Walter Moers Der Schrecksenmeister

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Inhaltsangabe zu „Der Schrecksenmeister“ von Walter Moers

In Sledwaya, der Stadt, in der 'das Gesunde krank und das Kranke gesund' ist, spielt der neue Roman des zamonischen Großschriftstellers Hildegunst von Mythenmetz. Er handelt von der Auseinandersetzung zwischen Echo, dem hochbegabten Krätzchen, und Succubius Eißpin, dem furchtbaren Schrecksenmeister Sledwayas, der Faust und Mephisto in einer Person zu verkörpern scheint. Dieser lässt nichts unversucht, um sich mittels der Alchimie zum Herrn über Leben und Tod aufzuschwingen – und dazu braucht er nichts notwendiger als das Fett von Echo, der gezwungen ist, einen teuflischen Vertrag mit Eißpin abzuschließen.

Walter Moers der Künstler der seine eigene grandiose Fantasywelt erschaffen hat

— Lisa_Linstedt
Lisa_Linstedt

Auch eine Perle aus Walter Moers Feder, Ein kulinarischs Abenteuer bei dem einem das Wasser im Mund zusammen läuft.

— MyrnaMinkoff
MyrnaMinkoff

Eine wundervolle Geschichte, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte!

— LauraLesedrache
LauraLesedrache

Leseempfehlung

— Amber144
Amber144

Wieder ein gelungenes kleines Abenteuer aus Zamonien. Genau das richtige um mal in eine andere Welt abzutauchen!

— Fluffypuffy95
Fluffypuffy95

Wer könnte einem Krätzchen schon widerstehen?

— MMG
MMG

Wer die Kreativität von Walter Moers mag, wird dieses Buch lieben.

— sunny_love_cats
sunny_love_cats

Dank nicht allzu vieler Mythenmetzschen Abschweifungen hat sich Echo mit voller Kraft in mein Herz geschlichen ♥

— Velina2305
Velina2305

Walther Moers wieder einmal genial...

— Jashrin
Jashrin

Für mich der bisher beste Zamonien - Roman <3

— RolandKa
RolandKa

Stöbern in Fantasy

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Stellenweise etwas zäh

    Der Schrecksenmeister
    Aglaya

    Aglaya

    29. May 2017 um 19:37

    Der Schrecksenmeister Eißpin rettet das Krätzchen Echo vor dem Verhungern, verabredet aber vertraglich, Echo dafür nach einen Monat für ein Experiment töten zu dürfen. Mit aller Kraft versucht Echo, doch noch ein Schlupfloch aus dem Vertrag zu finden und sein Leben zu retten…"Der Schrecksenmeister" ist Teil der "Zamonien"-Reihe von Walter Moers, steht aber mit seiner in sich abgeschlossenen Handlung alleine, Vorkenntnisse sind daher zum Verständnis nicht nötig. Was allerdings zur Lektüre nötig ist sind Geduld und Ausdauer. Kaum eine Seite vergeht, in der Walter Moers nicht ein neues Wort schafft oder eine neue Spezies beschreibt, sodass ich bei der Lektüre immer wieder ins Stocken geriet und die Abschnitte mehrfach lesen musste, um alles zu verstehen. Das kann durchaus unterhaltsam sein, wird aber auch schnell zäh, so bei Fjodor F. Fjodors Buchstabendrehern.Die Geschichte wird aus der Sicht des Krätzchens Echo erzählt, in der dritten Person in der Vergangenheit. Die Figuren, inklusive dem Protagonisten Echo, blieben leider ziemlich blass, sodass ich nicht wirklich mit Echo mitfiebern konnte, ob es ihm nun gelingen würde, sein Leben zu retten. Die Handlung ist nicht besonders geradelinig aufgebaut, sondern plätschert mal hierhin und mal dorthin, wo es dem Autor (und seinen Figuren) gerade passt (wer die "Zamonien"-Reihe bereits kennt, dem wird sicher die Mythenmetz'sche Abschweifung ein Begriff sein…). So erscheint das Buch eher wie eine willkürliche Aufzählung einzelner skurriler Anekdoten als wie eine durchgehende Geschichte. Das Ganze hätte sich auch deutlich kürzen lassen, hier wäre zumindest teilweise weniger wohl mehr gewesen.Wie bei Moers so üblich, ist auch "Der Schrecksenmeister" mit unzähligen Illustrationen versehen, die dabei helfen, sich die seltsamen Zamonischen Lebewesen vorzustellen.Für Fans von Walter Moers ist auch "Der Schrecksenmeister" ein absolutes Must-Read. Wer den Autor und sein Zamonien noch nicht kennt, dem möchte ich das Buch nicht als Einstieg empfehlen. Sehr viele Abschweifungen und die fehlende durchgehende Handlung machen die Lektüre doch etwas zäh. Mein FazitStellenweise etwas zäh.

