Ensel und Krete

von Walter Moers 
3,8 Sterne bei1,022 Bewertungen
Ensel und Krete
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (694):
Kapitel7s avatar

Eine verdammt komische Märchenparodie, bei der der hochnäsige Erähler sich selbst gerne in den Vordergrund drängt.

Kritisch (73):
A

Die Geschichte ist super, aber die Unterbrechungen von Mythenmetz sind nervig und stören den Lesefluss.

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Inhaltsangabe zu "Ensel und Krete"

Der Nachfolger der legendären »Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär«
Mit zahlreichen Illustrationen und unter Benutzung des »Lexikons der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller«.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570304310
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:254 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:10.09.2007
Teil 2 der Reihe "Zamonien"
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.11.2006 bei Eichborn erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Kapitel7s avatar
    Kapitel7vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine verdammt komische Märchenparodie, bei der der hochnäsige Erähler sich selbst gerne in den Vordergrund drängt.
    Unterschätzt und urkomisch

    Ensel und Krete gehört zu den unterschätzten Büchern von Walter Moers. Die Märchenparodie allein ist schon ziemlich skurril, aber die ständigen Kommentare von Mythenmetz in seinen Abschweifungen machen das ganze erst zu dem riesen Spaß, der es ist.
    Die Beziehung zu Mythenmetz ist eine Hassliebe. Einerseits ist man genervt, wenn er sich schon wieder meldet, weil man wissen will, wie’s weitergeht, andererseits ist es eben wahnsinnig komisch, was er so von sich gibt.

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    Fernweh_nach_Zamoniens avatar
    Fernweh_nach_Zamonienvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: ein zamonisches Märchen für Groß und Klein
    altbekanntes Märchen?

    Inhalt:

    Seitdem die Buntbären den Großen Wald bevölkert haben, gilt die idyllische Gemeinde namens Bauming als eine der anziehendsten Touristenattraktionen Zamoniens. Aber seltsame Dinge gehen vor im dunklen Forst. Des Nachts hört man das Stöhnen der Druidenbirken und der Sternenstauner, man munkelt von der Waldspinnenhexe, die noch immer im unbewohnten Teil des Waldes ihr Unwesen treiben soll. Eines Tages verschlägt es Ensel und Krete, ein junges Geschwisterpaar von Fhernhachenzwergen, in den wilden, von Verbotsschildern umstandenen Teil der Baumwelt, und das, was sie dort erleben, übersteigt all ihre Erwartungen ...

    Nach »Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär« entführt uns Walter Moers zum zweiten Mal in das ungewöhnliche Zauberreich Zamonien, wo die Phantasie und der Humor abenteuerlich außer Kontrolle geraten sind, diesmal unter besonderer Berücksichtigung des Großen Waldes, des geheimnisumwitterten Riesengehölzes im Nordwesten des Kontinents. Hier spielt das Märchen von Ensel und Krete, aufgeschrieben vom zamonischen Großdichter Hildegunst von Mythenmetz, und von Walter Moers kongenial aus dem Zamonischen ins Deutsche übersetzt und illustriert.


    Fazit:

    Ensel und Krete ist ein zamonisches Märchen vom berühmtesten Dichter Zamoniens, Hildegunst von Mythenmetz.

    Das Märchen ist an Hänsel und Gretel angelehnt und entwickelt im Laufe der Erzählung ein Eigenleben. Auch hier gibt es fantasievolle Illustrationen, Abenteuer, Humor und jede Menge Wortwitz, Humor.

    Die mythenmetzschen Abschweifungen (unter anderem seitenweise „brummli brummli brummli“ und Unterbrechungen der Handlung an den unmöglichsten und spannensten Stellen) mögen den Leser vielleicht aus der Fassung bringen, ich finde sie einfach nur lustig :-)

    Mit Käpt´n Blaubär, Rumo und der Stadt der träumenden Bücher kann es jedoch nicht ganz mithalten, daher nur vier von fünf Sternen.

