade nicht eine bloße Nacherzählung des Vorgängerbuches.

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  • Walter Moers hat sein Orm verloren.

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    Nymphe

    Nymphe

    09. October 2016 um 20:50

    Ich weiß nicht, was Walter Moers sich bei diesem Buch gedacht hat. Der Anfang ist ganz OK, am Ende ist es wieder ein wenig spannend, aber was dem Leser im größten Teil des Buches zugemutet wird ist unfassbar. Ja, die "Mythenmeztsche Abschweifung" ist ein Stilmittel, dass er gerne benützt. Ja, auch die ewigen Aufzählungen haben ihre Rechtefertigung in einem echten Moers. Aber in diesem Buch hat er es echt auf die Spitze getrieben. Ich bin fast eingeschlafen beim Lesen. Die wirkliche Handlung lässt sich in zwei Seiten Kurzgeschichte zusammenfassen.Ich rate absolut von diesem Buch ab!

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  • Der letzte Satz ändert alles

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    09. August 2016 um 23:05

    Ein geheimnisvoller Brief lockt Hildegunst von Mythenmetz, seines Zeichen berühmter Dichter in der Sinn- und Schaffenskrise, zurück nach Buchhaim. Vor 200 Jahren war er Zeuge, wie die Stadt der träumenden Bücher verbrannte. Nun ist sie längst wieder aufgebaut. Größer, fantastischer und mysteriöser als damals. Und Mythenmetz trifft auf seiner Reise nicht nur alte Bekannte, sondern auch viel Neues. Neue Wesen, neue Erkenntnisse, neue Gefahren. Ich bin sehr enthusiastisch an das Buch herangegangen. Selbstironisch und mit viel Humor beginnt der Roman. Mythenmetz hat das Orm verloren, er schreibt, ohne zu schaffen. Ein Leserbrief holt ihn aus der Lethargie. Unterschrieben von ihm selbst. Und das ist noch nicht das Verworrenste. Also packt der beleibte Lindwurm seine Sachen und stapft los. Die erste Hälfte des Buches habe ich wirklich verschlungen. Die Selbstironie, die nicht nur auf den „Autor“ Mythenmetz wirkt, sondern auch auf Moers selbst. Die Erinnerungen, die Mythenmetz wachruft. Und vor allem all das Neue, was er sieht, was er erfährt und die Geschichte von Buchhaim zusammenrafft. Mit viel Witz und einem erstaunlichen Blick für Wesenszüge werden beispielsweise die verschiedenen Buchmenschen Buchhaims charakterisiert. Lebende Zeitungen fassen die Vergangenheit zusammen. Der so von sich eingenommene Dichter staunt und lernt, wird offener und sein Blick verändert sich. Auch das Widersehen mit alten Figuren hat mich gefreut. Nicht nur, weil so der Bogen zur Stadt der träumenden Bücher auch auf andere Weise hergestellt wird, sondern auch weil sie so herrlich ehrlich mit Mythenmetz umgehen. Er, der zum Autor per se deklariert wird, erfährt hier die klarsten Worte. Keine destruktive Kritik, sondern schlichte Ehrlichkeit. Danach aber wurde der Roman träge. Die Handlung schlief teilweise ein, während Mythenmetz sich über Kapitel hinweg mit dem Puppetismus beschäftigt. Auch das eingeführte Theaterstück, das die Handlung der Stadt der träumenden Bücher widerkäut war schlicht in ihrer Länge fehl am Platz. Die Trägheit des Dichters, die der Roman so deutlich aufzeigt, wird hier auf eine andere Ebene übertragen. Der Leser ist hier ein Mythenmetz-Leser, der sich durchkämpfen muss. Literaturwissenschaftlich klug, faszinierend und spannend. Aus Sicht des Lesers eher zäh. Auch dieser Zähheit kann sich der Roman dann auch erst gegen Ende wieder befreien. Spannung und Geheimnisse, Angst und Neugierde. Ein Ende, das auf den Anfang referiert und alles gelesene in Frage stellt. War alles nur unsichtbares Theater? Dieser Gedankengang macht das Buch am Ende wieder ganz gut. Denn hinter diesem Vorbehalt liest es sich anders. Nebensächlichkeiten werden wichtig und Randfiguren erstrahlen neu. Gewieft. Und doch rettet es das Buch aus meinen Augen nicht ganz. Wer Moers mag sollte das Labyrinth der träumenden Bücher auf jeden Fall gelesen haben. Sein Stil ist auch hier wunderbar, die Wortschöpfungen und Metaphern genial. Die Handlung stagniert zeitweise, bekommt aber mit dem Ende ein ganz neues Gesicht. Fragen über Fragen treten plötzlich auf, die unbeantwortet bleiben müssen. Reflexion ist gefragt. Der Leser wird zum Nachleser und zum Leser danach. Ein guter Schachzug, trotz allem.