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  • Jeder der auf Fantasy steht ist Walter Moers ein muss

    Der Schrecksenmeister
    Lisa_Linstedt

    Lisa_Linstedt

    12. May 2017 um 12:20

    Spannender schreibstil. Erschafft seine eigene Welt und begeisert jedesmal aufs neue.
    Jeder der Fantasy Bücher liebt ist und bleibt Walter Moers seine Werke ein muss.
    Man lebt förmlich in seinen Werken mit.
    Kann ich nur sehr empfehlen.



  • ein kulinarisches Märchen

    Der Schrecksenmeister
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    11. April 2017 um 20:30

    Echo ist ein kleines Kätzchen, dessen Besitzerin vor Kurzem gestorben ist. Nun irrt er durch die Straßen Sledwaya und steht kurz vor dem Hungertod. Der Schrecksenmeister Succubius Eißpin findet ihn und macht ihn ein Angebot, ihn zu füttern und ihm ein Zuhause zu bieten, wenn sich Echo im Gegenzug bereit erklärt, sich beim nächsten Vollmond auskochen zu lassen, damit der Schrecksenmeister an das begehrte Kratzenfett kommt. Echo ist so verzweifelt - und vor allem hungrig-, dass er sich auf den Vertrag mit dem Alchimisten einlässt. Doch je kräftiger er wird, umso mehr hängt Echo an seinem Leben.Bei Walter Moers Zamonien-Romanen ist jeder ein Abenteuer für sich. Die Welt, die der Autor geschaffen hat, birgt unzählige Möglichkeiten und so begeben wir uns diesmal in die krankeste Stadt Zamoniens, nach Sledwaya. Hier gibt es alle möglichen Krankheiten und fast die ganzen Bewohner der Stadt kämpfen dagegen an mit unzähligen Ärzten, Apotheken und Quacksalbern.Für die Krankheiten verantwortlich gemacht wird der Schrecksenmeister Eißpin. Er lebt hoch über der Stadt in einem heruntergekommenen Schloss und versetzt die Einwohner von Sledwaya in Angst und Schrecken.Als dieser auf den ausgehungerten Echo trifft, sieht er seine Chance gekommen, einen perfiden Plan in die Tat umzusetzen. Er füttert Echo einen Monat mit allen möglichen Geschmackserlebnissen und darf ihn dann im Gegenzug danach auskochen und ihn ausstopfen.Echo ist so verzweifelt, dass er mit Eißpin diesen Vertrag eingeht und ab da nimmt alles seinen Lauf zugunsten Eißpins.Der fließende Schreibstil des Autors macht es leicht, sofort in die Geschichte gezogen zu werden. Für mich sowieso, da ich die Zamonien-Romane des Autors einfach nur liebe. Mir gefällt der Ideenreichtum, da mit wenigen Veränderungen eines Wortes etwas völlig neues geschaffen wird.So wird eben aus der Katze eine Kratze und schwups kann dieses katzenähnliche Wesen alle Tier- und Menschensprachen verstehen und auch sprechen. Womit sich wieder neue Möglichkeiten ergeben.Mit seinen modernen Foltermethoden (er macht sich Echo zugehörig durch das Kochen erlesener Speisen) und seinem Drang zum Forschertum (Speisen neu entwerfen, in seinem Labor Tränke herstellen), wirkt der Schrecksenmeister wie eine Mischung aus Inquisitor und Alchimist aus dem Mittelalter. Nicht umsonst heißt er Schrecksenmeister, da seine Haupttätigkeit ja eigentlich darin besteht, die in Sledwaya ansässigen Schrecksen zu überwachen.Es macht einfach Spaß, sich in der Geschichte zu bewegen und den Weg Echos mitzuverfolgen. Alle an der Story beteiligten Charaktere passen einfach hinein und ergeben somit ein harmonisches Bild, obwohl die Geschichte ganz und gar nicht harmonisch ist.Es tauchen spannende Kreaturen auf, sei es eine verliebte Schreckse, ein fremdworteverdrehener Schuhu, eine schneeweiße Witwe oder fliegende Ledermäuse. Alle sind faszinierend und interessant Und ist ihre Rolle noch so klein, tragen sie doch eine Menge zur Geschichte bei.Das Verhalten von Echo ist nachvollziehbar, da er an der Schwelle des Todes steht und für sich keinen Ausweg sieht. Sich deshalb auf Eißpin einzulassen und den Vertrag abzuschließen, scheint seine letzte Chance zu sein, noch ein paar Tage länger zu leben. Denn so würde er auf der Straße den Hungertod sterben.Bis, ja bis zu dem Zeitpunkt, da er merkt, dass er doch an seinem Leben hängt und dann natürlich mit allen Mitteln versucht, sich aus dem Vertrag zu lösen. Gar nicht so einfach, denn wer Verträge mit Succubius Eißpin schließt, sollte besser das Kleingedruckte gelesen haben.Diese Ideen, die der Autor an den Tag legt, ziehen sich durch das ganze Buch. Und teilweise auch durch die anderen Bücher, denn es gibt immer wieder Anspielungen auf die anderen Zamonien-Romane, die bisher erschienen sind. Alle hängen irgendwie zusammen und ist jeder in sich selbst abgeschlossen.Und nicht nur die Geschichte ist faszinierend, sonder auch das wunderschöne Buch an sich. Allein der Einband ist ein echter Hingucker und innen finden sich unzählige Illustrationen, die vom Autor selbst gemacht sind.Auch das Hörbuch wurde wunderbar eingelesen von Andreas Fröhlich. Zur Rezension geht es HIER ENTLANG.Gerade erschien ein Video, in welchem das neue Manuskript des Autors gezeigt wird. Im August 2017 erscheint sein neuer Roman "Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr" im Knaus Verlag.Ich freue mich jetzt schon sehr auf ein Wiederlesen mit der zamonischen Welt und bin mir sehr sicher, dass mich ein spannender, witziger und vor allem zamonischer Roman erwartet.Fazit:Echo und Eißpin - ein ungleiches Paar mit vielen Gemeinsamkeiten.

