Wilde Reise durch die Nacht

von Walter Moers 
4,1 Sterne bei479 Bewertungen
Wilde Reise durch die Nacht
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (365):
Catnisss avatar

Eine ganz andere Heldengeschichte, bei der man öfters schmunzeln muss.

Kritisch (17):
Frederikes avatar

Naja- lustig aber insgesamt kein sehr überzeugendes Buch.

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Inhaltsangabe zu "Wilde Reise durch die Nacht"

„Mehr gefährliche Kreaturen als in Hogwarts und genügend skurrile Begegnungen, um Gullivers Reisen Konkurrenz zu machen … Ein wahrer Schatz.“ (The Glasgow Herald)
In einer einzigen Nacht muss Gustave von der Erde zum Mond, einmal quer durch das ganze Universum und wieder zurück reisen. Denn er hat eine Wette mit dem Tod abgeschlossen, bei der es um nichts Geringeres geht als um sein Leben und um seine Seele.
Mit einem Essay zu Werk und Wirkung Gustave Dorés von Walter Moers: „Wilde Reise durch die Bilder“

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783813505771
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Knaus
Erscheinungsdatum:11.11.2013
Das aktuelle Hörbuch ist bei Eichborn erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    dominonas avatar
    dominonavor 3 Monaten
    Eine besondere Aventure

    Gustave muss sechs Aufgaben lösen, die der Tod ihm gestellt hat, denn sonst wird der 13 - jährige sterben....

    Den hier beschriebenen Illustratoren gab es wirklich und seine Zeichnungen gepaart mit Moers Humor und Fantasie ergeben eine einzigartige, kurzweilige Geschichte, die mich angenehm unterhalten hat. Ich musste auch häufig lachen und hätte gerne länger etwas davon gehabt. Netter Zeitvertreib.

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    BrittaRoeders avatar
    BrittaRoedervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wilder Ritt durch die Moers'sche Fantasie - sehr kurzweilig
    Phantasievolle Hommage für Gutave Doré

    Walter Moers 2001 erschienener Fantasy-Roman „Wilde Reise durch die Nacht“ nimmt sich mit seinen nur gut 220 Seiten im Vergleich zu seinen anderen phantastischen Werken aus wie eine kleine Zwischenmahlzeit zu einem opulenten Festgelage. Held des  märchenhaften Plots ist der zwölfjährige Gustave Doré, der sich durch ein turbulentes Abenteuer voller gefährlicher Drachen und literarischer Anspielungen kämpfen muss, um sich gegen den Tod zur Wehr zu setzen. Wie man es von Moers gewohnt ist wird hemmungslos genreübergreifend zusammengemixt. Der Autor nimmt Anleihen bei klassischen Werken (z. B. Dante, Cervantes)  und der griechischer Mythologie und würzt sein intertextuelles Spiel mit originellem Wortwitz, einer leichten Prise Philosophie und viel Humor.

    Herausgekommen ist dabei eine schnelle und ausgesprochen kurzweilige Lektüre für Fans Moers’scher Erzählakrobatik.

    Einen besonderen Reiz machen die 21 ausgewählten Illustrationen des echten Gustave Doré aus, dem Moers mit seinem kleinen Werk ein liebevolles Denkmal setzt. Bilder und Story ergänzen sich zu einer schaurig-schönen Gesamtkomposition, die einladen, sich eingehender mit dem Werk des von Moers bewunderten Franzosen zu beschäftigen.

    Kommentare: 2
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    Fernweh_nach_Zamoniens avatar
    Fernweh_nach_Zamonienvor einem Jahr
    Kurzmeinung: düstere Wette mit dem Tod - spannend und fantasievoll - in einem Rutsch gelesen, da ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte
    kleiner Junge wettet mit dem Tod

    Inhalt:

    In einer einzigen Nacht muss Gustave von der Erde zum Mond, einmal quer durch das ganze Universum und wieder zurück reisen. Denn er hat eine Wette mit dem Tod abgeschlossen, bei der es um nichts Geringeres geht als um sein Leben und um seine Seele.


    Fazit:

    Kein Zamonienroman, aber dennoch eine abenteuerliche Reise – wie der Titel schon sagt – durch die Nacht. 

    Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen: Die Erzählung erzeugt eine so düstere Atmosphäre, welche durch die Kupferstiche von Gustav Doré (z.B. aus Don Quijote) noch unterstütz werden.

    Ein Buch, das man gelesen haben sollte.