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  • Eine Mischung aus Langeweile und Spannung zugleich...

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    aga2010

    aga2010

    10. July 2016 um 06:25

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher ist das zweite Roman  von Walter Moers.Die Geschichte beginnt damit das Hildegunst von Mythenmetz beim Frühstück sitzt und einen unbekannten mysterösen Brief öffnet.somit kehrt er zurück nach Buchheim in die Stadt der Träumenden Bücher wo er 200jahre nach dem großen Brand.Dort hat sich einiges geändert.Er selbst ist zu einen berühmten schriffsteller geworden und somit eingeblidet und hält sich für was besseres.Der Roman spielt wie gesagt im Buchheim und man kann sich schnell in Hildegunst hineinveretzten wo er quasi die Stadt neu endeckt.Esist alles super beschrieben  und wo er in den "Puppentheater "war und dieses voller Leidenschaft alles beschrieben wurde ...hab ich nur einen Wunsch gehabt...selbst dort zu sein...Die gschichte endet aprupt mit dem Berühmten Satz:"Hier fängt die Geschichte an...",also denke ich da kommt noch was...Das Buch ist echt super obwohl an vielen Stellen sich sowas zieht wie Kaugummi..es wird ein wenig langweilig aber interessant zu gleich ...

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  • Der LovelyBooks Lesesommer 2016

    Lesesommer
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    In guter alter Tradition starten wir auch in diesem Jahr wieder in die sommerliche Jahreszeit mit unserem großen LovelyBooks Lesesommer! Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben und viele tolle Buchtipps freuen. Jede Woche findet ihr auf unserer Aktionsseite eine neue Verlosung mit großartigen Büchern für die Sommerzeit.Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüren diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 7. August in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln – bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Auf unserer Übersichtsseite findet ihr außerdem jede Woche neue Buchtipps und könnt sommerliche Buchpakete gewinnen!Wer bis zum Ende des Lesesommers am 7. August die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Verona (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück)! Dort könnt ihr auf den literarischen Spuren von Romeo und Julia wandeln!Außerdem gibt es für die Plätze 2 - 5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir noch unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete unabhängig von der erreichten Punktezahl.Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema "Ich bin dabei!" an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen!Wenn ihr über Twitter, Instagram oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet!Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden – egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon – und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher!P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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    • 4591
  • Mythenmetzsche Ausschweifung als ganzes Buch.