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  • Leseempfehlung

    Der Schrecksenmeister
    Amber144

    Amber144

    30. March 2017 um 15:13

    Mal wieder ein tolles Buch. Eine spannende und fantastische Geschichte. Jedes Mal staune ich, wie der Autor auf diese Ideen kommt. Ein toller Schreibstil und nicht mein letztes Buch des Autors

  • Eine wunderschönes Buch aus der Zamonien-Welt.

    Der Schrecksenmeister
    Nimithil

    Nimithil

    20. February 2017 um 08:10

    Als das Frauchen der Kratze Echo verstirbt lernt es die schlechten Seiten der Stadt Sledwaya kennen. Um sich vor den Hungertod zu retten schließt es einen Vertrag mit den Schrecksenmeister Eißpin, welcher vor allen von den Schrecksen (üben die Heilkunst aus) gemieden wird. Der Vertrag mit Meister Eißpin besagt, dass Echo beim nächsten Vollmond getötet wird und sein Fett dazu genutzt wird den Tod zu bezwingen. Wird Echo einen Ausweg aus diesen Vertrag finden? Der Schreibstil von Moers ist gewohnt flüssig und bildhaft. Wer bereits andere Werke aus der Zamonienreihe gelesen hat, kennt um die wundervolle, aber auch eigene Welt die Walter Moers hier aufgesetzt hat. Der Schrecksenmeister fügt sich wunderbar in dieses Bild ein und wirkt wie ein märchenhafte Erzählung.  Die Protagonisten sind authentisch ausgearbeitet und im Detail beschrieben. Besonders mitgefiebert habe ich mit Echo, denn durch sein Verhalten und auch die teilweise niedlichen Aspekte ist es ein wundervoll gelungener Charakter. Auch der Charakter von Eißpin geht über den eines einfach Schurken hinaus und der Leser erwartet hier viele unterschiedliche Facetten. Mich überwältigen die Erzählungen von Walter Moers immer wieder von neuen, denn auch in Schrecksenmeister schafft er es wieder den Leser in eine völlig neue Welt eintauchen zu lassen. Es gibt in meinen Augen nichts vergleichbares. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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    • 2170
  • Einfallsreich, spannend und mit vielen Grüßen von Gottfried Keller