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    steffchen3010s avatar
    steffchen3010vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wahnwitziges Abenteuer, das dich durch eine einzige Nacht jagd und dabei ungemein unterhält.
    Seelenfeuer

    Als Gustave und die Mannschaft der Aventure von einem Siamesischem Zwillingstornado heimgesucht werden, scheint eines unausweichlich: der Tod. Doch dass ihm Gevatter Tod höchstpersönlich begegnet und ihm vor seinem Ableben noch einen Deal anbietet, damit hätte Gustave nicht gerechnet.

    Um seine Seele vor dem Einsargen zu bewahren, soll Gustave in einer einzigen Nacht sechs schier unlösbare Aufgaben bewältigen: Er soll eine Jungfrau vor den Klauen eines Drachen befreien, durch einen Wald voller bösartiger Gespenster reiten, sich Rätselhaften Riesen und dem Schrecklichsten aller Ungeheuer stellen, der Zeit den Zahn ziehen und sich letztendlich selbst begegnen, ehe der Tod ihm die sechste und letzte Aufgabe stellt.

    Gustave lässt sich auf den Pakt mit dem Tod ein und begibt sich fortan auf eine wilde Reise durch die Nacht, bei der er von der Erde zum Mond, einmal quer durch das ganze Universum und wieder zurückreist und das verrückteste Abenteuer seines Lebens bestreitet.

    “Das Leben, mein Junge, ist nicht nur eine wilde, schöne Reise. Leben, das heißt auch: dem Tod bei der Arbeit zuzusehen. Das ist das Härteste überhaupt! Das muss man aushalten können. Bist du bereit, das auszuhalten, mein Junge?”

    Zitat, Seite 163

    Während ich Moers‘ Zamonien-Romane bereits allesamt verschlungen habe, blieb das vorliegende Werk bis dato immer unentdeckt. Irgendwie hatte ich den Roman, der bereits 2001 im Anschluss an „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ und „Ensel und Krete“ erschienen ist und nicht in Zamonien spielt, all die Jahre übergangen. Welch ein Fauxpas!

    Nachdem ich sein neuestes Werk „Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“ innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte, beschloss ich, bis zur Erscheinung der ersten Graphic Novel im Herbst meine moers’sche Lektüren-Lücke zu füllen, und mir eine der alten Hardcover-Ausgaben von „Wilde Reise durch die Nacht“ zu sichern. Wie ich herausfand, ist es neben seinem neuesten Werk ebenfalls mit Illustrationen aus fremder Hand ausgestattet.

    Was sich mir in diesem Buch offenbarte, war eindeutig mehr, als ich erwartet hatte. Denn die Geschichte, die Moers um einundzwanzig Holzstiche des scheinbar erfolgreichsten Illustrators des neunzehnten Jahrhunderts entspinnt, ist grandios. Es sind die Bilder von Gustave Doré (1832 – 1883), auf dessen Grundlage die Geschichte basiert. Moers kreiert damit nicht nur ein wahnwitziges Abenteuer, das sich an Dorés Holzstiche entlanghangelt, sondern erschafft damit auch eine Hommage an den Illustrator selbst, der insgesamt 221 Bücher, darunter auch Cervantes Don Quichote, Dantes Inferno, Poes The Raven, Ariostos Orlando Furioso (Rasender Roland) und die Bibel, mit seinen Zeichnungen und Holzschnitten ausgestattet hat. Demnach ist der 12-jährige Protagonist Gustave, den Moers hier auf eine phantastische Reise schickt, niemand geringeres als Gustave Doré selbst.

    „Das war der Tod in seiner Sturm-und-Drang-Phase! Vor ein paar hundert Jahren. Wahrscheinlich mal wieder unterwegs, um irgendeine Pest über die Menschheit zu bringen! (…) Damals hatte er noch wesentlich mehr Anhänger, wie du gesehen hast. Und sieh ihn dir heute an! Ein Schatten seiner selbst! Bis aufs Skelett abgemagert. Schiebt Dienst nach Vorschrift und hat sich in seinem Ruhesitz auf dem Mond verkrochen. Der erschreckt höchstens noch kleine Jungs. Mittlerweile hat er nur noch seine bekloppte Schwester. Der Tod ist Rentner geworden.“

    Zitat, Seite 149/150

    Und so finde ich mich in einem nächtlichen Unterfangen voller Anspielungen, schwarzem Humor, Einfallsreichtum und dramatischen Wendungen wieder. Das wahnwitzige Abenteuer, das mit der Begegnung mit Gevatter Tod und seiner bekloppten Schwester Dementia beginnt, führt mich nicht nur an zickigen Amazonen, dämlichen Riesen, weinerlichen Monstern und zahlreichen Fantasiewesen vorbei, sondern schleudert mich auch durch einen Galaktischen Gully mitten hinein in die Verwaltungsabteilung des Universums, wo ich einen Blick auf Futuristische Eventualitätswaben mit Raumzeitkontinuierlichen Möglichkeitsprojektionen werfen darf.

