Walter Plathe Ich habe nichts ausgelassen

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Inhaltsangabe zu „Ich habe nichts ausgelassen“ von Walter Plathe

Auf der Bühne gab er den verführerischen Liliom, den schelmischen Schwejk, den tragischen Professor Unrat. In Filmen spielte er komische und ernste Rollen, im Fernsehen war er siebzehn Jahre lang der bodenständig-sympathische »Landarzt«. So schillernd und vielseitig die Rollen, so geradlinig und direkt der Charakter dahinter. Walter Plathe – eine echte Berliner Pflanze, ein Typ mit Herz und Schnauze, ein Volksschauspieler, der festhält an seinem Credo: »Die Mutter vons Janze ist das Theater!« Schon sein Großvater betrieb ein privates Volkstheater, doch die Familie warnte den Jungen vor der brotlosen Kunst. So lernte er erst Verkäufer in einer Zoohandlung, verschrieb sich aber schließlich mit Haut und Haar der Schauspielerei, denn: »Ich musste mich entscheiden zwischen meiner Tierliebe und der Lust auf Verstellung und Spiel«. Mit viel Humor erzählt Plathe seine Lebensgeschichte.

Ein interessanter Einblick in ein Schauspielerleben

— Lesezeichen16
Lesezeichen16

Liest sich flüssig und interessant. PRIMA !!!

— HEIDIZ
HEIDIZ

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    Ich habe nichts ausgelassen
    Lesezeichen16

    Lesezeichen16

    05. July 2017 um 16:30

    Ich habe nichts ausgelassen ist die Biografie von Walter Plathe. Sein leichter und humorvoller Schreibstil lässt den Leser gleich in sein Leben ab- und eintauchen. Es macht sehr viel Spaß seine Geschichte lesen zu dürfen. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl, das Walter Plathe dieses Buch vorliest. Immer wieder hatte ich seine unverkennbare Stimme im Ohr. In 14 Kapiteln erzählt er von seiner alleinerziehenden Mutter, der Kindheit in Berlin, seinen Verwandten und seinem Weggang aus der DDR. Zudem berichtet er, wie er erst eine Ausbildung zum Verkäufer in einer Zoohandlung absolvierte, ehe er zur Schauspielschule ging. Es ist sehr interessant wie seine Schauspielkarriere zu DDR Zeiten begann und wie facettenreich seine Arbeit war und heute noch ist. Er war nicht nur Schauspieler beim Fernsehen, sondern auch Moderator u.a. Bei Kessels Bunte und auch am Theater beschäftigt. Mit welchen namhaften Regisseuren, Schauspieler. Musikern und Moderatoren er zusammenarbeiten durfte. Wie er auf den Dackel kam und wie dieser sein bester Begleiter wurde. Anfang der Neunziger bekam er hier seine Rolle als Landarzt Ulrich Teschner angeboten, die er 17 Jahre spielte und die ihn bundesweit bekannt machte. Heute spielt er hauptsächlich Theater, aber einige TV- Rollen u.a. Familie Dr. Kleist. Außerdem hat er mit Schauspielern H. Juhnke und G. Pfitzmann ein Zille - Museum in Berlin gegründet.   Ein wunderbarer Ausflug in ein Schauspielerleben, dass ich so nicht kannte. Interessantes, lustiges und nachdenkliches ….alles hat hier seinen Platz gefunden. Vielen Dank für den Blick hinter den Kulissen!

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  • Er hat nichts ausgelassen

    Ich habe nichts ausgelassen
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    09. April 2017 um 10:35

    Eine Biografie, die schon vor der Geburt beginnt !!!   Er hat im Leben nichts ausgelassen - im Buch schon *g* - so sagte er selbst gestern während der überaus kurzweilig, lustig informativen Lesung in Nordhausen, bei der ich das Glück hatte, dabei sein zu dürfen.   Walter Plathe kam genauso rüber, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Sympathisch und offen. Er war für seine Leser da. Zuerst las und erzählte er etwas mehr als 70 Minuten aus seinem Buch - seinem Leben - beeindruckte mich mit einigen Rezitationen (z. B. "Prometheus" und "Der Osterspaziergang") und fesselte sein Publikum schon zu Beginn mit Geschichten aus seinem Leben, als er noch gar nicht geboren war.   Das Buch ist locker flockig geschrieben, lustig amüsant und echt kurzweilig zu lesen, ich hatte es schon fast durchgelesen und gestern Abend nach der Lesung las ich noch den Rest und war durchweg begeistert.   Plathe beginnt, wie gerade erwähnt schon vor seiner Geburt zu erzählen, als es ihn noch gar nicht gab. Er geht weiter über Szenen aus seiner Kindheit und Jugend (Jugendweihe ...) und berichtet weiter über die Zeit an der Berliner Schauspielschule, die Zeit im Theater Schwerin mit NVA bis hin zu ... und gliedert seine Biografie ähnlich des Buches "Der brave Soldat Schwejk", den Plathe exzellent gespielt hat. Auch spürt man ihm und seinem Buch das typische Berliner Original, die Liebe zu Zille, den er zitiert und die Liebe zu seinem Beruf und seinem Publikum. Wir erleben noch einmal Momente auf der Bühne - erleben die Serie 'Märkische Chronik' und auch das Kessel Bunte wird noch einmal lebendig. Man erhält einen Blick hinter die Kulissen - dennoch - und das fand ich besonders gut, anders hatte ich es mir auch nicht vorgestellt, greift Plathe keinen Kollegen an, erwähnt den ein oder anderen, aber sachlich.   Im Buch gibt es zahlreiches Bildmaterial, welches die Geschichten und Anekdoten aus Plathes privatem und künstlerischem Leben nochmals untermalt. Der Autor kommt im Buch genauso rüber, wie ich ihn gestern live erlebt habe. Er las aus seinem Buch und es kam so rüber, als würde er gerade mir gegenübersitzen und aus seinem Leben erzählen.   Leseprobe: ========   Zur Wahrheit gehört ebenso, dass auch unabhängig von diesen familiären Gründen eine große Anzahl an Schlagersängern, Schauspielern, Rockmusikern und anderen Künstlern - beruflich wie privat - eine gewisse Reisefreiheit genossen. Ich selbst hatte, als man mich zu Tante Herta in Steglitz ließ, ebenfalls schon ein bisschen in der großen weiten Welt gearbeitet, zum Beispiel in Argentinien ...   Ein Stück DDR-Künstler- und Bühnengeschichte wird lebendig und die Zeit der Wende wird interessant und aus Sicht des Autors lebendig. Deutlich wird auch, dass Plathe sich viel mehr über das Theater definiert, als über den Film oder das Fernsehen. Natürlich wird "Der Landarzt" nicht vergessen, der er nun einmal für viele Fernsehzuschauer ist und bleiben wird.   Ein wirklich lesenswertes Buch - eine Biografie, die ehrlich geschrieben ist, geschrieben ist, wie der Autor ist und das spürt man. Liest sich flüssig und interessant.   PRIMA !!!

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