    Der Schrecksenmeister
    Jashrin

    Jashrin

    13. December 2016 um 12:17

    Wieder einmal erzählt Hildegunst von Mythenmetz, eine längst etablierte Figur von Walter Moers, eine Geschichte. Diesmal geht es um den Schrecksenmeister Eißpin und das Krätzchen Echo. Die Geschichte spielt in der krankesten Stadt Zamoniens, in Sledwaya. Dort lebt Echo, das Krätzchen. Seit sein Frauchen gestorben ist, schlägt sich Echo mehr schlecht als recht durch. Er ist fast verhungert als er auf den gefürchteten Schrecksenmeister trifft. Succubius Eißpin versucht mit Hilfe der Alchemie Meister über Leben und Tod zu werden. Eine Sache jedoch fehlt ihm noch und so kommt ihm Echo gerade recht, besonders unter den gegebenen Umständen. Denn für seinen Plan fehlt ihm Kratzenfett. Krätzchen sind katzenähnliche Tiere, die jedoch alle Sprachen beherrschen, ein unglaubliches Gedächtnis haben und teils – so wie Echo – hochbegabt und intelligent sind. Und leider sind diese Tiere fast ausgestorben. Eißpin nutzt Echos ausweglose Lage schamlos aus und zwingt ihn zu einem teuflischen Vertrag. Im Laufe des nächsten Mondes wird er dem Krätzchen die köstlichsten Speisen auftischen, ihn kugelrund füttern, für seine Unterhaltung sorgen und ihn mit seiner Alchemie vertraut machen, im Gegenzug dafür erhält er nach Ablauf des Mondes das Fett des Krätzchens, was für Echo den Tod bedeutet. Da Echo jedoch nur die Wahl bleibt innerhalb weniger Tage qualvoll zu verhungern oder nach einem Monat kurz und hoffentlich schmerzlos das Zeitliche zu segnen, schließt er diesen Vertrag ab. Auf dem Schloss angekommen eröffnet sich Echo kulinarisch eine neue Welt. Doch stets schwebt der Gedanke an die ständig fortschreitende Zeit über allem. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Echo versucht sein Schicksal zu wenden. Hilfreich stehen ihm dabei Fjodor F. Fjodor und Izanuela beiseite. Walter Moers gelingt es wieder einmal ein wortgewaltiges und mit einem ganz eigenen Humor ausgestattetes Werk vorzulegen. Sein Stil ist unverwechselbar und der Roman ist ebenso wie viele andere Werke aus seiner Feder mit vielen detailreichen Zeichnungen versehen, die allein schon eine Empfehlung wert wären. Besonders spannend dürfte das Buch für all diejenigen sein, die Gottfried Kellers Novelle „Spiegel, das Kätzchen“ kennen. So lässt sich nicht nur die Geschichte der Novelle wiedererkennen, auch die Namen der Protagonisten haben viel Ähnlichkeit. Selbst mit dem Namen des Autors der Novelle spielt Walter Moers. In seinem Roman erwähnt der angebliche Autor Hildegunst von Mythenmetz, dass es sich um eine Nacherzählung einer Geschichte von Gofid Letterkerl handele. Ändert man die Buchstabenreihenfolge in diesem Namen, so erhält man Gottfried Keller. So ist es diesmal im Verglich zu anderen Geschichten auch so, dass Hildegunst von Mythemetz die Geschichte nicht immer durch eigene Anmerkungen unterbricht, sondern lediglich erzählt. Wer die erste Seite des Buches – noch vor dem Impressum – überblättert, dem wird vermutlich nichtmals bewusst sein, dass Hildegunst überhaupt erwähnt wird. Mein Fazit: Ein Roman, der mit zahlreichen unvorhersehbaren Wendungen gespickt ist und der zu jeder Zeit Spaß macht. Die Verbindung zu Gottfried Keller ist für mich das i-Tüpfelchen und bringt dem Buch 5 Sterne ein, selbst wenn für mich andere Bücher von Walther Moers noch ein klein wenig besser waren.