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    EntdeckerMaus avatar
    EntdeckerMauvor einem Jahr
    Angelehnt an Grimm und um ein vielfaches Erweitert

    Ensel und Krete, zwei Fhernhachenzwerge, verirren sich im Wald, der Weg raus ist ungewiss, die böse Hexe ist eine allgegenwärtige Gefahr...
    Haben wir alle schon mal gehört? Ja gut, kann sein, dass es an ein Volksmärchen eines berühmten Geschwisterpaares erinnert. ;)

    Aber das war es dann auch schon.

    Moers gibt sich mal wieder die Ehre und nimmt uns mit in sein fantastisches Universum mit dem schönen Namen Zamonien. Er beschreibt liebevoll, wie es im großen Wald zugeht, malt uns mit Worten Bilder von Buntbären, Elfenwespen und tanzenden Pilzen. Ensel und Krete müssen eigentlich bei ihrem Abenteuer nur eins bedenken:

    "Hexen stehen immer zwischen Birken.", dann wird ihnen schon nichts passieren. Oder?

    Für einen verregneten Nachmittag im Herbst (oder Sommer ;) ) genau die richtige kurzweilige Lektüre. Durch die 224 Seiten ist man schnell durch - sozusagen ein Kurztrip nach Zamonien.


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    GwendolynLovgrens avatar
    GwendolynLovgrenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hänsel und Gretel im Stil von Walter Moers - Definitiv unterhaltsam und lustig!
    Ensel und Krete

    Inhalt des Buches:
    Ensel und Krete… Das erinnert uns doch irgendwie vom Namen her sehr an ein uns bekanntes Märchen. Tatsächlich wird hier in gewisser Weise das Märchen von Hänsel und Gretel neu aufgerollt. Der zamonische Schriftsteller Hildegunst von Mythenmetz erzählt in diesem Buch die Geschichte der beiden Fhernhachenzwergengeschwister Ensel und Krete, welche mit ihren Eltern Urlaub im grossen Wald machen. Ihre Neugier und Abenteuerlust jedoch lässt die beiden Kinder vom Weg abkommen. Sie verlaufen sich und müssen sich den Gefahren des grossen Waldes stellen: Sprechende Pflanzen. Ein Laubwolf. Dreiäugige Schuhus. Blutsaugende Fledertratten. Vielleicht sogar eine böse Hexe? Meistens werden wir an den spannendsten Stellen von Hildegunst von Mythenmetz höchstpersönlich unterbrochen. Mit seiner schriftstellerischen Technik, der Mythenmetzschen Abschweifung liefert er uns seine persönlichen Gedanken und auch mehr oder weniger hilfreiche Informationen zu der aktuellen Situation in der Geschichte. Übersetzt wurde dieses zamonische Werk von Walter Moers um es auch für uns Menschen lesbar zu machen.

    Meine Meinung zu diesem Buch:
    Wie auch schon in Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär führt uns Walter Moers mit seinen aussergewöhnlichen Ideen und seinem ganz eigenen Schreibstil, den ich so noch in keinem Buch las, ein weiteres Mal in die Welt von Zamonien. Ich bin ganz ehrlich, wenn ich sage, dass ich den Schreibstil und die Ideen dieses Autors LIEBE! Wenn man sich das Buch mal so anschaut und die Teile der eigentlichen Geschichte, mit den Teilen der Mythenmetzschen Abschweifung vergleicht, dann sieht man, dass die Geschichte an sich gar nicht so lang ist, sondern dank dem Stilmittel des zamonischen Autors (und natürlich Walter Moers) in den Hintergrund gerückt wird. Das halte ich aber durchaus für etwas Gutes! Mir hat die Mythenmetzsche Abschweifung sehr gut gefallen und ich wurde bestens unterhalten. Man muss sich das mal vorstellen, dass sich Mythenmetz über 50 Zeilen z.B an seinen Erzfeind, einen Buchkritiker, wendet um ihm einmal ordentlich eins auszuwischen, ohne dass er dafür zurecht gewiesen werden kann als Autor. Das ist einfach nur genial in meinen Augen. Gegen Ende, wenn man endlich wissen will, wie die Geschichte von Ensel und Krete endet wird die Mythenmetzsche Abschweifung aber langsam mühsam finde ich. Wir begegnen in der Geschichte wieder vielen neuen und auch bekannten Wesen aus Zamonien, die allesamt ihren ganz eigenen Charme haben.