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    Canem

    Canem

    29. May 2016 um 00:05

    "Jeder fürchtet sich vor der Lichtlosigkeit - wenn sie vollkommen ist. Denn sie erinnert uns an den Tod."Ja, Walter Moers ist wohl der einzige Autor auf dieser Welt der ein Buch mit 430 Seiten schreiben kann über - eigentlich nichts.In "Das Labyrinth der träumenden Bücher" geht es um Mythenmetz' Rückkehr nach Buchhaim, wie er die Veränderungen der Stadt wahrnimmt, welche Gefühle diese in ihm auslösen und um den Puppetismus. Ja, es geht sehr viel um diese Zamonische Kunst, bei der sich Mythenmetz nicht scheut uns seine (wenn auch von Walter Moers, dem Übersetzer, um 400 Seiten gekürzt) ca. 30 Seiten lange Mythenmetzsche Ausschweifung lesen zu lassen.Nur damit man am Ende des Buches, wenn es erst richtig spannend wird merkt, dass das ganze Buch ein einziger langer Prolog auf den dritten Teil ist.Typisch Moers!Natürlich kann man sagen, dass das reine Geldmacherei ist, der Verlag und Walter Moers uns dabei nur betrügen um uns neugierig zu machen auf "Das Schloss der träumenden Bücher", dessen Erscheinungsdatum in unbekannte Zukunft verschoben wurde, oder dass der Autor einfach keine Ideen mehr hat und seine Leser nur verarschen will.Ob diese Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen kann ich nicht sagen. Alles was ich weiß ist, dass dieses Buch das bis jetzt, meiner Meinung nach, leider schwächste der 6 Zamonien-Romane war und ich als Moers-Fan nicht jeden Satz und jede Seite über den Puppetismus für wirklich lesenswert oder nötig hielt und besonders diese Kapitel das Buch leider unnötig und quälend in die Länge gezogen haben.Aber Walter Moers ist wahrscheinlich der einzige Autor, welcher in der Lage ist so eine Unverschämtheit zu machen, ohne dass ich als treuer Zamonien-Fan wirklich wütend auf ihn sein könnte. Denn seine Sprache ist wie immer hochgradig satirisch, lustig, kritisch, poetisch, Moers'sch und einfach nur unterhaltsam.Allein für die Beschreibung von Mythenmetz' derweiligem Leben auf der Lindwurmfeste (2. Kapitel) lohnt es sich schon das Buch zu lesen. Mythenmetz ist die Karrikatur eines selbstverliebten, narzisstischen und nichtsnutzigen Autoren der den ganzen Tag Süßspeisen in sich hineinschaufelt und sich auf seinem Ruhm und Geld ausruht. Fabelhaftes Kapitel.Die berühmten Mythenmetzschen Ausschweifungen, welche viele Leser nicht auszuhalten finden, finde ich in jedem seiner Bücher die stärksten und besten Passagen. Sie sind so herrlich gewollt sinnlos und schaffen es gerade deshalb (und natürlich wegen der wundervollen Sprache) mich zu fesseln.Dieses Buch ist ein Moers'sches Meisterwerk mit ein paar Schwächen. Aber die kann ich dem Autoren verzeihenIch freue mich schon auf das in diesem Sommer erscheinende "Die Insel der Tausend Leuchttürme", den 7. Zamonien-Roman von Moers.

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  • Zzzzzzzzzzz

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    Divina_Commediante

    Divina_Commediante

    04. May 2016 um 12:04

    „Die wirkliche Geschichte fängt hier in der Tat erst an. Alles Bisherige war nur Ouvertüre.“ Auszug aus: Moers, Walter. „Das Labyrinth der Träumenden Bücher.“   Es tut mir in der Leserseele weh einem Buch von Moers nur einen Stern geben zu können, aber was zur Hölle war das denn?   Hildegunst von Mythenmetz kehrt nach Buchhaim zurück, nachdem ihm aufgegangen ist, dass ihm sein Ruhm zu Kopf gestiegen, er fett und faul geworden ist und obendrein das Orm verloren hat. Er scharwenzelt unerkannt durch Buchhaim, trifft alte Bekannte wieder und lamentiert darüber, was sich seit seinem letzten Besuch vor 200 Jahren verändert hat. Zusammen mit der Schreckse Inazea Anazazi besucht er eine Puppentheatervorstellung des Vorgängers „Die Stadt der träumenden Bücher.“ (Bestimmt über 50 Seiten Nacherzählung.) Im Anschluss mythenmetzsche Abschweifungen zum Thema Puppetismus und Schilderungen davon, wie Hildegunst weitere Theater besucht und mehr darüber erfährt. (Bestimmt 200 Seiten.) Termin beim Leiter des größten Theaters, Rückkehr in die Schwarzmann-Gasse. Ende.   Das ist alles. Ich meine, wenn zu Beginn gesagt wird, dass Hildegunst von Mythenmetz seinOrm verloren hat, dass eine Bücher und vor allem seine Abschweifungen unlesbar sind … dann muss man sie doch nicht übersetzen und als Buch herausbringen, lieber Walter Moers.   Die gesamte „Handlung“ hätte man als tatsächliche Ouvertüre zusammenfassen können. Die Nacherzählung des ersten Teils ist völlig für die Katz und eine etwas weniger pompöse Schilderung des ganzen Puppetismus hätte es auch getan. Hätte es locker getan. Ich hoffe, der nächste Teil wird besser. Viel schlechter kann es nicht werden. Selten so enttäuscht gewesen und selten beim Lesen so dermaßen gelangweilt. (Und das auch noch, obwohl ich große Passagen sogar nur überflogen habe, aus lauter Verzweiflung.)   Das war ein Schuss in den Ofen; tut mir Leid, aber den Schinken kann man sich sparen. 