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  • Großartig

    Der Schrecksenmeister
    readingforhours

    readingforhours

    19. October 2016 um 19:13


  • Küche trifft Schrecken

    Der Schrecksenmeister
    Zeilenende

    Zeilenende

    01. June 2016 um 07:38

    Klappentext In Sledwaya, der ungesündesten Stadt Zamoniens, ist Echo, das hochbegabte Krätzchen, nach dem Tod seines Frauchens in allergrößte Schwierigkeiten geraten. Er ist gezwungen, mit dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin einen verhängnisvollen Vertrag zu schließen. Dieser gibt Eißpin das Recht, die Kratze beim nächsten Vollmond zu töten und ihr das Fett auszukochen. Als Gegenleistung muss Eißpin Echo bis dahin auf höchstem kulinarischen Niveau durchfüttern. Doch der Schrecksenmeister Eißpin hat nicht mit dem Überlebenswillen und dem Erfindungsreichtum des Krätzchens gerechnet – vor allem nicht mit dessen neuen Freunden, den Grübelnden Eiern und dem Goldenen Eichhörnchen, Fjodor F. Fjodor, dem Einäugigen Schuhu und dem Gekochten Gespenst und vor allem Inazea Anazazi, der letzten Schreckse von Sledwaya. Stil Moers ist Fantasyautor, aber nimmt das Genre nicht ernst. Er schreibt aber auch keine Fantasy-Parodie, denn seine fantastische Geschichte nimmt er durchaus ernst. Was das bedeutet, führt er gleich zu Beginn des Buches vor und charakterisiert den Schrecksenmeister Eißpin als ein Wesen direkt aus der Hölle, vielleicht sogar als Höllenfürsten persönlich. Dies tut er so ausufernd, in seinen Formulierungen schwelgend, dass man Eißpin als Bösewicht nicht ernst nehmen kann. Und diese Frage zieht sich durch das gesamte Buch: Meint Moers es ernst mit Eißpin als Schurke? Die Sache mit den Schwelgereien ist so eine Sache (sic!). Funktional eingesetzt sind sie ein gelungener ironischer Bruch mit dem Genre. Moers setzt es aber einmal zu häufig ein, die Schwelgerei ist das bezeichnende erzählerische Merkmal, wenn es um Eißpin geht. Moers ergeht sich in der Beschreibung von Eißpins Charakter immer wieder in endlos langen Aufzählungen. Sie machen den Schrecksenmeister aus und werden mit der Zeit anstrengend. Im Unterschied zur mythenmetzschen Abschweifung, mit der Moers von Hölzchen auf Stöckchen kommt und von der ich ein großer Fan bin, bleibt er in seinen Aufzählungen beim Thema und bei aller Lust am Spiel mit Worten, wird er damit streckenweise ermüdend. Der Schrecksenmeister Eißpin ist dennoch eine faszinierende Figur. Begegnet er uns in seinem ersten Auftritt als archetypischer Bösewicht, der das arme Krätzchen Echo und seine missliche Lage ausnutzen will, wird er zum fürsorglichen Beschützer, zum beinahe liebenswerten Gesellen. Dann wieder zum grausamen Alchimisten. Eißpin ist völlig verrückt, das macht die Figur zur reizvollsten des Buches: Er tötet aus Sammelleidenschaft und malt Katastrophenbilder, andererseits kocht er mit so viel Liebe und Herzblut, dass man glaubt, einen anderen Eißpin zu erleben: In der Küche ist er fürsorglich, bemüht, ein exzellenter Gastgeber. Das, was er tut, alchimistische Prozesse steuern, bleibt gleich, aber im Labor ist er unheimlich, am Herd liebenswert. Die Charakterisierung macht deutlich: Er ist absolut irre. Aber er hat einen Plan abseits von seinem Interesse am Kratzenfett. Genau genommen hat er zwei Pläne. Den einen verrät der Erzähler ganz lapidar nach nicht einmal 100 Seiten, statt auf den großen Showdown am Ende zu warten, wo der Schurke die ganze Boshaftigkeit seines Plans selbst erläutern darf. Denkt man als Leser. Aber Moers führt uns in die Irre und präsentiert auf den letzten Seiten einfach einen weiteren irren Plan des Schrecksenmeisters und bricht das Bild des prototypischen Bösewichts erneut. Immer wieder enthält das Buch Anspielungen und Bezüge auf kulturelle Traditionen und Praktiken. Sehr anschaulich wird das in einem Kapitel, das der Weinverkostung gewidmet ist. Einerseits hat Moers sich hier unübersehbar an Faust I, der Szene in Auerbachs Keller, bedient, andererseits macht er sich gnadenlos lustig über so manche Praktik bei einer Weinverkostung, die den Wein als Krone der Schöpfung und dessen Verkostung wissenschaftliche Disziplin zelebriert, die man ohne immenses Hintergrundwissen gar nicht zu schätzen wissen kann.   Philosophereien Damit nicht genug der Anspielungen. Auch wenn man es kaum glauben mag, enthält „Der Schrecksenmeister“ doch einiges an philosophischen Stücken. Eißpin bewundert die Urgewalt der Natur und theoretisiert darüber. Er klingt dabei fast wie Nietzsche oder Schopenhauer, wenn diese über den Willen räsonieren. Seine Theorien sind Schopenhauer näher, seine Formulierungen Nietzsche. Auch bei Eißpin glaubt man, den Wahnsinn durch die Worte hindurch schimmern zu sehen. Wenn Eißpin Nietzsche ist, dann ist Fjodor F. Fjodor mindestens ein ausgeprägter Empirist, vielleicht sogar eine Anspielung auf Ludwig Wittgenstein. Er glaubt nur an das, was er sieht und an wissenschaftliche Erkenntnis. Er ist ein wenig verpeilt, macht sich über Echos Unwissenheit lustig und hat eine ausgeprägte Allergie gegen Aberglauben, den er Echo auszutreiben gedenkt. Das macht ihn zu einer unheimlich lustigen Figur, wenn er die Existenz des Mann im Mond vehement leugnet, andererseits aber in einer Welt der Alchimie und Zaubertränke lebt, es für ganz natürlich hält, dass es so etwas wie Magie gibt. Er wirkt ein wenig wie aus unserer Welt, aber zugleich ist er voll in der magischen Welt Zamoniens zu Hause. Damit nicht genug, spielt Moers auch noch mit einem der populärsten Gedankenexperimente der neueren philosophischen Diskussion. Thomas Nagel hat sich einmal die Frage gestellt, wie es wohl sei, eine Fledermaus zu sein und kommt zu dem Ergebnis, er könne sich nur vorstellen, wie es für ihn als Mensch sei, plötzlich eine Fledermaus zu sein. Echo wird im Laufe der Geschichte in eine Ledermaus verwandelt (Wahlspruch: Niemand versteht die Ledermäuse, nicht einmal die Ledermäuse.) Plötzlich ist für ihn alles klar und eindeutig, er weiß, wie sich eine Ledermaus verhält, auch wenn er es selbst als Ledermaus nicht versteht. Aber er schafft es nicht, seine Erfahrungen wieder mit in sein Kratzendasein zu nehmen: Er versteht die Ledermäuse doppelt nicht, weder ihr Verhalten noch ihr Unverständnis dem eigenen Verhalten gegenüber. Im Rückblick auf Echos zahlreiche Verwandlungserfahrungen kommt schließlich Descartes in Spiel und Echo muss sich die Frage stellen, ob er all seine Verwandlungen wirklich erlebt hat oder nur geträumt, woran er die Zustände unterscheiden könne und schließlich auch, ob sie überhaupt Bedeutung haben.   Konstellationen und Fazit Moers bedient sich in „Der Schrecksenmeister“ an allem, was die Tradition hergibt. Erwähnenswert ist auch die Konstellation der Unterstützer: Spielt am Anfang des Buches der Schuhu Fjodor noch eine große Rolle, verschwindet er im Laufe der Geschichte ebenso wie das gekochte Gespenst, während die im Klappentext angekündigte Izanea erst in der zweiten Hälfte des Buches eingeführt wird. Auch hier bedient er sich typischer Erzählschemata des Fantasy-Romans, allerdings gelingt es ihm nicht, dieses Schema ironisch zu brechen und gibt den Ausschlag, „Den Schrecksenmeister“ zu einem Fantasyroman zu erklären und nicht zu einer Persiflage des Genres. Insgesamt betrachtet haben wir damit einen typischen Moers: Liebe zur Sprache, ausufernden Formulierungen, eine abgedrehte, groteske Geschichte mit merkwürdigen Entwicklungen. Es ist nicht sein bestes Buch, die ein oder andere mythenmetzsche Abschweifung statt der endlosen Aufzählungen hätte ihm gut getan. Auch aus der Konstellation, dass Moers offiziell als Übersetzer von Hildegunst von Mythenmetz auftritt, schlägt er kein Kapital: Anders als in anderen Büchern gibt es im Schrecksenmeister nur den Erzähler, die Meta-Ebene, die der Übersetzer sonst übernimmt, fehlt komplett. Das macht das Buch aber nicht schlecht, denn reichhaltig genug ist es, seien es die Anspielungen auf bedeutende Werke der Literaturgeschichte oder die Auseinandersetzung mit philosophischen Ideen. Gerade in Letzterem ist Moers meisterlich, denn niemand muss Angst vor verwickelten Argumentationen haben. Die angesprochenen Theorien und Haltungen Nietzsches und co. werden gänzlich en passant vermittelt. Wer nicht weiß, worauf Moers an den Stellen anspielt, weiß gar nicht, dass er eine kleine Lektion in Philosophiegeschichte bekommt. Jedem, der schon einmal etwas von Walter Moers gelesen hat, rate ich deshalb zur Lektüre. Wer von ihm noch nichts gelesen hat, sollte es aber vielleicht erst einmal mit seinem Kapitän Blaubär, „Ensel und Krete“ oder natürlich der „Stadt der träumenden Bücher“ versuchen.