    Was soll ich sagen: Moers‘ überschäumende Fantasie kannte schon damals keine Grenzen. Er jonglierte bereits 2001 mit zahlreichen Fantasiewesen; die mir mitunter vertraut, aber auch gänzlich unbekannt waren; bastelte fleißig Anagramme und dehnte Wörter bis ins Unermessliche. Die begleitenden Holzstiche Dorés sind dabei nicht nur besonders schön anzusehen, sondern machen die „Wilde Reise durch die Nacht“ auch zu einem überaus harmonischen Gesamtwerk, das sich nun perfekt an die restlichen Zamonienromane schmiegt und die klaffende Lücke in der Moers-Regalreihe schließt.

    Wer sich auf eine nächtliche Reise fernab von Zamonien einlassen möchte, dem ist dieses Werk schwer ans Herz gelegt. Auch 16 Jahre nach seinem Erscheinen hat es für mich nicht an Reiz verloren. Sicherlich ist in den nachfolgenden Werken eine gewisse literarische Entwicklung von Moers festzustellen. Dem Lesevergnügen des vorliegenden Werkes steht das aber keinesfalls im Weg.

    „Je weniger qualvoll die Todesart, desto weniger attraktiv die Tiere. Wenn du friedlich an Altersschwäche stirbst, siehst du nur ein Huhn. Das letzte Huhn. Es gackert, und du bist hinüber.”

    Zitat, Seite 154

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    annlus avatar
    annluvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: eine Mischung aus Märchen, fantasy und science fiction aufgebaut um düster fantasievolle Illustrationen des Malers Gustave Dore
    "Seid ihr Diener des Todes?" "Sind wir das nicht alle?"

    „Das sind aber ganz schön schwierige Aufgaben“, ächzte Gustave und kratze sich am Kopf. „So ist das Leben“, nickte der Tod, jetzt mit deutlich milderer Stimme.

    Der zwölfjährige Gustave soll seine Seele dem Tod überlassen – außer er schafft es, innerhalb einer einzigen Nacht sechs Aufgaben zu bewältigen: eine Jungfrau aus den Klauen eines Drachens befreien, einen Geisterwald durchqueren, die Namen von sechs Riesen erraten, einen Zahn vom schrecklichsten Ungeheuer bringen und sich selbst begegnen sind nur fünf dieser Aufgaben. Die letzte hält der Tod zurück. So macht sich Gustave auf seine wilde Reise durch die Nacht.

    Die Geschichte erinnert an ein Märchen, zeigt uns Gustaves Weg auf manchmal humorvolle Weise um dann wieder nachdenklich zu stimmen. Anders als alle anderen Bücher, die ich bisher von Walter Moers gelesen habe, ist dieses ernster. Wahrscheinlich hat auch der allgegenwärtige Tod damit zu tun, der ständig Gustaves Aufgaben beeinflussen möchte und so als drohender Schatten im Hintergrund lauert.

    Eine Besonderheit des Buches und der Geschichte sind die Abbildungen, die jedes Kapitel zieren. Es handelt sich dabei um Xylografien des französischen Malers und Illustrators Gustave Dores (1832-1883), der in der Geschichte den Hauptprotagonisten gibt. Ausgewählt aus unterschiedlichen Werken, die er illustriert hat, drehen sich die Ereignisse dieses Buches um die Bilder. Auch sie tragen durch die schwarzen Schraffierungen zum eher düsteren Ganzen des Buches bei – trotz des gelben Covers.

    Fazit: Ich denke nicht, dass ich ohne dieses Buch jemals etwas von Gustave Dore gehört hätte oder mich für seine Bilder interessiert hätte. So bildeten diese die Grundpfeiler der Geschichte und ich habe den Autor dafür bewundert, dass er um sie herum eine Geschichte erschaffen hat, die eine Mischung aus Märchen, fantasy und science fiction ist und dabei immer wieder durch tiefgründigere Gedanken überrascht.