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  • Langatmiger Reisebericht

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    DerUnfertigeRoman

    DerUnfertigeRoman

    29. February 2016 um 09:06

    Bei meinem ersten Anlauf hatte ich das Buch nach wenigen Seiten wieder weg gelegt. Jetzt im zweiten habe ich es immerhin bis Seite 224 geschafft, obgleich ich mich ab ungefähr Seite 100 mächtig gequält habe. Bis zum Ausstieg war es kaum mehr als ein zäher Reisebericht über die Rückkehr von Hildegunst von Mythenmetz nach 200 Jahren ins wieder aufgebaute Buchhaim. Nachdem diese damals abgebrannt, und er nicht ganz Unschuldig daran war (Die Stadt der träumenden Bücher), hat sich natürlich viel verändert. Das Buch lebt Einzig von den abstrakten Charakteren und den abstrusen Namen: "Elmura Voddnik", "Tomok Zebulon", "Hugobart Cramella", "Graf Petroso De Gadusti", "Orphetu Harnschauer", "Avegus Luftbart" usw. usf. Dies ist nur ein Ausschnitt einer Seite. Ich weiß nicht, wieviele hundert Namen bis zur Hälfte des Buches aufgetaucht sind. Auch wenn man sich keinen davon merken braucht, wird es irgendwann langweilig. Außer der Beschreibung der Neuerungen in Buchhaim und des eigenen Gemütszustands (erzählt wird aus der Ich-Perspektive), passiert nichts Aufregendes. Mich konnte es ncht fesseln.

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  • Träumende Bücher

    Die Stadt der träumenden Bücher
    LyndaAislinn

    LyndaAislinn

    09. February 2016 um 20:19

    Das Buch wurde mir wärmstens empfohlen, ja beinah aufgenötigt. Du kennst das nicht? Das musst du lesen! Okay, okay. Im nächsten Buchladen gehe ich auf die Suche nach Moers. Das Labyrinth der träumenden Bücher. Die Stadt der träumenden Bücher. Naja, nehm ich halt gleich beide mit. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber es war nicht das! Das Buch hat mich überrascht, erschreckt,erstaunt...manchmal traute ich mich kaum umzublättern...und starrte dann eine Weile auf die nächste Seite oder blätterte einmal ganz schnell weiter. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Nicht zuletzt wegen der Textgestaltung und Illustrationen. Das zweite las ich gleich hinterher und hoffe, dass das dritte noch kommt.

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  • Zamonien… und es geht weiter….

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    buchwanderer

    buchwanderer

    30. November 2015 um 09:15

    „Ich hatte mich in Buchhaim immer schon so gefühlt, als wandelte ich durch ein illustriertes Buch, in dem sich die Bilder bewegen.“ (S.148) Zum Inhalt: Hildegunst von Mythenmetz sonnt sich, nachdem er sein Abenteuer in den Katakomben Buchhaims mit viel Glück überlebt hat, im Ruhm, der ihm als größten lebenden Schriftsteller Zamoniens täglich entgegengebracht wird. Er könnte rundum glücklich sein – so würde man meinen. Doch weit gefehlt, der Müßiggang seines dekadenten Lebens zehrt an der schriftstellerischen Muse und was er seiner Feder abringt ist nur mehr literarisches Stückwerk ohne jene Tiefgründigkeit, welche das Orm einem Literaturschaffenden einzuhauchen vermag. Just in dieses selbstmitleiderfüllte Leben bricht ein Sonnenstrahl in Form eines rätselhaften Briefes, dessen Inhalt Hildegunst veranlasst, die heimelige Lindwurmfeste zu verlassen und nach 200 Jahren wieder Buchhaim aufzusuchen. Vieles hat sich in seiner Abwesenheit in dieser „Stadt der Bücher“ verändert. Er findet zwar in der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, sowie dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer einige seiner alten Bekannten wieder, jedoch hat der Buchtourismus Spuren hinterlassen. Zuerst befremdet von der Kunstform des Puppetismus, in welche ihn Inazea Anazazi letzten Endes einführt, gerät Hildegunst in einen Mahlstrom an befremdlichen Begebenheiten und neuen Erfahrungen, an deren Ende die Attraktion Buchhaims schlechthin steht: das „Unsichtbare Theater“. Fazit: .Zum größten Teil eine detailverliebte Retrospektive, so könnte man es kurz beschreiben. Das Leseerlebnis war für mich ein zwiespältiges: zum einen erfreut mich der Schreibstil und die Art, die Geschichten in und um Zamonien zu erzählen, wie es Moers vermag, ungemein. Zum anderen verliert sich dieses Buch in einer unheimlichen Menge an Kleinigkeiten, Details und Nebengeschehnissen, die nicht dazu angetan sind, den Zamonien-begeisterten in ihren Bann zu ziehen. Eher zieht sich die Geschichte wie der sprichwörtliche Kaugummi in die Länge und stets hofft man doch noch im nächsten Absatz, auf der nächsten Seite, im nächsten Kapitel etwas von dem Flair der „Stadt der träumenden Bücher“ wiederzufinden. Vergebens wie ich meine und über den Mangel an Inhaltlichem kann auch ein sehr schön gestaltetes Buch, und das ist dieses in der Tat, nicht wirklich hinwegtrösten. Zum Buch: Das Buch stellt in seiner gebunden Ausgabe ein wahres Schmuckstück dar. Zum einen ist allein schon der Einband wunderschön gestaltet, weiters der Buchblock ausgezeichnet gebunden und die Druck- und Papierqualität weit über dem Durchschnitt. Abgerundet wird dieser mehr als positive Eindruck durch die schönen Illustrationen, liebevoll gestalteten Innenseiten des Buchdeckels und zum jeweiligen Inhalt passenden Schriften.