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  • Spiegel, das Kätzchen, in Zamonien

    Der Schrecksenmeister
    mondy

    mondy

    07. May 2016 um 10:09

    Ich habe vorher "Spiegel, das Kätzchen" gelesen und fand es sehr interessant, die beiden Geschichten zu vergleichen. Sehr witzig fand ich, dass Moers Gottfried Keller direkt erwähnt, allerdings mit umgestellten Buchstaben (Gofig Letterkerl). Auch die Charaktere beziehen sich direkt auf die Novelle von G.K. (Eißpin statt Pineiß, Echo statt Spiegel, ...). Es lohnt sich auf jeden Fall, die Novelle vorher zu lesen, es macht wirklich Spaß, immer wieder Überschneidungen zu entdecken.Natürlich hat Moers noch einige "Gutzele" hinzugefügt. Von Vampiren über weiße Witwen bis zu Liebestränken ist alles geboten.Den Schrecksenmeister habe ich als sehr zwiespältige Person empfunden, was ich sehr gut fand, da er nicht einfach als "das Böse" hingestellt wurde. Auch er hat seine Vergangenheit und wurde dadurch zu dem, was er jetzt ist. Natürlich ist er total verrückt, aber das macht die Charaktere von Moers ja so ungemein interessant.Ich habe mich immer wieder über die verschiedenen Tiere und Wesen in dem Buch gefreut und auch die Räume und Schauplätze haben mir wieder sehr gut gefallen. Alles in allem hatte ich mit dieser Geschichte einen Riesenspaß und hoffe, dass er bald wieder eine neue herausbringt!