    Mein Fazit zu dem Buch würde lauten, dass dieses Werk von Walter Moers nicht wirklich eine Geschichte ist, sondern ein literarisches Experiment um uns als Lesern aufzuzeigen, was in der Literatur eigentlich alles möglich ist. Denn, so fair muss man sein, wird die eigentliche Geschichte ziemlich in den Hintergrund gerückt, dank der Stilmittel die benutzt wurden. Das Buch kann zäh, wenn nicht sogar manchmal mühsam sein, aber dennoch originell und unterhaltsam. Ich bin sehr zufrieden mit dem Buch gewesen und würde es allen weiter empfehlen, die gerne etwas Neues ausprobieren wollen. Ich bin von Walter Moers Können sehr beeindruckt und freue mich, weitere seiner Bücher lesen zu dürfen.

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    Svenjas_BookChallengess avatar
    Svenjas_BookChallengesvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Stellenweise braucht man einen langen Atem, aber im Großen und Ganzen lohnt es sich!
    Abgefahren und skurril - typisch Moers eben


    Wie bereits der Titel vermuten lässt, ist die Geschichte (entfernt) an das Grimmsche Volksmärchen Hänsel und Gretel angelehnt, spielt jedoch in der von Moers geschaffenen Welt Zamonien, die man aus eigentlich all seinen Büchern kennt.

    Bevor es jedoch mit der eigentlichen Handlung um die Fernhachenzwerge Ensel und Krete losgeht, erhält man erst einmal einen umfassenden Einblick in den Teil Zamoniens, in dem die Geschichte spielt: Die Gemeinde Bauming im Großen Wald, die die Bewohner (die sogenannten Buntbären) in ein idyllisches Urlaubsparadies verwandelt haben. Normalerweise bin ich kein großer Freund von ellenlangen Naturbeschreibungen und Vorgeplänkel, hier hat mir das aber sehr gut gefallen, denn Moers' Welt ist einfach so fantastisch und abgedreht, dass man sie sich gerne genau ansieht. Man lernt das ordnungsliebende und (wie eigentlich alle Arten in Zamonien) etwas eigentümliche Volk der Buntbären kennen und die Gemeinde Bauming - eine Art Ferienanlage mit verschiedenen Orten, Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung und natürlich Rasthäusern für das leibliche Wohl. Das hat mich ein bisschen an Anlagen wie CenterParks und kurioserweise an die Urlaubswelt in "Die Sims 2" erinnert. Keine Ahnung, woher diese Assoziation kommt. :D Vielleicht daher, dass der Urlaub in Bauming maßgeschneidert ist für Naturfreunde und Familien, ohne große Überraschungen, aber dafür ruhig, komplett durchgeplant und gesittet. Für den faulen Naturfreund sozusagen.