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  • Wann fängt die Geschichte an?

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    AnnikaLeu

    AnnikaLeu

    27. October 2015 um 08:19

    "Und hier fängt die Geschichte an." Nach langem Hin und Her habe ich mich doch dazu durchgerungen ein paar Worte über ’Die Stadt der träumenden Bücher’ zu verfassen. Nicht zu verwechseln mit ‚Das Labyrinth der träumenden Bücher‘. Denn in der Stadt, dem ersten Band von und mit dem unvergleichlichen Hildegunst von Mythenmetz ging es ja um das Labyrinth unter Buchhaim. Und im Labyrinth geht es um die wieder aufgebaute Stadt, die vom Schattenkönig ja abgefackelt worden war. Äh, ja ihr seht ich hab’ schon wieder nen Dreher drin, tatsächlich hab’ ich grad den zweiten Teil gelesen. Und ich muss sagen: Dirk Bach fehlt mir- möge er in Frieden ruhen. Seine Vorleserstimme zum Hörbuch von Walter Moers war hervorragend. Wie dem auch sei, lag nun das gebundene Exemplar schon eine Weile auf meinem Stapel und ich habe spontan eine Leserune genutzt um dieses viel verschriene Buch auch einmal zu mampfen. Fürchterlicherweise bin ich wohl eine derjenigen, die nach dem Genuß der Meinung ist: Ja, es liegt unter dem Niveau vom ersten Band, aber in den Spähren in denen Moers ormt ist das immer noch unterhaltsamer, belesener und unglaublicher als so einiges anderes auf dem Markt.Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, als ob ich gelehrt werde in diesem Buch. Das war bei den anderen Werken über Zamonien (‚Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär‘, ‚Rumo und die Wunder im Dunkeln‘, 'Der Schrecksenmeister', etc) zwar auch schon immer so, aber im Labyrinth der träumenden Bücher merkt man es doch noch mehr. Wenn ich eines bewundere am Stil dieses Autors ist es das Vermögen sich in eine Thematik vollkommen reinzufressen und sie in Gänze auszunutzen. Meiner Meinung nach spüre ich beim Lesen all die Sekundärliteratur die ihm geholfen hat seine Ideen zusammen zu tragen, wenn er nicht sogar unerkannt zu Recherchezwecken in dem ein oder anderen Handwerksbetrieb vorbei geschaut hat. Wie ihr also schon sehen könnt, ich gebe frei weg zu, dass ich eine Freundin der Werke des Moers bin. Alles jedoch nicht (‚Ensel und Krete‘ zum Beispiel…) "Und hier fängt die Geschichte an." Der Protagonist in diesem Band ist erneut der Lindwurm. Älter, fetter, fauler und gelangweilt vom Erfolg. Und grad im Dinosaurier- Äquivalent zum ‚mausern‘. Er hat das Orm verloren, seine Brieffreundschaft zu Kiebitzer aus Teil Eins ist eingeschlafen und überhaupt ist er mittlerweile so berühmt, das er es sich leisten kann überhaupt nichts mehr zu tun. Seinen Werken fehlt es an diesem Wundermittel (Esprit, Charme, Spannung, Talent… kurz Orm) und die Leute wenden sich langsam aber sich von ihm ab. Nun wird so ein Lindwurm jedoch einige hundert Jährchen alt und irgendwann beginnt seine kreative Schaffensreise erneut. Und zwar wieder mit einem Brief. Wieder mit diesem verhängnisvollen Satz: „Und hier fängt die Geschichte an.“ Um ehrlich zu sein, hat mich das ja schon im ersten Buch total beeindruckt. Kein Wunder, dass auch Hildegunst erneut den Weg nach Buchhaim aufnimmt, verlockt von diesen Zeilen. Hätte ich auch. Springen wir einfach mal direkt weiter. Denn die Kritiken sind sich sicher alle einig. Erst ist das alles noch voll schön. Mythenmetz läuft sämtliche Stationen erneut ab die er im ersten Buch angesteuert hat und selbst Leser denen ‚die Stadt der träumenden Bücher‘ unbekannt ist, haben kein Problem damit nach der Lektüre diesen Bandes zusammen fassen zu können, was der Inhalt der Reise des Lindwurms war. Moers verpackt die Rückblende letztendlich