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  • Lustig, frisch, spannend

    Der Schrecksenmeister
    JanineT

    JanineT

    16. January 2016 um 18:12


  • Requiem für eine Schreckse…

    Der Schrecksenmeister
    buchwanderer

    buchwanderer

    30. November 2015 um 09:03

    »Blödsinn, Verträge sind dazu da, gebrochen zu werden! Aber ein Vertrag mit Eißpin – das ist eine andere Sache.«“ (S.67) Zum Inhalt: Seit dem Tod seines Frauchens, denn Besitzerin kann man bei einer Kratze keineswegs tituliert werden, lernt Echo die hässlichsten Seiten einer ohnehin kranken und verderbten Stadt Zamoniens kennen: Sledwaya. Diese Stadt steht für jedwede noch so abstruse Art von Leiden und Siechtum, welches sich ein Arzt oder Apotheker zu Gunsten des Gedeihens seines eigenen Geschäftes nur wünschen kann. Nur Schrecksen, an und für sich ob ihrer Heiltränke, Salben und Tinkturen in Zamonien geachtet meiden das Pflaster dieser Stadt noch mehr als die Pest. Der Grund ist Succubius Eißpin, Schrecksenmeister von Sledwaya und erklärter Erzfeind der Schrecksen. Das Zusammentreffen dieses genial-grausam-verschrobenen Alchemisten mit der Kratze beschert ihr, die abgemagert und dem Tode nahe in einer Gosse vor sich hinvegetiert, ein mit allen nur erdenklichen lukullischen Freuden garniertes letztes Lebensmonat. So zumindest will es der Vertrag, den die Kratze mit Eißpin angesichts des Hungertodes schließt. Eißpin wiederum hält mit seiner Absicht, der Kratze beim nächsten Vollmond das Fett auszukochen, nicht hinterm Berg. Für seine erkleckliche Sammlung an in Fett konservierten  Ingredienzien aus ganz Zamonien wäre dies die Krönung und würde ihn befähigen den einzigen seiner noch gebliebenen Feinde zu besiegen: den Tod. Kurz umrissen sind dies die Eckpunkte der vorliegenden Erzählung aus Zamonien, einer schillernden Welt in der vieles ähnlich der unseren, aber doch im wahrsten Sinne „verrückt“ ist. Echo als sympathischer Held der Geschichte ist ebensowenig und doch wieder eine Katze, wie Ubifanten mit Elefanten oder Ledermäuse mit Fledermäusen gleichzusetzen wären. Als scheinbar letzte Kratze Zamoniens dient Eißpin nicht nur sein Fett als Ingredienz seiner diabolischen Köcheleien, nein auch der Verstand einer Kratze ist einmalig, weshalb der Meisteralchemist ihr auch jede erdenkliche Information, jedwede Formel und die exotischsten Mixturen beibringt. „Echos Verstand, das wusste wiederum der Schrecksenmeister, besaß die einzigartige Fähigkeit, dieses umfängliche Wissen zu speichern, ohne dass es ihm zur Belastung wurde, ja, ohne dass er überhaupt ahnte, etwas von Bedeutung gelernt zu haben: ein friedliches Nebeneinander von Ignoranz und Intelligenz, welches so nur in einem Kratzengehirn herrschen konnte.“ (S.81) Von diesem einzigartigen Wesen wollte Eißpin die Essenz – sein Fett. Es sieht beileibe nicht gut aus für Echo. Die einzigen, die ihm eventuell helfen könnten sind ein einäugiger Schuhu mit einem mächtigen Sprachfehler, eine Kolonie Ledermäuse, deren Weltbild ungefähr so schief hängt, wie ihre Schlafstellung, und … eine, nein die LETZTE Schreckse in Sledwaya. Nicht gerade die vielversprechendste Truppe gegen einen so ausgebufften Geist wie den Eißpins, aber… Zamonien war schon immer für eine Überraschung gut. Auch wenn sie nicht immer im Sinne eines Happy Ends verwirklicht wird, immerhin gehört ein tragisches Ende zum guten Ton einer traditionellen zamonischen Geschichte… oder nicht? Fazit: Ein wunderbares Stück zamonischer Kulturgeschichte, das als „wortspieltriebhaftes Märchen“ (Die Abendzeitung) ein sprühendes Feuerwerk an Witz, farbenfroher Magie und kaleidoskopischer Eindrücke rund um die Welt entstehen lässt, in der schon die „Stadt der träumenden Bücher“ den Leser versinken ließ. Einfach nur mehr als empfehlenswert! Zum Buch: Die Verleimung des Buchblockes ist grenzwertig, aber noch akzeptabel, das Papier der Seiten etwas grobfaserig, jedoch Druck im Kontext dieser Möglichkeiten ausgezeichnet. Den besonderen Reiz machen, wie auch bei seinen anderen Büchern, die Zeichnungen Moers aus. Ebendiese Zeichnungen, die auch auf dem Umschlag und dessen Innenseiten zu finden sind, machen das Buch als Ganzes zu einem kleinen Kunstwerk, in dem man auch gerne nur wegen seiner beredten Bildsprache blättert.