    Immer noch bevor der Leser die eigentlichen Hauptpersonen kennenlernt, stößt man auf die erste Mythenmetzsche Abschweifung. Das Besondere an Ensel und Krete ist nämlich, dass die Geschichte einen fingierten Autoren hat - ein alter Bekannter und gleichzeitig der Protagonist in Moers' Roman Die Stadt der träumenden Bücher. Die Rede ist von Hildegunst von Mythenmetz, der zugleich Lindwurm und großer Literat ist. In der Rolle des Hildegunst von Mythenmetz und im Rahmen der Mythenmetzschen Abschweifung greift Moers im Verlauf des Romans immer wieder in die Geschichte ein und unterbricht die laufende Handlung, um (nun ja, was sonst) abzuschweifen. Der fiktive Autor schafft sich auf diese Weise einen Raum, in dem er die literarischen Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzen und über all das "sprechen" bzw. schreiben kann, was ihm gerade in den Sinn kommt. Ob das nun die detaillierte Beschreibung seines Arbeitsplatzes, eine weitergehende Erläuterung zu den Geschehnissen der eigentlichen Handlung oder ein verbaler Angriff auf seinen Erzfeind, den Literaturkritiker Laptantidel Latuda, ist. Es ist alles erlaubt. Diese Abschweifungen sind amüsant und auf jede Fall ein genialer, literarischer Kniff, der Moers' Verwirrspiel mit dem Leser auf die Spitze treibt. Aber sie sind eben auch Abschweifungen, die den Leser immer wieder aus der Geschichte reißen und ihn ablenken.

    Mich hat das hin und wieder ziemlich gestört und vor allem gegen Ende dachte ich, wenn ich die fett gedruckte Schrift sah: Ach nein, nicht schon wieder. Aber das ist ganz sicher genau das, was Moers damit erreichen wollte. Für mich sind die Abschweifungen nämlich eine Demonstration dessen, was in der Literatur möglich ist. In Kombination mit den Fußnoten, in denen sich Auszüge aus dem "Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung" von Moers' Figur Prof. Dr. Abdul Nachtigaller und Anmerkungen von Moers selbst, in der Rolle des Übersetzers, finden und den wieder einmal genial komischen Illustrationen sind sie das, was Ensel und Krete besonders macht. Fantastisch, skurril, amüsant, unkonventionell und stellenweise ziemlich abgedreht. Typisch Moers eben.

    Die eigentliche Handlung nämlich (ich glaube, es spricht für sich, dass ich erst im fünften Absatz auf sie zu sprechen komme) ist im Großen und Ganzen nicht so originell und unerwartet, wie ich vermutet hätte. Wie bereits erwähnt, greift Moers (bzw. Hildegunst von Mythenmetz) im Grundschema das Märchen von Hänsel und Gretel auf. Es geht also auch hier um Bruder und Schwester, die sich in einem dunklen Wald verlaufen, in dem eine böse Hexe lauert. Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Denn nicht nur die Hexe wird Ensel und Krete zum Verhängnis, sondern noch ganz andere Gefahren wie Halluzinationen, verlogene Trolle, die sie ins Verderben stürzen wollen, gefräßige Tiere und giftige Pflanzen warten auf die beiden. Die Darstellung des Großen Waldes mit all seinen verrückten Daseinsformen, seinen Absonderlichkeiten und seiner einzigartigen Fauna (von fluoreszierenden Pilzen über messerscharfe Grashalme bis hin zu sprechenden Orchideen ist alles dabei) hat mich auf jeden Fall beeindruckt und lässt sofort an einen fremden Planeten denken, der Zamonien ja auch ist.

    Und auch die kleinen Macken, die die Fernhachenzwerge ausmachen, und der immer wieder aufkeimende Zwist zwischen den Geschwistern sind amüsant und bereichern die Handlung. Trotzdem finde ich, dass Ensel und Krete nicht unbedingt Hildegunst von Mythenmetz' Glanzstück ist. In einer anderen Rezension, die ich auf Amazon gelesen habe, wurde sogar behauptet, das Orm sei bei dieser Geschichte definitiv nicht geflossen. Ganz so hart will ich jetzt nicht mit dem Lindwurm ins Gericht gehen, obwohl er in seinen Abschweifungen schon ziemlich arrogant und von sich selbst überzeugt wirkt, aber ich denke, die Stärke der Geschichte liegt tatsächlich nicht im "Was" und "Wer", sondern im "Wie". Die Verpackung, der Stil und überhaupt das gesamte Drumherum stehen meiner Meinung nach ganz klar im Mittelpunkt und drängen die eigentliche Geschichte in den Hintergrund. Auf jeden Fall ein ziemlich interessantes und experimentelles Stück Literatur.