in ein Theaterstück des ‚Puppetismus‘ über den er dann Stundenlang erzählt, philosophiert, schwärmt und bastelt. Sehr zum Verdruß der Handlung, die dabei stagniert. Am Ende des Buches ist der verdammte Lindwurm zwar endlich wieder unter Buchhaim aber das war es dann auch schon. Aber jetzt: "Und hier fängt die Geschichte an." Nein, hier fängt die Geschichte immernoch nicht an. Denn Moers lässt seine Leser mit einem ‚Cliffhanger‘ zurück. Und ich meine wohl einem der besten die ich je gelesen habe. Warum? Machen wir eine ‚mythenmetzsche Abschweifung‘ zum Film. Genauer gesagt zu Serien. Is mir egal ob ihr jetzt an Xena oder Vampires Diary denkt. Die meisten der Episoden sind in sich geschlossen. Aber manchmal eben nicht und dann heißt es den Punkt zu finden, der die Spannung hält. Und das Schlimmste was passieren kann ist, dass der Zuschauer nicht weiter sehen will. Deswegen wählt man welchen Punkt? Richtig, dem an dem das Seil reißt, der Schuß fällt, jemand aufschreit, irgendetwas dramatisches. Schließlich kommt wohl das Wort ‚Kliff hängen‘ nicht von ungefähr. Und was haben wir hier in diesem Buch? Einen Hypochonder Dino ohne Freunde, mit viel zu viel Fantasy und der aber auch kein Stück schlauer ist als vor Zweihundert Jahren. Und er findet sich allein genau an der Stelle wieder, in der es im ersten Band so richtig los ging. Moers bietet zwar selbst an, das man ja zum Beispiel den Abschnitt über Hildegunsts Notizheft überspringen kann, sollte man aber gar nicht, zumindest ich hab da erstaunlich viele Dinge gefunden die ich aus der realen Welt wieder erkannt habe. Außerdem beschleicht mich das Gefühl, dass wir hier eine verdammt ernste Geschichte haben, die ganz schön verdreht verpackt ist und das die peniblen Ausführungen doch noch wichtig werden. Moers verlangt von seinen Lesern einiges, er fordert sie. Eine ’seichte’ Lektüre für zwischendrin ist das nicht. Fazit: Dieses Mal bleibt der Leser mit dem bitteren Geschmack des Unzufriedenseins zurück. Ich finde, Moers kann sich das erlauben, es werden genügend Leser zurück eilen, wenn ‚Das Schloß der träumenden Bücher‘ irgendwann mal erscheint. Und ich? Tja, es gehört schon einiges mehr dazu, das ich Moers und Mythenmetz auf die Finger hau’- mir tat das Buch gut. Es steckt so viel Wissen in ihm. Abgesehen davon halte ich Moers wirklich für einen technisch versierten Autor, der es schafft gleichzeitig mit der Geschichte in der Geschichte (Theateraufführung) sein dramaturgisches Talent zu beweisen und es an der Handlung bewusst auszusetzen. Im Sinne des: Man darf ignorieren und verändern was man verstanden hat und anwenden kann. Ich habe irgendwie das Gefühl, der Autor macht hier einen kleinen Feldversuch. Darüber hinaus, wer weiß, vielleicht schreibt er über sich selbst, seine Fans, seine Kritiker, seinen Verleger, seine (nicht vorhandenen) Auftritte… alles eine einzige riesige Metapher oder nur Zufall? Wie dem auch sei, Grafiken, Schriftarten und Schriftspiele, Kapitelunterteilungen und all die anderen Äußerlichkeiten deuten weiterhin auf das Niveau hin, das ich hörend lieben gelernt habe. Und ich finde weiterhin davon können sich so manch andere eine dicke Scheibe abschneiden. Statt mich einzureihen in die Stimmen des: Das ist alles Geldmacherei und Moers hat sein Orm verloren, denke ich mir: Wenn DAS ‚nur’ der Prolog war… WAS kommt dann noch? Denn obwohl man es vielleicht übersehen könnte. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl an Hinweisen, die ich persönlich erwarte wieder aufgegriffen zu sehen im nächsten Band. Und ich kann hier gar nicht so viel aufzählen, wie ich mir an Notizen für die Leserunde heraus gearbeitet hatte. Urteil: Ich kann warten