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 2 Jahren
    Großartig

    "Wilde Reise durch die Nacht" hat mir sehr gut gefallen. Ich fand die Idee, die Bilder Dorés (die ich vorher nicht kannte, die mir aber wirklich gefallen haben) als Ausgangspunkt für eine fantasievolle, unterhaltsame Geschichte zu nehmen, gut und sehr kreativ. Meiner Meinung nach ist es Moers auch gut gelungen, die Bilder passten gut zu den Ereignissen und haben die Stimmung des Buches unterstrichen. Die Mischung aus (unter anderem) Fantasy, Märchen, Science Fiction ist gelungen und es gibt sehr viele Momente, die einfach toll sind, ganz zu schweigen von der Kreativität, die der Autor hier wieder einmal zeigt.
    Wie von Moers gewöhnt ist die Geschichte bis zuletzt wendungsreich und voller Fantasie, aber auch humorvoll. Ich habe mich gut amüsiert und gerade der Tod und seine Schwester haben es mir angetan, aber auch den zwölfjährigen Protagonisten hat der Autor gut dargestellt, auch wenn ich sagen muss, dass ich sein Alter oft vergessen habe, weil es nur selten eine Rolle spielte. Interessanter fand ich aber die Aufgaben, die Gustave lösen musste, und die außergewöhnlichen Wesen, denen er dabei begegnet - eines war fantastischer und unglaublicher als das nächste. Das einzige was nicht ganz dazu passt, ist das Ende. Es ist passend und auch nicht überraschend, aber im Vergleich zum Rest der Geschichte war es ein bisschen schwach, es war, als würde die ganze Erzählung irgendwie verpuffen. Davon abgesehen fand ich das Buch aber wirklich gut und deshalb gibt es 4,5/5 Sternen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein zu Papier gebrachter Tanz mit dem Tod, ein phantastisches Abenteur
    Ein zu Papier gebrachter Tanz mit dem Tod

    Ich habe dieses Buch nicht in einer wilden Lesenacht verschlungen. Leider nein. Aber es ist einfach zu großartig um im halben Dämmerschlaf in einer Nacht eingesogen zu werden. Ich musste es genießen, bei Sonnenschein, im Garten.
    Dieses Märchen ist einfach grandios, es ist eine kluge Geschichte, gesponnen um wahnsinnig schöne Xylographien von Gustave Doré. Es ist ein zu Papier gebrachter Tanz mit dem Tod. Eine abenteurerliche Reise der Phantasie.
    Ich danke Sarah, die dieses Buch vor Jahren mal erwähnte und mich so dazu brachte es auf dem Flohmarkt mitzunehmen.
    Irgendwie weiß ich zu Büchern, die mir gefallen nie viel zu sagen. Ich hoffe einfach, das sich Leute von meiner Euphorie anstecken lassen und diese Bücher für sich entdecken.
    Wer eine spannende Gute-Nacht-Geschichte sucht, etwas wie William Goldmans Die Brautprinzessin (nur nicht ganz so lustig) etwas nach Eudora Weltys Der Räuberbräutigam, der ist hier sicher richtig.

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    wunderfitzs avatar
    wunderfitzvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Paradebeispiel großartiger Fabulierkunst. Lasst auch auf die wilde Reise ein und begegnet dem Tod persönlich.
    Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen!

    "Tja", raunte der Vogel mit gesenkter Stimme. "Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben."


    Wer die bizarre Welt Zamonien und ihre ebenso bizarren Bewohner kennt, den wird es wohl kaum verwundern, dass Walter Moers selbst Gefallen an den ebenso grotesk und absurd anmutenden Werken des französischen Künstlers Gustave Doré findet.
    Ist er doch dafür bekannt, seine Romane selbst mit großer Liebe zum Detail zu illustrieren, so überlässt er diese Aufgabe in "Wilde Reise durch die Nacht" niemand geringerem als eben jenem französischen Künstler, der zwar vor über 100 Jahren das Zeitliche segnete - aber wer weiß... Wie man dem Tod von der Schippe springen kann, wird hier ja aufs fabulöseste verdeutlicht.

    Neben der Stelle als Illustrator bekommt Gustave Doré sogar oben drauf noch die Ehre, Protagonist, Held und Träumer dieser Geschichte zu sein und begibt sich auf eine irrwitzige Reise durch Zeit und Raum, von einem Abenteuer ins nächste taumelnd und alles darum gebend, den Tod zu überlisten.
    Wie extra dafür angefertigt scheinen die 21 Holzstiche, die sogar aus mehreren unterschiedlichen Werken stammen und es ist schon erstaunlich wie gut sich Bild und Text hier verbinden trotz der vielen Jahre, die zwischen ihnen liegen.

    Aber nun... wie soll ich sagen... Fragen wir doch einfach die Zeit höchstpersönlich, ein geflügeltes Schwein und zudem das Schrecklichste Aller Ungeheuer:

    "Wie soll ich dir das erklären? Ich will nicht direkt sagen, dass das Leben keinen Sinn macht... Nur, es, äh, es gibt nur... es gibt... äh... es gibt keine... äh..." Das Schwein rang nach Worten.
    "Es gibt keine Pointe?"