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  • Ich reise immer wieder gerne nach Zamonien!

    Der Schrecksenmeister
    stebec

    stebec

    16. July 2015 um 17:56

    „Stellt euch den krankesten Ort von ganz Zaomnien vor!“ – Erster Satz Die Aufmachung: Vom Cover her passt "Der Schrecksenmeister" hervorragend zu den anderen Zamonien-Romanen von Walter Moers. Aber das wirklich interessante bei dem Autor ist das Innenleben des Buches. Walter Moers spickt seine Geschichten immer mit Illustrationen, was das Lesevergnügen nochmal erhöht. Das Setting: Natürlich spielt auch "Der Schrecksenmeister" in Zamonien. Einer der tollsten Ort der Welt. Für alle, die sich noch nicht dahin verirrt haben würde ich raten, eine Reise dorthin möglichst schnell zu planen. Vielleicht solltet ihr aber Sledwaya - die Stadt in der der Schrecksenmeister spielt - meiden, weil ihr euch dort unter Garantie irgendetwas einfangt. Der Plot: Die kleine Kratze (eine sprechende Katze) Echo wird von dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin halb verhungert und ausgesetzt auf den Straßen von Sledwaya gefunden. Da Kratzenfett eine sehr seltene alchemistische Zutat ist, bietet er Echo einen Vertrag an. Die Kratze wird von Eißpin mit den köstlichsten und ausgefallensten Speisen verwöhnt, wenn dieser dem Schrecksenmeister dafür nach einem Monat sein Fett freiwillig überlässt. Somit wird schon auf den ersten Seiten eine Ausgangssituation geschaffen, die den Leser nicht mehr los lässt. Man fiebert von Anfang an mit und hofft, dass die kleine Kratze sich aus der verzwickten Situation befreien kann. Die Protagonisten: Echo als sprechende Kratze ist schonmal pauschal niedlich und man fiebert von Beginn an mit. Aber auch Succubius Eißpin ist eine toll ausgearbeitete Hauptfigur und an Skurrilität kaum zu überbieten, auch wenn sich der Autor hier viel Mühe gibt. Man lernt haufenweise Charaktere kennen, die man schnell ins Herz schließt. Der Schreibstil und Umsetzung: Walter Moers hat eine ganz besondere Art den Leser zu entführen. Mit Zamonien hat er eine Welt geschaffen, über die ich immer wieder nur staunen kann. Hierbei beeindrucken mich nicht nur die Figuren und die Zeichnung, auch diese Liebe zum Detail mit der er seine Bücher schreibt, machen für mich Walter Moers zu einem der besten deutschen Autoren. Fazit: Ich habe den Schrecksenmeister vor sechs Jahren schon verschlungen und muss sagen, dass er mir genauso gut in Erinnerung geblieben ist, wie er tatsächlich war. Für alle, die die Zamonien-Reihe von Walter Moers noch nicht kennen würde ich dringend empfehlen schnell einen Blick in eines seiner Bücher zu werfen. (Am besten eignet sich als Einstieg "Die Stadt der träumenden Bücher" oder "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär".) In diesem Sinne: "Wissen ist Nacht!"

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  • Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien

    Der Schrecksenmeister
    Ninja9933

    Ninja9933

    30. June 2015 um 10:13

    Meine dritte nach Zamonien, diesmal ohne Hildegunst von Mythenmetz. Echo, die Kratze aus Sledwaya, der krankesten Stadt von ganz Zamonien, begegnet im Angesichts des Todes Eispin, dem gefürchteten Schrecksenmeister von Sledwaya. Er unterbreitet ihr ein unmoralisches Angebot. Doch Echo nimmt an, er muss. Nun beginnt ein Eldorado aus kulinarischen Leckerbissen, Koch-Akrobatik und Zutaten-Memory. Gewürzt mit allerlei alchemistischen Unmöglichkeiten und Experimenten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Dazu gebe ein einäugiger Schuhu, ein gekochtes Gespenst und die Ledermäuse noch ihren Senf und das Ragout ein atemberaubenden Geschichte ist bereitet.

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  • Ein Buch mit Echo

    Der Schrecksenmeister
    dominona

    dominona

    27. June 2015 um 23:52

    Mal ehrlich, man schließt den kleinen Echo sofort ins Herz, vor allem, wenn man weiß, was ihm blüht, aber auch die anderen Figuren des Buches sind, trotz ihrer Erscheinung nicht unbedingt unsympathisch. Wie immer bei Moers, war ich traurig, dass es vorbei war und hoffe auch hier auf eine Fortsetzung. Dennoch haben mich andere Bücher von ihm stärker begeistert, aber das ist schon fast meckern auf hohem Niveau.

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