    Mein Fazit:

    Bei Ensel und Krete handelt es sich in erster Linie nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, um eine Neu-Adaption des Märchenklassikers, sondern vielmehr um einen Roman, der demonstriert, was in der Literatur alles möglich ist. Nicht die Geschwister Ensel und Krete stehen im Mittelpunkt des Romans: Es sind die fiktive Autorfigur Hildegunst von Mythenmetz und sein literarischer Stil, um die es vordergründig steht. Das ist zwischendurch immer mal wieder eine zähe Angelegenheit, mit der man es erstmal aufnehmen muss, aber im Großen und Ganzen bin ich von Walter Moers' schriftstellerischem Geschick wirklich beeindruckt.

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    stebecs avatar
    stebecvor 2 Jahren
    Ein re-read der sich gelohnt hat.

    „Wenn man in Zamonien das Bedürfnis nach vollkommener Harmonie hatte, dann machte man Ferien im Großen Wald.“ – Erster Satz

    Die Aufmachung:
    Wieder ein absolutes Coverhighlight der Reihe mit vielen kleinen Details, die stellenweise erst im Laufe der Handlung Sinn ergeben.

    "Der Große Wald. Buntbären. Fhernhachenzwerge. Ein gemeingefährlicher Laubwolf. Unsterbliche Sternenstauner. Ehrgeizige Erdgnömchen. Ein unberechenbarer Stollentroll. Die Mythenmetzsche Abschweifung. Kokette Elfenwespen. Geheimbären. Eine Waldspinnenhexe. Blutsaugende Fledertratten. Weinende Bäume. Sprechende Pflanzen. Tanzende Pilze. Leuchtende Ameisen. Doppelköpfige Wollhühnchen. Dreiäugige Schuhus. Ein sehr alter Meteor. Schreckliche Spannung. Grausamste Bosheit. Goldener Humor. Feinste zamonische Hochliteratur. Um nur das Gröbste zu nennen." - Klappentext

    Dieses Zamonienmärchen spielt im großen Wald, der eine Art Ferienpark für alle zamonischen Wesen ist. Hier darf man sich allerdings nicht zu weit über die Grenze wagen, denn der ungesicherte Bereich ist durchaus gefährlich. Natürlich verirren sich die beiden Kinder Ensel und Krete ganz nach dem Vorbild von Hänsel und Gretel im dunklen Wald. Hierbei lernt der Leser allerlei zamonische Gestalten kennen, die fast alle nur böses im Sinn haben.

    Die Umsetzung/Der Schreibstil:
    Ich liebe die Bücher von Walter Moers pauschal schon immer. Mein Vorteil war auch, dass ich das Buch selbst schon kannte und deshalb wusste, worauf ich mich ein gelassen habe. Besonders spannend an den Zamonienromanen ist immer, dass sie von Hildegunst von Mythenmetz geschrieben sind, der ein Lindwurm und ein zamonischer Autor ist. Walter Moers ist im Prinzip nur der Übersetzter.

    Fazit:
    Wieder ein sehr fantasievoller und spannender Roman von Walter Moers, von dem ich so einiges vergessen hatte. Es hat sich also gelohnt noch mal in die Seiten zu gucken. 