    Genau. Wie bei diesem Buch. Während man kopfüber von einem Schauplatz zum nächsten stürzt, der Sorge, der Zeit und dem Tod begegnet, die Namen von Riesen errät und das Geheimnis des Universums ergründet, ertappt man sich immer wieder dabei, die eine Frage zu stellen: Wozu das eigentlich? Was ist die Pointe?
    Und vielleicht ist gerade das die Antwort: Es gibt keine Pointe. Und es muss auch keine geben. Dieses Buch funktioniert auch prächtig ohne.

    Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen ein bisschen mehr Verbindung gewünscht. Verbindung zwischen all den Abenteuern und Geschöpfen und Szenen. So rutschte man vielmehr von einem Holzstich zum nächsten, was zwar großen Spaß gemacht hat und mich immer wieder verblüfft hat und schmunzeln ließ, wo mir aber doch noch irgendwas gefehlt hat.
    Vielleicht ja doch die große Pointe oder der große Sinn ohne den man sich irgendwie nie so ganz befriedigt fühlt.
    Dennoch, allen, die Walter Moers' großartige Fabulierkunst zu schätzen wissen, wird auch dieses Buch gefallen!

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    PapierStiftMagies avatar
    PapierStiftMagievor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wahnsinn
    Erwachsen werden mit Moers

    Was für ein Trip! Diese aberwitzige, intelligente, lebenskluge, philosophische, metaphorische Reise durch die Nacht. Inspiriert von den Illustrationen Auguste Dorés reist man von einem abgefahrenen Höhepunkt zum nächsten, der Tod erscheint irgendwie witzig dank seiner irren Schwester und überhaupt wimmelt es wieder so wundervoll von fantastischen Wesen, wie in den Zamonien-Romanen. Eines der wenigen Bücher, die ich mehrfach gelesen habe und beim Hörbuch, gelesen vom genialen Dirk Bach, werde ich der Wiederholung ebenfalls nicht müde.

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    Wortteufels avatar
    Wortteufelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Moers, fantastisch wie immer und doch ganz anders. Ein besonderer Lesespaß!
    Ein bisschen von allem!

    Durch die Nacht auf Greif, auf Ross, auf Schwein und Streitwagen!

    Der zwölfjährige Gustave ist Kapitän der Aventure, als er samt Schiff und Manschaft in eine Zwillingstornado gerät. Auf der Schwelle ins Jenseits begegnet er dem Tod höchstpersönlich. Um seine Seele und sein Leben zu retten, schließt er mit dem Tod eine Wette ab. Gustav muss sechs Aufgaben lösen, noch ehe diese Nacht vorüber ist. Die "Wilde Reise durch die Nacht" nimmt ihren Anfang.

    Ein bisschen von allem!

    Das ist Walter Moers kleiner Roman, der so ganz ander ist, als seine anderen Geschichten, der nur wenig mit Zarmonien gemein hat und auf seine ganz eigene Art einfach fantastisch ist. Den Rahmen für die "Wilde Reise durch die Nacht" liefern 21 meisterhafte Bilder von Gustav Doré und es ist der Künstler selbst als Kind, den Moers auf die abenteuerliche Reise durch sein eigenes Œuvre schickt.

    Dabei sind Gustavs Abenteuer so mannigfaltig und aus so vielen unterschiedlichen Quellen inspiriert, dass der Roman besonders für Freunde der Weltliteratur zu einem großen Lesevergnügen wird. Das Buch, das nicht so recht weiß, ob es Kinder- oder Erwachsenenbuch sein will und doch beiden schmecken wird, hat kommt mir Elemtenten sowohl aus der Phantastik als auch aus dem Sci-Fi-Genre daher und lässt auch nicht Moers bekannten Witz vermissen, für den seine Fans ihn so schätzen.

    Doch so schön, aufregend und spannend Gustavs Reise auch ist, an manchen Stellen passiert es eben doch, dass die Verbindung zwischen den Bildern ein wenig zu gewollt wirkt oder eine Szene nicht so ganz in das Gesamtbild passen will.

    Fazit:

    Für Freunde von Walter Moers ein Muss und ganz sicher ein großer Lesespaß. Fantasy-Fans und jene, die gute Literatur zu schätzen wissen und sich der Phantastik nicht ganz verschließen, werden ebenfalls ihre Freude an der "Wilden Reise durch die Nacht" haben. Eine unbedingte Leseempfelung!

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