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  • Leider sehr enttäuschend!

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    Julia_1989

    Julia_1989

    Inhalt: Hildegunst von Mythenmetz ist von seinen Abenteuern aus "Die Stadt der Träumenden Bücher" auf die Lindwurmfeste zurückgekehrt. Durch sein Buch ist er einer der erfolgreichsten Autoren geworden und so suhlt er sich auf der Lindwurmfeste in seinem Ruhm. Als ihn jedoch eines Tages ein mysteriöser Brief in die Hände fällt, beschließt er, sich abermals auf den Weg in die Bücherstadt "Buchhaim" zu machen. Doch dort angekommen, muss er feststellen, dass die Stadt sich sehr verändert hat ... Meinung: Leider muss ich sagen, dass ich von diesem Buch sehr enttäuscht war. Die Geschichte schließt zwar an die Geschehnisse vom 1. Band an, jedoch gehen die Ereignisse hier in eine komplett andere Richtung. Vergeblich habe ich auf Spannung und Abenteuer gewartet und stattdessen Langeweile und Langatmigkeit bekommen. Wer vom "alten Buchhaim" und den Abenteuern von Mythenmetz begeistert war, der wird hier vielleicht ebenso enttäuscht, denn von diesem Zauber ist, finde ich, nicht mehr viel übrig! Fazit: Ein Buch, das leider bei weitem nicht an den 1. Teil herankommt!

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    • 4
  • Rezension zu "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" von Walter Moers