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    anki-smilingvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender als ich gedacht hatte und so lustig, wie von Walter Moers gewohnt.
    Wunderschönes Märchen aus Zamonien

    Die Geschichte beginnt harmlos mit zwei Farnachenkindern. Ich habe die zwei schnell ins Herz geschlossen, da sie sehr symphatisch und mit kindlichen Charakterzügen beschrieben werden.
    Für mich persönlich war es schön zu lesen, dass die Geschichte an die Blaubärgeschichte anknüpft.
    Der unübertreffbare Humor von Walter Moers ist auch in diesem Buch von ihm vertreten. Mir am besten hat die Szene gefallen, als aus der Sicht eines Einhörnchens geschrieben wird, welches die Himbeeren findet, die Ensel fallen gelassen hatte!

    Spannend durch das düstere Geheimnis im Wald und überraschende Wendungen.

    Wer den Schreibstil von Walter Moers mag, wird auch dieses Buch lieben und schätzen.

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    kalanthias avatar
    kalanthiavor 3 Jahren
    Es war ein mal in Zamonien

    Hildegunst von Mythenmetz, der zamonische Autor, für den Walter Moers übersetzt, berichtet von den beiden Fhernhachenzwergenkindern Ensel und Krete. Beide verlaufen sich im riesigen, finsteren Wald, als sie mit ihren Eltern bei den Buntbären im Urlaub sind. Sie verirren sich immer weiter und begegnen dabei sprechenden Pflanzen, einem hungrigen Laubwolf, der sie zum Fressen gern hat, einem Meteor, der ein seltsamens Eigenleben entwickelt hat, und einer Hexe, die sie wortwörtlich verdauen will. Wenn das mal gut ausgeht!

    ###

    Eigene Meinung:

    Ich liebe die Bücher von Walter Moers! Die Romane. Das Kleine Arschloch... naja, nicht so ganz mein Fall. Aber im Allgemeinen schätze ich Moers Humor und den des fiktiven Autoren Hildegunst sehr. Ist auch nicht das erste Mal, dass ich Ensel und Krete lese, nur seit Weihnachten besitzte ich eben nun ein eigenes Exemplar.

    Mit Illustrationen! Herrlich! Moers beschreibt die Fantasiewesen nicht nur detailreich, sondern zeichnet sie auch noch, so dass man auf fast jeder Seite ein optisches Schmankerl geboten bekommt, von niedlich bis gruselig, und natürlich informativ über Zamonien, wo Moers' Romane spielen. In jedem Buch bekommt man somit ein neues Puzzleteilchen über Zamonien dazu, so dass eine liebe- und hingebungsvoll ausgestaltete Welt entsteht.

    Plottechnisch geht es mit hohem Tempo von Ereignis zu Ereignis, wenn nicht gerade Hildegunst die von ihm erfundene "Mythenmetzsche Abschweifung" einwirft und eben abzuschweifen beginnt. Als Leserin wie als Literaturwissenschaftlerin gefällt mir sowieso alles, das meta ist, also auch hier ein Volltreffer für mich. Kennt das sonst noch jemand, wenn man Stellen mehrfach liest, weil einem ein Stilmittel, das ein Autor verwendet hat, so gut gefällt? Und man es dann auch noch markiert und mit Kommentar am Buchrand versieht? Please leave a comment :D


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    Sorina6s avatar
    Sorina6vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Süß und lustig. Teilweise etwas creepy auf Walter Moers-Art. Aber wie immer äußerst kreativ. Insgesamt hat’s mir gut gefallen.
    Typisch Walter Moers!

    Süß und lustig. Teilweise etwas creepy auf Walter Moers-Art. Aber wie immer äußerst kreativ. Insgesamt hat’s mir gut gefallen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Soo schnarchig...mal im Ernst, wenn diese super nervigen Zwischentexte nicht gewesen wären hätte es mir gefallen....bin enttäuscht...
    Absolut enttäsucht : /

    An einen alternenden Laubwolf

    Nur noch welk sind deine Blätter
    Nur noch müde dein Blick
    Auch die Hüften sind jetzt fetter
    Dennoch weiche ich zurück

    Nunmehr stumpf sind deine Zähne
    Deine Läufe seh´ ich zittern
    Und dein Maul dient nur zum Gähnen
    Dennoch bist du hinter Gittern

    Dnn man ahnt die Kraft des Waldes
    Und man sieht die Gier im Blick
    Die noch immer in dir waltet
    Also weiche ich zurück

    //S.74//

    Klappentext:

    Der Nachfolger der legendären »Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär«
    Mit zahlreichen Illustrationen und unter Benutzung des »Lexikons der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller«.