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    sunlight

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    Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers Der Fortsetzungsroman von „Der Stadt der Träumenden Bücher“. Zweihundert Jahre sind vergangen und Hildegunst von Mythenmetz fühlt sich immer noch als das schriftstellerische Genie Zamoniens. Auf der Flucht vor seinen Fans hat er sich auf die Lindwurmfeste zurückgezogen und schwelgt in seinem Erfolg. Er ist selbstgefällig, träge und fett geworden und das Orm hat ihn verlassen. Da erreicht ihn ein Brief, dass der Schattenkönig zurückgekehrt sei. Grund, sein Leben zu ändern und inkognito zum neuerbauten Buchhaim zurückzukehren. Der Brand hatte fast die ganze Stadt zerstört und Hildegunst von Mythenmetz muss Buchhaim neu für sich entdecken. Er trifft auf Vertrautes wie die Lebendige Zeitung, die ihn und uns schnell auf den aktuellen Stand der Entwicklungen bringt. Hildegunst von Mythenmetz dringt immer weiter in die Stadt vor, macht Bekanntschaft mit den Unbüchern, lebendigen Büchern, den Buchhaimer Rüsseln und dem Biblionismus, dem Geist des modernen Buchhaims. Auch eine neue Kunstform, der Puppetismus, ist entstanden, die Hildegunst von Mythenmetz fasziniert. So wandert er durch Buchhaim, trifft auf alte Bekannte wie die Schreckse Inazea Anazazi und Professor Kibitzer, bis er neun Seiten vor dem Ende des Buches endlich auf das Labyrinth der Träumenden Bücher stößt. Moers ist unzweifelhaft ein genialer Erzähler. Aus der Ichform heraus lässt er uns an Hildegunst von Mythenmetz‘ Erlebnissen teilhaben. Seine Fantasie kreiert eine neue Wissenschaft, den Biblionismus, mit unzähligen Unterkategorien, die detailliert beschrieben werden. Der Treffpunkt für Raucher, im rauchfreien Buchhaim, ist der Qualmoir. Die neue Theaterform, der Puppetismus, weist auch verschiedenste Stilrichtungen auf, über die uns Moers in Seitenlagen Aufzählungen informiert. Die technische Erfindung ist die Geruchsorgel, um nur die wichtigsten Einfälle zu erwähnen. Allerdings führen die Mythenmetzschen Abschweifungen zu vielen Längen und da sehr viel aus dem ersten Buch „Die Stadt der träumenden Bücher“ wiederholt wird, baut sich keine Spannung auf. Der Lesefluss ist wie ein träge dahin fließender Strom, ohne Stromschnellen, Untiefen oder überraschende Wendungen. Auch die im Überfluss eingebauten Anagramme berühmter Schriftsteller und Künstler verführen nicht wirklich zum Knobeln. Die aktuellen Entwicklungen unseres Lebens hat Moers immer wieder aufgegriffen und thematisiert. Erfolg macht selbstgefällig usw., wer kennt da nicht reale Beispiele? Oder das Rauchverbot, das zu Raucherzonen führte. Oder, dass Not zur Hilfsbereitschaft führt, die ansonsten unbekannt ist. Oder die Bequemlichkeit sich unterhalten zu lassen, anstatt selbst aktiv zu werden, hier im Buch in den diversen Theatern. Man kann in viele Dinge etwas hinein interpretieren, wie die Buchhaimer Rüssel, die ich als nicht einfachen Einstieg zur Literatur verstanden habe, um dann Schätze zu heben. Manchmal geht Moers subtil vor, manchmal etwas platt wie z.B. beim Schrecksenhammer, der dem Hexenhammer entsprechen dürfte. Ein wirklicher Genuss sind die Illustrationen. Sie sind alle im unverwechselbaren Stile Moers, sehr detailreich, ideenreich, aber leider auch nicht mehr so häufig wie im ersten Buch. Die wieder sehr aufwändige Gestaltung des Werkes besticht. Cover und Einband strukturiert und farbig, der obere Schnitt gelb, verschiedenste Schriftarten, unterschiedliche Graustufen in der Schrift und auch immer wieder eingestreute Plakate heben dieses Buch wieder aus der Masse der anderen Werke in der Fantastischen Literatur heraus. Walter Moers hat sich mit der Neuerscheinung viel Zeit gelassen. Sieben Jahre, seit 2004, warteten die Fans auf diese Fortsetzung. Auf Seite 391 schrieb er: „Dem Publikum war es egal, … - solange es interessant war.“ Leider komme ich zu dem Schluss, dass „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Es baute sich keine Spannung auf, im Vergleich zu früheren Werken war der Ideenreichtum bescheiden und mehrmals fragte ich mich, ob das Orm auch den Autor verlassen hat. Herr Moers, das können Sie besser! Liebhaber der Fantastischen Literatur sollten die Fortsetzung der Träumenden Bücher lesen, allerdings mit sehr gedämpften Erwartungen.

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    • 3
  • Leider wurden meine Erwartungen nicht Erfüllt.

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    ScrEEper

    ScrEEper

    03. September 2015 um 20:02

    Leider, leider, leider, hat mich dieses Buch nicht so in seinen Bann gezogen wie erhofft. Es ist an manchen Stellen seeeehr zäh, da es zu 70% nur eine Nacherzählung des ersten Bandes ist. Am Ende wurde es doch noch ganz spannend und zum Schluss gab es einen Cliffhanger der Extraklasse. Dennoch möchte ich dieses Buch keines Weges schlecht reden. Es ist ein typischer Moers und es definitiv Wert gelesen zu werden.

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  • Anfangs eine Quälerei

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher
    EireMtl

    EireMtl

    28. July 2015 um 21:13

    Ich musste mich zunächst quälen, um wieder in die wundervolle Welt einzutauchen - dieses Mal ging mir Herr Mythenmetz ein bisschen auf den Keks. Einiges schien mir von Band 1 zu abgekupfert....
    Aber je tiefer man in die Welt eindringt, desto mehr ändert sich das natürlich!
    Und oh man - dieses Ende! Fast noch fieser als das Ende von Stephen King's 7. Teil der Sage des Dunklen Turms!

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