    Meine Meinung:

    Natürlich habe ich der Reigenfolge getreu zuerst "Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär" gelesen. Von diesem Buch war ich eigentlich begistert, weshalb es von mir eine gute Bewertung bekam.
    Da, was ich dort gelesen habe, erwartete ich auch bei "Ensel und Kretel".
    Schön schrullige Figuren, einen tollen Schreibstil und eine fantastische Geschichte.
    Leider wurde ich bitter enttäuscht !! Woran lag es ?
    Zum einen an der Langatmigkeit. Bei einem Buch von süßen 255 Seiten kann man sich das eigentlich gar nicht vorstellen...so war es aber.
    Irgendwie zogen sich viele Elemente der Story einfach zu sehr hin....oder endeten ganz strange.
    Ich glaube meine anfängliche begeisterung kippte, als die beiden Kinder herausfinden, dass die Rettung ein Fake war und alles nur halluziniert.
    Ansich eine tolle Wendung, aber dann hat der Autor richtig losgelegt...Sternenstauer etc. tauchte auf und so wie der Blaubär erlebten auch Ensel & Krete das All, den Strollentroll...die Falle der Waldspinnenhexe....aber eigentlich aht mich das Ende wesentlich mehr enttäuscht. Mir war alles einfach zu wirr und konfus.
    Und die Zwischentexte von Hildegunst waren einfach nur unnötog...da hat man gerade erst wieder in die Hauptstory reingefunden, da taucht dieses Vieh nochmal mit einem Teil seiner Lebensgeschichte oder irgendwelchen langweiligen Wissen auf.
    Wie ein anderer Leser bemerkte...die Zwischentexte snd unglaublich anstrengend und stören den Lesefluss...perfekt getroffen !!

    Das einzigst positive, das ich anmerken will, ist der Stollentroll....Ich finde es fabelhaft, dass er auch in dieser Geschichte wieder seine Umgebunge nach Strich und Faden "verrschen" durfte...er ist echt ein Highlight !!! ;)

    Bewertug:

    Ich glaube, ich werde keinen Moers mehr lesen...ich bin abgrunftief enttäuscht und betrachte dieses Buch als Zeitverschwendung !!
    Von mir:

    1 von 5 Sternen

    Kommentare: 6
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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    sarah_elises avatar
    Endlich! Ende Oktober kommt ein neues Buch für alle Freunde von Walter Moers fantastischem Kontinent Zamonien heraus.

    Unter dem Titel "Zamonien" bildet das Lexikon jedoch kein sprödes Nachschlagewerk sondern eine abenteuerliche Entdeckungsreise durch Zamonien für Anfänger, Fortgeschrittene und alle, die es noch werden wollen! Hier erfahrt ihr alles, was ihr schon immer mal über Zamonien, seine Bewohner, lebende Bücher und Phänomene wie den Bollogkopf wissen wolltet!
    Das Buch ist voll mit beeindruckenden Illustrationen und 150 liebevoll gestalteten Artikeln. 
    Hat von euch schon jemand einen Blick auf das Buch werfen können? Worauf freut ihr euch am meisten? Gibt es Fragen, die ihr euch bei Lesen der Walter Moers Bücher schon immer gestellt habt und von denen ihr hofft, dass sie endlich beantwortet werden? Und wer ist/war euer Lieblingsheld, über den ihr nun hoffentlich noch mehr erfahrt?
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